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Politische Prozesse und organisationales Lernen: Wie Mikropolitik organisationales Lernen fördern kann

Title: Politische Prozesse und organisationales Lernen: Wie Mikropolitik organisationales Lernen fördern kann

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Vögtlin (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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In einer immer komplexer werdenden und sich schnell wandelnden Umwelt wurde organisationales Lernen schon seit längerem als ein Wettbewerbsvorteil der Zukunft erkannt. Damit dieser Wettbewerbsvorteil aber auch zum Tragen kommt, muss die Organisation lernen fördern. Dabei wurden die zum Organisationsalltag gehörenden politischen Prozesse bisher in der Literatur zum organisationalem Lernen nicht ausreichend berücksichtigt. Und falls sie berücksichtigt wurden, dann wurden sie als störende Komponente identifiziert, die es zu minimieren gilt. „Organizational politics thus remains a relatively neglected and somewhat marginal field“ (Burgonye/ Jackson 1997:58). Organisationale Politik wurde nur als störendes Beiwerk zum normalen Organisationsalltag gesehen, in dem Entscheidungen Idealerweise nach rationalen Gesichtspunkten getroffen werden sollten und Machtbeziehungen zwischen den Akteuren keine Rolle spielen sollten.

Ziel dieses Artikels ist es, auf diese politischen Prozesse aufmerksam zu machen und zu zeigen, in welchem Maße sie durchaus in der Lage sind, organisationales Lernen zu fördern. Auf der anderen Seite soll auch berücksichtigt werden, wie es gelingt, durch mikropolitisches Taktieren den Prozess des Lernens in Organisationen zu hindern. Die Methode um dieses Ziel zu erreichen ist eine kritische Untersuchung von ausgewählten Konzepten organisationalen Lernens. Sie werden auf ihre Sichtweise von kollektiven Lernprozessen in Verbindung mit politischen Taktiken der Akteure untersucht. Dort wo die Sichtweise zu undifferenziert ist, sollen weitere Überlegungen ansetzen. Die Vor- und Nachteile politischer Prozesse im Hinblick auf organisationales Lernen sollen dann herausgearbeitet und in konkrete Gestaltungsmöglichkeiten umgesetzt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mikropolitik

3. Organisationales Lernen

4. Konzepte des organisationalen Lernens

4.1. Argyris und Schön (1978): A Theory of Action Perspective

4.2. Coopey und Burgoyne (2000): Politics and Organizational Learning

4.3. Senge (1990): The Fifth Discipline

5. Gestaltungsempfehlungen

5.1 Ergebnisse aus den Konzepten

5.2 Instrumente

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen politischen Prozessen in Organisationen und dem organisationalen Lernen, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Mikropolitik gezielt zur Förderung von Lernprozessen eingesetzt werden kann, statt sie lediglich als störendes Hindernis zu betrachten.

  • Analyse der Rolle politischer Prozesse innerhalb von Organisationen.
  • Kritische Untersuchung etablierter Konzepte organisationalen Lernens.
  • Identifikation von förderlichen Bedingungen für organisationales Lernen (ideale Sprechsituationen).
  • Ableitung konkreter Gestaltungsempfehlungen für das Management.
  • Erörterung von Instrumenten auf Organisations-, Gruppen- und individueller Ebene.

Auszug aus dem Buch

4.2. Coopey und Burgoyne (2000): Politics and Organizational Learning

Coopey/ Burgoyne (2000) behaupten in ihrem Artikel, dass organisationales Lernen durch eine freie und offene Form der Politik in Organisationen gefördert werden kann. Sie entwerfen dazu ein Konzept das politische Prozesse fördern soll. Dabei übertragen sie die politischen Freiheiten die in der Gesellschaft existieren auf die Organisation und das ihr eigene Gerüst der Autorität. Denn in einem Staat gelingt es, Macht durch politische Prozesse so zu verteilen, dass eine Gesellschaft über die Zeit stabil bleibt. Die politischen Freiheiten sind nach den Autoren politische, bzw. soziale Rechte, die das Recht auf Partizipation, Schutz vor Beeinflussung und Zwang und Meinungs- und Informationsfreiheit beinhalten. Diese politischen Rechte sollen in der Organisation legitimiert und als normales Verhaltensmuster eingeführt werden.

