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Minderheitensprachen in Europa am Beispiel von Deutschland, Spanien und Lettland

Title: Minderheitensprachen in Europa am Beispiel von Deutschland, Spanien und Lettland

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 49 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Steffi Kny (Author)

German Studies - Linguistics
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1. Einleitung


[...]

Da es in der vorliegenden Arbeit nicht geleistet werden kann, diesen eben skizzierten Themenkomplex als ganzen zu untersuchen, soll sich in dieser Arbeit auf den zuletzt angesprochene Punkt konzentriert werden, da er ein relativ objektives Kriterium des Untersuchungsgegenstandes darstellt. Um den Thema eine weitere Spezifizierung zu geben, werden hier lediglich die Minderheitensprachen in den Ländern der Europäischen Union im Allgemeinen betrachtet.

Im ersten Teil der Arbeit sollen die Begriffe der Minderheiten- und Regionalsprachen geklärt werden und es soll ein Überblick über die Minderheitensprachen, die in den Mitgliedstaaten der EU existieren, gegeben werden. Des Weiteren werden die Vorschläge über rechtliche Bestimmung zum Umgang mit Minderheitensprachen, welche der Europarat in der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen zusammengefasst hat, dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit werden dann drei Staaten- Deutschland, Spanien und Lettland- näher in Bezug daraufhin untersucht, welche Gesetze es bezüglich der existierenden Minderheitensprachen gibt und inwiefern diese Gesetze auch umgesetzt werden. Die Ergebnisse werden dann in einem Resümee zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung Minderheit, Minderheitensprache und Regionalsprache

3. Überblick über die Minderheitensprachen in der Europäischen Union

4. Gesetzeslage: Die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen

5. Situationen der Minderheitensprachen in Deutschland, Spanien und Lettland

5. 1 Deutschland

5.1.1 Sorbisch

5.1.2 Dänisch

5.1.3 Friesisch

5.1.4 Romanes

5.1.5 Zusammenfassung der Situation der Minderheitensprachen in Deutschland

6. Spanien

6.1 Aragonesisch

6.2 Aranesisch

6.3 Asturianisch

6.4 Baskisch

6.5 Galicisch

6.6 Katalanisch

6.7 Portugiesisch

6.8 Tamazight

6.9 Zusammenfassung der Situation der Minderheitensprachen in Spanien

7. Lettland

8. Zusammenfassung

9. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Anerkennung, den Status und die praktische Umsetzung von Schutzmaßnahmen für Minderheitensprachen in Deutschland, Spanien und Lettland, um die unterschiedlichen historischen und politischen Rahmenbedingungen dieser drei Staaten zu analysieren.

  • Grundlagen und Begriffsbestimmung von Minderheiten- und Regionalsprachen
  • Überblick über die Vielfalt der Minderheitensprachen in der Europäischen Union
  • Analyse der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen als rechtlicher Rahmen
  • Fallstudien zur Situation einzelner Sprachen in Deutschland, Spanien und Lettland
  • Vergleich der Auswirkungen staatlicher Sprachpolitik auf den Erhalt und das Prestige dieser Sprachen

Auszug aus dem Buch

6.4 Baskisch

Die baskische Sprache, Euskera in der Selbstbezeichnung, wird ebenso wie das Asturianische über die Landesgrenzen Spaniens hinaus gesprochen. Politisch gesehen teilt sich die baskisch sprechende Bevölkerung auf zwischen der autonomen Region des Baskenlandes und der autonomen Region Navarra, von welcher drei Provinzen in Frankreich liegen, sodass von den 632.000 Sprechern des Baskischen ca. 566.000 in Spanien leben und 66.000 in Frankreich. Einschränkend ist jedoch dazu anzumerken, dass monolinguale Sprecher nur noch in sehr geringer Zahl existieren und nur noch unter der Generation zu finden sind, die ihre Schulbildung noch vor dem Spanischen Bürgerkrieg erhalten hatten oder auch in geografisch sehr isolierten Gebieten leben.

Baskisch gehört als einzige Sprache in Westeuropa nicht zur indoeuropäischen Sprachfamilie und ist eine der ältesten historisch belegten Sprachen.

Unter der Regierung der 2. Republik waren die Provinzen des Baskenlandes autonom, doch mit Beginn der Diktatur wurde ihre Autonomie aufgehoben und die baskische Sprache und Kultur wurden unterdrückt. Abgesehen von der politischen Repression unter Franco ist auch das niedrige soziale Prestige, welches das Baskische geschichtlich gesehen hatte und die hohe Zahl der Landflucht sowie der Auswanderung in die Vereinigten Staaten während jener Jahre und zuvor ausschlaggebend für den Rückgang der baskisch sprechenden Bevölkerung.

Einhergehend mit dem industriellen Boom in den 60ger und 70ger Jahre im Baskenland wurde auch der Wunsch nach Autonomie, besonders seit Beginn der 60ger Jahre wieder stärker. Als eine der zwei „historischen Nationalitäten“ wurde dem Baskenland nach Ende der Diktatur schon am 25. Oktober 1979 mit dem Statut von Guernica die Autonomie wieder zuerkannt. In diesem Statut wird Baskisch, neben Spanisch, als offizielle Sprache des Baskenlandes anerkannt, sodass alle Bürger dieser autonomen Region das Recht auf mündliche und schriftliche Benutzung der baskischen Sprache in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens innerhalb der Grenzen der Region haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die sprachliche Vielfalt der Europäischen Union mit ihren zahlreichen Regional- und Minderheitensprachen und legt das Ziel fest, die rechtliche Anerkennung und den Umgang mit diesen Sprachen in Deutschland, Spanien und Lettland zu untersuchen.

