Untersuchungsgegenstand dieser Hausarbeit ist die Internationalisierung von Unternehmen. Zunächst werden die Formen der Internationalisierung vorgestellt, zwischen denen Unternehmen selektieren können. In diesem Rahmen werden der Komplexität der Alternativen folgend der Export, die Kooperationen, das Outsourcing und Direktinvestitionen dargestellt. Als nächstes werden die Strategien untersucht, welche Unternehmen wählen, um über den heimischen Markt hinaus zu agieren. Hierbei sollen zunächst die internen und externen Motive aufgezeigt werden, die Firmen zu solch einem Schritt veranlassen. Des Weiteren sollen die Determinanten veranschaulicht werden, die in diesem Zusammenhang geprüft werden. Außerdem werden mögliche Verknüpfungen von Internationalisierungsformen beschrieben. Zuletzt wird nach einem klassischen Lernprozess bei der Entwicklung von Auslandsaktivitäten gesucht. Hierzu soll zunächst der historische Wandel der Internationalisierung aufgezeigt und die Entwicklung im Rahmen des Uppsala-Modells analysiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formen der Internationalisierung
2.1 Export
2.2 Kooperationen
2.2.1 Franchising
2.2.2 Licensing
2.3 Offshore Outsourcing
2.4 Direktinvestitionen
2.4.1 Joint Venture
2.4.2 Auslandsgesellschaft
3. Markteintrittsstrategien
3.1 Motive der Internationalisierung
3.1.1 Interne Anreize
3.1.2 Externe Anreize
3.2 Wahl der Strategie
3.2.1 Determinanten
3.2.2 Umsetzung der Strategien und Verknüpfungen
4. Lernprozesse der Internationalisierung
4.1 Entwicklung der Internationalisierung
4.1.1 Historischer Zusammenhang
4.1.2 Entwicklung der Bedeutung der Internationalisierung
4.2 Betriebswirtschaftlicher Lernprozess
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Formen und Strategien der Unternehmensinternationalisierung sowie die klassischen Lernprozesse, die Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte durchlaufen.
- Analyse von Internationalisierungsformen wie Export, Kooperationen, Outsourcing und Direktinvestitionen.
- Untersuchung interner und externer Motive für den Markteintritt.
- Bewertung strategischer Determinanten bei der Wahl der Markteintrittsform.
- Kritische Reflexion des klassischen Uppsala-Modells im Kontext moderner "Born Globals".
Auszug aus dem Buch
2.1 Export
Unter Export wird im Allgemeinen die „grenzüberschreitende Bereitstellung von wirtschaftlichen Leitungen, vorrangig von Waren und Gütern, an das Ausland“, verstanden. Diese Form des Außenhandels kann sowohl direkt zwischen dem Hersteller und dem Abnehmer, als auch indirekt über Zwischenhändler im Ausland erfolgen. Dabei ist beiden Formen die Umgehung von inländischen Handelsstufen gemein. Die Lieferung an das Ausland kann an dort ansässige Groß- und Einzelhändler oder direkt an den Endabnehmer erfolgen.
Wählt eine Unternehmung den direkten Export, wie es vor allem bei Konsum- und Investitionsgütern der Fall ist, so ist die Hersteller-Abnehmer-Beziehung durch einen engen Kundenkontakt geprägt. Der Exporteur muss sich nicht nur Kenntnisse über den produktspezifischen Markt aneignen, sondern sich auch intensiv mit den jeweiligen Gepflogenheiten und Mentalitäten auseinandersetzen. In der Regel wird mit dieser Aufgabe eine eigene Exportabteilung beauftragt, die nicht nur für den Export an sich verantwortlich, sondern auch für die Kontakt- und Imagepflege zuständig ist. In finanzieller Hinsicht birgt der direkte Export neben den Kosten für die genannte Exportabteilung in der Regel auch eine erhöhte Kapitalbindung durch längere Absatzwege und verlängerte Zahlungsziele sowie ein höheres Kreditausfallrisiko, verglichen mit dem Absatz auf dem heimischen Markt.
Im Falle des indirekten Exportes beschränkt sich die Tätigkeit eines Unternehmens auf die Bereitstellung der Güter an einen ausländischen Zwischenhändler. Damit wird gleichzeitig auch ein Großteil der exportbedingten Risiken überlassen. Diese Tatsache schlägt sich folglich in geringeren Gewinnmargen des Exporteurs nieder. Je nach Produkt und Marktsituation kann beim indirekten Export das Unternehmen die Vertriebsrechte an einen Exporthändler vergeben oder ein Exporthändler wählt unter den anbietenden Herstellern aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Internationalisierungsformen, Strategien und Lernprozesse von Unternehmen zu geben.
2. Formen der Internationalisierung: Dieses Kapitel stellt verschiedene Optionen für Unternehmen vor, vom Export über Kooperationen wie Franchising und Licensing bis hin zu Outsourcing und Direktinvestitionen.
3. Markteintrittsstrategien: Hier werden die internen und externen Beweggründe für den Markteintritt sowie die Einflussfaktoren auf die strategische Wahl der Internationalisierungsform analysiert.
4. Lernprozesse der Internationalisierung: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel, die Bedeutung der Internationalisierung und analysiert betriebswirtschaftliche Lernprozesse, insbesondere das Uppsala-Modell.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Unternehmen durch die heutige Verfügbarkeit von Informationen schneller als in klassischen Lernmodellen agieren müssen.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Export, Kooperationen, Franchising, Licensing, Offshore Outsourcing, Direktinvestitionen, Joint Venture, Auslandsgesellschaft, Markteintrittsstrategien, Uppsala-Modell, Born Globals, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenswachstum, Globalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Strategien und Formen, mit denen Unternehmen in ausländische Märkte eintreten, und bewertet, wie diese Prozesse historisch und aktuell ablaufen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Markteintrittsformen, die Beweggründe (Motive) für eine Expansion sowie die theoretischen Modelle zum betriebswirtschaftlichen Lernprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über Internationalisierungsmöglichkeiten zu geben und kritisch zu hinterfragen, ob klassische Lernprozesse für moderne Unternehmen noch zeitgemäß sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene betriebswirtschaftliche Ansätze, Modelle und Studienergebnisse zu Internationalisierungsstrategien gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Internationalisierungsformen, die Analyse der Entscheidungsfaktoren für Markteintrittsstrategien und die Untersuchung der Lernkurve bei Auslandsaktivitäten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Export, Outsourcing, Joint Venture, Direktinvestitionen, strategische Motive, Internationalisierungsprozess und das Uppsala-Modell.
Warum spielt das "Uppsala-Modell" eine so zentrale Rolle?
Das Modell beschreibt den klassischen, stufenweisen Prozess der Internationalisierung durch schrittweisen Erfahrungsgewinn ("learning by doing"), was den theoretischen Standard für viele Jahre bildete.
Was sind "Born Globals" und warum fordern sie die Theorie heraus?
Dies sind Unternehmen, die von ihrer Gründung an international agieren, ohne den klassischen, langwierigen Lernprozess zu durchlaufen, was zeigt, dass heutige Märkte andere Strategien erfordern als in der Vergangenheit.
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- Jens Kennepohl (Author), 2006, Learning to go international, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67666