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Störungsprävention. Nolting, Kounin & Co. in der Praxis

Titre: Störungsprävention. Nolting, Kounin & Co. in der Praxis

Rapport de Stage , 2006 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Marc Hempel (Auteur)

Pédagogie - Le Professeur / Pédagogue
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die schlechten Resultate deutscher Schüler in den Pisa-Studien haben zu einer verstärkten öffentlichen Diskussion über Qualität und Effizienz des Unterrichts geführt. Fragt man Lehrer, was eine Qualitätssteigerung behindere, so werden als Ursache häufig inadäquates, destruktives Schülerverhalten, mangelnde Lernmotivation und Desinteresse am Unterrichtsstoff als Ursachen genannt. Erstaunlicherweise machen aber auch die Schüler selbst Unterrichtsstörungen für mangelnde Konzentration und geringen Lernerfolg verantwortlich.
Aus dieser Unzufriedenheit aller am Unterrichtsgeschehen Beteiligten resultieren Frustration und Motivationsverlust bei Lehrkräften, die sich ihrerseits wieder negativ auf Unterrichtsplanung und -durchführung niederschlagen – letztendlich ein Teufelskreis.
Während meines Vorbereitungsseminars zum orientierenden Schulpraktikum gestaltete ich eine Unterrichtsstunde über Noltings Theorien zur Störungsprävention. Aufgrund seiner Thesen fasste ich während meines Praktikums den Entschluss, zunächst einmal eine bei den Lehrern „berüchtigte“ 10. Klasse einen Tag lang in unterschiedlichen Fächern zu begleiten und stellte schlussfolgernd fest, dass der von Nolting beschriebene Kausalzusammenhang zwischen Lehrerverhalten und Schülerverhalten klar auszumachen ist. Dieselbe Lerngruppe reagierte stark unterschiedlich auf die verschiedenen Lehrerpersönlichkeiten und ihre Unterrichtsmethoden. Während Lehrer A gezielt und in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre unterrichtete, gelang es Lehrer B weder die Schüler zu disziplinieren, noch einen nachvollziehbaren allgemeinen Lernfortschritt zu erreichen. Auch in den anderen von mir beobachteten Unterrichtsstunden fiel auf, dass Lehrerverhalten und Schülerverhalten korrelierten.
Interessanterweise blockten einige auf diese Feststellung angesprochene Lehrer den Gedankenaustausch ab, wohingegen andere, vornehmlich diejenigen mit geringen Disziplinproblemen, sich auf eine engagierte Diskussion einließen.
Aufgrund der Unterrichtshospitationen und der geführten Gespräche mit Schülern und Lehrern gelangte ich insgesamt zu der Erkenntnis, dass Störungsprävention ein zentrales Mittel zur Sicherung von Qualität und Effizienz des Unterrichtes ist.
Ziel dieser Arbeit ist es nunmehr, konkrete Methoden und Strategien, die Störungen entgegenwirken, herauszustellen, wobei ich mich insbesondere auf die vier von Hans-Peter Nolting in seinem Buch „Störungen in der Schulklasse“ vorgestellten Aspekte beziehen werde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2. Stundenübersicht des orientierenden Schulpraktikums

3. Einleitung

4. Störungen im Schulalltag

4.1 Störungsreaktion

4.2 Die Alternative - Störungsprävention

4.2.1 Breite Aktivierung

4.2.2 Unterrichtsfluss

4.2.3 Klare Regeln

4.2.4 Präsenz- und Stoppsignale

4.2.5 Weitere wirksame Methoden

4.3 Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, effektive Methoden und Strategien zur Störungsprävention im Unterrichtsalltag zu untersuchen und zu bewerten. Auf Basis der Theorie von Hans-Peter Nolting sowie eigener praktischer Erfahrungen während eines Schulpraktikums wird analysiert, wie Lehrer durch professionelle Klassenführung Unterrichtsstörungen minimieren und eine konstruktive Lernatmosphäre schaffen können.

  • Analyse der Ursachen von Unterrichtsstörungen und der Limitationen reaktiver Disziplinierungsmaßnahmen.
  • Untersuchung der vier zentralen Handlungsstrategien der Störungsprävention nach Nolting.
  • Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit und des professionellen Auftretens für die Klassenführung.
  • Reflexion über den Zusammenhang zwischen Lehrerverhalten und Schülerreaktion in der Unterrichtspraxis.
  • Evaluation von Präventionsmethoden wie breiter Aktivierung, Unterrichtsfluss und klarer Regelsetzung.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Breite Aktivierung

Als ersten Punkt zur Vermeidung von Störungen nennt Nolting eine „Breite Aktivierung“ der Schüler. Wenn viele, möglichst alle Schüler in den Unterricht eingebunden sind und dieser interessant, mitreißend und motivierend gestaltet ist, treten, so Nolting, deutlich weniger Störungen auf. Dieser Punkt ist am engsten mit dem Begriff der „Unterrichtsführung“ verknüpft, denn hier kommt es auf die Gestaltung eines aktivierenden Unterrichts an, also die Induzierung von Lernaktivitäten, wobei vor allen Dingen der Gruppenfokus im Vordergrund steht. Der Lehrer soll seine Aufmerksamkeit nicht nur einzelnen Schülern, sondern der gesamten Klasse schenken.

