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Kurort Stützerbach - von einer Herberge zum Weltdorf - Verlust des Prädikates "Kneipp-Kurort" durch die Problematik "Stadtschrumpfung"

Title: Kurort Stützerbach - von einer Herberge zum Weltdorf - Verlust des Prädikates "Kneipp-Kurort" durch die Problematik "Stadtschrumpfung"

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 102 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yvonne Barta (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Summary Excerpt Details

Durch die politische Wende im Jahr 1989 haben viele ostdeutsche Städte demographische
sowie ökonomische Verluste erleiden müssen. Insbesondere kleinere Orte sind davon
betroffen.
Aus heutiger Sicht spricht man im Zuge dieses Phänomens von „Stadtschrumpfung“.
Der Verlust der Bevölkerung sowie Einbußen in der Wirtschaftsentwicklung haben viele Folgeprozesse nach sich gezogen. So sind im Wohnungswesen, dem Städtebau und der Flächennutzung, in der städtischen Versorgungsfunktion und Infrastruktur, in der Kommunalfinanzierung sowie in der Stadtgesellschaft und Umwelt gravierende Veränderungen eingetreten. Auch die Kurorte in Thüringen sind davon betroffen.
Kurortgesetze wurden erneut überarbeitet und Bedingungen für eine Anerkennung als Kurort verschärft. Alle 10-15 Jahre muss ein neuer Antrag bzw. ein Antrag auf Verlängerung des staatlich anerkannten Prädikates erfolgen, da sonst die Prädikatisierung verfällt. Aufgrund der demographischen und ökonomischen Verluste sowie deren Folgeprozesse, konnten jedoch manche Städte nicht mehr all die Anforderungen für eine Anerkennung erfüllen. Somit haben einige Kurorte ihr gewonnenes Prädikat verloren.
Auch der LuftKurort Stützerbach – ehemaliger Kneipp-Kurort - musste diese Erfahrung machen. Durch die Schließung des Kneipp-Bades kurz nach dem politischen Umbruch, konnten die Voraussetzungen für eine Fortführung des Prädikates Kneipp-Kurort nicht mehr vollständig erfüllt werden. Allerdings wies Stützerbach ein ausgezeichnetes kurspezifisches Leistungsangebot auf. Als dann eine erneute Prüfung anstand, erhielt die Gemeinde vorerst ein vorläufiges, staatlich anerkanntes Prädikat als Kneipp-Kurort. Ab dem Jahr 2000 war die Stadtschrumpfung jedoch nicht mehr aufzuhalten. Die Folgeprozesse verhinderten den Neubau einer Kureinrichtung, welche die nötigen Bedingungen für die Prädikatisierung als Kneipp-Kurort erfüllen könnte.
Der Ort verlor an Attraktivität und an Gästen – insbesondere an Kurgästen.

Dieses Werk präsentiert nun die kritische Analyse Stützerbachs und schlussendlich einige Lösungsvorschläge zur Attraktivitätssteigerung und Imageverbesserung der Gemeinde.

Das Buch richtet sich an Interessenten für Stadtentwicklung, Stadtsoziologie sowie Städte im Umbruch, aber auch an alle anderen Bürger, die sich für die Geschichte des Luft-Kurortes Stützerbach und dessen Entwicklung interessieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DER KURORT

2.1 Definition Kurort

2.2 Klassifikationen

2.2.1 Heilbad

2.2.2 Ort mit Heilquellen

2.2.3 Kneipp-Heilbad

2.2.4 Kneipp-Kurort

2.2.5 Heilklimatischer Kurort

2.2.6 Luft-Kurort

2.3 Anforderungen für eine Anerkennung

2.3.1 Allgemeine Voraussetzungen

2.3.2 Anforderungen der Kurgäste

2.3.3 Anforderungen an den Kurbetrieb

2.3.4 Mindestanforderungen

2.3.5 Anforderungen an kurspezifische Leistungsangebote

2.3.6 Anforderungen an die Infrastruktur

3 LUFTKURORT STÜTZERBACH

3.1 Historie: Vergangenheit bis Gegenwart

3.2 Betrachtung der Entscheidungsträger

3.3 Betrachtung der Einflüsse auf Kurorte

3.4 Die Problematik „Stadtschrumpfung“ in Stützerbach

3.4.1 Demographische Schrumpfung

3.4.2 Ökonomische Schrumpfung

3.4.3 Résumée

3.5 Historie: Gegenwart und Zukunft

3.6 Lösungsvorschläge

4 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, den Verlust des Prädikats „Kneipp-Kurort“ für Stützerbach im Kontext der Problematik der „Stadtschrumpfung“ zu analysieren, um daraus Lösungsvorschläge zur Attraktivitätssteigerung abzuleiten.

  • Historische Entwicklung von Stützerbach
  • Grundlagen der Kurort-Definition und staatliche Anerkennungskriterien
  • Analyse der demographischen Schrumpfungsprozesse
  • Untersuchung der ökonomischen Auswirkungen auf den Kurort
  • Entwicklung von Strategien zur Imageverbesserung und Ressourcenreaktivierung

Auszug aus dem Buch

3.1 HISTORIE: VERGANGENHEIT BIS GEGENWART

1365 errichtet der Mönch Syfried an der Handelsstrasse von Schmiedefeld nach Ilmenau eine Herberge mit einem Stall und einer Kapelle. Diese gab den Handelsleuten mit ihren Gespannen Unterkunft, Verpflegung und Seelsorge. Sie war gegen 1500 noch in Funktion.

