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Mindestanforderung an das Kreditgeschäft als konzeptionelle Grundlage für das Kreditgeschäft in der Unternehmenspraxis

Title: Mindestanforderung an das Kreditgeschäft als konzeptionelle Grundlage für das Kreditgeschäft in der Unternehmenspraxis

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Tolga Sezan (Author)

Business economics - Controlling
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A. Einleitung

Die Diskussion über Kreditrisikomanagement begann bereits vor 20 Jahren, als die renommierten Bankhäuser wie Herrstatt, Schröder, Münchmeyer und Hengst & Co. Insolvenz angemeldet hatten. Der Zusammenbruch dieser Banken war vor allem ein Mangel an Organisation und eine zu späte Erkenntnis der Risiken. Viele dieser Bankhäuser hätten den Satz des einstigen Philosophen Aristoteles beherzigen sollen: „Es ist wahrscheinlich, dass etwas Unwahrscheinliches passiert“. In vielen Fällen entstehen aber auch Zusatzkosten, die von Dritten, wie z.B. den Einlagensicherungssystemen, getragen werden müssen. Zu den Insolvenzen der oben genannten Banken zählten auch die Schmidt Bank, Gontard & Metallbank und die Bankgesellschaft Berlin. Da die Banken als Finanzintermediär eine große Rolle für eine stabile Volkswirtschaft spielen, können solche Schieflagen zu einer nachhaltigen Störung des gesamten Finanzsystems führen, wenn derartige Probleme häufiger auftreten. Nach solchen Vorfällen musste die Bankenaufsicht natürlich eingreifen. Da das primäre Interesse der Bank das Überleben seines eigenen Geschäftsbereiches ist, kam dies den Kreditinstituten zu Gute. Dies bedeutet, dass die Ziele der Bankenaufsicht und der Banken identisch sind. Die Entwicklung der MaK begann im Februar 2002, als zum ersten Mal ein Konsultationspapier erstellt wurde. Nachdem der Zentrale Kreditausschuss im Mai 2002 Stellung dazu nahm, wurde Ende September 2002 das zweite Konsultationspapier veröffentlicht. Letztendlich sind die MaK am 20.12.2002 in Kraft getreten, allerdings mit Übergangsfristen (30.06.2004 für Anforderungen, die keine IT-Umsetzung erfordern sowie 31.12.2005 für solche, die eine IT-Umsetzung erfordern). Dieses Rundschreiben von der BaFin über die MaK orientiert sich an § 25a Abs. 1 KWG, nach dem bei den Kreditinstituten geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken, eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation sowie angemessene interne Kontrollverfahren einzurichten sind . Im Allgemeinen soll die MaK die Banken transparenter und risikobewusster machen. Im Folgenden wird das Rundschreiben erläutert und am Ende folgt ein Beispiel aus der Praxis, wie die Anforderungen umgesetzt werden können.

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Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute

B.1 Anwendungsbereich

B.2 Allgemeine Anforderungen

B.2.1 Verantwortung der Geschäftsleitung

B.2.2 Kreditrisikostrategie

B.2.3 Organisationsrichtlinien

B.2.4 Qualifikation der Mitarbeiter

B.2.5 Kreditgeschäfte in neuartigen Produkten oder auf neuen Produkten

B.2.6 Anforderung an die Dokumentation

B.3 Organisation des Kreditgeschäfts

B.3.1 Funktionstrennung

B.3.2 Votierung

B.3.3 Anforderungen an die Prozesse

B.3.3.1 Kreditgewährung

B.3.3.2 Kreditweiterbearbeitung

B.3.3.3 Kreditbearbeitungskontrolle

B.3.3.4 Intensivbetreuung

B.3.3.5 Behandlung von Problemkrediten

B.3.3.6 Risikovorsorge

B.4 Risikoklassifizierungsverfahren

B.5 Identifizierung, Steuerung und Überwachung der Risiken im Kreditgeschäft

B.5.1 Allgemeine Anforderungen an die Verfahren

B.5.2 Verfahren zur Früherkennung von Risiken

B.5.3 Begrenzung der Risiken im Kreditgeschäft

B.5.4 Berichtwesen

B.5.5 Rechts- und Betriebsrisiken

B.6 Auslagerung

B.7 Prüfungen

B.7.1 Revisionen

B.7.1 Abschlussprüfer

C. Der Stellenwert der MaK im Nichtbankensektor

D. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die "Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft" (MaK) als regulatorisches Rahmenwerk für Banken und untersucht deren Übertragbarkeit als konzeptionelle Grundlage für ein effektives Forderungsmanagement in der allgemeinen Unternehmenspraxis.

