Die Fachpraktische Arbeit entstand im Rahmen der Vorlesung „Holztechnik II“ im Sommersemester 2005.
Die Idee zum Bau dieser Wäschetonne entstand, als ich wieder mal vor meiner übervollen, viel zu kleinen Wäschetonne stand. Sie sollte aber nicht nur ein schmuckloser Gebrauchsgegenstand werden, sondern einen optischen Blickfang darstellen. Zudem wollte ich keine gewöhnliche Wäschetonne bauen und überlegte wie ich diese anders gestalten könnte. Aufgrund meiner Sportbegeisterung habe ich mir das „Nikezeichen“ als Grundlage für meine Wäschetonne ausgesucht. Basierend auf diesem Zeichen habe ich das Werkstück geplant und gefertigt.
In dem hier vorliegenden Didaktischen Kommentar wird sich ein Kapitel mit der „Beschreibung der Fertigung“ und das andere mit der „Reflexion des Erfahrungs- und Herstellungsprozesses“ befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung der Fertigung
3. Reflexion des Erfahrungs- und Herstellungsprozesses
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert den Prozess der Planung, Fertigung und kritischen Reflexion einer selbst entworfenen Wäschetonne im Rahmen einer holztechnischen Lehrveranstaltung. Ziel ist es, die praktische Umsetzung eines individuellen Designkonzepts unter Berücksichtigung handwerklicher Anforderungen und technischer Herausforderungen zu veranschaulichen.
- Entwurf und Gestaltung eines funktionalen Gebrauchsgegenstandes
- Methodik der handwerklichen Holzbearbeitung
- Technische Herausforderungen bei der Materialwahl und Eckverbindung
- Prozessanalyse der Oberflächenveredelung und Lackierung
- Reflexion der erworbenen Fertigkeiten und aufgetretenen Probleme
Auszug aus dem Buch
3. Reflexion des Erfahrungs- und Herstellungsprozesses
Durch den Bau der Wäschetonne konnte ich meine handwerklichen Fertigkeiten, im Bereich Holz, um einige Erfahrungen erweitern.
Bei der Fertigung wurde ich vor einige Probleme gestellt. Zum einen besitzt die PH Weingarten keine DIN A2 Kosytische, weshalb ich die Seitenteile halbieren musste. Zum anderen war es sehr schwierig einen staubfreien Raum für die Lackierarbeiten zu finden, da in der offenen Werkstatt in allen Räumen gearbeitet wurde.
Die Eckverbindungen der Seitenteile wollte ich mit Lamellos zusammenfügen. Dies war aufgrund der geringen Stärke (13 mm aus Gewichtsgründen) der Tischlerplatten allerdings nicht möglich. Aus diesem Grund musste ich die Eckverbindungen mit Leisten verstärken.
Ein weiteres Problem stellte das Lackieren dar. Durch das Aufrollen der Farbe entstanden immer wieder kleine Luftbläschen, die auch nach der Trocknung noch leicht sichtbar waren. Eine Lackierung mit einer Sprühdose oder einer Lackierpistole wäre daher auch wegen der vielen Nikezeichen (160 Stk.) ratsam gewesen. So musste ich diese mit einem Pinsel ausmalen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung der Arbeit im Kontext der Vorlesung „Holztechnik II“ und beschreibt die Motivation zur individuellen Gestaltung der Wäschetonne.
2. Beschreibung der Fertigung: Dieses Kapitel führt die geplanten Einzelschritte der Fertigung sowie die verwendeten Materialien und konstruktiven Vorgehensweisen detailliert auf.
3. Reflexion des Erfahrungs- und Herstellungsprozesses: Der Autor reflektiert kritisch über aufgetretene Probleme bei der Bearbeitung und dem Lackierprozess sowie über den Gewinn an handwerklichen Erfahrungen.
Schlüsselwörter
Holztechnik, Wäschetonne, Fachpraktische Arbeit, Fertigungsprozess, Tischlerplatte, Gehrung, Oberflächenbehandlung, Lackierung, Konstruktion, handwerkliche Fertigkeiten, Materialbeschaffung, Eckverbindung, Design, Holzbearbeitung, Reflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert den Entwurf, den Bau und die Nachbetrachtung einer individuell gestalteten Wäschetonne aus Holz.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der holztechnischen Konstruktion, der praktischen Fertigung und der kritischen Analyse des Herstellungsprozesses.
Was war das Ziel des Projekts?
Das primäre Ziel war die Anfertigung eines ästhetisch ansprechenden, funktionalen Objekts, das über einen gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand hinausgeht.
Welche wissenschaftliche bzw. technische Methode wurde angewandt?
Es wurde eine praxisorientierte methodische Vorgehensweise gewählt, die Planung, schrittweise Umsetzung und anschließende Reflexion kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt den Materialeinsatz, die verschiedenen Arbeitsschritte von der Zuschnittplanung bis zum finalen Zusammenbau und die Oberflächenbehandlung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Holztechnik, Konstruktion, Lackierung, Gehrungsverbindungen und handwerkliche Problemlösung.
Warum mussten die Seitenteile halbiert werden?
Da in der Werkstatt keine ausreichend große Fräsvorrichtung für das vorgesehene Plattenmaß zur Verfügung stand, war eine Teilung notwendig.
Warum konnte auf die Verwendung von Lamellos zur Eckverbindung verzichtet werden?
Aufgrund der geringen Plattenstärke von 13 mm war eine stabile Eckverbindung mit Lamellos nicht möglich, weshalb stattdessen Verstärkungsleisten eingesetzt wurden.
Welche Herausforderungen traten beim Lackieren auf?
Durch das Rollen der Farbe entstanden Luftbläschen, und die Vielzahl an filigranen "Nikezeichen"-Lüftungsschlitzen erforderte einen hohen manuellen Zeitaufwand beim Ausmalen.
- Arbeit zitieren
- Gregor Hecht (Autor:in), 2006, Didaktischer Kommentar zur Fachpraktischen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68530