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Globalisierung in der Automobilindustrie

Title: Globalisierung in der Automobilindustrie

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Blatt (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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„Die Automobilindustrie gilt seit über zwanzig Jahren als Vorreiter der Globalisierung.“ Diese Aussage kann man in der Fachliteratur über das Thema Globalisierung mehrfach finden.
Ich werde mich in meiner Arbeit mit der Frage beschäftigen, warum sich immer mehr Automobilhersteller (= Original Equipment Manufacturer, OEM) und Zulieferbetriebe ins Ausland orientieren und Produktionsstätten verlagern. Als Erstes werde ich einen Überblick über die Geschichte der Internationalisierung des Automobilkonzerns Volkswagen geben, da der Konzern weltweit eines der ersten Autounternehmen war, der Produktionsstätten im Ausland errichtet hat, um Kosten zu senken und neue Märkte zu erschließen. Anschließend werde ich auf die Gründe für Auslandsverlagerungen und die besonderen Standortfaktoren eingehen. Dabei werde ich ein besonderes Augenmerk auf die Topstandorte Osteuropa und China legen. In einem abschließenden Fazit gehe ich kurz auf die Chancen des Standorts Deutschland ein.
In meiner Arbeit beziehe ich mich v.a. auf eine von der Prüfungs- und Beratergesellschaft Ernst & Young AG erhobene Studie „Automobilstandort Deutschland in Gefahr? Automobilbranche auf dem Weg nach Osteuropa und China“ aus dem Jahr 2004. In der Studie wurden 200 deutsche Zulieferbetriebe über ihre Auslandsaktivitäten befragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Globalisierung am Beispiel von VW

3) Gründe für die Verlagerung von Produktion oder Teilproduktion ins Ausland

4) Gründe für die Standortwahl

5) Die Top-Standorte China und Osteuropa im Vergleich

5.1) Standort Osteuropa

5.2) Standort China

6) Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe für die Internationalisierung der Automobilindustrie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Verlagerung von Produktionsstätten in die Zielregionen Osteuropa und China liegt. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Faktoren Unternehmen dazu veranlassen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern und welche Vor- und Nachteile dabei für Automobilhersteller (OEMs) und Zulieferbetriebe entstehen.

  • Strategien zur Internationalisierung am Beispiel des Volkswagen-Konzerns
  • Analyse der Kostendruck- und Wettbewerbsfaktoren in der Automobilbranche
  • Identifikation relevanter Standortfaktoren für die Wahl ausländischer Produktionsstätten
  • Vergleichende Betrachtung der Produktionsstandorte Osteuropa und China
  • Chancen und Risiken des Automobilstandorts Deutschland im globalen Kontext

Auszug aus dem Buch

3) Gründe für die Verlagerung von Produktion oder Teilproduktion ins Ausland

Die Verlagerung bzw. Teilverlagerung von Produktionsstätten der Automobilhersteller und ihren Zulieferern zieht einen großen Zeit- und Kostenaufwand mit sich. Dennoch entscheiden sich immer mehr Unternehmen zu diesem Schritt. Dies kann mehrere Gründe haben.

Die Verkaufszahlen auf dem heimischen Absatzmarkt in Deutschland gehen zurück, was unter anderem an der Sparsamkeit der Deutschen liegt. In Zeiten einer schwachen Konjunktur, stagnierenden Einkommen und der Angst vor Arbeitslosigkeit wird das verfügbare Einkommen nicht für den Kauf eines Neuwagens verwendet, sondern das alte Auto wird länger gefahren (Becker 2005). Außerdem verlängert die immer besser werdende Qualität der Autos die PKW-Haltbarkeit. Dies wird auch durch die Zunahme des Durchschnittsalters der PKW in Deutschland belegt, so stieg deren Alter etwa von 1995 mit 6,8 Jahren auf heute durchschnittliche 11,9 Jahre an (VDA 2006).

