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Soziale Ungleichheit im Bildungssystem

Title: Soziale Ungleichheit im Bildungssystem

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nina Hanisch (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die PISA-Studie hat ihren Namen nicht von der gleichnamigen Stadt und ihrem berühmten Turm, jedoch lassen sich einige Vergleiche zwischen dem schiefen Wahrzeichen Pisas und dem deutschen Bildungssystem herstellen. Das Kennzeichen des Pisaturmes ist seine schräge Lage, dieselbe Eigenschaft lässt sich auf deutsche Bildungsinstitutionen beziehen. So scheint seit der PISA-Studie 2000 die deutsche Bildung aus ihren Grundsätzen gerissen worden zu sein. Die Bevölkerung war nach Bekanntgabe der schlechten Ergebnisse deutscher Schüler entsetzt und forderte schnellsten Handlungsbedarf von der Regierung, um im internationalen Bildungsvergleich mithalten zu können. Reformen und allgemeines Umdenken im Bildungsverständnis könnten demnach eine weitere Verschlimmerung der Lage verhindern. Daher gilt es in dieser Arbeit, in einem theoretischen Teil, die PISA- Studie 2000 vorzustellen, um anschließend in einem praktischen Teil eigene Untersuchungen darzubieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Theorie

1. Theoretische Einleitung

2. Stand der Analysen

2.1. Bourdieu

2.2. Boudon/Goldthorpe

3. Pisa Studie 2000

3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse im Bereich Lesekompetenz

3.2. Finnland als Spitzenreiter

3.3. Deutschland im Mittelfeld

4. Entwicklung der Hypothese

II. Praxis

5. Durchführung mittels SPSS und Regressionsanalyse

6. Hypothesenprüfung

7. Darstellung der Ergebnisse

8. Rückschluss und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von außerschulischen Aktivitäten und elterlichen Ressourcen auf die Lesekompetenz von 15-jährigen Schülern in Deutschland und Finnland, um soziale Ungleichheiten im Bildungssystem zu analysieren.

  • Vergleichende Analyse des deutschen und finnischen Bildungssystems anhand der PISA-Studie 2000.
  • Theoretische Fundierung durch das Konzept des kulturellen Kapitals (Bourdieu, Boudon/Goldthorpe).
  • Empirische Überprüfung mittels statistischer Regressionsanalyse auf Basis der SPSS-Software.
  • Untersuchung des Einflusses sozioökonomischer Faktoren auf den Bildungserfolg.
  • Geschlechterspezifische Analyse der Leseleistungen und außerschulischen Lernaktivitäten.

Auszug aus dem Buch

1. Theoretische Einleitung

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) initiierte im Jahr 2000 die Internationale Schulleistungsstudie PISA. Diese Studie ist die größte und umfangreichste des internationalen Bildungssystems. Teilgenommen haben 32 Staaten unterschiedlichster Bildungshintergründe, dabei sind 28, Mitgliedsstaaten der OECD. PISA steht für „Programme for International Student Assessment“ – ein Programm zur zyklischen Erfassung bestimmter Basiskompetenzen von 15-jährigen Schülern. Die teilnehmenden Nationen bekommen dabei Auskunft über ihre Ressourcenausstattung und die Effizienz ihrer Bildungssysteme.

Primäre Aufgabe des Programms ist es, eine bildungspolitische Basis unter den teilnehmenden Ländern bezogen auf Bildungsziele zu schaffen. Des Weiteren sollen den Nationen in periodischen Abständen Prozess- und Ertragsindikatoren zur Verfügung gestellt werden, die für Entscheidungen zur Verbesserung der nationalen Bildungssysteme brauchbar sind. Das Hauptaugenmerk bei der PISA-Studie lag 2000 auf folgenden Indikatoren: Lesekompetenz (Reading Literacy), mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy), naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy) und fächerübergreifende Kompetenzen (Cross-Curricular Competencies).

Im Mittelpunkt der PISA–Studie 2000 steht die Frage, wie gut die Fähigkeiten der Jugendlichen, bezogen auf Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bekämpfung realitätsnaher Herausforderungen, entwickelt sind. Dafür wurden im Frühsommer 2000 mehr als eine Viertel Million Schüler im Alter von 15 Jahren getestet. Für Deutschland bedeutete dies genau, dass 5000 Schüler an 219 Schulen getestet wurden, wobei die Auswahl der Schüler dem Zufallsverfahren überlassen war. Die PISA–Studie ist die erste Bildungsstudie die einen Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Bildungsniveau herauszuarbeiten versucht. Dieser Zusammenhang wird, anhand von verschiedenen Berechnungen, im praktischen Teil dieser Arbeit beleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

I Theorie: Einführung in die theoretischen Grundlagen des kulturellen Kapitals nach Bourdieu sowie Boudon/Goldthorpe und Präsentation der PISA-Studie 2000.

