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Erziehungswissenschaft als empirische Verhaltenswissenschaft

Title: Erziehungswissenschaft als empirische Verhaltenswissenschaft

Script , 2000 , 11 Pages , Grade: gut

Autor:in: Isabel Ebber (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

1. Empirische Erziehungswissenschaft in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts
1. 1. Historische Entwicklung:

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden erste Versuche unternommen, die Pädagogik nach dem Vorbild der Naturwissenschaften zu entwerfen. Insbesondere Ernst Christian Trapp(1745-1818) , der in Halle die erste Professur für Philosophie und Pädagogik innehatte, fordert den Rückgriff auf Beobachtung und Erfahrung als Grundlage für ein wissenschaftliches System der Pädagogik, womit er sich gegen die theologische Fundierung der Pädagogik wendet. 1783 verläßt Trapp die Universität aufgrund von Konflikten mit Vertretern der theologischen Fakultät.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden sich Ansätze einer experimentellen Pädagogik nach dem Vorbild der Psychologie, welche sich gleichsam auf dem Weg der Etablierung als eine empirische, auf Beobachtung und Experiment basierende Disziplin befindet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Empirische Erziehungswissenschaft in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts

1. 1. Historische Entwicklung:

1. 2. Das Ziel und die Hauptthesen der experimentellen Pädagogik:

1. 3. Die Forschungsmethodik

1. 4. Die Beurteilung der experimentellen Pädagogik:

2. Die Erziehungswissenschaft auf der Basis des Kritischen Rationalismus

2. 1. Historische Entwicklung:

2. 2. Ziel und Hauptthesen des kritischen Rationalismus:

2. 3. Die Rezeption des kritischen Rationalismus bei Wolfgang Brezinka

2. 4. Die Transformation des kritischen Rationalismus: Wissenschaftstheoretische Grundlagen empirischer Erziehungswissenschaft

3. Forschungsmethodik der verhaltenstheoretischen Erziehungswissenschaft

3. 1. Die Methode:

3. 2. Der Gang einer empirischen Untersuchung am Beispiel der Methode "Beobachtung aggressiven Verhaltens" nach Bandura

4. Die pädagogische Praxis in der Tradition der verhaltenstheoretischen Erziehungswissenschaft

4. a. Die pädagogische Verhaltensmodifikation:

4. b. Das Verhaltenstraining:

5. Die Wissenschaftstheoretische Diskussion um die verhaltenstheoretische Erziehungswissenschaft

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Erziehungswissenschaft zu einer empirisch ausgerichteten Verhaltenswissenschaft, analysiert deren methodische Grundlagen sowie deren Anwendung in der pädagogischen Praxis und kritische Reflexion.

  • Historische Entwicklung der experimentellen Pädagogik und des Kritischen Rationalismus.
  • Methodologische Standards wie Beobachtung, Experiment und Operationalisierung.
  • Anwendung empirischer Befunde in der pädagogischen Verhaltensmodifikation und im Verhaltenstraining.
  • Wissenschaftstheoretische Problematiken wie Komplexität, subjektive Theorien und Wertfreiheit.

Auszug aus dem Buch

3. 1. Die Methode:

- Die Methode ist ein auf ein Regelsystem aufgebautes Verfahren, das zur Erlangung von wissenschaftlichen Erkenntnissen dient. Merkmale einer Methose sind folglich ihre Planmäßigkeit und ihre Zielgerichtetheit auf der Grundlage eines Systems von Regeln.Methoden quantitativer Art sind solche, bei denen in der Regel Daten durch Messen oder Zählen erfaßt und analysiert werden. Qualitative Methoden erfassen in der Regel Daten ohnne mathematisch- statistische Verfahren durch inhaltliche Analyse. Gütekriterien der Methode sind die Objektivität, die Reliabilität und die Validität. Objektivität sichert die intersubjektive Nachprüfbarkeit wisssenschaftlicher Aussagen. Objekrivität meint ssomit die Unabhängigkeit der Ergebnisse von der Art der Durchführung un d Auswertung des Versuchsleiters. Objektiv ist das, was von den besonderen Umständen, historischen Zufälligkeiten und Interessen der Beteiligten unabhängig ist.

Die Notwendigkeit der Genauigkeit bzw. Zuverlässigkeit einer Methode kommt durch den Begriff Reliabilität zum Ausdruck. Reliabilität ist dann gegeben, wenn durch die Anwendung der erwählten Methode immer die gleichen Ergebnisse erbracht werden.

