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Venezuela unter Chávez - Immer noch eine Demokratie?

Titre: Venezuela unter Chávez - Immer noch eine Demokratie?

Dossier / Travail , 2005 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Michael Vollmann (Auteur)

Politique - Région: Amérique Centrale et du Sud
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Bei seinem Amtsantritt versprach Hugo Chávez eine „neue und andersartige Demokratie“. Dieses Ziel hat er seither mit viel Ergeiz verfolgt und durch grundlegende Veränderungen des politischen Systems Venezuelas auch teilweise erreicht. Doch wie sieht diese andere Demokratie aus und was ist so neu an ihr?

Auf Basis des Demokratiekonzepts nach Wolfgang Merkel, wird das venezolanische Regierungssystem unter dem Einfluss von Hugo Chávez auf bestehende Defekte hin untersucht und bewertet. Nach einer kurzen historischen Einführung, geht der Autor dabei vor allem auf existierende Elementer einer exklusiven, einer illiberalen und einer Demokratie mit Enklaven ein. Es werden sowohl alle demokratischen Institutionen, sowie auch das Militär und die Oposition in die Analyse mit eingeschlossen.

Extrait


Inhalt

1. EINLEITUNG

2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN

2.1. ROBERT ALAN DAHLS POLYARCHIEKONZEPT

2.2. „DEFEKTE DEMOKRATIE“ NACH WOLFGANG MERKEL

2.2.1 Drei Dimensionen der Demokratie

2.2.2 Das Konzept der „embedded democracy“

2.2.3 Das Konzept der „defekten Demokratie“

3. EMPIRISCHE ANWENDUNG AM BEISPIEL VENEZUELAS

3.1. CHRONOLOGIE DER REVOLUCIÓN BOLIVARIANA

3.2. ANALYSE DER LEGITIMATIONS- UND HERRSCHAFTSDIMENSION IM POLITISCHEN SYSTEM VENEZUELAS

3.2.1 Betrachtung des venezolanischen Wahlregimes

3.2.2 Mangelnde politische Teilhaberechte

3.3. ANALYSE DES VENEZOLANISCHEN RECHTS- UND VERFASSUNGSSTAATES

3.3.1 Achtung bürgerlicher Freiheitsrechte in Venezuela

3.3.2 Defekte der horizontalen Gewaltenkontrolle

3.4. ANALYSE DER EFFEKTIVEN REGIERUNGSGEWALT IN VENEZUELA

4. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische System Venezuelas unter der Präsidentschaft von Hugo Chávez mit der zentralen Forschungsfrage, ob das Land unter dessen Regierung weiterhin als Demokratie bezeichnet werden kann. Auf Basis politikwissenschaftlicher Theorien zur Demokratiequalität wird der aktuelle Status des Landes analysiert.

  • Anwendung des Polyarchiekonzepts nach Robert Alan Dahl.
  • Theoretische Fundierung durch das Konzept der „defekten Demokratie“ von Wolfgang Merkel.
  • Empirische Analyse der politischen Entwicklung Venezuelas seit 1999 (Revolución Bolivariana).
  • Bewertung der Gewaltenteilung, Freiheitsrechte und der Rolle des Militärs.
  • Kritische Untersuchung der demokratischen Normen und der Regierungsführung unter Chávez.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Betrachtung des venezolanischen Wahlregimes

In diesem Kapitel soll die verfassungsrechtliche Verankerung und die reale Wirklichkeit der in Venezuela stattfindenden Wahlen untersucht werden.

Verfassungsrechtlich hat sich das Wahlrecht in der neuen bolivarianischen Verfassung sogar noch ausgedehnt, so wurde dem Militär erstmals ebenfalls ein Stimmrecht anerkannt. Auch wurde eigens eine vierte, für Wahlen zuständige Gewalt, die Poder Electoral, eingeführt. So heißt es in Artikel 279 der Verfassung, das Volk übe seine Souveränität „(...) über die Wahl von Personen in öffentliche Ämter, über das Referendum (...) und auch über Bürgerversammlungen aus, deren Entscheidungen bindenden Charakter haben.“ All dies sind Elemente einer partizipativen Demokratie, welche allerdings bis heute, mit Ausnahme des Referendums über die Abwahl Chávez, toter Buchstabe geblieben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Forschungsfrage zum Demokratiegehalt Venezuelas unter Hugo Chávez unter Verwendung eines theoretischen Kriterienkatalogs.

2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN: Darstellung des Polyarchiekonzepts von Robert Alan Dahl und der Typologie der „defekten Demokratie“ nach Wolfgang Merkel als theoretischer Analyserahmen.

3. EMPIRISCHE ANWENDUNG AM BEISPIEL VENEZUELAS: Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf die politische Realität Venezuelas, unterteilt in Teilkapitel zu Wahlen, Freiheitsrechten, Gewaltenkontrolle und Regierungsführung.

4. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung Venezuelas hin zum Autoritarismus und Einschätzung der zukünftigen politischen Stabilität.

Schlüsselwörter

Venezuela, Hugo Chávez, Demokratie, Polyarchie, defekte Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, politische Partizipation, Bolivarianische Revolution, Menschenrechte, Wahlregime, Militär, Machtkonzentration, Autoritarismus, Delegative Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische System in Venezuela unter der Regierung von Hugo Chávez und untersucht, ob das Land trotz demokratischer Anfänge noch den Standards einer funktionierenden Demokratie entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die demokratische Qualität des Wahlregimes, den Zustand des Rechtsstaates, die horizontale Gewaltenteilung und die Rolle des Militärs in der politischen Struktur Venezuelas.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit stellt die zentrale Frage: „Ist Venezuela unter der Regierung Hugo Chávez noch eine Demokratie?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine empirische Analyse auf Basis politikwissenschaftlicher Theorien, insbesondere des „engen Demokratiebegriffs“ (Polyarchie) und des Modells der „defekten Demokratie“ von Wolfgang Merkel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Chronologie der „Revolución Bolivariana“ sowie detaillierte Analysen zu Wahlmanipulation, Medienfreiheit, Justizunabhängigkeit und der Machtstellung des Präsidenten gegenüber den anderen staatlichen Organen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Venezuela, Demokratie, Defekte Demokratie, Hugo Chávez, Gewaltenteilung und Autoritarismus.

Welche Rolle spielt das Militär in der Regierungsführung?

Das Militär fungiert als eine Art Enklave, die sich weitgehend der zivilen Kontrolle entzieht und durch Chávez direkt in soziale und infrastrukturelle Projekte eingebunden wurde, um seine Machtbasis zu sichern.

Wie bewertet der Autor den Zustand des venezolanischen Rechtsstaates?

Der Autor konstatiert eine massive Verschlechterung der Menschenrechtssituation sowie eine zunehmende Politisierung und Aushöhlung der Justiz, was den Rechtsstaat schwächt.

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Résumé des informations

Titre
Venezuela unter Chávez - Immer noch eine Demokratie?
Université
University of Passau
Note
1,3
Auteur
Michael Vollmann (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
20
N° de catalogue
V67679
ISBN (ebook)
9783638604529
ISBN (Livre)
9783638768276
Langue
allemand
mots-clé
Venezuela Chávez Immer Demokratie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Vollmann (Auteur), 2005, Venezuela unter Chávez - Immer noch eine Demokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67679
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Extrait de  20  pages
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