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Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression

Bestandsaufnahme und Entwicklung

Título: Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression

Tesis , 2006 , 133 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Iris Gorke (Autor)

Trabajo social
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Die Arbeit setzt sich aus einem ersten und einem zweiten Teil zusammen. Depressive Störungen stellen ein komplexes Krankheitsbild dar. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, diese im ersten Teil der Arbeit zunächst umfassend darzustellen. Der erste Teil bildet somit die Grundlage für ein Verständnis der Hintergründe der unterschiedlichen Interventionsmöglichkeiten und der gesellschaftlichen Relevanz der Erkrankung.

Depressive Erkrankungen besitzen immer auch eine interaktionelle Dimension und der Helfer findet den depressiven Menschen in seinem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext vor. Daher sollen zu Anfang aus psychohistorischer Perspektive charakteristische Tendenzen des gesellschaftlichen Verständnisses von Melancholie betrachtet werden. Darauffolgend werden alltägliche Befindlichkeitsstörungen und Zustände von Trauer von der Depression als Erkrankung abgegrenzt, da sich die Begrifflichkeiten im alltäglichen Sprachgebrauch oftmals überschneiden.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen depressiver Störungen ist eine allgemeingültige Definition dieser kaum möglich. Daher werden weiter unterschiedliche Definitionen der Depression gegenübergestellt. Häufig wird auch von den „vielen Gesichtern einer Depression“ gesprochen, was auf die individuelle Symptomatik zurückzuführen ist. Die verschiedenen Symptome, die Erscheinungsformen und die veränderte Klassifikation werden im darauffolgenden Kapitel erörtert.

Daraufhin wird auf das Problem der Komorbidität eingegangen. Depressionen treten häufig im Zusammenhang mit Angststörungen auf, als Begleiterscheinung somatischer Erkrankungen und stellen per se ein Risiko für Folgeerkrankungen dar. Im nächsten Kapitel über die Epidemiologie soll die Verbreitung der „neuen Volkskrankheit“ behandelt werden. Schließlich werden unterschiedliche Theorien aus der Soziologie, Biologie und Psychologie voneinander unabhängig dargestellt, denen jedoch allen ein Bezug zum Phänomen Stress gemein ist. Heute sieht man die Ursachen einer Depression in einem multifaktoriellen Geschehen, bei dem sich ungünstige biologische, psychologische und soziale Faktoren wechselseitig beeinflussen. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit Hilfen für Depressive. Ein typisches Merkmal der Sozialen Arbeit ist ihre Bereitschaft, mit anderen Professionen zu kommunizieren und interdisziplinär zu arbeiten. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. DEPRESSIVE VERSTIMMUNG UND DEPRESSION

1. Melancholie- ein gesellschaftshistorischer Begriff

2. Abgrenzung der Depression zu Stimmungstiefs und Trauer

3. Definition der Depression

4. Phänomenologie

4.1 Symptomatik

4.2 Depressionsformen und ihre Klassifikation

5. Komorbidität

6. Epidemiologie

7. Ätiologie

7.1 Risikofaktoren

7.2 Genetik

7.3 Biochemische Theorien

7.4 Endokrine Theorien

7.5 Psychoanalytische Theorie

7.6 Kognitive Theorie

7.7 Das Modell der erlernten Hilflosigkeit

7.8 Das verstärkungstheoretische Erklärungsmodell

II. HILFSANGEBOTE FÜR DEPRESSIVE

8. Aktuell angewandte Therapieformen

8.1 Somatische Therapien

8.1.1 Medikamentöse Behandlung

8.1.2 Schlafentzug- Wachtherapie

8.1.3 Weitere Behandlungsmöglichkeiten

8.2 Psychotherapien

8.2.1 Tiefenpsychologische Verfahren

8.2.2 Interpersonale Therapie (IPT)

8.2.3 Verhaltenstherapie und kognitive Verhaltenstherapie

9. Sozialpädagogische Hilfen und Methoden bei depressiven Störungen

9.1 Beratung

9.2 Krisenintervention

9.3 Begleitung

9.4 Angehörigenarbeit

9.4.1 Angehörigengruppen

9.4.2 Hilfs- und Unterstützungsangebote für die Kinder von Menschen mit einer depressiven Störung

9.5 Soziotherapie

10. Das Versorgungssystem

10.1 Gemeinde-integrierte und stationäre Angebote des Versorgungssystems

10.2 Defizite bei der Prävention und der Vernetzung der Hilfsangebote

10.3 Exkurs: Die gesundheitsökonomische Relevanz von Depressionen

11. Entwicklungsprozess und Perspektiven

11.1 Das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“

11.2 Der salutogenetische Ansatz

12. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung in einem krankheitsorientierten, kurativ agierenden Gesundheitssystem stärker in den Blickpunkt zu stellen. Dabei wird eine Bestandsaufnahme der Unterstützungsmöglichkeiten durchgeführt und die Entwicklung der Versorgungssituation kritisch diskutiert, um die Vernetzung von medizinischen und sozialen Hilfen für betroffene Personen zu verbessern.