In der Automobilbranche herrschen global gesehen ein starker Konkurrenzkampf und ein hoher Wettbewerbsdruck zwischen den einzelnen Unternehmen. Dies wird durch das Angebot asiatischer Autos auf dem deutschen Markt noch verstärkt, da diese zu deutlich billigeren Preisen angeboten werden. So kostet der chinesische Geländewagen „Landwind“ von Jiangling nur etwa 15.000 € (Depner 2006: S.88), der Preis des baugleichen Opel Frontera (produziert von 1991 – 2003) hat bei knapp 20.000 € begonnen (Opel 2007).

Da der heimische Markt nicht mehr so gewinnbringend ist, müssen sich die Automobilhersteller neue Märkte erschließen. Hierbei sind vor allem die aufstrebenden Wirtschaften Asiens, v.a. China, und der Standort Osteuropa zu beachten (Ernst & Young 2004: S.5).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Globalisierung in der Automobilindustrie ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Motive für Auslandsverlagerungen zu untersuchen.

2) Die Globalisierung am Beispiel von VW: Es wird die historische Entwicklung der Internationalisierung des Volkswagen-Konzerns dargestellt, von den ersten ausländischen Verkaufsgesellschaften bis hin zu modernen Joint-Ventures.

3) Gründe für die Verlagerung von Produktion oder Teilproduktion ins Ausland: Das Kapitel beleuchtet den Wettbewerbsdruck, sinkende Inlandsabsätze und die Notwendigkeit zur Kostensenkung als Treiber für Unternehmensverlagerungen.

4) Gründe für die Standortwahl: Hier werden die wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines neuen Standorts analysiert, wobei Lohnkosten, Arbeitseinstellung und Infrastruktur im Vordergrund stehen.

5) Die Top-Standorte China und Osteuropa im Vergleich: Es folgt ein detaillierter Vergleich der beiden Zielregionen, ihrer spezifischen Standortvorteile und der unterschiedlichen wirtschaftlichen Dynamiken.

6) Fazit und Ausblick: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Bedeutung der internationalen Standorte sowie zum Bestand des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Automobilindustrie, Produktionsverlagerung, VW, Standortwahl, Osteuropa, China, OEM, Zulieferer, Kostenwettbewerb, Joint-Venture, Exportverarbeitungszone, Standort Deutschland, Wettbewerbsdruck, Automobilproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, warum Automobilhersteller und Zulieferer Produktionsstätten ins Ausland verlagern und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Internationalisierung bei VW, den ökonomischen Gründen für Auslandsverlagerungen und einem Vergleich zwischen den Standorten Osteuropa und China.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Beweggründe Automobilhersteller dazu veranlassen, Produktionsstätten ins Ausland zu orientieren, um Kosten zu senken und neue Märkte zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, insbesondere basierend auf Daten der Ernst & Young AG sowie Fachliteratur zur Automobilwirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Verlagerungsgründen, die Bewertung von Standortfaktoren mittels Umfragen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Zielmärkte in Osteuropa und China.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Globalisierung, Produktionsverlagerung, Automobilindustrie, Standortwahl und Wettbewerbsdruck definieren.

Warum spielt die Infrastruktur bei der Standortwahl eine so große Rolle?

Eine gute Infrastruktur ermöglicht es, Zulieferprodukte über große Distanzen zu transportieren, wodurch die geografische Nähe zu Absatzmärkten weniger zwingend wird.

Inwiefern beeinflussen chinesische Regulierungen Joint-Ventures?

Ausländische Automobilhersteller sind in China meist auf Joint-Ventures mit chinesischen Partnern angewiesen, um Marktzutritt zu erhalten, was die Regierung nutzt, um heimische Unternehmen an den Gewinnen zu beteiligen.

Ist der Standort Westeuropa langfristig gefährdet?

Die Arbeit deutet an, dass einfache Fertigungsprozesse abwandern werden, während hochqualifizierte Arbeitsplätze, etwa in der Entwicklung, in Westeuropa bestehen bleiben können.

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Details

Title
Globalisierung in der Automobilindustrie
College
University of Marburg  (Fachbereich 19: Geographie)
Course
US Wirtschaftsgeographie
Grade
1,3
Author
Katrin Blatt (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V68180
ISBN (eBook)
9783638608909
ISBN (Book)
9783638903264
Language
German
Tags
Globalisierung Beispiel Automobilindustrie Wirtschaftsgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Blatt (Author), 2007, Globalisierung in der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68180
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