Politische Prozesse äußern sich in Kommunikation und beinhalten Machtasymmetrien. Interaktionen sind immer politisch: „intersubjective relationships can involve asymmetries of power and hence are always political“ (Coopey/ Burgoyne 2000:872). Eine genaue Definition, wie Individuen und die Organisation als ganzes Lernen, wird nicht gegeben. Es wird nur so viel gesagt, dass individuelles Lernen über den Prozess des „sens-making“ stattfindet. Um ein neues Problem zu lösen, greift eine Person auf vergangene Erfahrung zurück. Diese hilft, der neuen Situation Sinn zu vermitteln. Lernen findet dann statt, wenn die Erfahrungen nicht ausreichen um das Problem zu lösen. Neue kognitive Muster werden gebildet, indem Wissen verknüpft wird oder von außen angenommen wird. Der Übergang zum kollektiven Lernen fehlt jedoch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, inwieweit politische Prozesse organisationales Lernen fördern können und begründet die methodische Vorgehensweise der kritischen Konzeptanalyse.

2. Mikropolitik: Dieses Kapitel definiert Mikropolitik als organisationale Innenpolitik und erläutert zentrale Merkmale wie Machtasymmetrien, Ambiguität und Interessendurchsetzung innerhalb sozialer Interaktionssysteme.

3. Organisationales Lernen: Hier wird organisationales Lernen als kollektiver Prozess zur Veränderung der Wissensbasis beschrieben, wobei Barrieren wie defensive Muster, Normen und Informationspathologien identifiziert werden.

4. Konzepte des organisationalen Lernens: Dieses Kapitel analysiert drei unterschiedliche theoretische Ansätze (Argyris/Schön, Coopey/Burgoyne, Senge) hinsichtlich ihrer Sichtweise auf politische Prozesse und Macht.

5. Gestaltungsempfehlungen: Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse werden Strategien und Instrumente abgeleitet, um ein lernförderliches Klima durch legitimierte Regeln und moderierte Kommunikation zu schaffen.

6. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, politische Prozesse in Organisationen anzuerkennen und aktiv zu gestalten.

Schlüsselwörter

Organisationales Lernen, Mikropolitik, Macht, Politische Prozesse, Lernhindernisse, Ideale Sprechsituation, Wissensbasis, Führung, Transformationale Führung, Konfliktmanagement, Organisationskultur, Theorie der Handlung, Gruppendynamik, Kommunikation, Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen mikropolitischen Prozessen und organisationalem Lernen in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Machtdynamiken, kollektive Lernprozesse, Lernhindernisse und die Gestaltung von Kommunikationsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie politische Prozesse nicht nur als Lernhindernisse, sondern aktiv als Lernförderer genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische Analyse und ein Vergleich ausgewählter Konzepte zum organisationalen Lernen vorgenommen, um Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Mikropolitik, Lernen) sowie die detaillierte Analyse der Ansätze von Argyris/Schön, Coopey/Burgoyne und Senge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mikropolitik, organisationale Lernprozesse, Machtasymmetrien und transformationale Führung.

Wie unterscheidet sich Senges Ansatz von dem von Coopey/Burgoyne?

Während Coopey/Burgoyne politische Prozesse durch legitime Regeln positiv nutzen wollen, betrachtet Senge Mikropolitik primär als negatives Hindernis, das es zu minimieren gilt.

Welche Rolle spielt ein Moderator in diesem Kontext?

Ein Moderator, idealerweise als transformationaler Führer, soll Machtasymmetrien ausgleichen, Kommunikationsregeln durchsetzen und die intrinsische Motivation der Teilnehmer fördern.

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Details

Title
Politische Prozesse und organisationales Lernen: Wie Mikropolitik organisationales Lernen fördern kann
College
University of Constance
Course
Management des Wandels
Grade
2,3
Author
Christian Vögtlin (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V68210
ISBN (eBook)
9783638606844
ISBN (Book)
9783638672665
Language
German
Tags
Politische Prozesse Lernen Mikropolitik Lernen Management Wandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Vögtlin (Author), 2006, Politische Prozesse und organisationales Lernen: Wie Mikropolitik organisationales Lernen fördern kann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68210
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