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Die Volksrepublik China - Großmacht oder Nebenakteur der Weltwirtschaft?

Title: Die Volksrepublik China - Großmacht oder Nebenakteur der Weltwirtschaft?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Judith Blum (Author)

Politics - Region: South Asia
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Kreft bestimmt den Aufstieg der Volksrepublik China und der gleichzeitige Niedergang der Sowjetunion als die beiden wichtigsten Entwicklungen seit den achtziger Jahren, die ihm zufolge das Gesicht der Welt nachhaltig verändert haben und unsere Gegenwart prägen. Innerhalb weniger Jahre ist die Volksrepublik China von der Peripherie in das Zentrum der internationalen Politik gerückt. Die Wurzeln dieses Aufstiegs des „Reichs der Mitte“ sieht Kreft in dem radikalen ökonomischen Kurswechsel unter Deng Xiaoping Ende der siebziger Jahre begründet. Seit Beginn dieser Wirtschaftsreformen hat die Volksrepublik ein jährliches Wirtschaftswachstum von neun bis zehn Prozent erreicht, was den chinesischen Wirtschaftsleistungen die Bezeichnung „Wirtschaftswunder“ eingebracht und dazu geführt hat, dass viele Experten in China die Weltmacht des 21. Jahrhunderts sehen. Die Einschätzungen darüber, ob China nun als (werdende) Weltwirtschaftsmacht zu bezeichnen ist oder nicht, gehen jedoch weit auseinander. So konstatiert Przystup: „The 21st century promises to be the century of China.“ Segal hingegen vertritt die Ansicht, China sei „overrated as a market“ und „at best a minor [...] part of the global economy.“
Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Frage, ob China zu Beginn des 21. Jahrhunderts tatsächlich den Status einer Weltwirtschaftsmacht eingenommen hat oder eher als Regionalmacht im asiatischen Raum zu sehen ist. Hierbei findet eine Beschränkung auf den ökonomischen Aspekt der Weltmachtfrage statt, also auf die Frage, ob es sich bei China in wirtschaftlicher Hinsicht um eine Großmacht handelt. Evident ist jedoch, dass auch viele andere Faktoren wie die Größe Chinas, seine Bevölkerungsgröße, der Besitz von Atomwaffen, der ständige Sitz im Sicherheitsrat und die chinesische Kultur dazu beitragen, dass China als Großmacht angesehen wird. Die isolierte Analyse des ökonomischen Bereichs erscheint jedoch als gerechtfertigt, da Fehlbier zufolge erst der Anstieg des chinesischen Einflusses im globalen Wirtschaftssystem dazu führte, dass sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit mehr und mehr auf China richtete.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. „Weltmacht“ und „Weltwirtschaftsmacht“

II. Die chinesische Volkswirtschaft in historischer Perspektive

III. Die chinesische Volkswirtschaft am Ende des 20. Jahrhunderts

III.1 Die absolute und relative Größe der chinesischen Volkswirtschaft

III.2 Chinas Einbindung in die internationale Arbeitsteilung

III.3 Chinas Einbindung in die supranationalen Gremien der Weltwirtschaft

III.4 Die Bedeutung des Renminbi (RMB) im internationalen Währungssystem

III.5 Wettbewerbskraft chinesischer Unternehmungen

III.6 Probleme der chinesischen Volkwirtschaft

Schluss: China – eine Weltwirtschaftsmacht?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Volksrepublik China zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Status einer tatsächlichen Weltwirtschaftsmacht erreicht hat oder ob sie eher als regionale Macht im asiatischen Raum einzustufen ist. Hierbei wird der Fokus gezielt auf ökonomische Kriterien gelegt, um Chinas Gewicht im globalen Wirtschaftssystem zu bewerten.

  • Definition und Kriterien einer Weltwirtschaftsmacht
  • Historische Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft seit 1949
  • Analyse der absoluten und relativen wirtschaftlichen Größe Chinas
  • Integration in die internationale Arbeitsteilung und globale Institutionen
  • Bewertung struktureller Probleme und Herausforderungen (Arbeitslosigkeit, Regionalgefälle, Umwelt)

Auszug aus dem Buch

III.1 Die absolute und relative Größe der chinesischen Volkswirtschaft

Der am häufigsten genannte Indikator für die aufstrebende chinesische Wirtschaftsmacht ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). China hat in den vergangenen 20 Jahren einen imposanten Wachstumsprozess durchlaufen, seit dem Beginn der Reformen ist die Wirtschaft stetig gewachsen: Von 1980 bis 2006 hat die chinesische Wirtschaft ein durchschnittliches Wachstum des BIP von 10 Prozent erreicht. Das reale BIP hat sich zwischen 1994 und 2004 mehr als verdoppelt und beträgt derzeit ungefähr 1.417 Mrd. US-Dollar. Die Inflation ist nach wie vor unter Kontrolle (2006: 1,5%). Fehlbier sieht die Stärken der chinesischen Volkswirtschaft in komparativen Kostenvorteilen sowohl im Niedriglohnbereich als auch in kapital- und technologieintensiven Industrien. Ihm zufolge hat die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Taube weist jedoch darauf hin, dass dieser Wachstumsprozess noch nichts darüber aussagt, welche Größe die chinesische Volkswirtschaft relativ zu anderen Volkswirtschaften besitzt. Die chinesische Volkswirtschaft ist in absoluter Betrachtung zwar sehr groß, aber man muss beachten, dass diese Wirtschaftsleistung von einem Fünftel der Weltbevölkerung erbracht wird. Anderen Volkswirtschaften gelingt es, den gleichen oder einen größeren Output mit einer geringeren Bevölkerung zu erbringen. Somit zeige die Pro-Kopf-Betrachtung, „dass die chinesische Volkswirtschaft eine geringe Produktivität aufweist, ineffizient organisiert ist und ihrer Bevölkerung nur ein vergleichsweise niedriges Wohlfahrtsniveau bieten kann.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage, ob China als Weltwirtschaftsmacht oder Regionalmacht zu bezeichnen ist, unter Einbeziehung ökonomischer Expertenmeinungen.

