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Die Bedeutung des Ehrenamtes in Non-Profit-Organisationen. Aspekte für das Personalmanagement

Title: Die Bedeutung des Ehrenamtes in Non-Profit-Organisationen. Aspekte für das Personalmanagement

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Welche Bedeutung hat das Ehrenamt in den Organisationen des 3. Sektors und welche relevanten Aspekte ergeben sich daraus für das Personalmanagement? Kann mit ehrenamtlichen Helfern der gleiche Umgang wie mit hauptamtlich Angestellten geübt werden ist hier ein gesonderter Umgang empfehlenswert und wenn ja, welche Methoden und Ansätze stehen hier zur Verfügung?
Diese Fragen bilden den thematischen Schwerpunkt dieser Arbeit. Zum Anfang soll der so genannte 3. Sektor und die gegenwärtige Rolle des Ehrenamtes beleuchtet werden. Anschließen soll die gewandelten Bedeutung des Ehrenamts unter der Frage untersucht werden: In wie weit und warum hat sich der Charakter ehrenamtlichen Engagements verändert? Der darauf folgende Abschnitt beschäftigt sich mit der ökonomischen Bedeutung freiwilliger Arbeit vor dem Hintergrund sich wandelnder sozialmarktwirtschaftlicher Bedingungen und Prinzipien.
Der 2. Teil (ab Punkt 3.) soll die Thematik Ehrenamt und Personalführung dahingehend behandeln, welche Motivationsstrukturen ehrenamtlichen Engagements zugrunde liegen, was das wiederum für die Organisationen bedeuten könnte und welchen Rahmenbedingungen dies wiederum von der Institution erfordert.
Weiterhin wird der Ansatz des Freiwilligenmanagements als Teil des Personalmanagements vorgestellt und als praktischer Ansatz in Anlehnung an Biedermann erläutert werden. Da die soziale Arbeit hierbei meiner Auffassung nach eine besondere Stellung einnimmt, soll ihr Verhältnis zum Freiwilligenmanagement unter der Frge behandelt werden, ob hier eine Herausforderung für unsere Profession zu finden ist. Ich möchte auf die Ressource des Ehrenamtes vor dem Hintergrund einer immer schwierigeren sozialstaatlichen Finanzsituation hinweisen und gleichzeitig aufzeigen, wie mit dieser Ressource umgegangen werden könnte, um für Klientel, Ehrenamtliche HelferInnen, Gesellschaft und Organisationen Erfolge, trotz relativ enger gesetzlicher Reglementierung in der Leistungserbringung und Finanzsituation zu erzielen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Non- Profit- Sektor

2.1. Die wandelnde Bedeutung des sozialen Ehrenamtes

2.2. Die ökonomische Bedeutung

3. Ehrenamt und Personalführung- Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

3.1. Motivationsstukturen

3.2. Institutionelle Bedingungen

4. Freiwilligenmanagement

4.1. Bedarfseinschätzung und Planung

4.2. Aufgabenentwicklung

4.3. Anwerbung und Gewinnung

4.3.1. Freiwilligenagenturen

4.4. Erstgespräch und matching

4.5. Orientierung, Anleitung, Einarbeitung, Aus- und Fortbildung

4.6. Unterstützung, Begleitung und Motivation

4.7. Anerkennung

4.8. Zusammenfassung

5. Freiwilligenmanagement und soziale Arbeit

6. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Ehrenamtes für Organisationen des 3. Sektors und leitet daraus notwendige Ansätze für ein professionelles Personalmanagement ab, um diese Ressource angesichts finanzieller Herausforderungen effektiv zu nutzen.

  • Die Rolle des Ehrenamts im 3. Sektor
  • Ökonomische Bedeutung freiwilliger Arbeit
  • Motivationsstrukturen ehrenamtlicher Helfer
  • Implementierung von Freiwilligenmanagement
  • Schnittstelle zwischen Sozialarbeit und Freiwilligenmanagement

Auszug aus dem Buch

3.1. Motivationsstrukturen

Wie in 2.1 bereits skizziert, vollzog sich in den letzten 30 Jahren ein Strukturwandel des ehrenamtlichen Engagements. Gesellschaftliche Veränderungen zogen andere Motivationsgrundlagen nach sich. Zu Zeiten des Freiherrn von Stein (preußische Städteordnung 1808) galt die zunehmende „ Integration des erstarkenden Bürgertums in Kommune und Staat“( Steinbacher 2004 S. 62 ) als gesellschaftliche ( oder revolutionäre ) Errungenschaft. Die Ausübung öffentlich- rechtlicher Ämter wurde durch sog, Ehrenmänner vorgenommen. Steinbacher sieht hier die treibende Motivation in der Selbstverwaltung örtlicher Angelegenheiten durch das Bürgertum. Demnach ist hier auch der Ursprung des Ehrenamtsbegriffs zu finden, denn es war für das damalige Bürgertum eine große Ehre einen Teil der Entscheidungsbefugnisse des damaligen feudal geprägten Herrschaftssystems übertragen zu bekommen. Weiterhin war die Motivation des sozialen Ehrenamts bestimmt durch Zentralwerte, die in Wertegemeinschaften vertreten wurden ( ebd. S.64 ). Ein 3. Merkmal ist die Einbindung in ein bestimmtes soziales Milieu, durch welches moralische und kollektive Bindungen als Motivationsgrundlagen dienen ( Olk 1996 )

