Die Diplomarbeit beschreibt die prototypische Entwicklung einer Infrastruktur
und Architektur für eine Plattform zur Anbindung mobiler Endgeräte an bestehende
Infrastrukturen in Unternehmen und die Erweiterung der Funktionalität
der Geräte durch internetbasierte Dienste.
Dazu wurde mit myEspresso.net eine modulare und erweiterbare Architektur
entwickelt, die es ermöglicht, mobile Lösungen für bestehende Anwendungen
schnell und flexibel zu entwickeln. Es können sowohl neue Anwendungen
erstellt, als auch bestehende Infrastrukturen integriert werden.
In der Diplomarbeit werden die zur Realisierung benutzten Technologien erläutert
und deren Anwendung in myEspresso.net beispielhaft demonstriert.
Außerdem wird auf das Design der Architektur der Applikation, unter
Berücksichtigung von Entwurfsmustern, eingegangen und die Vor- und Nachteile
verschiedener Architekturen beschrieben.
Zuletzt wird auch die Entwicklung von J2EE Anwendungen im Team und die
Probleme, die dabei auftreten können, erörtert. Es werden Werkzeuge vorgestellt,
die diese Probleme vermeiden helfen und deren Anwendung bei myEspresso.net
gezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Übersicht
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
2. Voraussetzungen
2.1 Komponentenbasierte Softwareentwicklung
2.1.1 Weshalb komponentenbasierte Entwicklung?
2.1.2 Komponentenorientierte Plattformen
2.2 J2EE als Plattform für myEspresso.net
2.3 Sun ONE als Plattform für myEspresso.net
2.3.1 Sun Open Net Environment (Sun ONE)
2.3.2 Sun ONE bei myEspresso.net
2.3.3 Gründe für den Einsatz von Sun ONE
3. Architektur und Technologien
3.1 myEspresso.net Übersicht
3.1.1 Entwicklungsanforderungen
3.1.2 Systemübersicht
3.2 Anbindung
3.2.1 Verwendete Sun ONE Komponenten
3.2.2 Weitere Komponenten
3.3 Verwendete Technologien
3.3.1 Enterprise Java Beans
3.3.2 J2EE Connector Architecture
3.3.3 Java Servlets und JavaServer Pages
3.3.4 Java 2 Micro Edition
3.3.5 Web Services
3.3.6 Standards im Umfeld von Web Services
4. Design
4.1 Entwicklungsmodelle
4.1.1 Phasenmodelle
4.1.2 Rational Unified Process
4.2 Der Rational Unified Process bei myEspresso.net
4.2.1 Analysephase
4.2.2 Entwurfsphase
4.2.3 Implementierungs- und Übergabephase
4.3 Schichtenmodell
4.4 myEspresso.net Komponentenarchitektur
4.5 Anpassung des EJB Command Patterns
4.5.1 Ersetzen clientseitiger Kommandoobjekte
4.5.2 Kommandoobjekte auf Serverseite
5. Implementierung
5.1 Implementierung des EJB Command Patterns
5.1.1 Kommandos
5.1.2 Controller
5.1.3 Manager / Services
5.2 Web Services
5.2.1 Server
5.2.2 Client
5.3 Dienste
5.3.1 ProvisioningManager
5.3.2 CurrencyConverter
5.3.3 CalendarManager
6. J2EE Entwicklung im Team
6.1 Teamwork
6.2 Strategien für das Teamwork
6.2.1 Rollenverteilung
6.2.2 Architektur
6.2.3 Werkzeuge
7. Assembling and Deploying
7.1 Packaging
7.1.1 Aufbau einer Enterprise Applikation
7.1.2 Deskriptoren
7.2 Client Packaging
7.3 Der Build und Deploy Prozeß
7.3.1 Ant
8. Ausblick / Ergebnisse
8.1 Ergebnisse
8.2 Ausblick
9. Tools und Utilities
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit widmet sich der Entwicklung einer modularen Infrastruktur und Architektur für myEspresso.net, die eine flexible Anbindung mobiler javafähiger Endgeräte an Unternehmenssysteme und internetbasierte Dienste ermöglicht. Ziel ist es, ein skalierbares, standardbasiertes System zu schaffen, das sowohl neue Anwendungen unterstützt als auch die nahtlose Integration bestehender Unternehmens-Infrastrukturen erlaubt.
- Komponentenorientierte Architektur und Entwicklung (J2EE)
- Integration mobiler Endgeräte via Web Services
- Einsatz des EJB Command Patterns zur Entkopplung und Modularisierung
- Implementierung von Business-Logik durch skalierbare Manager und Services
- Anbindung von Legacy-Systemen und Standardsoftware (SAP)
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Enterprise Java Beans
Der „Enterprise JavaBeans“ (EJB) Standard ist ist eine Architektur für Komponentenentwicklung in Java. Es handelt sich hierbei vor allem um eine Vereinbarung zwischen den Komponenten und den Applikationsservern, die es möglich macht, jede Komponente in jedem Applikationsserver zu verwenden.
