Soziale Ungleichheit, Macht und Herrschaft - Die Geschlechterdifferenz in der funktional differenzierten Gesellschaft


Essay, 2002
3 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Soziale Ungleichheit, Macht und Herrschaft

Die Geschlechterdifferenz in der funktional differenzierten

Gesellschaft

„Welche Bedeutung kommt der Geschlechterdifferenz in der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft zu?“ Um diese Frage zu beantworten, analysiert der Text Funktionssysteme wie Familie und Politik, die Systembildungsebenen Organisation und Interaktion, sowie die Unterscheidung von Kommunikation und Bewusstsein in Hinsicht auf die soziologische Systemtheorie.

Will man den Zusammenhang von geschlechtlicher Arbeitsteilung und gesellschaftlicher Differenzierung untersuchen, bietet es sich an, zunächst die unterschiedlichen Differenzierungsformen näher zu betrachten. Luhmann unterscheidet hier die segmentäre, stratifikatorische und funktionale Form der gesellschaftlichen Differenzierung.

Die stratifikatorische Differenzierung teilt die Gesellschaft in ungleiche, nach gesellschaftlichen Funktionen definierte Teilsysteme, die in einem „gottgewollten“ hierarchischen Verhältnis zueinander stehen(siehe Ständegesellschaft im Mittelalter).

Nicht nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht zählt in der stratifikatorisch differenzierten Gesellschaft zu den Inklusions- bzw. Exklusionsmodi. Der Zugang zu sozialen Rollen wird auch durch das Alter, insbesondere aber durch das Geschlecht des Individuums reguliert.

Die schichteninterne Differenzierung erfolgt segmentär durch Familien, in denen eine strikte Aufgabenteilung vorherrscht. Der Mann ist das Familienoberhaupt und als solcher für den Unterhalt und die Repräsentation der Familie in der Gesellschaft zuständig. Er bestimmt die Standeszugehörigkeit seiner Ehefrau und Nachkommen, während die Frau Rollen übernimmt, welche auf den Stand des Mannes verweisen.

In der funktional differenzierten Gesellschaft kann den Individuen auf der Basis von Alter, Geschlechts- bzw. Standeszugehörigkeit keine eindeutige soziale Rolle zugewiesen werden, da sie nur momenthaft in die verschiedenen Teilsysteme inkludiert sind. Inklusion in ein Funktionssystem bzw. Exklusion aus ihm bedeutet in der modernen Gesellschaft nicht zwingend Inklusion oder Exklusion in bezug auf ein anderes Funktionssystem. So hat beispielsweise das Einkommen des Wählers keinen Einfluss auf sein politisches Stimmgewicht, wie es in den ersten Verfassungen der Französischen Republik der Fall war.

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Soziale Ungleichheit, Macht und Herrschaft - Die Geschlechterdifferenz in der funktional differenzierten Gesellschaft
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Einführung in die Soziologische Theorie
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
3
Katalognummer
V68014
ISBN (eBook)
9783638600231
Dateigröße
333 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Arbeit ohne Sekundärliteratur
Schlagworte
Soziale, Ungleichheit, Macht, Herrschaft, Geschlechterdifferenz, Gesellschaft, Einführung, Soziologische, Theorie
Arbeit zitieren
Juliane Sarnes (Autor), 2002, Soziale Ungleichheit, Macht und Herrschaft - Die Geschlechterdifferenz in der funktional differenzierten Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68014

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