  • Historischer Kontext und regulatorische Grundlagen der MaK
  • Aufbauorganisatorische Anforderungen (Funktionstrennung und Votierung)
  • Prozessmanagement im Kreditgeschäft (von Kreditgewährung bis Risikovorsorge)
  • Identifizierung, Steuerung und Überwachung von Kreditrisiken
  • Übertragung der MaK-Prinzipien auf den Nichtbankensektor zur Vermeidung von Forderungsausfällen

Auszug aus dem Buch

B.2.5 Kreditgeschäfte in neuartigen Produkten oder auf neuen Märkten

Es versteht sich von selbst, dass eine Bank, bevor sie sich auf neuen Märkten oder in neuen Produkten betätigt, die hiermit verbundenen Risiken verstehen und die Fähigkeit haben sollte, diese zu quantifizieren, zu erfassen und zu steuern6. Das Konzept muss von den für die Bereiche Markt und Marktfolge und auch für die Aufgaben des Kreditcontrollings zuständigen Geschäftsleitern genehmigt werden. Ein Konzept ist nicht erforderlich, wenn eine Modifikation des vorhandenen Produktes erstellt wird. Die folgende Abbildung soll den Weg zu dem neuen Markt besser verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Beschreibt die historische Entstehung der MaK als Reaktion auf Bankinsolvenzen und die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation gemäß KWG.

B. Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute: Definiert den Anwendungsbereich sowie die Leitlinien für die Geschäftsleitung, inklusive Kreditrisikostrategie, Organisationsrichtlinien und Personalqualifikation.

B.3 Organisation des Kreditgeschäftes: Erläutert die notwendige Funktionstrennung zwischen Markt und Marktfolge sowie die Anforderungen an Votierungsprozesse und Kreditprozessabläufe.

B.4 Risikoklassifizierungsverfahren: Behandelt die Notwendigkeit quantitativer und qualitativer Verfahren zur objektiven Beurteilung von Adressenausfallrisiken.

B.5 Identifizierung, Steuerung und Überwachung der Risiken im Kreditgeschäft: Beschreibt die Anforderungen an Frühwarnsysteme, Risikobegrenzung, Berichtswesen sowie den Umgang mit Rechts- und Betriebsrisiken.

B.6 Auslagerung: Verweist auf die regulatorischen Bedingungen für das Outsourcing von Funktionen und Prozessen gemäß KWG.

B.7 Prüfungen: Erläutert die Rollen der internen Revision und des Abschlussprüfers bei der Überwachung der MaK-Konformität.

C. Der Stellenwert der MaK im Nichtbankensektor: Überträgt die Prinzipien der MaK auf den privaten Unternehmenssektor zur Vermeidung von Forderungsausfällen und zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.

D. Fazit: Fasst zusammen, dass die MaK eine sinnvolle Ergänzung zum Basel II Regelwerk darstellen und als Orientierungshilfe für ein professionelles Forderungsmanagement in Unternehmen dienen können.

Schlüsselwörter

Kreditgeschäft, MaK, Kreditrisikomanagement, Bankenaufsicht, KWG, BaFin, Forderungsmanagement, Kreditrisikostrategie, Funktionstrennung, Risikoklassifizierungsverfahren, Frühwarnsysteme, Forderungsausfall, Unternehmenspraxis, Eigenkapitalquote, Prozessorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den "Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft" (MaK) für Banken und deren Bedeutung für die Risikosteuerung und Organisation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Organisation, die Prozessabläufe im Kreditgeschäft, das Risikomanagement sowie die Übertragbarkeit dieser Standards auf Unternehmen außerhalb des Bankensektors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das MaK-Regelwerk zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese Anforderungen als konzeptionelle Basis für ein effizientes Forderungsmanagement und zur Risikominimierung in der allgemeinen Unternehmenspraxis genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der bankaufsichtlichen Rundschreiben sowie relevanter Fachliteratur zum Kreditrisikomanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Detaillierung der regulatorischen Anforderungen, wie etwa die Funktionstrennung, die Risikoklassifizierung und die Überwachung, sowie die Anwendung dieser Konzepte im Nichtbankensektor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind MaK, Kreditrisikomanagement, Adressenausfallrisiko, Funktionstrennung, Risikoklassifizierung und Forderungsmanagement.

Warum sind die MaK auch für Unternehmen ohne Banklizenz relevant?

Die MaK bieten wertvolle Anhaltspunkte für ein systematisches Forderungsmanagement, um Forderungsausfälle zu minimieren und die Transparenz gegenüber Schuldnern durch strukturierte Prozesse zu erhöhen.

Welche Rolle spielt die Trennung zwischen Markt und Marktfolge?

Die Funktionstrennung dient der internen Kontrolle und Objektivität, indem Kreditentscheidungen nicht allein durch die vertriebsorientierten Einheiten getroffen werden, sondern durch unabhängige Instanzen geprüft werden.

Wie unterstützen Frühwarnsysteme das Kreditmanagement?

Frühwarnsysteme ermöglichen die rechtzeitige Identifizierung von Bonitätsverschlechterungen bei Kreditnehmern, wodurch Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden können, bevor ein Totalausfall eintritt.

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Details

Title
Mindestanforderung an das Kreditgeschäft als konzeptionelle Grundlage für das Kreditgeschäft in der Unternehmenspraxis
College
Bochum University of Applied Sciences
Course
Controlling
Grade
2,7
Author
Tolga Sezan (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V68101
ISBN (eBook)
9783638608817
ISBN (Book)
9783638686693
Language
German
Tags
Mindestanforderung Kreditgeschäft Grundlage Kreditgeschäft Unternehmenspraxis Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tolga Sezan (Author), 2006, Mindestanforderung an das Kreditgeschäft als konzeptionelle Grundlage für das Kreditgeschäft in der Unternehmenspraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68101
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