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Bismarck - Ein Feind der deutschen Kolonialexpansion?

Title: Bismarck - Ein Feind der deutschen Kolonialexpansion?

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simon Tewes (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Bismarcks Schwanken zwischen Befürwortung und Ablehnung eigener Kolonien war für viele Zeitgenossen und Historiker oftmals ein Rätsel.In dieser Hausarbeit wird daher nun Bismarcks Verhalten in Bezug auf seine Kolonialpolitik analysiert. Sowohl außenpolitische als auch innenpolitische Gründe für Bismarcks zögerliches Verhalten, was die Gründung deutscher Kolonien angeht, werden gesammelt und auf ihre Tragweite hin diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Bismarcks Kolonialpolitik bis 1884 im Spiegel der damaligen Zeit

a) Händlerkolonie vs. Territorialkolonie

b) Außen- und sicherheitspolitische Gesichtspunkte

c) Innen- und Machtpolitische Erwägungen

3) Umdenken in der Kolonialen Frage? Der Erwerb der deutschen „Schutzgebiete“

4) Bismarcks Haltung nach dem Erwerb der „Schutzgebiete“

5) Abschlussbewertung und Forschungsmeinungen

6) Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive der Kolonialpolitik von Otto von Bismarck, um zu klären, ob er ein entschiedener Befürworter oder ein Gegner der deutschen Kolonialexpansion war. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern seine Haltung durch machtpolitische Kalküle, außenpolitische Sicherheitserwägungen oder innenpolitische Strategien geprägt war.

  • Die Entwicklung der deutschen Kolonialpolitik im Kontext der europäischen Großmachtpolitik.
  • Die Abgrenzung zwischen Händlerkolonien und dem Konzept der staatlichen Territorialkolonien.
  • Bismarcks innenpolitische Instrumentalisierung der Kolonialfrage zur Sicherung seiner Machtstellung.
  • Die Analyse des Begriffs der „Schutzgebiete“ als politisches Manöver.
  • Die Bewertung der Kontinuität oder Diskontinuität von Bismarcks Außenpolitik gegenüber dem Kolonialerwerb.

Auszug aus dem Buch

b) außen- und sicherheitspolitische Gesichtspunkte

Ein weiterer Grund gegen eine territoriale Expansion war aus Bismarcks Sicht vermutlich die schwierige außenpolitische Situation des Deutschen Reiches unmittelbar nach der Reichsgründung. 1871 hatte sich das Deutsche Reich nach den drei Einigungskriegen konstituiert und betrat „die Bühne der Außenpolitik“. Durch die entschlossene Politik Preußens beziehungsweise des Norddeutschen Bundes, die zur Reichsgründung führte und an der Bismarck als Ministerpräsident des Norddeutschen Bundes, wie in der Einleitung bereits erwähnt, maßgeblich beteiligt war, fühlten sich etliche Staaten bedroht. Allen voran stand selbstverständlich Frankreich, dass unter der Kriegsniederlage und deren Folgen wie zum Beispiel dem Gebietsverlust Elsass-Lothringens zu leiden hatte.

Bismarck machte sich in dieser Hinsicht kaum Illusionen und rechnete tagtäglich mit einer „Revanche“ des als solchen oftmals proklamierten Erzfeindes Frankreichs. Bismarcks Politik war qua de causa davon geleitet es Frankreich zu erschweren, Partner für einen erneuten Gang zu den Waffen zu finden. Ihm kam dabei noch gelegen, dass Frankreich unmittelbar nach dem verlorenen Krieg noch nicht die Stärke für ein Bündnis mit einer weiteren Großmacht besaß. Jedoch fürchtete Bismarck stets eine Konstellation, die für das durch die zentrale Lage in Europa exponierte Deutsche Reich einen Zweifrontenkrieg bedeuten würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Absicht, Bismarcks Motive zur Kolonialpolitik anhand zeitgenössischer Quellen und Forschungsliteratur kritisch zu beleuchten.