I. „Weltmacht“ und „Weltwirtschaftsmacht“: Theoretische Herleitung der Kriterien, die eine Volkswirtschaft erfüllen muss, um als Weltwirtschaftsmacht globalen Einfluss auszuüben.

II. Die chinesische Volkswirtschaft in historischer Perspektive: Überblick über den wirtschaftlichen Niedergang bis Mitte des 20. Jahrhunderts und den radikalen Kurswechsel ab 1978.

III. Die chinesische Volkswirtschaft am Ende des 20. Jahrhunderts: Umfassende Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Stärken, der internationalen Integration und der bestehenden systemischen Probleme.

III.1 Die absolute und relative Größe der chinesischen Volkswirtschaft: Untersuchung des BIP-Wachstums und der Bedeutung der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung als Indikator für Produktivität.

III.2 Chinas Einbindung in die internationale Arbeitsteilung: Analyse des Außenhandels, der Direktinvestitionen und der Rolle Chinas in globalen Wertschöpfungsketten.

III.3 Chinas Einbindung in die supranationalen Gremien der Weltwirtschaft: Darstellung des WTO-Beitritts und des Einflusses Chinas auf globale Wirtschaftsregeln.

III.4 Die Bedeutung des Renminbi (RMB) im internationalen Währungssystem: Erläuterung der Rolle der chinesischen Währung unter Berücksichtigung der eingeschränkten Konvertibilität.

III.5 Wettbewerbskraft chinesischer Unternehmungen: Betrachtung der mikroökonomischen Ebene und der mangelnden globalen Konkurrenzfähigkeit chinesischer Staatsbetriebe.

III.6 Probleme der chinesischen Volkwirtschaft: Detaillierte Darstellung struktureller Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit, Regionalgefälle und ökologischer Schäden.

Schluss: China – eine Weltwirtschaftsmacht?: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass China eine "werdende" Macht mit erheblichen internen Defiziten bleibt.

Schlüsselwörter

Volksrepublik China, Weltwirtschaftsmacht, Wirtschaftsreformen, BIP-Wachstum, internationale Arbeitsteilung, Außenhandel, Welthandelsorganisation, Renminbi, Staatsunternehmen, Arbeitslosigkeit, Regionalgefälle, Transformationsprozess, Wettbewerbsfähigkeit, ökonomische Macht, strukturelle Probleme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und hinterfragt kritisch, ob das Land bereits den Status einer globalen Weltwirtschaftsmacht erreicht hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die ökonomische Leistungsfähigkeit Chinas, seine Integration in globale Institutionen und die internen strukturellen Herausforderungen des Landes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob China zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine tatsächliche Weltwirtschaftsmacht ist oder ob eine Einstufung als Regionalmacht im asiatischen Raum angemessener erscheint.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive und analytische Auseinandersetzung mit wirtschaftswissenschaftlichen Kriterien, basierend auf Literaturanalysen und statistischen Indikatoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die absolute und relative Größe der Wirtschaft, den Außenhandel, Währungsfragen sowie spezifische Probleme wie das regionale Gefälle und ökologische Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Weltwirtschaftsmacht, Wirtschaftsreformen, WTO, Transformation und strukturelle Defizite.

Warum spielt die absolute Größe des BIP allein keine entscheidende Rolle?

Die absolute Größe vernachlässigt die Pro-Kopf-Leistung. Da China eine sehr große Bevölkerung hat, ist die Produktivität im Verhältnis zu anderen Industrienationen eher gering.

Inwieweit beeinträchtigen soziale und ökologische Faktoren Chinas Aufstieg?

Soziale Spannungen durch Arbeitslosigkeit und massive ökologische Schäden erfordern hohe Investitionen und stellen ein Risiko für die Stabilität und das kontinuierliche Wachstum dar.

Wie bewerten die Autoren die Rolle chinesischer Unternehmen?

Die meisten chinesischen Unternehmen sind derzeit noch nicht in der Lage, auf globalen Oligopolmärkten wettbewerbsfähig zu agieren, da es oft an Know-how und moderner Managementpraxis mangelt.

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Details

Title
Die Volksrepublik China - Großmacht oder Nebenakteur der Weltwirtschaft?
College
University of Freiburg  (Seminar für Wissenschaftliche Politik)
Course
Die Außenpolitik der Volksrepublik China
Grade
1,3
Author
Judith Blum (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V68701
ISBN (eBook)
9783638611329
ISBN (Book)
9783638920940
Language
German
Tags
Volksrepublik China Großmacht Nebenakteur Weltwirtschaft Außenpolitik Volksrepublik China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Blum (Author), 2007, Die Volksrepublik China - Großmacht oder Nebenakteur der Weltwirtschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68701
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