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Haushaltsproduktion

Title: Haushaltsproduktion

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Finck (Author)

Economics - Micro-economics
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Im Jahr 1841 schrieb Friedrich List:
"Wer Schweine erzieht, ist […] ein produktives, wer Menschen erzieht, ein unproduktives Mitglied der Gesellschaft. Wer Dudelsäcke oder Maultrommeln zum Verkauf fertigt, produziert; die größten Virtuosen, da man das von ihnen gespielte nicht zu Markte bringen kann, sind nicht produktiv."
Heute ist die Einsicht, dass Haushaltsproduktion ein nicht zuletzt auch quantitativ
wichtiger Bestandteil der Ökonomie ist, weit verbreitet.
In dieser Arbeit werden der Begriff der Haushaltsproduktion abgegrenzt und die Möglichkeiten der Bewertung und eventuelle Probleme bei der Einbeziehung in die VGR dargelegt. Des Weiteren soll in diesem Zusammenhang das Haushaltssatellitensystem mit einigen Ergebnissen vorgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Veranschaulichung des Begriffs Haushaltsproduktion

2.1 Veränderungen der Theorien des Haushaltsverhaltens

2.2 Definition und Abgrenzung der Haushaltsproduktion

2.2.1 Produktionsorientierte Abgrenzung

2.2.2 Arbeitsorientierte Abgrenzung

2.2.3 Bewertung der Abgrenzungsmethoden

3 Aufnahme der Haushaltsproduktion in die VGR?

3.1 Einige Kritikpunkte an der VGR

3.2 Probleme bei der Einbeziehung der Haushaltsproduktion in die VGR

4 Erläuterungen zum Haushaltssatellitensystem

4.1 Statistische Erfassung und monetäre Bewertung von Haushaltsproduktion

4.1.1 Output-orientierter Ansatz

4.1.2 Input-orientierter Ansatz

5 Einige ausgewählte Ergebnisse des Haushaltssatellitensystems im Zeitvergleich 1992 und 2001

5.1 Mengenbaustein des Haushaltssatellitensystems

5.2 Wertbaustein des Haushaltssatellitensystems

5.3 Haushaltsproduktion in Beziehung zum BIP

6 Abschließende Bewertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bedeutung der Haushaltsproduktion und deren Einordnung in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Das primäre Ziel ist es, den Begriff der Haushaltsproduktion abzugrenzen, Bewertungsmethoden für unbezahlte Tätigkeiten kritisch zu reflektieren und die Notwendigkeit sowie Umsetzung eines Haushaltssatellitensystems zur Ergänzung der offiziellen Wirtschaftsberichterstattung zu erörtern.

  • Theoretische Grundlagen des Haushaltsverhaltens
  • Abgrenzung von Haushaltsproduktion durch das Dritt-Personen-Kriterium
  • Kritische Analyse der VGR und Notwendigkeit eines Satellitensystems
  • Methoden der statistischen Erfassung und monetären Bewertung (Output- vs. Input-Ansatz)
  • Empirischer Vergleich der Haushaltsproduktion zwischen 1992 und 2001

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Produktionsorientierte Abgrenzung

Hill (1979) unterscheidet hierfür Tätigkeiten, die Güter und Dienstleistungen hervorbringen, von allen anderen Tätigkeiten, die dies nicht tun. Als Beispiele für Letzteres seien Nahrungsaufnahme und Schlaf genannt. Beide Tätigkeiten sind selbstverständlich notwendig und Voraussetzung für alle produktiven Aktivitäten. Auch Lernen gehört nach seinem Ansatz zu den unproduktiven Tätigkeiten. Das mag einem manchmal bekannt vorkommen, mutet dennoch etwas befremdlich an. Was ist also die exakte Grundlage für die Klassifizierung in produktive und unproduktive Betätigungen?

