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Interkulturelles Lernen - Ein Blick in die Praxis

Title: Interkulturelles Lernen - Ein Blick in die Praxis

Internship Report , 2005 , 40 Pages

Autor:in: Andrea Zimmermann (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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„Nichts trennt die Völker mehr als kulturelle Arroganz, kultureller Hochmut; nichts verbindet sie mehr als Kenntnis von und Respekt für die anderen. Es relativiert nicht die Bindung an die eigene Kultur, im Gegenteil: es bestärkt die Zuneigung zur eigenen Wurzel.“(Burk 1988, S. 29. Zitiert nach: R. v. Weizsäcker: Ansprache zur Verleihung der Goethe-Medaillen 10. April 1987)
„In Deutschland haben alle Menschen die gleichen Chancen auf Bildung!“ Diese Aussage wäre zu schön um wahr zu sein. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Die starke Präsenz von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache, einer anderen Nationalität oder einfach einer kulturell anderen Grunderziehung, machen den deutschen Schulalltag zu einer internationalen Angelegenheit. So ist kaum noch eine Klasse zu finden, in welcher allein deutschstämmige Kinder unterrichtet werden. Laut den Ergebnissen der PISA-Studie haben Kinder aus Migrantenfamilien in unseren Bildungseinrichtungen stärkere Defizite in den Schulfächern als ihre deutschen Klassenkameraden. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Auseinandersetzung von Lehramtstudierenden mit der kulturellen Vielfalt in Klassenverbänden und den daraus vermeintlich resultierenden oder vorgeschobenen Problemen besonders wichtig. Zudem sollte ein Bewusstsein für die Chancen, die multikulturelle Kindergruppen mit sich bringen, entstehen. Der Schwerpunkt der Praktikums Vor- und Nachbereitung lag im Sommersemester 2003 und im Wintersemester 2003/04 vor allem auf dem pädagogischen Umgang mit ethnischen Differenzen. Besonders deutlich wurde mir in den zwei Semestern Seminar und dem Praktikum bewusst, wie schwer es zu sein scheint die wissenschaftlichen Diskurse über interkulturelle Pädagogik und die in der Schulpraxis erworbenen Erfahrungen zu verbinden. Weder die Problematik, noch die Chancen wurden an meiner Praktikumsschule, der Franckeschule, konkret thematisiert oder weiter bearbeitet. Den theoretischen Ausführungen in der Literatur stehen oft nur wenige zu analysierende praktische Situationen gegenüber. Ist es überhaupt sinnvoll die beiden Punkte getrennt zu betrachten?
Grundsätzlich ist zu erkennen, dass die folgende Bearbeitung von einer theoretischen Auseinandersetzung über Interkulturelle Pädagogik (Kapitel 2) hin zu einer praktischen Darstellung aus der Schule (Kapitel 4) führt. Zudem schien es mir wichtig die nähere Situation der ausländischen Kinder in Frankfurt (Kapitel 3) zu beleuchten, um ein komplettierendes Bild bekommen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftlicher Hintergrund zur pädagogischen Arbeit im interkulturellen Kontext

2.1 Ausländerpädagogik

2.2 Interkulturelle Pädagogik

2.3 Ansätze praktischer Umsetzung von Interkultureller Pädagogik

2.4 Interkulturelle Pädagogik in der Lehrerausbildung

3. Kinder mit Migrationshintergrund an Frankfurter Schulen

3.1 Schüler mit ausländischem Pass an Frankfurter Schulen

3.2 Schülerstruktur an Frankfurter Grundschulen

4. Praktikum an der Franckeschule

4.1 Muttersprachlicher Unterricht an der Franckeschule

4.2 Hospitation in der Klasse 2a bei Frau Müller

4.2.1 Der Klassenraum

4.2.2 Unterricht im Allgemeinen

4.3 Eigene Unterrichtserfahrungen

5. Selbstwahrnehmung von Hautfarbe

5.1 Wissenschaftlicher Hintergrund

5.2 Analyse der Selbstdarstellung von Raja

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen interkulturellen Lernens in der schulischen Praxis. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der interkulturellen Pädagogik mit den tatsächlichen Erfahrungen aus einem Grundschulpraktikum verknüpft werden können, um eine gleichberechtigte und tolerante Lernumgebung zu schaffen.

  • Theoretische Fundierung der interkulturellen Pädagogik im Vergleich zur Ausländerpädagogik
  • Analyse der Schulsituation für Kinder mit Migrationshintergrund in Frankfurt am Main
  • Praktische Reflexion und Hospitation an der Franckeschule
  • Konzeption und Durchführung einer interkulturellen Unterrichtseinheit für die Grundschule
  • Untersuchung der Selbstwahrnehmung von Kindern in Bezug auf Hautfarbe und Herkunft

Auszug aus dem Buch

Geschichte von Emma und ihrem neuen zu Hause

Emma ist ein lustiges kleines Mädchen. Sie hat dunkle braune Haare, die in langen Locken auf ihre Schultern fallen. Am liebsten trägt Emma ihre alte Jeans, die mit den vielen farbigen Streifen. Sie lacht gerne laut, macht Späße in der Schule und geht für ihr Leben gerne mit ihrem Freund Malte auf den Spielplatz.

