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Familie und Peers als Entwicklungskontext in der Adoleszenz

Title: Familie und Peers als Entwicklungskontext in der Adoleszenz

Intermediate Examination Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Katrin Schmidt (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Adoleszenz bezeichnet die Phase im Leben eines Menschen, in der er sich vom Kind hin zum Erwachsenen entwickelt. Sie kann zeitlich nicht exakt eingegrenzt werden, da sich Reifeprozesse individuell sehr unterschiedlich gestalten können und von unzählbaren Faktoren der Umwelt und der eigenen Physis und Psyche abhängen. Im Allgemeinen verläuft die Adoleszenz aber innerhalb des 2. Lebensjahrzehnts. In diesem Alter nimmt der Mensch also eine Position in der Gesellschaft ein, in der er nicht mehr als Kind betrachtet wird, jedoch auch noch nicht als Erwachsener. Das bringt für den Jugendlichen oft Schwierigkeiten mit sich, die sich häufig in einem Verhalten äußern, das für die Gesellschaft abnorm wirkt. Die Jugendlichen finden sich immer wieder in bis jetzt für sie unbekannten Situationen wieder, mit denen sie erst lernen müssen, umzugehen. Diese Lernprozesse sind jedoch nicht einfach zu bewältigen. Soziale Beziehungen sind dabei für uns unerlässlich. Jugendliche sind in ein großes Netzwerk sozialer Beziehungen involviert, z.B. mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden. Alle diese Beziehungen wirken auf unterschiedliche Art und Weise auf die Entwicklung des Adoleszenten. In dieser Arbeit beschäftige ich mich daher mit den Rollen, die Eltern und Gleichaltrige bei der Entwicklung im Jugendalter einnehmen. Zunächst stellt sich die Frage, welchen Platz die Familie während der Phase der Adoleszenz einnimmt. In diesem Zusammenhang werde ich näher auf die auftretenden Veränderungen der Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen eingehen, ebenso, wie auf die Konflikte, die man in fast jeder Familie mit Kindern im Jugendalter, beobachten kann. Beobachtet man Jugendliche, z.B. auf der Straße, bemerkt man, dass sie sich oft mit Personen gleichen Alters umgeben. Gleichaltrige scheinen also eine wichtige Basis für Heranwachsende zu sein, um sich Wohlzufühlen. Deshalb werde ich mich im zweiten Teil der Arbeit, mehr mit der Bedeutung von Peers für die Entwicklung im Jugendalter auseinandersetzen. Außerdem sollen kennzeichnende Unterschiede zu Familienbeziehungen erörtert werden. Nachdem auf den ersten Seiten der Frage nachgegangen werden wird, welchen Einfluss Familien und Peers auf die soziale Reifung eines Menschen haben, steht im letzten Abschnitt der Arbeit eine andere Frage im Vordergrund. Hier möchte ich mich spezieller mit der emotionalen Entwicklung befassen und in welchem Zusammenhang Eltern und Freunde mit eventuellen emotionalen Problemen stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendalter und Familie

2.1. Veränderungen in der Eltern – Kind –Beziehung

2.2. Erziehungsstile

2.3. Konflikte in der Adoleszenz

2.3.1. Konfliktthemen

2.3.2. Funktion von Konflikten

2.3.3. Die Beziehungsqualität während der Adoleszenz

3. Das Verhältnis zu Gleichaltrigen im Jugendalter

3.1. Besonderheiten von Peerbeziehungen im Vergleich zu Familienbeziehungen

3.2. Verschiedene Beziehungsmuster mit Gleichaltrigen

3.3. Die Bedeutung von Peerbeziehungen in der Adoleszenz

3.3.1. Die Rolle von Peerbeziehungen in der Adoleszenz, für eine spätere Bindung zu einem „romantic partner“

4. Emotionale Schwierigkeiten im Zusammenhang mit sozialen Beziehungen zu Eltern und Peers

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle, die Eltern und Gleichaltrige als Entwicklungskontexte in der Adoleszenz einnehmen, um zu verstehen, wie soziale Beziehungen zur persönlichen Reifung und zur emotionalen Entwicklung des Jugendlichen beitragen.

  • Veränderungen in der Eltern-Kind-Beziehung und die Bedeutung von Erziehungsstilen.
  • Ursachen, Funktionen und Qualitäten von Konflikten innerhalb der Familie.
  • Die Spezifik von Peerbeziehungen und deren Einfluss auf Identitätsbildung und soziale Kompetenz.
  • Der Zusammenhang zwischen sozialen Beziehungen und emotionalen Schwierigkeiten im Jugendalter.