Die Motivationsstrukturen des traditionellen Ehrenamts bilden auch weiterhin die Basis des „modernisierten Ehrenamts“. Jedoch ist hierbei eine weit differenziertere Sichtweise notwendig. In einer individualisierten Gesellschaft, vervielfältigen und verändern sich auch Werteansichten, Bevölkerungsgruppen und Strukturen. Rauschenbach stellt „eine neuartige Verbindung von sozialem Gemeinschaftsgefühl, persönlicher Betroffenheit, Selbstbestimmungs- und Selbstverwirklichungsmotiven, sowie politischem Veränderungswillen“ ( 2000.S.13 ) fest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Ehrenamt und Freiwilligeninitiativen sowie Darstellung der zentralen Fragestellung für das Personalmanagement im 3. Sektor.

2. Der Non- Profit- Sektor: Definition und Einordnung des 3. Sektors sowie Analyse der wandelnden Bedeutung des Ehrenamtes und dessen ökonomischer Relevanz.

3. Ehrenamt und Personalführung- Voraussetzungen und Rahmenbedingungen: Untersuchung der Motivationsstrukturen ehrenamtlich Engagierter und der notwendigen institutionellen Voraussetzungen in Organisationen.

4. Freiwilligenmanagement: Detaillierte Darstellung des Freiwilligenmanagements als Prozess in acht Phasen, von der Bedarfseinschätzung über Gewinnung bis zur Anerkennung.

5. Freiwilligenmanagement und soziale Arbeit: Erörterung der besonderen Eignung der sozialen Arbeit für das Freiwilligenmanagement aufgrund ihrer spezifischen Schnittstellenkompetenzen.

6. Schluss: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Professionalisierung des Freiwilligenmanagements in Deutschland.

Schlüsselwörter

Ehrenamt, Freiwilligenmanagement, Non-Profit-Organisationen, Personalmanagement, Soziale Arbeit, Motivationsstrukturen, Freiwilligenagenturen, Gemeinwohl, Wohlfahrtsverbände, Professionalisierung, Bürgerschaftliches Engagement, Ressourcenmanagement, Sozialwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit innerhalb von Non-Profit-Organisationen und untersucht, wie ein systematisches Freiwilligenmanagement als Teil der Personalwirtschaft gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wandel des Ehrenamts, die ökonomischen Rahmenbedingungen in der Sozialwirtschaft, die Analyse von Motivationsstrukturen Freiwilliger sowie die praktische Implementierung von Freiwilligenmanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit eines zielorientierten Managements für die Ressource Ehrenamt aufzuzeigen, um sowohl für die Organisation als auch für die Freiwilligen einen Mehrwert zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik, die auf einer Literaturanalyse sowie der Reflexion eigener praktischer Erfahrungen im sozialen Bereich basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Motivationsgründen, die notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen und einen detaillierten, prozessorientierten Leitfaden für das Freiwilligenmanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Freiwilligenmanagement, Ehrenamt, Non-Profit-Organisationen, Soziale Arbeit, Personalführung und Bürgerschaftliches Engagement.

Wie unterscheidet sich die Führung von Ehrenamtlichen von hauptamtlichen Mitarbeitern?

Ehrenamtliche motivieren sich stärker über persönliche Sinnstiftung und Selbstverwirklichung, während bei Hauptamtlichen die existenzsichernde Vergütung und die Einordnung in hierarchische Strukturen dominieren.

Welche Rolle spielen Freiwilligenagenturen in diesem Kontext?

Sie fungieren als Kristallisationspunkte und Bindeglieder zwischen Interessenten und Organisationen und unterstützen bei der Vermittlung sowie bei Veränderungsprozessen innerhalb der Einrichtungen.

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Details

Title
Die Bedeutung des Ehrenamtes in Non-Profit-Organisationen. Aspekte für das Personalmanagement
College
University of Erfurt
Course
Personalmanagement
Grade
1,0
Author
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V68610
ISBN (eBook)
9783638594707
ISBN (Book)
9783638848916
Language
German
Tags
Bedeutung Ehrenamtes Non-Profit-Organisationen Aspekte Personalmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author), 2006, Die Bedeutung des Ehrenamtes in Non-Profit-Organisationen. Aspekte für das Personalmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68610
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