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Die Wechselwirkung zwischen Psychotrauma und Entwicklung im Kinder- und Jugendalter

Title: Die Wechselwirkung zwischen Psychotrauma und Entwicklung im Kinder- und Jugendalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jörn Killinger (Author), Elisabeth Hagl (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Die Zeitungen sind voll von Schlagzeilen, die von schweren Autounfällen, von Familiendramen und Schicksalsschlägen berichten, bis hin zu Naturkatastrophen oder terroristischen Anschlägen. Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens solchen dramatischen Situationen ausgesetzt. Doch niemand von uns hat vorher gelernt mit einem traumatischen Ereignis umzugehen. Wieso passiert so etwas, wie kann man mit dieser Erinnerung weiter leben, ist man noch irgendwo sicher? Fragen, die einen ein ganzes Leben nicht loslassen können und ganz schnell entwickelt sich daraus eine psychische Störung, die langfristige Folgen nach sich ziehen kann. Erst seit wenigen Jahren wird sich auf professioneller Ebene mit diesen Störungen auseinandergesetzt.
Wir wollen in unserer Arbeit erstmal einen Überblick über den aktuellen Stand der Psychotraumaforschung geben. Dazu beschreiben wir, wie ein traumatisches Ereignis definiert wird (2.1.) und stellen verschiedene Belastungsstörungen vor, die daraus resultieren können (2.2.).
Die Relevanz unseres Themas ist groß. Fast 10% aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Da dies die Störung ist, die am häufigsten imponiert, werden wir diese unter 2.3. ausführlicher diskutieren. Allerdings entwickelt sich nicht bei jedem Menschen, der ein traumatisches Ereignis erlebt, eine Störung. Es gibt verschiedene Prädiktoren, die das unterstützen oder verhindern. Diese wollen wir uns unter 3.1. genauer anschauen. Von Anfang an werden wir den Schwerpunkt unserer Betrachtung auf Kinder und Jugendliche legen. Da sie sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden und deshalb nicht genauso wie Erwachsene auf traumatische Situationen reagieren, ist es notwendig, sich die Bedeutung des Entwicklungsstandes in Zusammenhang mit dem Psychotrauma anzuschauen (3.2.).
Das Alter und die Erfahrungen, die man bis dahin gemacht hat, können Risiko- und Schutzfaktoren für die Belastungsstörung sein. Sicher ist aber, dass sie die erfolgreiche Bewältigung von Entwicklungsaufgaben verhindern können und das kann sich ein Leben lang bemerkbar machen. Es kommt nicht selten vor, dass Entwicklungsstörungen behandelt werden und sich herausstellt, das Traumata in der Biographie der betroffenen Person existieren (3.3.).

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Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. GRUNDLAGEN DER PSYCHOTRAUMAFORSCHUNG

2.1. DAS TRAUMATISCHE EREIGNIS: BESCHREIBUNG GRUNDSÄTZLICHER MERKMALE

2.2. KLASSIFIKATION POSTTRAUMATISCHER STÖRUNGEN: MÖGLICHKEITEN EINES KLINISCHEN VERLAUFES IN ZEITLICHER ABHÄNGIGKEIT

2.2.1. Akute Belastungsstörung

2.2.2. Anpassungsstörung

2.2.3. Posttraumatische Belastungsstörung (PTB)

2.2.4. Andauernde Persönlichkeitsstörung

2.3. DIE POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG: EINE KLINISCHE REAKTION, DIE AM HÄUFIGSTEN AUF TRAUMATISCHE EREIGNISSE IMPONIERT