1. Theoretische Einleitung: Vorstellung des PISA-Programms, seiner Zielsetzung und der untersuchten Kompetenzindikatoren im Jahr 2000.

2. Stand der Analysen: Darstellung soziologischer Theorien zur Entstehung sozialer Ungleichheit im Bildungskontext durch kulturelles Kapital.

2.1. Bourdieu: Erklärung des Kapitalbegriffs (inkorporiert, objektiviert, institutionalisiert) und der Reproduktionshypothese.

2.2. Boudon/Goldthorpe: Diskussion der Herkunftseffekte und der Rational-Choice-Theorie als Erklärungsansätze für Bildungsentscheidungen.

3. Pisa Studie 2000: Überblick über die methodische Durchführung und den Fokus der Studie auf Lesefähigkeiten.

3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse im Bereich Lesekompetenz: Analyse der nationalen Leistungsunterschiede und der Abhängigkeit von der sozialen Herkunft.

3.2. Finnland als Spitzenreiter: Untersuchung der spezifischen Erfolgsfaktoren des finnischen Gesamtschulsystems.

3.3. Deutschland im Mittelfeld: Kritische Beleuchtung der sozialen Selektivität des deutschen dreigliedrigen Schulsystems.

4. Entwicklung der Hypothese: Formulierung der Arbeitshypothese bezüglich des Einflusses außerschulischer Aktivitäten auf die Lesekompetenz.

II. Praxis: Methodischer Teil zur empirischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Verfahren.

5. Durchführung mittels SPSS und Regressionsanalyse: Erläuterung der statistischen Vorgehensweise und der verwendeten Regressionsvariablen.

6. Hypothesenprüfung: Anwendung der Regressionsmodelle auf die Daten zur Überprüfung der Wirksamkeit außerschulischer Faktoren.

7. Darstellung der Ergebnisse: Interpretation der statistischen Auswertungen für die verschiedenen Gruppen in Deutschland und Finnland.

8. Rückschluss und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung bildungspolitischer Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

PISA-Studie, Lesekompetenz, Soziale Ungleichheit, Kulturelles Kapital, Bildungsforschung, Regressionsanalyse, Finnland, Deutschland, Schulsystem, Bildungschancen, Außerschulische Aktivitäten, Sozioökonomischer Status, Habitus, Reproduktionstheorie, Bildungsökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen außerschulischen Aktivitäten, elterlichen Ressourcen und der Lesekompetenz von 15-jährigen Schülern in Deutschland und Finnland auf Basis der PISA-Daten von 2000.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die soziale Ungleichheit im Bildungssystem, die Bedeutung des kulturellen Kapitals und der Vergleich der Leistungsfähigkeit zwischen den Schulsystemen Finnlands und Deutschlands.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwieweit außerschulische Aktivitäten und elterliche Ressourcen einen positiven Einfluss auf die Lesefähigkeit von Jungen und Mädchen in den beiden Vergleichsländern haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quantitative Herangehensweise und führt zur Überprüfung der Hypothesen eine einfache lineare Regressionsanalyse mit der Statistik-Software SPSS durch.

Was ist Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in soziologische Kapitaltheorien, eine detaillierte Auswertung der PISA-Ergebnisse und die praktische Durchführung der statistischen Datenanalyse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lesekompetenz, kulturelles Kapital, soziale Selektion, Regressionsanalyse und PISA-Studie maßgeblich geprägt.

Warum schneidet Finnland bei PISA so viel besser ab als Deutschland?

Laut Arbeit liegen die Gründe in der finnischen Gesamtschulstruktur, einer ausgeprägten individuellen Förderung, der hohen Chancengleichheit und der Qualität der Bildungsinvestitionen.

Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status der Eltern?

Die Ergebnisse bestätigen, dass der Schulerfolg in Deutschland besonders stark vom beruflichen Status und Bildungsgrad der Eltern abhängig ist, was die soziale Ungleichheit zementiert.

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Details

Title
Soziale Ungleichheit im Bildungssystem
College
University of Constance
Grade
2
Author
Nina Hanisch (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V68308
ISBN (eBook)
9783638609524
Language
German
Tags
Soziale Ungleichheit Bildungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Hanisch (Author), 2006, Soziale Ungleichheit im Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68308
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