Auszug aus dem Buch

3.1. Besonderheiten von Peerbeziehungen im Vergleich zu Familienbeziehungen

In Beziehungen innerhalb einer Familie sind in der Regel klare Hierarchien zu erkennen. Grundlegend sind Eltern gesetzlich verpflichtet ihren Kindern einen Rahmen zu bieten, der ein gesundes Aufwachsen ermöglicht, wobei andere Personen bzw. Instanzen nur in Notfällen, bei Gefährdung befugt sind, einzugreifen. In der Familie bestimmen seit der Kindheit die Eltern, welche Normen gelten. Erst in der Pubertät beginnen sich diese Strukturen durch z.B. Konflikte langsam zu lösen, bis sich mit Beginn des Erwachsenenalters einigermaßen äquivalente Beziehungen aufgebaut haben. Peerbeziehungen hingegen ähneln Eltern-Kind-Beziehungen in keiner Weise. Sie zeichnen sich viel mehr durch Gleichheit und Souveränität (Grob u. Jaschinski 2003) aus. Zudem entstehen Freundschaften im Gegensatz zu familiären Beziehungen auf freiwilliger Basis und können jederzeit gelöst werden. Das führt zu schnellerer Kompromissbereitschaft in Konfliktsituationen und weniger Ausdruck von Ärger, um die Bindung nicht zu gefährden. Hinzu kommt, dass die Stabilität von Freundschaften, anders als Eltern-Kind-Bindungen, ständig von Dritten beeinflusst werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Phase der Adoleszenz ein und legt den Fokus der Arbeit auf die Bedeutung der sozialen Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen für die Entwicklung.

2. Jugendalter und Familie: Dieses Kapitel behandelt die Autonomiebestrebungen von Jugendlichen und deren Auswirkungen auf die familiäre Beziehungsstruktur, Erziehungsstile und Konfliktpotenziale.

3. Das Verhältnis zu Gleichaltrigen im Jugendalter: Hier werden die Merkmale von Freundschaften und Gruppendynamiken (Cliquen, Crowds) analysiert und deren Funktion für die soziale Entwicklung erläutert.

4. Emotionale Schwierigkeiten im Zusammenhang mit sozialen Beziehungen zu Eltern und Peers: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen familiärer und freundschaftlicher Unterstützung bzw. Konflikte auf das emotionale Wohlbefinden und die psychische Gesundheit.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Balance zwischen Verbundenheit und Selbstständigkeit in der Eltern-Kind-Beziehung sowie positive Peer-Kontakte essenziell für eine gesunde Entwicklung sind.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Familie, Eltern-Kind-Beziehung, Erziehungsstile, Konflikte, Peerbeziehungen, Freundschaften, Cliquen, Identitätsbildung, Autonomie, soziale Kompetenz, emotionale Entwicklung, Unterstützung, psychisches Wohlbefinden, Bindungstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklungsbedeutung sozialer Beziehungen zu Eltern und Peers während der Adoleszenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Autonomieentwicklung, elterliche Erziehungsstile, Familienkonflikte, Gruppendynamiken (Peers) sowie emotionale Auswirkungen dieser Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Rollen von Familie und Freunden als Entwicklungskontexte sowie deren Einfluss auf die soziale und emotionale Reifung des Jugendlichen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse psychologischer Fachliteratur und Studien zur Entwicklungspsychologie des Jugendalters.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel der Eltern-Kind-Beziehung, die Funktion von Konflikten, die Struktur von Peerbeziehungen sowie die Zusammenhänge zwischen diesen sozialen Bindungen und emotionalen Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Adoleszenz, Erziehungsstile, Autonomie, Peerbeziehungen, Identitätsbildung und emotionale Entwicklung.

Warum erleben Jugendliche mit ihren Müttern häufig intensivere Konflikte als mit Vätern?

Dies liegt laut Arbeit unter anderem an der intensiveren Kontaktpflege der Mütter, die bemüht sind, eine enge Beziehung zu wahren, was zu häufigeren Reibungspunkten führt.

Welche Rolle spielt der autoritative Erziehungsstil für die Entwicklung?

Der autoritative Stil gilt als ideale Balance zwischen Herausforderung und Zuwendung und bildet die beste Grundlage für eine gesunde Entwicklung innerhalb der Familie.

Was besagt die „Gender-Intensification-These“ im Kontext der Arbeit?

Diese These besagt, dass Geschlechtsunterschiede im Verlauf der Adoleszenz immer stärker akzentuiert und ausgeprägter werden.

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Details

Title
Familie und Peers als Entwicklungskontext in der Adoleszenz
College
University of Potsdam  (Institut für Psychologie)
Course
Entwicklungspsychologie des Jugendalters
Grade
2,3
Author
Katrin Schmidt (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V67444
ISBN (eBook)
9783638600071
ISBN (Book)
9783656808855
Language
German
Tags
Familie Peers Entwicklungskontext Adoleszenz Entwicklungspsychologie Jugendalters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Schmidt (Author), 2005, Familie und Peers als Entwicklungskontext in der Adoleszenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67444
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