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Weltgesellschaft: Kritisiert die Al Qaida die globalen Modelle der Weltgesellschaft?

Título: Weltgesellschaft: Kritisiert die Al Qaida die globalen Modelle der Weltgesellschaft?

Trabajo de Seminario , 2006 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Judith Bernet (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Otros
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Für lange Zeit war das Konzept der Nationalstaaten in der politischen Geographie sowie in den Gesellschaftswissenschaften das vorherrschende Prinzip, sie werden noch immer als „unverrückbare Bausteine“ (GEBHARDT et. al. 2006: 753) oder „unabhängige Entitäten“ (GREVE/HEINTZ 2005: 90) bezeichnet und bilden die Basis politischer Handlungen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Aber ist das wirklich alles? Oder gibt es Ansätze, mit denen sich viele Phänomene besser erklären lassen? Wie ist es zu erklären, dass sich viele Länder fast zur gleichen Zeit trotz unterschiedlichster Gesellschaft und Kultur ähnliche Ziele gesetzt haben und ähnliche Grundsätze verfolgen? Ein Erklärungsansatz für diese strukturellen Ähnlichkeiten ist die Idee der Weltgesellschaft. Hierbei wird angenommen, dass es eine Art Weltkultur gibt, die bestimmte Motive und Grundsätze umfasst, die trotz aller Unterschiede zwischen den Ländern weltweit anerkannt werden. Ist es möglich, dass es diese Weltkultur gibt oder geben wird? Wenn ja, besteht dann die Gefahr einer Auflösung der Nationalstaaten, wie es oft in der Globalisierungsdiskussion behauptet wird? Oder ist eine globale Ordnung denkbar, in der die Nationalstaaten ihren Platz und ihre Wichtigkeit behalten? In der Weltgesellschaftstheorie wird dies behauptet. Die vorliegende Arbeit widmet sich besonders den „globalen Modellen“ und der Frage, ob es nicht westliche Modelle sind. Die Fragestellung, unter der dies diskutiert werden soll, ist, ob die Al Qaida – als Beispiel eines Vertreters einer anderen Kultur – die globalen Modelle der Weltgesellschaft kritisiert. Die Al Qaida ist in ihrem Vorgehen sehr radikal, sie besteht aus Terroristen, doch ist die Frage interessant, ob hinter den terroristischen Akten nicht eine berechtigte Kritik steckt.
Im Folgenden soll zuerst auf den Gesellschaftsbegriff und auf die Schwierigkeiten einer Definition von Gesellschaft eingegangen werden. Die darauf folgenden Kapitel widmen sich den Vorläufertheorien, um zu der Entstehung der Weltgesellschaftstheorien hinzuführen und ihre Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Danach wird die Theorie von J.W. Meyer näher betrachtet, besonders die Rolle des Nationalstaates und die Rolle der Organisationen. Auf dieser Basis soll dann die oben genannte Fragestellung beantwortet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Eine Welt – eine Gesellschaft – eine Kultur?

2. Gesellschaft

3. Vorläufertheorien

3.1 Modernisierungstheorie

3.2 Dependenztheorie

3.3 Weltsystemtheorie nach Immanuel Wallerstein

4. Das Phänomen Weltgesellschaft

4.1 Gemeinsamkeiten der Weltgesellschaftstheorien

4.2 J.W. Meyer: Globale Modelle

4.3 Die Staatslosigkeit der Weltgesellschaft

4.4 Akteure der Weltgesellschaft

4.5 Entstehung der Weltgesellschaft seit 1945

4.6 Die Rolle des Nationalstaates in der Weltgesellschaft

4.7 Die Rolle der Organisationen in der Weltgesellschaft

5. Kritik an der Weltgesellschaft durch die Al Qaida

5.1 Kritik an den globalen Modellen

5.2 Struktur der Al Qaida

5.3 Ideologie und Ziele der Al Qaida

5.4 Widersprüche

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das theoretische Konzept der Weltgesellschaft und geht der Forschungsfrage nach, inwieweit die Terrororganisation Al Qaida als Vertreterin einer alternativen Kultur die als westlich geprägt geltenden "globalen Modelle" dieser Weltgesellschaft kritisiert.