2.3.1. Symptomatik

2.3.1.1. grundlegendes Erscheinungsbild

2.3.1.2. Besonderheiten im Kinder und Jugendalter

2.3.2. Diagnose

2.3.2.1. allgemeine Kriterien

2.3.2.2. spezielle Schwierigkeiten bei Kindern

2.3.3. komorbide Reaktionen

2.3.4. Ätiologie

2.3.4.1. behaviorale Modelle

2.3.4.2. psychobiologische Modelle

2.3.4.3. kognitive Modelle

3. DAS PSYCHOTRAUMA IM ENTWICKLUNGSKONTEXT

3.1. PRÄDIKTOREN FÜR DEN VERLAUF POSTTRAUMATISCHER STÖRUNGEN: ALLGEMEINE RISIKO- UND SCHUTZFAKTOREN

3.1.1 Traumatypische, peritraumatische und posttraumatische Faktoren

3.1.2 Bezugspersonen, Familie und Umfeld

3.1.3 Individuum und Biographie

3.2. DIE BEDEUTUNG DES ENTWICKLUNGSSTANDES: TRAUMA-VULNERABILITÄT VOR DEM HINTERGRUND VON ENTWICKLUNGSSTUFE UND ENTWICKLUNGSAUFGABEN

3.2.1 Säuglingsalter und frühe Kindheit

3.2.2 Kindheit

3.2.3 Jugend

3.3. AUSWIRKUNGEN VON POSTTRAUMATISCHEN STÖRUNGEN AUF DIE ENTWICKLUNG: VULNERABILITÄT UND TRAUMAFOLGEN UNTER ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHER PERSPEKTIVE

3.3.1. Trauma und Bewältigung

3.3.2 Konsequenzen von Traumata auf bestimmte Funktionen

3.3.3 Traumatisch bedingte Probleme in verschiedenen Entwicklungsstadien

3.3.3.1. Säuglingsalter und frühe Kindheit

3.3.3.2. Kindheit

3.3.3.3. Jugend

4. NACHWORT

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen traumatischen Erlebnissen und der psychologischen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Sie analysiert, wie traumatische Erfahrungen die Bewältigung entwicklungspsychologischer Aufgaben beeinträchtigen oder beeinflussen können.

  • Grundlagen der Psychotraumaforschung und Definition des Trauma-Begriffs
  • Klassifikation posttraumatischer Störungen
  • Einfluss des Entwicklungsstandes auf die Trauma-Vulnerabilität
  • Risiko- und Schutzfaktoren für den Verlauf posttraumatischer Störungen
  • Entwicklungsspezifische Folgen von Traumata in verschiedenen Altersgruppen

Auszug aus dem Buch

2.1. Das Traumatische Ereignis: Beschreibung grundsätzlicher Merkmale

Der Begriff Trauma taucht in verschiedenen Bereichen immer wieder auf. Fast jeder hatte nach einem alltäglichen Verständnis irgendwann ein Trauma. Es scheint ein Modewort zu sein. (Fischer 2003)

Pathologisch betrachtet, gibt es für das traumatische Ereignis jedoch eine genaue Definition. Demnach erlebt der/die Betroffene dabei „mit großer Furcht und Entsetzen direkt oder indirekt eine Situation, die eine Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit seiner selbst oder eines anderen Menschen beinhaltet.“ (Steil 2004, S. 277) Dabei kann auch die verbale Übermittlung eines solchen Ereignisses ausreichen. Als Ereignisse sind z. B. Naturkatastrophen, Unfälle, sexuelle Gewalt oder auch sonstige Gewalt bekannt. (Steil 2004)

Grundsätzlich sind Traumen Ereignisse, die die Gesundheit und Integrität der Person gefährden. Es kommt zu negativen Emotionen und eine hohe Wachsamkeit auf die Umwelt macht sich breit.