Um eine breite Aktivierung zu erreichen, ist es zum einen wichtig, Unterricht interessant, altersgerecht, methodisch abwechslungsreich und für die Schüler motivierend zu gestalten. Dies war in meinem Schulpraktikum mehrfach zu beobachten. Im Politikunterricht einer neunten Klasse wurde zu Beginn der Stunde angekündigt, das Thema „Sozialleistungen des Staates“ zu behandeln, woraufhin zunächst viele Schüler anfingen zu stöhnen oder auf andere Arten zeigten, dass sie sich dafür nicht sonderlich interessierten. Als der Lehrer aber nun die einzelnen Leistungen beschrieb, konnte er für jeden Punkt aus Erfahrung mehrere Fälle aus der Region beschreiben, was dazu führte, dass nahezu die komplette Lerngruppe zuhörte und sich nicht mehr unterhielt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Stundenübersicht des orientierenden Schulpraktikums: Eine detaillierte tabellarische Aufstellung aller hospitierten und selbst gehaltenen Unterrichtsstunden während des vierwöchigen Praktikums.

3. Einleitung: Herleitung der Problematik von Unterrichtsstörungen aus aktueller pädagogischer Sicht und Begründung der Zielsetzung der Arbeit.

4. Störungen im Schulalltag: Analyse der bestehenden Problemlagen und Vorstellung präventiver Strategien sowie persönlicher Reflexionen.

4.1 Störungsreaktion: Kritische Auseinandersetzung mit rein reaktiven Disziplinierungsmaßnahmen und deren negativen Auswirkungen auf das Unterrichtsklima.

4.2 Die Alternative - Störungsprävention: Einführung in das Konzept der Prävention als Mittel zur proaktiven Vermeidung von Konflikten im Klassenraum.

4.2.1 Breite Aktivierung: Erläuterung der Methode, alle Schüler durch motivierende Gestaltung des Unterrichts einzubinden.

4.2.2 Unterrichtsfluss: Betrachtung der Bedeutung eines reibungslosen Ablaufs zur Vermeidung von Leerzeiten, die Störungen begünstigen.

4.2.3 Klare Regeln: Darstellung der Wichtigkeit verbindlicher Verhaltensrichtlinien, die kooperativ mit den Schülern entwickelt wurden.

4.2.4 Präsenz- und Stoppsignale: Untersuchung der Wirksamkeit von Lehrerpräsenz und nonverbalen Signalen zur Unterbindung von Störungen.

4.2.5 Weitere wirksame Methoden: Reflexion über den Einfluss persönlicher Qualitäten und der Einstellung des Lehrers auf die Klassenführung.

4.3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Praxistauglichkeit der untersuchten Präventionsansätze und Empfehlungen für die Schulpraxis.

Schlüsselwörter

Störungsprävention, Klassenführung, Unterrichtsstörungen, Nolting, Breite Aktivierung, Unterrichtsfluss, Lehrerverhalten, Schulpraktikum, Disziplinprobleme, Lehrkraft, Unterrichtsqualität, Präsenzsignale, Schülerverhalten, Lernmotivation, Classroom Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Störungsprävention im schulischen Unterricht und untersucht, wie Lehrkräfte durch professionelle Strategien Unterrichtsstörungen vermeiden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung eines aktivierenden Unterrichts, der Etablierung klarer Regeln, der Aufrechterhaltung des Unterrichtsflusses sowie der Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, konkrete Handlungsstrategien nach Hans-Peter Nolting theoretisch darzustellen und anhand der praktischen Beobachtungen aus einem Schulpraktikum auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch einschlägige pädagogische Fachliteratur mit einer reflektierenden Analyse eigener Hospitationserfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Präventionsmethoden wie die breite Aktivierung, die Gestaltung von Regeln und der Einsatz von Präsenzsignalen detailliert erörtert und kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Störungsprävention, Klassenführung, Unterrichtsfluss und Lehrerpersönlichkeit geprägt.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Strafarbeiten?

Der Autor sieht reaktive Disziplinierungsmaßnahmen wie Strafarbeiten kritisch, da sie das Unterrichtsklima belasten und oft das eigentliche Ziel der Störungsvermeidung verfehlen.

Welche Rolle spielt das Lehrer-Schüler-Verhältnis laut der Arbeit?

Ein freundlicher und wohlwollender Umgangston wird als entscheidende Basis hervorgehoben, da Schüler eher Lehrpersonen respektieren, denen sie eine positive Einstellung zum Beruf anmerken.

Warum wird der Einsatz eines Overhead-Projektors als präventiv beschrieben?

Er ermöglicht es der Lehrkraft, weiterhin Blickkontakt zur Klasse zu halten und somit die Aufmerksamkeit der Schüler zu binden, während an der Tafel gearbeitet wird.

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Résumé des informations

Titre
Störungsprävention. Nolting, Kounin & Co. in der Praxis
Université
RWTH Aachen University  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Cours
Seminar Orientierendes Schulpraktikum
Note
1,7
Auteur
Marc Hempel (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
15
N° de catalogue
V68470
ISBN (ebook)
9783638610391
ISBN (Livre)
9783640099054
Langue
allemand
mots-clé
Störungsprävention Nolting Kounin Praxis Seminar Orientierendes Schulpraktikum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marc Hempel (Auteur), 2006, Störungsprävention. Nolting, Kounin & Co. in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68470
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Extrait de  15  pages
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