Das wäre ja alles nichts besonderes, wenn Emma noch in Deutschland wohnen würde. Aber Emma ist letztes Jahr mit ihren Eltern in ein Land gezogen, das ganz weit von Frankfurt, von ihrem Freund Malte und von dem tollen Spielplatz mit der riesigen Rutsche entfernt ist.

Das Land heißt Tamerland und liegt ganz hoch im Norden. Es ist dort kalt, fast immer ist Winter. Die wenigen Bäume die es gibt, sind in Glashäusern, damit sie nicht erfrieren.

Die Stadt in der Emma jetzt wohnt ist sehr groß, viel größer als Frankfurt. Die Häuser sind so hoch, dass man kaum den Himmel sehen kann und dann die vielen Autos. Puhhhh, stinkt das und erst der Krach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen kultureller Vielfalt im deutschen Schulalltag und beleuchtet das Ziel der Arbeit, wissenschaftliche Diskurse mit Schulpraxis zu verbinden.

2. Wissenschaftlicher Hintergrund zur pädagogischen Arbeit im interkulturellen Kontext: Dieses Kapitel arbeitet den historischen Wandel von der Ausländerpädagogik hin zur heutigen interkulturellen Pädagogik auf und betont die Bedeutung der Anerkennung kultureller Differenzen.

3. Kinder mit Migrationshintergrund an Frankfurter Schulen: Hier werden statistische Daten und soziale Strukturen der Schülerschaft in Frankfurt dargelegt, um ein Bild der Bildungssituation von Kindern mit ausländischem Pass zu zeichnen.

4. Praktikum an der Franckeschule: Dieser Abschnitt umfasst die Hospitation und eigene Unterrichtserfahrungen in einer zweiten Klasse, inklusive der praktischen Umsetzung einer interkulturellen Unterrichtseinheit.

5. Selbstwahrnehmung von Hautfarbe: Basierend auf entwicklungspsychologischen Studien wird analysiert, wie Kinder ihre eigene Identität und Hautfarbe wahrnehmen, exemplarisch verdeutlicht durch eine Analyse von Raja.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass reine Wissensvermittlung nicht ausreicht und fordert eine tiefgreifende praktische Umsetzung interkultureller Leitgedanken im gesamten Bildungsverlauf.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Migrationshintergrund, Grundschule, Ausländerpädagogik, Schulpraxis, Selbstwahrnehmung, Identitätsfindung, Sprachförderung, interkulturelles Lernen, Frankfurt am Main, Diversität, kulturelle Identität, Unterrichtsentwurf, Integration, Ethnische Differenzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen theoretischen Ansätzen der interkulturellen Pädagogik und der praktischen Umsetzung in der Grundschule, basierend auf einem Praktikumsbericht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Ausländerpädagogik, die Situation von Schülern mit Migrationshintergrund in Frankfurt, unterrichtspraktische Ansätze zur Interkulturalität sowie die kindliche Selbstwahrnehmung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie interkulturelle Themen altersgerecht in den Grundschulunterricht integriert werden können, um Verständnis und ein tolerantes Miteinander zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu pädagogischen Theorien und der qualitativen Reflexion eigener Beobachtungen und Erfahrungen während eines Praktikums.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund, die Frankfurter Schulsituation, der eigene Unterrichtsentwurf (Geschichte von Emma) sowie die Analyse der kindlichen Selbstwahrnehmung in Bezug auf Hautfarbe thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interkulturelle Pädagogik, Migration, Grundschulpraxis, Identität, Diversität und Chancengleichheit.

Warum wurde das Beispiel von "Emma" für den Unterricht gewählt?

Die Geschichte wurde gewählt, um den Kindern das Gefühl des Fremdseins in einem neuen Land lebensnah und altersgerecht zu vermitteln und sie für die Schwierigkeiten ausländischer Mitmenschen zu sensibilisieren.

Welche Erkenntnisse lassen sich aus Rajas Selbstportrait gewinnen?

Das Bild von Raja deutet auf eine innere Auseinandersetzung mit seiner Zugehörigkeit hin; er unterscheidet zwischen verschiedenen Hautfarben an seinem Körper, was auf eine noch nicht gefestigte Identitätssicherheit schließen lässt.

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Details

Title
Interkulturelles Lernen - Ein Blick in die Praxis
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Seminar
Author
Andrea Zimmermann (Author)
Publication Year
2005
Pages
40
Catalog Number
V67656
ISBN (eBook)
9783638604437
ISBN (Book)
9783656772187
Language
German
Tags
Interkulturelles Lernen Blick Praxis Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Zimmermann (Author), 2005, Interkulturelles Lernen - Ein Blick in die Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67656
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