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jetzt-Magazin versus Onlineausgabe jetzt.de - Ein Vergleich

Title: jetzt-Magazin versus Onlineausgabe jetzt.de - Ein Vergleich

Seminar Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Beatrix Deiss (Author)

Communications - Research, Studies, Enquiries
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Im Juli 2002 wurde die Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung, das jetzt-Magazin, aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Das jetzt, das auf neunjährige Bestehungszeit zurückblicken konnte, in der es die jugendlichen Leser auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet hat, wird seitdem nur noch in der Onlineausgabe jetzt.de weitergeführt. Diese Arbeit wird versuchen, die ehemalige Printausgabe und die aktuelle Onlineversion von jetzt zu vergleichen. Aufgrund der Einstellung des Magazins war allerdings keine zeitlich parallele Untersuchung möglich, dadurch konnte die Inhaltsanalyse nicht anhand konkreter Artikel durchgeführt werden. Statt dessen werden beide Ausgaben anhand verschiedene Kriterien untersucht, mit denen die Besonderheiten des Konzepts festgestellt werden. Durch einen Vergleich zwischen Print- und Onlineausgabe soll dann die Untersuchungsfrage, ob die Internetseite das Konzept des Magazins Konzept weiterführt und inwiefern es ausgebaut oder verändert wurde, beantwortet werden. Da sowohl das Magazin als auch jetzt.de nicht typisch für eine bestimmte Form Magazin bzw. Internetseite stehen, sondern sich deutlich von anderen Jugendzeitschriften und deren Internetauftritten abheben, beschränkt sich diese Arbeit auf die Beleuchtung eines Sonderfalles, die Ergebnisse sind auf den Untersuchungsgegenstand beschränkt und nicht übertragbar. Außerdem ist die untersuchte Stichprobe zu klein, um repräsentative Gültigkeit zu beanspruchen. Das Ziel dieser Arbeit ist also nicht Repräsentativität oder Anwendbarkeit auf andere Medien, sondern die Untersuchung eines besonderen Bestandteils der Medienlandschaft.
Nach einem Abschnitt über die Besonderheiten des Online-Journalismus folgt ein kurzer Überblick über die Geschichte des Magazins und die Entwicklung der Internetseite. Dann wird das Konzept des jetzt-Magazins anhand der Kriterien Leitlinie, Rubriken, Themen, Einbeziehung der Leser und Layout untersucht. Diese werden dann leicht verändert auch auf die Onlineausgabe angewendet, um die Untersuchungsfrage beantworten zu können, ob das besondere Konzept des jetzt-Magazins auf jetzt.de weitergeführt wird. Die Informationen zur Geschichte von jetzt und jetzt.de stammen größtenteils aus Zeitungsartikeln über die Einstellung des Magazins oder eigener Recherche.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Besonderheiten des Mediums Internet

2.1 Vernetzung

2.2 Multimedialität

2.3 Große Speicherkapazität

2.4 Globalität

2.5 Aktualität

2.6 Selektivität und Interaktivität

3. Geschichte des jetzt-Magazins

4. Entwicklung von jetzt.de

5. Untersuchungsanlage

6. Untersuchung des jetzt-Magazins

6.1 Leitlinie

6.2 Rubriken

6.3 Themen

6.4 Einbeziehung der Leser

6.5 Design

7. Untersuchung von jetzt.de

7.1 Leitlinie

7.2 Rubriken

7.3 Themen

7.4 Interaktivität

7.5 Design

8. Vergleich von Print- und Onlineausgabe

8.1 Leitlinie

8.2 Rubriken

8.3 Themen

8.4 Interaktivität

8.5 Design

9. Zusammenfassung der Ergebnisse

10. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Übergang des eingestellten Print-Jugendmagazins "jetzt" zur Online-Plattform "jetzt.de" und analysiert, ob das ursprüngliche, für die Jugendzeitschrift charakteristische Konzept im digitalen Medium erfolgreich fortgeführt und transformiert wurde.

  • Vergleich der redaktionellen Leitlinien zwischen Print und Online
  • Analyse der Rubrikenstrukturen und Themengewichtung
  • Untersuchung der Möglichkeiten zur Einbeziehung der Leser und Nutzerinteraktion
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Design- und Gestaltungskonzepte
  • Einschätzung der medialen Sonderrolle im Kontext des Jugendjournalismus

Auszug aus dem Buch

6.1 Leitlinie

Die Grundidee der Konzipierung war die Herstellung eines authentischen Jugendmagazins. Es sollte sich von anderen Zeitschriften wie etwa Bravo insofern absetzen, dass es die Jugendlichen selbst und nicht Popstars oder sonstige Idole in den Vordergrund stellte. Der einzelne Leser sollte wichtig genommen werden und in seinem Alltag und seiner eigenen Umgebung gezeigt werden. Der ehemalige jetzt-Mitarbeiter und jetzige Online-Chefredakteur Dirk von Gehlen drückt es mit dem Satz „Das Kleine groß machen und das Große klein“ aus.

Zum Beispiel sollten also große politische Themen so aufgearbeitet werden, dass die Betroffenheit des Einzelnen gezeigt wurde. Andererseits wollte man kleine alltägliche Themen wie Liebeskummer oder Schulstress, die für die Jugendlichen ja emotional sehr wichtig sind, zu großen Themen machen. Für den ehemaligen Redaktionsleiter Timm Klotzek bestand die Aufgabe des Magazins darin, „junge Menschen, denen eine Zeitung noch zu kompliziert ist, an diese heranzuführen“, jetzt sollte die Leser ernst nehmen und über ihren Alltag berichten.