2. Begriffsbestimmung Minderheit, Minderheitensprache und Regionalsprache: Dieses Kapitel klärt die terminologischen Unterschiede und Problematiken bei der Einordnung von Minderheiten- und Regionalsprachen, unter Einbeziehung internationaler Definitionen.

3. Überblick über die Minderheitensprachen in der Europäischen Union: Hier erfolgt eine Auflistung der regionalen Amts- und Minderheitensprachen in den EU-Mitgliedstaaten, basierend auf der Euromosaic-Studie, um die linguistische Vielfalt zu veranschaulichen.

4. Gesetzeslage: Die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele und Richtlinien der Europäischen Charta als Instrument zur Förderung und zum Schutz historischer Minderheitensprachen in Europa.

5. Situationen der Minderheitensprachen in Deutschland, Spanien und Lettland: Dieses umfangreiche Kapitel leitet die detaillierte länderübergreifende Analyse ein, wobei der Fokus auf Deutschland liegt, inklusive der Betrachtung von Sorbisch, Dänisch, Friesisch und Romanes.

6. Spanien: Dieser Abschnitt widmet sich der spanischen Sprachpolitik und untersucht detailliert mehrere Regionalsprachen, darunter Baskisch, Katalanisch und Galicisch, unter Berücksichtigung ihres Status und ihrer historischen Entwicklung.

7. Lettland: Das Kapitel analysiert die spezifische Situation in Lettland nach der Unabhängigkeit, insbesondere den Umgang mit der russischsprachigen Minderheit und die Herausforderungen der lettischen Sprachpolitik.

8. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengeführt und die signifikanten Unterschiede in der Behandlung von Minderheitensprachen, bedingt durch die jeweilige Landesgeschichte, reflektiert.

9. Literatur: Dieses Kapitel enthält das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Minderheitensprachen, Regionalsprachen, Europäische Charta, Sprachpolitik, Mehrsprachigkeit, Deutschland, Spanien, Lettland, Sorbisch, Baskisch, Katalanisch, Romanes, Identität, Rechtlicher Status, Sprachförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von Minderheiten- und Regionalsprachen in der Europäischen Union am Beispiel von Deutschland, Spanien und Lettland, wobei der Fokus auf der rechtlichen Anerkennung und der staatlichen Sprachpolitik liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen, der Einfluss der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen, die historische Genese der Sprachpolitik in den untersuchten Ländern sowie die soziolinguistische Lage der jeweiligen Minderheitengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den unterschiedlichen Umgang mit Minderheitensprachen in drei ausgewählten Staaten exemplarisch zu untersuchen und zu zeigen, wie historische Entwicklungen die heutige gesetzliche Regelung und den Status dieser Sprachen maßgeblich prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Grundlage von Fachliteratur, Rechtsgrundlagen (wie der Europäischen Charta und nationalen Autonomiestatuten) sowie statistischen Erhebungen zur Sprecherzahl und zum Gebrauch der jeweiligen Sprachen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Minderheitensprachen in Deutschland (u.a. Sorbisch, Dänisch), Spanien (u.a. Baskisch, Katalanisch) und Lettland (insbesondere Russisch) hinsichtlich ihres Status, der rechtlichen Verankerung und ihrer praktischen Förderung untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Minderheitensprachen, Europäische Charta, Sprachpolitik, Mehrsprachigkeit, kulturelle Identität und die Namen der untersuchten Sprachen und Länder charakterisiert.

Welchen Stellenwert hat die Europäische Charta für die untersuchten Staaten?

Die Charta dient als zentraler rechtlicher Rahmen für den Schutz und die Förderung von Regionalsprachen, lässt den Mitgliedstaaten jedoch bei der praktischen Umsetzung und der Interpretation von "gerechtfertigten Sprecherzahlen" einen erheblichen Definitionsspielraum.

Wie unterscheidet sich die Situation der Minderheitensprachen in Lettland von jener in Spanien?

Während in Spanien die Förderung von Regionalsprachen stark mit Autonomiebestrebungen historischer Nationalitäten verknüpft ist, ist die Sprachpolitik in Lettland geprägt von dem Bestreben nach staatlicher Konsolidierung und dem Schutz des Lettischen gegenüber dem Einfluss des Russischen nach der sowjetischen Ära.

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Details

Title
Minderheitensprachen in Europa am Beispiel von Deutschland, Spanien und Lettland
College
University of Freiburg  (Deutsches Seminar I)
Course
Mehrsprachigkeit in Europa
Grade
2,0
Author
Steffi Kny (Author)
Publication Year
2006
Pages
49
Catalog Number
V68410
ISBN (eBook)
9783638610032
ISBN (Book)
9783638711746
Language
German
Tags
Minderheitensprachen Europa Beispiel Deutschland Spanien Lettland Mehrsprachigkeit Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffi Kny (Author), 2006, Minderheitensprachen in Europa am Beispiel von Deutschland, Spanien und Lettland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68410
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