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Verbindungsmöglichkeiten von Spiel- und Theaterpädagogik mit Zirkuspädagogik am Beispiel des Kindermitmachzirkus "Pumpernudl"

Title: Verbindungsmöglichkeiten von Spiel- und Theaterpädagogik mit Zirkuspädagogik am Beispiel des Kindermitmachzirkus "Pumpernudl"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jörn Killinger (Author)

Theater Studies, Dance
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„Zirkus ist schon ganz nett, aber es ist doch nur ein Spiel“ scheinen manche BeobachterInnen zirkuspädagogischen Tuns sagen zu wollen, v.a. solche die, welche für die Finanzierung von Bildungs- und Kulturprogrammen verantwortlich sind. Doch in Zeiten von leeren (öffentlichen) Töpfen scheint nur dann Geld zu fließen, wenn einerseits eine mächtige Lobby vorhanden ist, und andererseits - in Folge von PISA & Co. - wenn Bildungswirkungen in zahlreichen Studien, die bereits selbst eine gute Summe Geld kosteten, nachgewiesen werden kann.. - Kulturarbeit, ob Theater, Theaterpädagogik oder Zirkuspädagogik wird insofern immer einen schweren Stand haben, da viele der von ihr gewünschten Implikationen meiner Ansicht nach nicht messbar sind, denn es scheint schwierig „wenn, dann“-Aussagen eben in Bezug auf Spiel zu treffen.
Trotz dieser Uneindeutigkeit bezüglich Messbarkeit von Bildungswirkungen im Spiel, möchte ich dies zu einem zentralen Punkt machen, und in dieser Arbeit nach dem Zusammenhang zwischen Spiel, Theater und Zirkuspädagogik suchen, und dies in den Kontext eines pädagogischen Hintergrund stellen.
Zum Vorgehen: Das folgende Kapitel wird sich mit der historischen und inhaltlichen Entwicklung des Zirkus befassen und nach Bedingungen suchen, wie es zur Entstehung einer Zirkuspädagogik kam, und in welchen Formen diese heute auftritt. Im dritten Kapitel soll noch einmal kurz auf den Zusammenhang zwischen Spiel (bzw. Spielpädagogik) und Zirkuspädagogik und anschließend zwischen Theater und derselben eingehen. In diesem Kapitel möchte ich in einem dritten Teil praxisrelevanten Fragen nachgehen, um nach Anknüpfungsmöglichkeiten der Theaterpädagogik in der Zirkuspädagogik zu suchen: Wie sehen diese aus pädagogischer und ästhetischer Perspektive aus?
Im fünften Kapitel möchte ich schließlich einen Blick auf meine eigene Erfahrung werfen und mir - nach einem Exkurs zu den Rahmenbedingungen (Was ist der Zirkus Pumpernudl?) - die Frage stellen: In wie weit lassen sich die oben aufgeführten Kategorien in einem bestimmten tatsächlichen Prasxisfeld antreffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VOM ZIRKUS ZUR ZIRKUSPÄDAGOGIK

2.1. ZUM PHÄNOMEN ZIRKUS

2.1.1. Historischer Überblick

2.1.2. Neue Formen des Zirkus

2.2. DIE ENTDECKUNG DES ZIRKUS DURCH DIE PÄDAGOGIK

2.3. FORMEN DER ZIRKUSPÄDAGOGIK

2.3.1. Sportzirkus - Bewegungskünste

2.3.2. Schulzirkus - Zirkusschule

2.3.3. Projektzirkus – Sozialpädagogischer Zirkus

2.3.4. Spielzirkus – Zirkusanimation

3. SPIEL UND THEATER IN DER ZIRKUSPÄDAGOGIK

3.1. SPIELPÄDAGOGIK

3.1.1. Zu Spiel und Spielpädagogik

3.1.2. Zirkuspädagogik als Teil der Spielpädagogik

3.2. THEATER

3.2.1. Theater und Zirkus

3.2.2. Theaterspiel und Zirkuspädagogik

3.3. THEATERPÄDAGOGIK

3.3.1. Theaterpädagogische Zielsetzungen in der Zirkuspädagogik

3.3.1.1. Pädagogische Prinzipien

3.3.1.2. Ästhetische Perspektiven

3.3.2. Theaterpädagogische Methodik in der Zirkuspädagogik

4. DER KINDERMITMACHZIRKUS PUMPERNUDL

4.1. HINTERGRUND UND PROJEKTBESCHREIBUNG

4.1.1. „Pädagogische Aktion e.V.“ und „Spielen in der Stadt e.V.“

4.1.2. Der Spielbus „Zirkus Pumpernudl“

4.2. EIGENE ERFAHRUNGEN

5. FAZIT: BEDARF UND INTENSIVIERUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Spiel-, Theater- und Zirkuspädagogik, um Anknüpfungsmöglichkeiten der Theaterpädagogik für eine qualitativ erweiterte zirkuspädagogische Praxis aufzuzeigen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie theatrale Elemente und dramaturgische Konzepte in zirkuspädagogische Angebote, exemplarisch am Beispiel des Kindermitmachzirkus „Pumpernudl“, integriert werden können.