Das Erleben einer Situation, unter diesen Bedingungen, führt aber nicht automatisch zu einem pathologischen Verlauf. Während manche Menschen daraus z.B. eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, reagieren andere nicht auffallend. Das Trauma wirkt also nicht als solches, sondern muss immer in engen Zusammenhang zu dem Subjekt betrachtet werden, welches das Ereignis erlebt. Dieses wird nämlich mit den Möglichkeiten, die es hat, das Erlebnis beurteilen, kognitiv bewerten und je nach persönlichem Empfinden eine seelische Verletzung erleiden, die momentane oder langfristige Folgen hat. Entscheidend sind dabei auch die Möglichkeiten, die das Subjekt erlebt, sich selber schützen zu können oder der Situation vollkommen ausgeliefert zu sein. (Resch& Brunner 2004)

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Einleitung in die Thematik der Psychotraumaforschung mit Fokus auf die Bedeutung der Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen.

2. GRUNDLAGEN DER PSYCHOTRAUMAFORSCHUNG: Definition des Trauma-Begriffs sowie eine detaillierte Übersicht klinischer Störungsbilder und deren ätiologische Erklärungsmodelle.

3. DAS PSYCHOTRAUMA IM ENTWICKLUNGSKONTEXT: Analyse der Wechselwirkung zwischen Traumatisierung und verschiedenen Entwicklungsstufen sowie der Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren.

4. NACHWORT: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit intensiverer Forschung und Sensibilisierung für traumatisierte Kinder und Jugendliche.

Schlüsselwörter

Psychotrauma, Entwicklungspsychologie, Posttraumatische Belastungsstörung, PTB, Trauma-Vulnerabilität, Kinder und Jugendliche, Bewältigungsstrategien, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, klinische Störungsbilder, Ätiologie, Traumafolgen, Affektregulation, Entwicklung, Identitätsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung und Verarbeitung traumatischer Erlebnisse bei Kindern und Jugendlichen und deren Auswirkungen auf die psychische Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Grundlagen der Psychotraumaforschung, die klinische Symptomatik bei verschiedenen Störungsbildern sowie die entwicklungsspezifische Vulnerabilität im Kindes- und Jugendalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie traumatische Erfahrungen die erfolgreiche Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben behindern oder langfristig beeinflussen können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Autoren stützen sich auf eine Literaturanalyse klinischer und entwicklungspsychologischer Ansätze, einschließlich behavioraler, psychobiologischer und kognitiver Erklärungsmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Risiko- und Schutzfaktoren, die Diagnose von PTB bei Kindern sowie spezifische Folgen von Traumata in den Stufen Säuglingsalter, Kindheit und Jugend.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Psychotrauma, Entwicklungspsychologie, Posttraumatische Belastungsstörung (PTB), Vulnerabilität und Bewältigungsstrategien.

Wie unterscheidet sich die Reaktion auf Traumata im Kindesalter von Erwachsenen?

Kinder reagieren oft entwicklungsspezifisch, etwa durch Regression oder Spielverhalten, statt durch verbale Vermeidung, da ihre kognitiven und emotionalen Ressourcen sich noch im Aufbau befinden.

Warum ist das Spiel bei traumatisierten Kindern ein wichtiges Diagnosekriterium?

Das Spiel dient als zentraler Ausdruck der Verarbeitung. Ein eingeschränktes, repetitives oder aggressives Spielverhalten deutet auf Schwierigkeiten hin, traumatische Aspekte in die Persönlichkeit zu integrieren.

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Details

Title
Die Wechselwirkung zwischen Psychotrauma und Entwicklung im Kinder- und Jugendalter
College
LMU Munich
Course
Entwicklungspsychopathologie
Grade
1,0
Authors
Jörn Killinger (Author), Elisabeth Hagl (Author)
Publication Year
2005
Pages
41
Catalog Number
V67397
ISBN (eBook)
9783638599979
ISBN (Book)
9783656786733
Language
German
Tags
Erlebnis Kontext Entwicklung Auseinandersetzung Verarbeitung Erlebnisses Berücksichtigung Wechselwirkung Psychotrauma Entwicklung Kinder Jugendalter Entwicklungspsychopathologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörn Killinger (Author), Elisabeth Hagl (Author), 2005, Die Wechselwirkung zwischen Psychotrauma und Entwicklung im Kinder- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67397
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