2) Bismarcks Kolonialpolitik bis 1884 im Spiegel der damaligen Zeit: Dieses Kapitel analysiert Bismarcks frühe Präferenz für Händlerkolonien und untersucht die sicherheitspolitischen Zwänge sowie innenpolitischen Beweggründe, die seine Zurückhaltung gegenüber territorialer Expansion bestimmten.

3) Umdenken in der Kolonialen Frage? Der Erwerb der deutschen „Schutzgebiete“: Hier wird erörtert, ob der Erwerb der Gebiete einen echten Kurswechsel in Bismarcks Politik darstellte oder ob es sich lediglich um eine taktische Instrumentalisierung handelte.

4) Bismarcks Haltung nach dem Erwerb der „Schutzgebiete“: Dieses Kapitel beleuchtet Bismarcks Versuche, die Verwaltung der Kolonien abzugeben, da diese als Belastung für seine europäische Sicherheitspolitik empfunden wurden.

5) Abschlussbewertung und Forschungsmeinungen: Die Abschlussbewertung fasst die Ergebnisse zusammen, wonach der Kolonialerwerb kein erstrebenswertes Ziel, sondern eine notgedrungene Reaktion auf ein komplexes Interessensgeflecht war.

6) Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche verwendeten Primärquellen und Sekundärwerke aufgelistet, auf denen die Analyse der Arbeit basiert.

Schlüsselwörter

Otto von Bismarck, Kolonialpolitik, Schutzgebiete, deutsche Kolonialgeschichte, Imperialismus, Außenpolitik, Machtpolitik, Reichsgründung, Händlerkolonien, Zweifrontenkrieg, Innenpolitik, Instrumentalisierung, Nationalismus, Interessenpolitik, Forschungskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Motive von Otto von Bismarck bezüglich der deutschen Kolonialpolitik und arbeitet heraus, ob er ein Befürworter oder Gegner der kolonialen Expansion war.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf Bismarcks außenpolitische Sicherheitsstrategie, seine innenpolitische Taktik zur Machtsicherung sowie die Spannungen zwischen wirtschaftlichen Interessen und staatlichem Handeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob der Erwerb der deutschen Kolonien eine kontinuierliche Fortsetzung seiner Politik oder einen bewussten Bruch darstellte und wie Bismarck diesen Prozess instrumentalisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse von Reichstagsreden, politischen Schriften Bismarcks sowie einer kritischen Auswertung einschlägiger Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation bis 1884, das Konzept der Schutzgebiete und die spätere Haltung Bismarcks, als er versuchte, sich von den Kolonien als politische „Hypothek“ zu lösen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bismarck, Kolonialpolitik, Schutzgebiete, Instrumentalisierung, Außenpolitik, Machtpolitik und Imperialismus.

Warum lehnte Bismarck den Begriff „Kolonie“ in der Öffentlichkeit ab?

Bismarck kreierte den Begriff „Schutzgebiete“ selbst, um das Wort Kolonie in der öffentlichen Kommunikation zu vermeiden und staatliche Verbindlichkeiten gering zu halten.

Welche Bedeutung hatte das Verhältnis zu Frankreich für Bismarcks Kolonialpolitik?

Bismarck nutzte die Kolonialfrage unter anderem dazu, Frankreich in eine Überseepolitik zu drängen, um es von Revanchegedanken in Europa abzubringen und den eigenen außenpolitischen Handlungsspielraum zu sichern.

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Details

Title
Bismarck - Ein Feind der deutschen Kolonialexpansion?
College
University of Paderborn  (Historisches Institut)
Course
Deutsche Kolonialgeschichte
Grade
1,7
Author
Simon Tewes (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V67948
ISBN (eBook)
9783638586788
ISBN (Book)
9783638754125
Language
German
Tags
Bismarck Feind Kolonialexpansion Deutsche Kolonialgeschichte Bismarck und die Kolonien Imperpialismus Kaiserreich Außenpolitik Kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Tewes (Author), 2005, Bismarck - Ein Feind der deutschen Kolonialexpansion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67948
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