  • Historische und inhaltliche Entwicklung des Zirkus und der Zirkuspädagogik
  • Spielpädagogische Grundlagen der Zirkusarbeit
  • Schnittmengen von Theaterpädagogik und zirkuspädagogischer Praxis
  • Ästhetische und pädagogische Zielsetzungen sowie methodische Ansätze
  • Reflexion der pädagogischen Arbeit in einem konkreten Spielbus-Projekt

Auszug aus dem Buch

2.1. Zum Phänomen Zirkus

Der folgende Abschnitt liefert einen Abriss, wie sich Zirkus, so wie wir ihn in unserem Kulturkreis kennen, entwickelt hat. Hierbei möchte ich besonders die konstitutiven Elemente erwähnen, die für die Entwicklung der Zirkuspädagogik von Bedeutung sind, bzw. auch jene, die es gerade nicht sind. Phänomene anderer Kulturkreise, wie der Chinesische Zirkus oder der Sowjetische Staatszirkus, deren Einfluss auf die Entwicklung des Zirkus mitunter nicht unerheblich waren, können hier nicht berücksichtigt werden.

2.1.1. Historischer Überblick

Was für das Theater gilt, trifft auch auf den Zirkus zu: Früh in der Menschheitsgeschichte haben Vorläufer zirkusartiger Darbietungen Eingang in den kulturellen Alltag gefunden: Begonnen bei altägyptischen Malereien, die jonglierende Frauen zeigen, über altafrikanische und persische Statuen, die unzweifelhaft auf verschiedenste Gaukler schließen lassen, bis hin zu Berichten über römische ioculatores (Spieler). In Rom entstand mit dem Circus Maximus der erste namentlich so genannte Circus. Auch wenn dem heutigen Zirkus entsprechende Spiele zwar eher in den Amphitheatern stattfanden, hatten die Ereignisse (Wagenrennen) des Circus Maximus mit dem heutigen Zirkus doch etwas gemein: Die volkstümliche Atmosphäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor führt in die Problematik der Messbarkeit von Bildungswirkungen im spielerischen Kontext ein und erläutert die Zielsetzung, den Zusammenhang von Spiel, Theater und Zirkuspädagogik zu untersuchen.

2. VOM ZIRKUS ZUR ZIRKUSPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese des Zirkus und die darauf folgende Entstehung sowie Ausdifferenzierung der Zirkuspädagogik in verschiedene Formen.

3. SPIEL UND THEATER IN DER ZIRKUSPÄDAGOGIK: Der Autor analysiert hier die theoretischen Schnittstellen zwischen der Spiel- bzw. Theaterpädagogik und der Zirkuspädagogik hinsichtlich ihrer Ziele und methodischen Anknüpfungspunkte.

4. DER KINDERMITMACHZIRKUS PUMPERNUDL: Hier reflektiert der Autor seine eigenen Erfahrungen bei einem konkreten Zirkus-Spielbus-Projekt und prüft die Übertragbarkeit der theoretischen Konzepte in die Praxis.

5. FAZIT: BEDARF UND INTENSIVIERUNG: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Möglichkeiten, Theaterpädagogik in den Zirkus einzubinden, und identifiziert weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der wissenschaftlichen Fundierung der Zirkuspädagogik.

Schlüsselwörter

Zirkuspädagogik, Spielpädagogik, Theaterpädagogik, Ästhetische Bildung, Neuer Zirkus, Zirkus Pumpernudl, Spielbus, Rollenarbeit, Kulturpädagogik, Artistik, Dramaturgie, Pädagogische Prinzipien, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen der Zirkuspädagogik und der Theaterpädagogik sowie deren Potenzial für die ästhetische Bildung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Zirkus, verschiedene Formen zirkuspädagogischer Arbeit, spieltheoretische Grundlagen und die Anwendung theatraler Methoden in der Zirkusmanege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie zirkuspädagogische Projekte von den Ansätzen der Theaterpädagogik profitieren können, um die ästhetische Qualität der Vorstellungen und die Lerneffekte der Teilnehmenden zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Fachliteratur zur Pädagogik und Didaktik und ergänzt diese durch die Reflexion eigener Erfahrungen im Bereich des Kindermitmachzirkus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die spiel- und theaterpädagogischen Bezüge innerhalb des Zirkus sowie konkrete methodische Strategien für die pädagogische Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zirkuspädagogik, ästhetische Bildung, Spielpädagogik, Theaterpädagogik und das Konzept des "Neuen Zirkus" charakterisiert.

Was macht den Zirkus "Pumpernudl" für die Untersuchung so besonders?

Der Zirkus "Pumpernudl" dient als Praxisbeispiel für eine mobile Zirkuspädagogik (Spielbus), die mit spezifischen Rahmenbedingungen wie geringer Kontinuität und offener Zugänglichkeit operiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Rollenarbeit im Zirkus?

Der Autor sieht in der Rollenarbeit eine wesentliche Bereicherung, da sie es Kindern ermöglicht, über die rein artistische Leistung hinaus spielerische und ästhetische Erfahrungen zu sammeln.

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Details

Title
Verbindungsmöglichkeiten von Spiel- und Theaterpädagogik mit Zirkuspädagogik am Beispiel des Kindermitmachzirkus "Pumpernudl"
College
LMU Munich
Course
Theorie der Theaterpädagogik
Grade
1,3
Author
Jörn Killinger (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V67402
ISBN (eBook)
9783638603669
ISBN (Book)
9783656760863
Language
German
Tags
Spiel Theater Pädagogik Zirkus Zusammenhang Verbindungsmöglichkeiten Spiel- Theaterpädagogik Zirkuspädagogik Kindermitmachzirkus Pumpernudl Theorie Theaterpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörn Killinger (Author), 2005, Verbindungsmöglichkeiten von Spiel- und Theaterpädagogik mit Zirkuspädagogik am Beispiel des Kindermitmachzirkus "Pumpernudl", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67402
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