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Lesekompetenz. Leseförderung

Title: Lesekompetenz. Leseförderung

Term Paper , 2005 , 30 Pages

Autor:in: Angelique Scholtyssek (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Die Veröffentlichung der Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA hat in Deutschland eine außergewöhnlich große Resonanz gefunden. Dies hatte vermutlich mehrere Gründe. Entscheidend dürfte das relativ schlechte Abschneiden von Schülerinnen und Schülern in Deutschland gewesen sein, die in allen drei geprüften Kompetenzbereichen (Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) unterhalb des Durchschnittswerts der OECD-Länder lagen. Nachdem durch die Veröffentlichung der TIMS-Studie bereits deutlich geworden war, dass in Deutschland die Leistungen der Jugendlichen in Mathematik und
Naturwissenschaften niedriger sind als erwartet, gibt es nun auch entsprechende Ergebnisse für den Bereich Lesekompetenz. So wurde gezeigt, dass auch in weiteren zentralen Kompetenzbereichen Probleme bestehen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die besondere Bedeutung der Lesekompetenz in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Wir beschäftigen uns zunächst mit der Klärung dieses Begriffes, anschließend gehen wir näher auf die Ergebnisse der PISA- Studie ein und untersuchen die möglichen Ursachen und beenden unsere Arbeit mit verschiedenen Möglichkeiten bzw. Maßnahmen zur Förderung der Lesekompetenz in verschiedenen Fächern.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lesekompetenz

2.1 Begriffsklärung: Lesekompetenz (allgemein)

2.2 Begriffsklärung: Lesekompetenz nach PISA

3. Kompetenzstufen der Lesekompetenz

3.1 Einteilung der Schüler in Kompetenzstufen

3.2 Ergebnisse der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schüler

4. Leseverhalten

4.1 Begriffsklärung: Leseverhalten

4.2 Leseunterricht in der Grundschule (Sekundarstufe I)

4.3 Außerschulisches Leseverhalten

5. Einflussfaktoren und Bedingungen der Lesekompetenz

5.1 Soziale Bedingungen

5.2 Personale Einflussfaktoren

5.3 Geschlechtsspezifische Einflussfaktoren

6. Leseförderung

6.1 Lesekompetenz als Anliegen aller Fächer

6.2 Situiertes Lernen

6.3 Lesestrategien

6.4 Handlungsorientierter Unterricht

6.5 Förderung der Lesefreude und Förderung der Lesekompetenz

6.6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die grundlegende Bedeutung von Lesekompetenz im schulischen und gesellschaftlichen Kontext zu erörtern. Basierend auf den Ergebnissen internationaler Leistungsstudien wie PISA wird untersucht, welche Faktoren den Erwerb von Lesekompetenz beeinflussen und durch welche didaktischen Maßnahmen eine effektive Leseförderung fächerübergreifend gelingen kann.

  • Grundlagen der Lesekompetenz und deren psychologische Dimensionen
  • Analyse von Einflussfaktoren: Soziale Herkunft, Personale Merkmale und Geschlechtsunterschiede
  • Kritische Betrachtung des aktuellen Leseverhaltens von Jugendlichen
  • Methoden der Leseförderung und Vermittlung von Lesestrategien
  • Die Notwendigkeit einer fächerübergreifenden Integration des Leseunterrichts

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsklärung: Lesekompetenz (allgemein)

Lesen ist – unabhängig von der Art des gelesenen Textes – ein konstruktiver Akt. Textverstehen verlangt kognitive Leistungen, motivationale und emotionale Beteiligung sowie die Fähigkeit zur Teilnahme an Anschlusskommunikation in sozialer Interaktion.