Dieser von der Industrie anerkannte Standard macht es einfach, komplexe Anwendungen in möglichst kurzer Zeit zu entwickeln, da der Applikationsserver bereits viele benötigte Dienste zur Verfügung stellt.
Der EJB Standard besteht aus zwei Teilen:
• Einer frei erhältlichen Spezifikation, welche das Zusammenspiel von Komponenten und den Applikationsservern sowie die Erstellung von Komponenten definiert
• Einer Reihe von Java Interfaces, denen Komponenten und Applikationsserver entsprechen müssen. Diese Interfaces erlauben es dem Server, die Komponenten zu verwalten.
Eine tiefere Einführung in Enterprise Java Beans und deren Verwendung bei myEspresso.net findet sich in Hubert Schweigers Diplomarbeit, welche die Persistenzschicht von myEspresso.net beschreibt ([Schweiger03]).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung und Übersicht: Diese Einleitung erläutert die Motivation für die Entwicklung von myEspresso.net als Plattform zur Anbindung mobiler Geräte und definiert die primären Zielgruppen sowie die Zielsetzungen des Projekts.
Voraussetzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Überlegungen zur Wahl einer geeigneten Plattform (J2EE vs. .NET) für die Entwicklung von myEspresso.net unter Berücksichtigung von Modularität und Skalierbarkeit beschrieben.
Architektur und Technologien: Dieser Abschnitt beschreibt die Systemstruktur von myEspresso.net und erläutert detailliert die verwendeten Technologien, insbesondere EJB, Web Services (SOAP, WSDL, UDDI) sowie die J2ME Plattform für mobile Endgeräte.
Design: Hier wird der Entwurfsprozess von myEspresso.net beschrieben, wobei die Anwendung von Entwurfsmustern wie Session Facade, Business Delegate und dem EJB Command Pattern im Vordergrund steht.
Implementierung: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung der Architektur, insbesondere die Implementierung des Controllers und der Kommandoobjekte sowie die Anbindung von Web Services und Diensten wie dem CurrencyConverter.
J2EE Entwicklung im Team: Hier werden Strategien und Werkzeuge wie CVS und Ant vorgestellt, die eine produktive Zusammenarbeit und die Bewältigung technischer Herausforderungen in einem Teamprojekt unterstützen.
Assembling and Deploying: Dieses Kapitel beschreibt den technischen Prozess des Build- und Deployment-Vorgangs von J2EE-Anwendungen, inklusive der Verwendung von Deskriptoren und der Automatisierung durch Ant.
Ausblick / Ergebnisse: Abschließend werden die im Projektverlauf gewonnenen Erfahrungen reflektiert und ein Ausblick auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten für myEspresso.net gegeben.
Tools und Utilities: Dieses Kapitel stellt die für die Entwicklung von myEspresso.net eingesetzten Werkzeuge wie Oracle JDeveloper, Altova XML Spy und verschiedene Simulatoren vor.
Schlüsselwörter
J2EE, J2ME, Web Services, Softwarearchitektur, Komponentenorientierung, Sun ONE, EJB Command Pattern, SOAP, WSDL, UDDI, Enterprise Java Beans, Systemdesign, Mobile Anbindung, XML-RPC, Middleware
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit beschreibt die Konzeption und prototypische Entwicklung der Plattform myEspresso.net, die mobile Endgeräte an unternehmenseigene Infrastrukturen und internetbasierte Dienste anbindet.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Bereiche Enterprise Softwareentwicklung (J2EE), mobile Technologien (J2ME) sowie die Integration von Web Services in verteilte Architekturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Entwicklung einer hochgradig modularen, skalierbaren und standardbasierten Architektur, die mobile Lösungen schnell und flexibel integrierbar macht.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?
Die Entwicklung orientiert sich am Rational Unified Process (RUP) und verwendet objektorientierte Entwurfsmuster, um die Wartbarkeit und Erweiterbarkeit der Plattform sicherzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Analyse, den Softwareentwurf (Design-Pattern), die Implementierungsdetails des Controllers und der Web Services sowie die Dokumentation des Build- und Deployment-Prozesses.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind J2EE, Web Services, Komponentenarchitektur, EJB Command Pattern und die Integration mobiler Clients.
Welche Rolle spielt das "EJB Command Pattern" in dieser Architektur?
Es dient als zentrales Entwurfsmuster zur Entkopplung der Komponenten. Durch die Kapselung von Anfragen in Kommandoobjekte wird eine lose Kopplung zwischen Client und Serverseite erreicht.
Wie werden Legacy-Systeme wie SAP in die Plattform eingebunden?
Die Anbindung erfolgt über die "J2EE Connector Architecture" (JCA) bzw. spezifische Ressourcen-Adapter, die innerhalb der J2EE-Infrastruktur als Schnittstelle fungieren.
- Quote paper
- M. Sc. Torsten Straßer (Author), 2003, Client-Server-Infrastruktur und -Architektur für Espresso, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67347