Klotzek betont, dass ernsthafter Jugendjournalismus nicht darin besteht, „Popstarhoroskope zu veröffentlichen oder Starposter“. Daher habe jetzt „die ganze Spannbreite der Lebenswelt von Jugendlichen abgedeckt (...) von Popmusik über Filme bis hin zu Fragen von Ausbildung und Beruf“. Im Vordergrund stand aber immer, das Alltägliche zu zeigen und das Lebensgefühl der Jugendlichen zu spiegeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Einstellung des Jugendmagazins "jetzt" und setzt sich das Ziel, den Übergang zum Online-Angebot "jetzt.de" sowie die Fortführung des inhaltlichen Konzepts zu untersuchen.

2. Besonderheiten des Mediums Internet: Dieses Kapitel erläutert medientheoretische Grundlagen des Internets, wie Vernetzung, Multimedialität und Interaktivität, die für den anschließenden Vergleich relevant sind.

3. Geschichte des jetzt-Magazins: Hier wird die Entwicklung der Jugendbeilage der Süddeutschen Zeitung von der Gründung 1993 bis zur Einstellung 2002 historisch und strukturell aufgearbeitet.

4. Entwicklung von jetzt.de: Dieses Kapitel beschreibt den digitalen Werdegang des Angebots, von der frühen Online-Präsenz bis hin zum eigenständigen, interaktiven "jetzt-Kosmos".

5. Untersuchungsanlage: Es wird dargelegt, dass eine qualitative Inhaltsanalyse mit festgelegten Kriterien wie Leitlinie, Rubriken und Design zur Beantwortung der Forschungsfrage genutzt wurde.

6. Untersuchung des jetzt-Magazins: Die Analyse deckt das spezifische Konzept des Printmagazins auf, das sich durch Authentizität und die Fokussierung auf den Alltag der Jugendlichen auszeichnete.

7. Untersuchung von jetzt.de: Hier wird das Online-Angebot hinsichtlich seiner aktuellen redaktionellen und interaktiven Strukturen sowie der Nutzerbeteiligung analysiert.

8. Vergleich von Print- und Onlineausgabe: In diesem zentralen Teil werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Medienformate gegenübergestellt, wobei besonders die veränderte Rolle der Nutzer hervortritt.

9. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Kapitel bündelt die Erkenntnisse und beantwortet die Ausgangsfrage nach der Kontinuität des Konzeptes im digitalen Wandel.

10. Ausblick: Hier wird die entgegengesetzte Entwicklung betrachtet, bei der ausgewählte Online-Inhalte ihren Weg zurück in die gedruckte Zeitung finden.

Schlüsselwörter

jetzt-Magazin, jetzt.de, Jugendjournalismus, Online-Medien, Printmedien, Medienkonvergenz, Inhaltsanalyse, Interaktivität, Nutzerbeteiligung, Alltagskultur, Medienwandel, Süddeutsche Zeitung, Digitalisierung, Redaktionskonzept, Online-Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit vergleicht das eingestellte Printmagazin "jetzt" mit seinem Online-Nachfolger "jetzt.de", um zu klären, wie ein journalistisches Konzept aus der analogen in die digitale Welt überführt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die redaktionelle Leitlinie, den Aufbau der Rubriken, die thematische Gewichtung, Möglichkeiten der Nutzerinteraktion sowie das Design der jeweiligen Medien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Hauptfrage lautet, ob das Konzept des Printmagazins in der Onlineausgabe weitergeführt wird und inwiefern es durch die neuen technischen Möglichkeiten ausgebaut oder verändert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin nutzte primär eine qualitative Inhaltsanalyse, ergänzt durch eine quantitative Gewichtung und Experteninterviews mit ehemaligen und aktuellen Redaktionsverantwortlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die getrennte Analyse des Magazins und der Internetseite sowie einen anschließenden direkten Vergleich der Kriterien, um die Transformation des journalistischen Ansatzes aufzuzeigen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkonvergenz, Jugendjournalismus, Interaktivität und die Transformation von Print zu Online geprägt.

Wie unterschieden sich das Design von Print und Online laut der Analyse?

Während das Printmagazin für ein chaotisches, unkonventionelles Layout mit bildlastigen Seiten gelobt wurde, zeichnet sich "jetzt.de" durch eine klare, strukturierte Ordnung aus, da der Platz am Bildschirm begrenzt ist.

Welche Rolle spielt die Interaktivität im Vergleich der beiden Medien?

Die Interaktivität ist bei "jetzt.de" aufgrund der technischen Natur des Internets deutlich umfangreicher als im Printmagazin, wenngleich das "jetzt"-Heft bereits durch Formate wie Leserbriefe und das "Tagebuch" den aktiven Einbezug der Zielgruppe anstrebte.

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Details

Title
jetzt-Magazin versus Onlineausgabe jetzt.de - Ein Vergleich
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Course
Proseminar II: Medienkunde
Grade
1.3
Author
Beatrix Deiss (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V68241
ISBN (eBook)
9783638609067
ISBN (Book)
9783638739849
Language
German
Tags
Onlineausgabe Vergleich Proseminar Medienkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrix Deiss (Author), 2003, jetzt-Magazin versus Onlineausgabe jetzt.de - Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68241
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