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Schreibprozess und Schreiben als Prozess

Title: Schreibprozess und Schreiben als Prozess

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Peter Kaimer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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So sollte Aufsatzunterricht stattfinden - oder etwa nicht? Eine Arbeit über den Aufsatzunterricht an Gymnasium und Realschule. Für jeden Deutschlehrer eigentlich ein "Muss".

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Inhaltsverzeichnis

1. Der Schulaufsatz im Wandel

2. Schreiben in der Schule

2.1 Beobachten des Schreibprozesses

2.2 Möglichkeiten der Hilfe für die Schüler

3. Prozessorientiertes Schreiben als Unterschied zu Produktorientiertem Schreiben

3.1 Überarbeiten statt Berichtigen

3.2 Formulieren statt Sprache und Stil

3.3 Planen und nicht gliedern

3.4 Verarbeitung von Wissen

4. Der prozessorientierte Aufsatzunterricht – Die Lösung für alle Probleme?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Aufsatzerziehung in der Schule und setzt sich kritisch mit der Gegenüberstellung von produktorientiertem und prozessorientiertem Schreiben auseinander. Das zentrale Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch eine prozessorientierte Didaktik zu einer selbstständigeren und kreativeren Textproduktion angeregt werden können, ohne dabei notwendige formale Standards zu vernachlässigen.

  • Historische Entwicklung des schulischen Schreibunterrichts
  • Analyse und Beobachtung individueller Schreibprozesse bei Schülern
  • Unterscheidung zwischen produkt- und prozessorientierten Schreibstrategien
  • Bedeutung der Lehrerrolle und deren praktische Schreiberfahrungen
  • Synthese von prozessorientierter Freiheit und formaler Korrektheit

Auszug aus dem Buch

3.1 Überarbeiten statt Berichtigen

Wenn sich ein Text in der Produktion befindet, gibt es mehrere Möglichkeiten diesen zu verändern. Spontankorrekturen, Veränderungen im Text, Neuformulierungen und andere virtuose Methoden werden vor allem während des Schreibprozesses geleistet. Die Begriffe ‚Überarbeitung’ und ‚Berichtigung’ betreffen nicht mehr den Schreibprozess als solchen, sondern haben bereits einen Bezug zum entstehenden Produkt. „Überarbeitet wird ein Text, der sich noch in der Produktion befindet[…].“ Eine Überarbeitung kann man künstlerisch auch als eine Verfeinerung sehen, die dem geschriebenen Text den besseren Schliff gibt. Diese Form des Eingriffes in einen Text ist also prozessorientiert, denn der Urtext wird in einem neuen kreativen Prozess überlesen, überdacht, verbessert und strukturiert. Außerdem werden die treffenderen Formulierungen gesucht und neue Möglichkeiten getestet. Die Überarbeitung eines Textes ist ein sehr komplexer Prozess, der alle künstlerischen Fertigkeiten eines versierten Schreibers fordert. Deshalb ist es auch leicht verständlich, wenn es insbesondere Kinder ablehnen, einen gefertigten Text oder ein anderes Kunstwerk zu überarbeiten, wenn es ihnen nicht gefällt. Lieber machen sie sich erneut an die Arbeit und hoffen auf ein besser gelungenes Ergebnis.

Die Überarbeitung eines Textes setzt also prozessorientierte Fertigkeiten voraus, die weit schwerer erlernbar sein können als einfach neu mit der Arbeit zu beginnen. Auch im Mittelalter pflegte man Kunstwerke, die nicht gelungen waren, einfach in die Ecke zu stellen und mit der Arbeit von neuem zu beginnen. Erst Leonardo da Vinci schätzte die Möglichkeit des Überarbeitens als Quelle der Inspiration.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Schulaufsatz im Wandel: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Schreibunterrichts in der Nachkriegszeit und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen schöpferischer Freiheit und formalen Anforderungen.

2. Schreiben in der Schule: Es wird analysiert, wie Schreibprozesse in aktuellen Lehrplänen behandelt werden und welche negativen Auswirkungen eine rein produktorientierte Benotung auf die Kreativität der Schüler haben kann.

3. Prozessorientiertes Schreiben als Unterschied zu Produktorientiertem Schreiben: Dieser Abschnitt differenziert theoretisch zwischen prozess- und produktorientierten Ansätzen anhand der Aspekte Überarbeitung, Formulierung, Planung und Wissensverarbeitung.

4. Der prozessorientierte Aufsatzunterricht – Die Lösung für alle Probleme?: Hier wird kritisch hinterfragt, ob eine rein prozessorientierte Didaktik tatsächlich alle Probleme löst und warum eine Synthese mit produktorientierten Elementen sowie die eigene Schreibpraxis der Lehrkraft essenziell sind.

Schlüsselwörter

Prozessorientiertes Schreiben, Produktorientiertes Schreiben, Aufsatzunterricht, Schreibprozess, Aufsatzerziehung, Sprachgestaltung, Kreativität, Textproduktion, Schreibdidaktik, Überarbeitung, Formulierung, Planung, Wissensverarbeitung, Lehrerrolle, Schulpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodischen Ansätzen im Aufsatzunterricht und dem Gegensatz zwischen traditionellem, produktorientiertem Schreiben und moderneren, prozessorientierten Konzepten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Beobachtung von Schreibprozessen, die Bedeutung von Überarbeitung und Planung bei der Textentstehung sowie die notwendige Kompetenz der Lehrkraft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch eine prozessorientierte Herangehensweise zu einer individuelleren Schreibentwicklung gelangen können, ohne die formalen Anforderungen an den Aufsatz zu ignorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur und auf die Beobachtungen und Erkenntnisse aus der Schreibforschung, um die didaktischen Ansätze zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Schreibvorgänge wie das Planen, Formulieren und Überarbeiten und stellt diese den produktorientierten Gegenstücken wie Gliedern und Berichtigen gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie prozessorientiertes Schreiben, Schreibprozess, Aufsatzdidaktik und kreative Textproduktion gekennzeichnet.

Warum ist das "leere Blatt" ein Problem für Schüler?

Das leere Blatt löst oft Irritationen aus, da starre Vorgaben und fehlende Inspiration in einer normierten Schulsituation die Kreativität hemmen, anstatt den Schreibprozess zu fördern.

Warum sollten Lehrer selbst schreiben?

Der Autor argumentiert, dass Lehrer nur dann hilfreiche Tipps geben können, wenn sie selbst über praktische Schreiberfahrungen verfügen und die Schwierigkeiten des Schreibprozesses aus eigener Anschauung kennen.

Ist der prozessorientierte Unterricht die Lösung für alles?

Nein, der Autor warnt davor, prozessorientierten Unterricht als Allheilmittel zu sehen, da er sowohl Schüler als auch Lehrer überfordern kann und eine Synthese mit bewährten produktorientierten Ansätzen erfordert.

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Details

Title
Schreibprozess und Schreiben als Prozess
College
University of Augsburg
Course
Texte schreiben und überarbeiten in Realschule und Gymnasium
Grade
1,25
Author
Peter Kaimer (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V67591
ISBN (eBook)
9783638600125
ISBN (Book)
9783638775922
Language
German
Tags
Schreibprozess Schreiben Prozess Texte Realschule Gymnasium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kaimer (Author), 2006, Schreibprozess und Schreiben als Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67591
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