  • Multifaktorielle Entstehungsursachen von Depressionen (biopsychosoziales Modell)
  • Überblick über aktuelle medizinische und psychotherapeutische Therapieformen
  • Spezifische sozialpädagogische Interventionsmethoden (Beratung, Begleitung, Soziotherapie)
  • Herausforderungen im Versorgungssystem und Potentiale der Prävention
  • Bedeutung der Salutogenese und Integration in die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

7. 1 Risikofaktoren

Die Life- Event Forschung untersucht, inwieweit bedeutende Lebensereignisse oder langfristige Probleme Einfluss auf die Genese einer Depression haben.

In Vergleichsstudien zwischen depressiven und nicht depressiven Patienten konnte ein Haupteffekt festgestellt werden. Während eines Zeitraums von 6 Monaten vor dem Auftreten der Beschwerden scheinen depressive Patienten häufiger belastenden Lebenssituationen ausgesetzt gewesen zu sein als ihre Vergleichsgruppe. Vor allem die Qualität der Ereignisse war schwerwiegender und stand häufig in Zusammenhang mit Verlusterlebnissen. Zu den Verlustereignissen zählten beispielsweise der Tod einer Bezugsperson, das Ende einer Beziehung oder die Aufgabe von Idealvorstellungen. Zudem wurde eine Gruppe Depressiver untersucht, die einen Suizidversuch unternommen hatte. Im Vergleich mit einer gesunden Kontrollgruppe, sowie im Vergleich mit nicht suizidalen Depressiven, erlebten sie mehr belastende Lebensereignisse. Besonders im Monat vor dem Suizidversuch war die Anzahl der Ereignisse besonders hoch.

Neben den bereits aufgeführten Verlusterlebnissen können weitere belastende Erfahrungen eine auslösende Rolle bei der Depression spielen. SCHÄFER geht davon aus, dass bei depressiven Menschen häufig ungünstige soziale Bedingungen, wie soziale Isolation, mangelnde Unterstützung durch Freunde, chronische familiäre sowie finanzielle Probleme oder Arbeitslosigkeit vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz von Depressionen und formuliert das Ziel, sozialpädagogische Unterstützungsformen stärker in das gesundheitsorientierte Versorgungssystem zu integrieren.

I. DEPRESSIVE VERSTIMMUNG UND DEPRESSION: Dieser Teil beleuchtet die historische Entwicklung des Melancholiebegriffs, definiert Depressionen und analysiert multifaktorielle Ätiologien sowie epidemiologische Erkenntnisse.

II. HILFSANGEBOTE FÜR DEPRESSIVE: Der zweite Teil bietet einen Überblick über medizinische Therapieformen, spezifische sozialpädagogische Methoden und diskutiert Defizite sowie zukünftige Perspektiven im Versorgungssystem.

Schlüsselwörter

Depression, Sozialpädagogik, Therapieformen, Ätiologie, Epidemiologie, Krisenintervention, Beratung, Soziotherapie, Salutogenese, Versorgungssystem, Prävention, psychische Gesundheit, Soziale Arbeit, Angehörigenarbeit, Suizidprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der sozialpädagogischen Unterstützung bei der Behandlung von Depressionen und verknüpft diese mit dem bestehenden medizinischen und psychosozialen Versorgungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen (Ätiologie), der Symptomatik, den medizinischen Behandlungsmethoden, den sozialpädagogischen Hilfsangeboten sowie der strukturellen Vernetzung der Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung stärker in den Fokus eines bislang stark medizinisch geprägten Systems zu rücken und die Versorgungssituation durch einen salutogenetischen Ansatz zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine umfassende Literaturanalyse und Bestandsaufnahme durch, die sowohl psychiatrische Erkenntnisse als auch Ansätze der Sozialen Arbeit synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Depression (Teil I) und eine praxisorientierte Beschreibung der Hilfsangebote sowie des Versorgungssystems (Teil II).

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Depression, Soziale Arbeit, Salutogenese, Krisenintervention, Prävention und das Versorgungssystem für psychisch Kranke.

Warum spielt die Angehörigenarbeit eine so zentrale Rolle?

Angehörige sind durch die Erkrankung stark belastet; ihre Einbindung und Unterstützung ist essentiell für den Heilungsverlauf und wirkt präventiv gegen soziale Isolation.

Wie unterscheidet sich die Begleitung von einer klassischen Therapie?

Die sozialpädagogische Begleitung ist oft flexibler und lebensweltorientierter; sie richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Klienten im Alltag und findet auch außerhalb therapeutischer Settings statt.

Final del extracto de 133 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression
Subtítulo
Bestandsaufnahme und Entwicklung
Universidad
Munich University of Applied Sciences
Calificación
1,7
Autor
Iris Gorke (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
133
No. de catálogo
V67751
ISBN (Ebook)
9783638587464
ISBN (Libro)
9783656782605
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialpädagogische Unterstützung Verstimmung Depression Bestandsaufnahme Entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Iris Gorke (Autor), 2006, Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67751
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