Hill (1979) legt das so genannte Dritt-Personen-Kriterium zu Grunde, das besagt, dass all die unbezahlten Tätigkeiten, die auch ein Dritter hätte erbringen können, zur Haushaltsproduktion beitragen. Beispiele sind Einkaufen, Gartenarbeit, Do-it-yourself-Arbeiten, Kindererziehung, usw. (Lützel 1983). Produktiv sind also die Aktivitäten, bei denen es möglich ist, dass Waren oder Dienstleistungen von einer Person hergestellt und von einer anderen genutzt werden, also Produktion und Konsum zu trennen (Chadeau 1985). Mit dieser Eingrenzung wird ebenfalls deutlich, warum beispielsweise das Lernen nicht zur Haushaltsproduktion gezählt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema unter Bezugnahme auf historische Ansätze und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2 Veranschaulichung des Begriffs Haushaltsproduktion: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und methodische Diskussion zur Definition und Abgrenzung unbezahlter Haushaltsarbeit.

3 Aufnahme der Haushaltsproduktion in die VGR?: Analyse von Kritikpunkten an der herkömmlichen VGR und Erörterung der Probleme einer direkten Einbeziehung.

4 Erläuterungen zum Haushaltssatellitensystem: Vorstellung des Konzeptes des Haushaltssatellitensystems sowie der Methoden der statistischen Erfassung und monetären Bewertung.

5 Einige ausgewählte Ergebnisse des Haushaltssatellitensystems im Zeitvergleich 1992 und 2001: Empirische Auswertung der Mengen- und Wertbausteine sowie deren Relation zum Bruttoinlandsprodukt.

6 Abschließende Bewertung: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Bedeutung und Integration der Haushaltsproduktion in den makroökonomischen Kontext.

Schlüsselwörter

Haushaltsproduktion, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, VGR, Haushaltssatellitensystem, Unbezahlte Arbeit, Dritt-Personen-Kriterium, Haushaltsverhalten, Opportunitätskostenansatz, Bruttoinlandsprodukt, BIP, Wertschöpfung, Generalistenmethode, Spezialistenmethode, Zeitbudgeterhebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Relevanz unbezahlter Haushaltstätigkeiten und deren Einbindung in die gesamtwirtschaftliche Betrachtung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition von Haushaltsproduktion, deren Abgrenzung zur Freizeit sowie der methodischen Erfassung in Satellitensystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Haushaltsproduktion sinnvoll und methodisch korrekt in einem Satellitensystem abgebildet werden kann, ohne die bestehende VGR zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Vergleich verschiedener Abgrenzungsmethoden sowie eine empirische Auswertung vorliegender statistischer Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition und Abgrenzung des Begriffs, der Kritik an der VGR, den Bewertungsansätzen (Input/Output) und einem empirischen Zeitvergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Haushaltsproduktion, Haushaltssatellitensystem, Dritt-Personen-Kriterium, VGR und Wertschöpfung.

Warum wird das Dritt-Personen-Kriterium zur Abgrenzung genutzt?

Es dient dazu, produktive Tätigkeiten von solchen zu unterscheiden, die nicht von Dritten übernommen werden können, um eine klare ökonomische Zuordnung zu ermöglichen.

Warum ist der Opportunitätskostenansatz problematisch?

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass gleiche Tätigkeiten je nach Person unterschiedlich bewertet werden, was zu methodischen Verzerrungen führt.

Was zeigen die Ergebnisse für den Zeitraum 1992 bis 2001?

Die Ergebnisse deuten auf eine leichte Abnahme der unbezahlten Arbeit hin, was primär auf demografische Faktoren und technologische Substitution durch Kapital zurückgeführt wird.

Welchen Vorteil bietet das Haushaltssatellitensystem?

Es ermöglicht eine detaillierte, regelmäßige Analyse der Haushaltsproduktion als Ergänzung zur VGR, ohne deren zentrale Kennziffern zu destabilisieren.

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Details

Title
Haushaltsproduktion
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Seminar Familienökonomie
Grade
2,0
Author
Christian Finck (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V67480
ISBN (eBook)
9783638585965
ISBN (Book)
9783638844369
Language
German
Tags
Haushaltsproduktion Seminar Familienökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Finck (Author), 2006, Haushaltsproduktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67480
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