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Sozialkapital und Soziale Partizipation - Schwund oder Wandel in der BRD?

Titre: Sozialkapital und Soziale Partizipation - Schwund oder Wandel in der BRD?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Magister Artium Julia Schneider (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Das Ende der Solidarität wird seit einigen Jahren von Politik- und Sozialwissenschaftlern, sowie von führenden Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft genauso prognostiziert wie eine Gesellschaft der Individualisten und Egoisten. Sogar von einem „egoistischen Hyperindividualismus“ (Heitmeyer, zitiert nach Braun 2001:345) ist die Rede. Zurückgeführt werden diese vermeintlichen Entwicklungen stetst auf den Rückgang des sozialen Engagements der Bevölkerung und dem geringeren Interesse an gemeinschaftlichen Themen. Selbst für die aufkommende Politikverdrossenheit vieler Bürger wird die Ursache in dem Fall des Sozialkapitals gesehen. Auch wenn eine andere Seite einen solchen Niedergang des sozialen Engagements nicht entdeckt, sondern auf neue Formen verweist (Offe 1999: 113), so gilt das soziale Kapital doch als „Kitt der Gesellschaft“, sozusagen als Patentrezept, um eine solche Entwicklung rechtzeitig stoppen zu können (Braun 2001: 347).
Bevor aber eine Diskussion über Stellenwert und Wirkung des Sozialkapitals sinnvoll geführt werden kann, muss untersucht werden, was Sozialkapital überhaupt ist und wie sich diese Größe zusammensetzt. Dies werde ich im ersten Teil meiner Hausarbeit versuchen. Anschließend werde ich meine Betrachtung auf die wichtigste Komponente des sozialen Kapitals, die Beteiligung in sozialen Vereinigungen in der Bundesrepublik, konzentrieren, um zu analysieren, inwiefern sich eine solche Partizipation auf das Sozialkapital und damit auf die Gesellschaft auswirkt. Dabei werde ich die religiöse Teilnahme besonders betrachten, da sie Thema des Seminars war und als Sonderform gelten kann. Am Ende werde ich schließlich versuchen, die Kritik am Konzept des Sozialkapitals herauszuarbeiten und zu prüfen, wie es um den Be-stand des Sozialkapitals in Deutschland steht.

Extrait


Gliederung

1 Einleitung

2 Das Konzept des Sozialkapitals

2.1.) Definition

2.2.) Komponenten des Sozialkapitals

2.2.1.) Soziales Vertrauen

2.2.2.) Werte und Normen

2.2.3.) Soziale Netzwerke

2.3.) Verschiedene Formen des Sozialkapitals

2.4.) Sozialkapital zur Lösung von sozialen Dilemmata

2.5.) Förderungsmöglichkeiten zur Bildung von Sozialkapital

3 Gesellschaftliche Vereinigungen und die Bildung von Sozialkapital

3.1. Soziale Partizipation in Deutschland – Rückgang oder Wandel?

3.2. Gründe für oder gegen Engagement und die Bildung von Sozialkapital

3.3. Soziale Partizipation und Kirche

4 Kritik und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des Sozialkapitals und dessen Bedeutung für die soziale Partizipation in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, ob ein tatsächlicher Schwund des sozialen Engagements vorliegt oder ob sich die Partizipationsformen lediglich wandeln.

  • Theoretische Grundlagen und Definition des Sozialkapitals
  • Die Komponenten des Sozialkapitals: Vertrauen, Normen und Netzwerke
  • Analyse der sozialen Partizipation in Deutschland (Vereinswesen)
  • Die Rolle der Kirche als Bildungsort für Sozialkapital
  • Kritische Reflexion des Sozialkapital-Konzepts

Auszug aus dem Buch

2.2.1.) Soziales Vertrauen

Das Vertrauen ist für Putnam „the touchstone of social capital“ (Putnam 2000 : 52). Es ist also eine wichtige Voraussetzung für die Produktion von sozialem Kapital. Denn ein Mensch A ist nur bereit, etwas für einen anderen (B) zu tun, wenn er sich darauf verlassen kann, dass B auch später etwas für A tun wird (Gabriel et. al. 2002 : 26). Dies ist nur möglich, wenn man davon überzeugt ist, dass der andere vertrauenswürdig ist, d.h. das entgegengebrachte Vertrauen nicht ausnutzt, sondern sich an den gleichen oder ähnlichen Normen orientiert. Die Einschätzung des anderen fällt dabei um so leichter, je mehr man über dessen Verhalten in der Vergangenheit und seine momentane Lage weiß (Haug 1997 : 20). Trotzdem ist Vertrauen immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da man sich nie sicher sein kann, dass der andere seine Verpflichtungen auch wirklich erfüllt (Gabriel et. al. 2002 : 53) und man nicht die Möglichkeit hat, die Gegenleistung einzuklagen (Haug 1997 : 21).

