In der Arbeit soll der Versuch unternommen werden die deutsche Wirtschaftspolitik im internationalen Vergleich zu evaluieren.
Dabei steht vor allem ein Vergleich der Wirtschaftspolitiken der Bundesrepublik Deutschland und der Vereinigten Staaten von Amerika im Vordergrund.
Um zu vernünftigen Ergebnissen zu gelangen ist es dabei notwendig eine Bestandsaufnahme zu erarbeiten, welche die Handlungsmöglichkeiten der Politik aufzeigt und die Ziele der Wirtschaftspolitik definiert.
Die Arbeit beschränkt sich auf die Konjunkturpolitik als Teil der Wirtschaftspolitik i.w.S. wobei insbesondere der Zeitraum von der Reagan Administration und der Kohl Regierung bis in die Gegenwart beleuchtet wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Konjunkturpolitik
3. Vergleich der Konjunkturpolitik in den USA und Deutschland
3.1 Bedeutung der Wirtschaftsordnungen
3.2 Die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten
3.3 Die Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
4. Evaluierung der deutschen Konjunktur- und Wirtschaftspolitik
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit evaluiert die deutsche Wirtschaftspolitik im internationalen Vergleich, wobei der Fokus auf einer Gegenüberstellung mit den Vereinigten Staaten von Amerika liegt. Ziel ist es, die konjunkturpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Wirksamkeit der verfolgten Strategien zu analysieren und Handlungsempfehlungen aus den Unterschieden der beiden Wirtschaftsmodelle abzuleiten.
- Vergleich der Wirtschaftsordnungen (soziale vs. freie Marktwirtschaft)
- Analyse der konjunkturpolitischen Instrumente in den USA und Deutschland
- Bewertung der ökonomischen Entwicklung seit den 1980er Jahren
- Identifikation von strukturellen Reformbedarfen für den deutschen Standort
- Diskussion von Lösungsansätzen für die aktuelle Konjunkturschwäche
Auszug aus dem Buch
3.2. Die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten
In den USA boten sich aufgrund der diversen Klimazonen und reichlich vorhandener Naturschätze vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und eine teilweise autarke Rohstoffversorgung. „Der kontinentale Wirtschaftsraum stellt zugleich ein gewaltiges Absatzpotential dar.“ Neben diesen regionalen Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Entwicklung dominiert jedoch das Vertrauen auf den freien Wettbewerb. Daher waren amerikanische Regierungen beispielsweise sehr zurückhaltend bei finanziellen Unterstützungen für konkursbedrohte Unternehmen, auch die Exportförderung hielt sich im Vergleich zu anderen Ländern eher zurück hat jedoch unter dem Druck von Industrie und Gewerkschaften zugenommen. Letzteres zeigt sich insbesondere im Bereich der Automobil- und Stahlindustrie.
Mit der Wahl Ronald Reagans (1980) zum Präsidenten der USA kam es zu einer Neuorientierung der Wirtschaftspolitik, nachdem die keynesianisch geprägte Politik die 70er Jahre geprägt hatte. Diese Neuausrichtung ging später unter dem Begriff Reaganomics in die Literatur ein und bedeutet eine angebotsorientierte Finanz- und Wirtschaftspolitik. „Niedrige Steuern, die durch Ausgabenkürzungen finanziert werden sollten, sollten die private Investitionstätigkeit Anregen.“ Reagan stellte sein wirtschaftpolitisches Programm, welches er „Program for Economic Recovery“ nannte im Februar 1981 vor. Es beinhaltete im Kern vier Maßnahmenkomplexe: 1. Steuersenkungen, 2. Ausgabenreduktion, 3. Deregulierung und 4. Verringerung des Geldmengenwachstums.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Notwendigkeit einer Evaluierung der deutschen Wirtschaftspolitik und definiert den Untersuchungsrahmen im Vergleich zu den USA.
2. Grundlagen der Konjunkturpolitik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Instrumente der Konjunkturpolitik und definiert die Ziele des sogenannten magischen Vierecks.
3. Vergleich der Konjunkturpolitik in den USA und Deutschland: Hier werden die Wirtschaftsordnungen und die spezifischen Ansätze der Wirtschaftspolitik beider Länder seit den 1980er Jahren detailliert gegenübergestellt.
4. Evaluierung der deutschen Konjunktur- und Wirtschaftspolitik: Das abschließende Kapitel bewertet die deutsche Wirtschaftsentwicklung kritisch im internationalen Vergleich und leitet notwendige Reformfelder ab.
Schlüsselwörter
Konjunkturpolitik, Wirtschaftspolitik, USA, Deutschland, Soziale Marktwirtschaft, Reaganomics, Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik, Deregulierung, Wettbewerbsfähigkeit, Binnennachfrage, Arbeitsmarkt, Strukturreformen, Globalisierung, Produktivitätswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluierung der deutschen Wirtschaftspolitik durch eine systematische Gegenüberstellung mit der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik, um Erkenntnisse für den eigenen Standort zu gewinnen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen sozialer und freier Marktwirtschaft, die Auswirkungen unterschiedlicher konjunkturpolitischer Programme sowie die Analyse von Wachstumsfaktoren und Standortnachteilen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die konjunkturelle Schwäche Deutschlands zu analysieren und zu prüfen, inwiefern Lösungsansätze aus dem US-amerikanischen Modell auf die deutsche Situation übertragbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird für den Vergleich genutzt?
Es wird eine vergleichende Analyse wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen und Maßnahmen unter Heranziehung von Sekundärliteratur und Wirtschaftsdaten der letzten Jahrzehnte durchgeführt.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, dem Vergleich der Wirtschaftsordnungen, der Analyse der "Reaganomics" und der Bewertung der deutschen Reformpolitik seit der Wiedervereinigung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Konjunkturpolitik, Wirtschaftswachstum, Standortwettbewerb, Deregulierung und Strukturreformen charakterisieren.
Warum wird die US-Wirtschaft in der Arbeit als Vergleichsmaßstab gewählt?
Die USA dienen als Referenz für ein marktorientiertes System, das über weite Strecken ein stabileres und höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland aufweisen konnte.
Welche Rolle spielt das "Hartz-Konzept" in der Argumentation des Autors?
Das Hartz-Konzept wird als ein notwendiger, aber quantitativ und qualitativ noch unzureichender Ansatz zur Vermittlung am Arbeitsmarkt und zur Belebung der Wirtschaft identifiziert.
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- M.A. Eike Senger (Author), 2003, Politische Wirkungsbilanzen in der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67930