Kognition

Beim Lesen sind Prozesse zu bewältigen und zu verknüpfen, die sich auf mindestens fünf Ebenen vollziehen:

(1) Aufbau einer propositionalen Textrepräsentation

(2) Lokale Kohärenzbildung

(3) Globale Kohärenzbildung

(4) Bildung von Superstrukturen

(5) Erkennen rhetorischer Strukturen

Diese lassen sich auf der einen Seite in eher automatisierte, hierarchieniedrige Prozesse und eher in strategisch –zielbezogene, hierarchiehöhere Prozesse aufgliedern. Unter dem erstgenannten Prozess fallen Wort –und Satzidentifikation, Verknüpfung von Satzfolgen, unter dem zweitgenannten die globale Kohärenzherstellung, Makrostrukturbildung auf der Basis von Textsortenkenntnis und das Erkennen von Darstellungsstrategien im Hinblick auf die Textintention. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Prozesse sowie unter Einbezug des Vorwissens gewinnt der Leser so eine Repräsentation des beschriebenen Sachverhaltes (vgl.: Groeben, Hurrelmann, 2002, Seite 25 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz von Lesekompetenz angesichts der PISA-Ergebnisse und Skizzierung des weiteren Vorgehens in der Arbeit.

2. Lesekompetenz: Definition des Begriffs aus allgemeiner Perspektive unter Einbeziehung kognitiver, motivationaler und sozialer Faktoren sowie spezifische Einordnung durch PISA.

3. Kompetenzstufen der Lesekompetenz: Differenzierung in fünf Stufen, die den Schwierigkeitsgrad von Leseanforderungen definieren, und Analyse der Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern.

4. Leseverhalten: Erörterung der Lesemotivation, der institutionellen Unterschiede zwischen Grundschule und Sekundarstufe I sowie Ergebnisse zum außerschulischen Leseverhalten.

5. Einflussfaktoren und Bedingungen der Lesekompetenz: Untersuchung der familialen und schulischen Sozialisation, personaler Voraussetzungen sowie geschlechtsspezifischer Differenzen.

6. Leseförderung: Vorstellung verschiedener didaktischer Ansätze wie situiertes Lernen, spezifische Lesestrategien und handlungsorientierter Unterricht zur Steigerung der Lesekompetenz.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Leseförderung, Leseverhalten, PISA-Studie, Lesestrategien, Lesemotivation, Sozialisation, Situiertes Lernen, Handlungsorientierter Unterricht, Textverstehen, Kognition, Schulleistungen, Sekundarstufe I, Bildungschancen, Lesekompetenzstufen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Definition, Bedeutung und Förderung der Lesekompetenz, insbesondere vor dem Hintergrund der Ergebnisse internationaler Schulleistungsstudien wie PISA.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die kognitiven und emotionalen Aspekte des Lesens, die soziale und personale Einflussfaktoren auf die Lesekompetenz sowie verschiedene didaktische Konzepte zur Förderung von Lesetechniken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Lesekompetenz in Deutschland aufzuzeigen, Ursachen für Defizite zu identifizieren und effektive Maßnahmen zur fächerübergreifenden Leseförderung zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Auswertung fachwissenschaftlicher Literatur und Ergebnisse aus Schulleistungsstudien (PISA, IGLU, TIMS).

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Kategorisierung von Kompetenzstufen, die Analyse des Leseverhaltens, die Untersuchung von Bedingungsfaktoren sowie eine umfassende Darstellung förderdidaktischer Strategien.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Lesekompetenz, Leseförderung, Lesestrategien, PISA, Lesemotivation und Handlungsorientierung charakterisiert.

Warum wird die Förderung der Lesekompetenz als Anliegen aller Fächer bezeichnet?

Da der Deutschunterricht aufgrund enger Zeitpläne nicht alle Bereiche abdecken kann, ist die fächerübergreifende Integration notwendig, um den spezifischen Leseanforderungen in Fächern wie Biologie oder Mathematik gerecht zu werden.

Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Sozialisation für die Leseleistung?

Die Arbeit zeigt, dass Interessen und Kompetenzen zwischen Jungen und Mädchen systematisch differieren, wobei diese Unterschiede stark von der Textsorte und der funktionalen Ausrichtung des Lesens beeinflusst werden.

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Details

Title
Lesekompetenz. Leseförderung
College
University of Duisburg-Essen
Author
Angelique Scholtyssek (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V67747
ISBN (eBook)
9783638604963
ISBN (Book)
9783656814832
Language
German
Tags
Lesekompetenz Leseförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelique Scholtyssek (Author), 2005, Lesekompetenz. Leseförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67747
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