Soziales Vertrauen ist aber nicht nur Voraussetzung für soziales Engagement und die Mitwirkung in Organisationen, sondern ergibt sich auch daraus. Denn gerade in Vereinigungen wird durch die Zusammenarbeit mit anderen Menschen Vertrauen gebildet, indem durch das Kennenlernen der anderen das Risiko verringert wird, eine „Investition“ zu tätigen und später keine Gegenleistung zu bekommen (van Deth 2002 : 578). Es ist also nicht ganz klar definiert, ob Vertrauen nun Produktionsfaktor für Sozialkapital ist oder Teil dieser Größe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Sorge um den Rückgang der Solidarität und des sozialen Engagements in der Gesellschaft und stellt die Forschungsfragen der Arbeit vor.

2 Das Konzept des Sozialkapitals: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Definitionen, Komponenten und verschiedenen Formen des Sozialkapitals sowie dessen Rolle bei der Lösung sozialer Dilemmata.

3 Gesellschaftliche Vereinigungen und die Bildung von Sozialkapital: Hier wird der Zustand des deutschen Vereinslebens und der Partizipation untersucht, insbesondere im Hinblick auf den Wandel kirchlicher und gesellschaftlicher Engagementformen.

4 Kritik und Ausblick: Das Fazit reflektiert die Probleme bei der Operationalisierung des Sozialkapital-Begriffs und ordnet den empirischen Befund für Deutschland ein, wobei vor einem zu pessimistischen Blick auf den Gesellschaftszustand gewarnt wird.

Schlüsselwörter

Sozialkapital, soziale Partizipation, soziale Netzwerke, zivilgesellschaftliches Engagement, Vertrauen, Normen, Vereinsleben, Bundesrepublik Deutschland, Solidarität, soziale Dilemmata, Robert D. Putnam, Kirchendistanz, Strukturwandel, kollektives Gut, gesellschaftliche Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Sozialkapitals und prüft, ob die in der Fachwelt oft diskutierte Befürchtung eines "Schwunds" an sozialem Engagement in der BRD empirisch haltbar ist oder ob ein Wandel stattfindet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Sozialkapitals, die Bedeutung von Vertrauen, Normen und sozialen Netzwerken sowie deren Auswirkung auf das zivilgesellschaftliche Vereinswesen und religiöse Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich die soziale Partizipation in Deutschland entwickelt hat und ob diese Entwicklungen als Bedrohung für das Sozialkapital der Gesellschaft zu werten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Konzepts auf Basis relevanter Fachliteratur sowie die Analyse empirischer Befunde aus verschiedenen soziologischen Studien, wie etwa dem Datenreport oder der Euvol-Studie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept des Sozialkapitals definiert, seine Komponenten analysiert und spezifisch die Partizipation in gesellschaftlichen Vereinigungen (Vereine) sowie die Rolle der Kirche als Katalysator für soziales Engagement untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialkapital, soziale Partizipation, zivilgesellschaftliche Ressourcen, Reziprozitätsnorm, soziales Vertrauen und den Wandel der Beteiligungskultur.

Warum wird die Rolle der Kirche gesondert betrachtet?

Die Kirche wird als Sonderform des sozialen Netzwerks betrachtet, da sie historisch ein zentraler Ort für die Bildung von "civic skills" ist und ihre rückläufige Bedeutung in Deutschland spezifische Auswirkungen auf das gesellschaftliche Sozialkapital haben könnte.

Ist der Rückgang der Parteienbindung gleichbedeutend mit dem Ende des Sozialkapitals?

Nein, die Autorin argumentiert, dass der Rückgang in großen Institutionen nicht zwingend einen Totalverlust an Sozialkapital bedeutet, da sich Engagement in neue, informellere Formen verschiebt.

Warum ist das Konzept des Sozialkapitals laut der Arbeit trotzdem sinnvoll?

Trotz theoretischer Schwierigkeiten bei der Abgrenzung dient es als nützliches Instrument, um Sachverhalte wie das "Gefangenendilemma" oder den Grund für freiwilliges kooperatives Handeln zum Nutzen der Gesellschaft zu erklären.

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Résumé des informations

Titre
Sozialkapital und Soziale Partizipation - Schwund oder Wandel in der BRD?
Université
University of Mannheim  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Cours
Proseminar: Demokratie und Religion
Note
1,7
Auteur
Magister Artium Julia Schneider (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
21
N° de catalogue
V68460
ISBN (ebook)
9783638610339
Langue
allemand
mots-clé
Sozialkapital Soziale Partizipation Schwund Wandel Proseminar Demokratie Religion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Artium Julia Schneider (Auteur), 2002, Sozialkapital und Soziale Partizipation - Schwund oder Wandel in der BRD?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68460
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Extrait de  21  pages
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