1378 ist die Rede vom „Eisenhämmern“ an der „oberen Ilm“ (Freibach) – möglicherweise wurde hier Eisen bearbeitet. Im Jahr 1434 wird der Kupferbergbau im Freibachtal erwähnt. Um 1500 wird durch die ansässigen Flößer, Schneidemüller, Holzfäller und Kienrußbrenner ein Grundstein für die Gründung (1570) des Ortes Stützerbach gelegt.

1506 wird urkundlich eine Schneidemühle im „Stoetzerbach“ erfasst. Im Jahr 1570 – dem datierten Gründungsjahr des Ortes Stützerbach - werden mehrere Äcker bewirtschaftet, die Siedlung wächst. Eine Mühle „weiter unten im Tal“ wird erwähnt. Dem Amtmann und Hofmeister Friedrich von Brandt wird von den Hennebergern in Stützerbach ein Viehhof mit Ländereien geschenkt, in welchem Pferde und Rinder gezüchtet werden. 1583 starben jedoch die Henneberger in der Manneslinie aus. 1585 tritt der provisorische Teilungsvertrag der Henneberger in Kraft. Eine physische Grenze zwischen dem kursächsischen Gebiet mit dem Amt Schleusingen und dem Gebiet der „Ernestiner Linie“ mit dem Amt Ilmenau (Herzogtum Weimar) wird durch den Fluss Lengwitz gesetzt. Das heutige Freibachtal wurde die Grenze zum Herzogtum Gotha. Erst 1660 wird die Teilung rechtskräftig durch den Wiener Vertrag. Fortan entwickeln sich zwei Kirchen, zwei Friedhöfe, zwei Schulen und ebenso regieren zwei Bürgermeister im Ort.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Stadtschrumpfung in ostdeutschen Kurorten und definiert das Untersuchungsobjekt sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 DER KURORT: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Definitionen und rechtlichen Anforderungen für eine staatliche Anerkennung als Kurort.

3 LUFTKURORT STÜTZERBACH: Das Hauptkapitel analysiert die historische Entwicklung, die demographischen und ökonomischen Schrumpfungsprozesse in Stützerbach sowie konkrete Lösungsvorschläge zur Reaktivierung.

4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt, dass Stützerbach trotz der Schrumpfung Potentiale zur Wiedererlangung des Kneipp-Kurort-Status besitzt.

Schlüsselwörter

Stadtschrumpfung, Stützerbach, Kneipp-Kurort, Luftkurort, Demographische Schrumpfung, Ökonomische Schrumpfung, Kurortpolitik, Tourismus, Strukturwandel, Gemeindefinanzen, Infrastruktur, Leerstand, Marketing, Heilbad, Wirtschaftsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Verlust des Prädikats „Kneipp-Kurort“ für die Gemeinde Stützerbach als direkte Folge von Stadtschrumpfungsprozessen seit der politischen Wende 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Anforderungen an Kurorte, die Analyse der demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung von Stützerbach sowie Strategien zur zukünftigen Attraktivitätssteigerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der wissenschaftliche Nachweis, dass der Verlust des Status als Kneipp-Kurort auf Schrumpfungsprozesse zurückzuführen ist, sowie die Entwicklung von Lösungsansätzen für die Gemeinde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kritische Analyse, die sowohl eine quantitative Auswertung von Statistiken (Einwohnerzahlen, Gästezahlen, Steuereinnahmen) als auch eine qualitative Untersuchung durchführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine detaillierte Betrachtung der demographischen und ökonomischen Schrumpfungsfaktoren und die Vorstellung von Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Stützerbach sind dies Stadtschrumpfung, Kneipp-Kurort, Strukturwandel, Demographie, Ökonomie, Tourismus und Infrastruktur.

Wie hat sich die Einwohnerzahl von Stützerbach nach 1990 verändert?

Nach einem Rückgang bis 1991 konnte sich die Einwohnerzahl bis 2000 kurzzeitig erholen, sank danach jedoch kontinuierlich und erreichte im Jahr 2006 fast wieder das Niveau von vor 20 Jahren.

Welche Rolle spielt das ehemalige „Kneipp-Bad“ für die Gemeinde?

Die Schließung des Kneipp-Bades kurz nach 1990 gilt als entscheidender Einschnitt, der die Voraussetzungen für das Prädikat Kneipp-Kurort schwächte und den Rückgang der touristischen Einnahmen massiv beschleunigte.

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Details

Title
Kurort Stützerbach - von einer Herberge zum Weltdorf - Verlust des Prädikates "Kneipp-Kurort" durch die Problematik "Stadtschrumpfung"
College
University of Weimar
Grade
1,3
Author
Yvonne Barta (Author)
Publication Year
2007
Pages
102
Catalog Number
V67969
ISBN (eBook)
9783638605885
ISBN (Book)
9783638711630
Language
German
Tags
Kurort Stützerbach Herberge Weltdorf Verlust Prädikates Kneipp-Kurort Problematik Stadtschrumpfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Barta (Author), 2007, Kurort Stützerbach - von einer Herberge zum Weltdorf - Verlust des Prädikates "Kneipp-Kurort" durch die Problematik "Stadtschrumpfung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67969
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