Validität bezeichnet die Gültigkeit bzw. Übereinstimmung wissenschaftlicher Aussagen mit dem tatsächlichen Sachverhalt. Bei der Überprüfung der Validität einer Methode fragt man folglich, ob in der Tat das untersucht wird, was untersucht werden soll. Validität ist alsso mit der eindeutigkeit der Variablen gegeben. Unkontrollierte Effekte sind somit ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Empirische Erziehungswissenschaft in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel zeichnet die historische Etablierung der Pädagogik als experimentelle, naturwissenschaftlich orientierte Disziplin nach und stellt wichtige Vertreter vor.

2. Die Erziehungswissenschaft auf der Basis des Kritischen Rationalismus: Hier wird der Einfluss des Kritischen Rationalismus auf die erziehungswissenschaftliche Theoriebildung diskutiert, insbesondere im Hinblick auf das Falsifikationsprinzip.

3. Forschungsmethodik der verhaltenstheoretischen Erziehungswissenschaft: Dieses Kapitel definiert zentrale methodische Konzepte wie Objektivität, Reliabilität und Validität und erläutert den Aufbau einer empirischen Untersuchung.

4. Die pädagogische Praxis in der Tradition der verhaltenstheoretischen Erziehungswissenschaft: Hier wird dargelegt, wie empirische Erkenntnisse zur Verhaltenssteuerung, etwa durch operante Konditionierung, in der Praxis genutzt werden.

5. Die Wissenschaftstheoretische Diskussion um die verhaltenstheoretische Erziehungswissenschaft: Abschließend werden die Grenzen empirischer Pädagogik hinsichtlich Komplexität, Subjektivität und ethischer Wertfreiheit kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Empirische Erziehungswissenschaft, experimentelle Pädagogik, Kritischer Rationalismus, Forschungsmethodik, Objektivität, Reliabilität, Validität, Operationalisierung, Verhaltensmodifikation, Beobachtung, Experiment, Falsifikationsprinzip, Wertfreiheit, Wissenschaftstheorie, pädagogische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Pädagogik hin zu einer empirischen Verhaltenswissenschaft und beleuchtet deren theoretische Grundlagen, Methoden und praktische Anwendungsfelder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der experimentellen Pädagogik, die wissenschaftstheoretische Einbettung durch den Kritischen Rationalismus sowie die methodische Umsetzung in der Unterrichts- und Verhaltensforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die wissenschaftstheoretische Fundierung erziehungswissenschaftlicher Forschung sowie die kritischen Auseinandersetzungen mit deren Möglichkeiten und Grenzen darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär behandelt?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig quantitative Methoden, insbesondere das Experiment und die systematische Beobachtung, sowie deren methodologische Gütekriterien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Fundierung (inkl. Operationalisierung), die praktische Anwendung in der Verhaltensmodifikation sowie die wissenschaftstheoretische Diskussion über Komplexität und Wertfreiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie empirische Forschung, Objektivität, Validität, Falsifikationsprinzip und Verhaltensmodifikation geprägt.

Wie unterscheidet sich das Feldexperiment vom Laborexperiment laut Text?

Während das Laborexperiment durch künstliche, kontrollierbare Bedingungen und Simulation gekennzeichnet ist, findet das Feldexperiment in einem vorgegebenen Milieu statt, in dem Faktoren schwerer zu isolieren sind.

Welches Problem beschreibt der Text in Bezug auf die „Wertfreiheit“?

Der Text problematisiert, dass die reine empirische Forschung durch ihr Angebot an technologischen Mitteln Herrschaftsverhältnisse stabilisieren könnte und fordert eine ethische Reflexion über die Legitimität der Forschungsmethodik.

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Details

Title
Erziehungswissenschaft als empirische Verhaltenswissenschaft
College
University of Münster  (Pädagogik)
Course
Forschungsmethoden der Erziehungswissenschaft
Grade
gut
Author
Isabel Ebber (Author)
Publication Year
2000
Pages
11
Catalog Number
V6768
ISBN (eBook)
9783638142670
Language
German
Tags
Verhaltenswissenschaft operante Konditionierung Forschungsmethoden Empirie Werturteilsstreit Adorno Habermas Beobachtung Skalierungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Ebber (Author), 2000, Erziehungswissenschaft als empirische Verhaltenswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6768
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