  • Grundlagen und Definition des Gesellschaftsbegriffs in der Weltgesellschaft
  • Analyse historischer Vorläufertheorien wie Modernisierungs- und Dependenztheorie
  • Einführung in die Weltgesellschaftstheorie und das Modell der "globalen Modelle" nach John W. Meyer
  • Untersuchung der Rolle von Nationalstaaten und Organisationen in der Weltgesellschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie und Struktur von Al Qaida

Auszug aus dem Buch

4.2 John W. Meyer: Globale Modelle

Die Weltgesellschaftstheorie von John W. Meyer entstand Ende der 1970er und ist ein makrophänomenologischer Ansatz (MEYER et. al. 2005: 89). Meyer stellte zwischen Staaten und Gesellschaften auffällige Strukturähnlichkeiten fest, ohne dass sich die Gesellschaften an sich gleichen würden. Er stellte verschiedene Untersuchungen an, zuerst zum Bildungssystem, später analysierte er auch die Formation von Regimen, die wachsenden Frauenanteile in der Politik, das Entstehen von Verfassungen und den Prozess der Entkolonialisierung. Meyer war der Überzeugung, dass exogene Faktoren für nationalstaatliche Entwicklungen verantwortlich sind (WOBBE 2000: 28). So stellte er die These auf, dass jenseits der Nationalstaaten eine globale Wirklichkeit entstanden ist, die einen wachsenden Einfluss auf die einzelnen Länder hat (GREVE/HEINTZ 2005: 101), jedoch nicht in der Hinsicht, dass sich Staaten im Laufe der Zeit einander angleichen.

Meyer stellte sich als zentrale Frage, wie es trotz enormer sozialen, ökonomischen, politischen, historischen und geographischen Unterschiede zu solchen Strukturähnlichkeiten kommen kann (WOBBE 2000: 29). So gelangt Meyer zu der Theorie von sog. globalen Modellen. Beispiele hierfür sind: Gleichheit, sozioökonomischer Fortschritt, menschliche Entwicklung, Menschenrechte, nationale Verfassungen, Gleichberechtigung etc. Gemeinsam haben diese Modelle, dass sie „stark rationalisiert, klar formuliert und oft erstaunlich konsensfähig“ (MEYER et. al. 2005: 85) sind. Auffällig ist, dass viele dieser Modelle weltweit mehr oder weniger zeitgleich entstanden sind. Als Beispiel dient der wachsende Frauenanteil an den Universitäten. Man erwartet, dass der Frauenanteil in den westlichen Ländern stark gestiegen ist, in den islamischen Ländern jedoch weniger. Empirisch lässt sich dies aber widerlegen, der Anteil stieg weltweit ungefähr gleich (MEYER et. al. 2005: 96). Dies lässt sich durch das globale Modell „Gleichberechtigung der Frau“, das anscheinend in dieser Zeit entstand, erklären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eine Welt – eine Gesellschaft – eine Kultur?: Einleitung in die Problematik, ob trotz nationalstaatlicher Vielfalt ein globales Konzept der Weltgesellschaft existiert.

2. Gesellschaft: Erörterung des Gesellschaftsbegriffs und dessen klassischer Bindung an den Nationalstaat.

3. Vorläufertheorien: Darstellung theoretischer Vorläufermodelle, die den Weg zur systemtheoretischen Betrachtung der Welt ebneten.

4. Das Phänomen Weltgesellschaft: Analyse der modernen Weltgesellschaftstheorie und insbesondere der globalen Modelle von John W. Meyer.

5. Kritik an der Weltgesellschaft durch die Al Qaida: Untersuchung der Al Qaida als Akteur, der westlich geprägte globale Modelle ablehnt und kritisiert.

6. Resümee: Synthese der Ergebnisse und Reflexion darüber, ob eine konstruktive Diskussion zwischen dem globalen System und seinen Gegnern möglich ist.

Schlüsselwörter

Weltgesellschaft, Al Qaida, Globale Modelle, Nationalstaat, Globalisierung, Organisationen, John W. Meyer, Modernisierungstheorie, Weltsystemtheorie, Terrorismus, Westliche Modelle, Weltkultur, Weltanschauung, Internationale Beziehungen, Politische Geographie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Weltgesellschaftstheorie und untersucht, wie globale, westlich geprägte Modelle auf die Welt wirken und wo hierbei Konfliktpotentiale durch kulturelle Gegenbewegungen entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Soziologie, politische Geographie und Theorien internationaler Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Nationalstaaten, Organisationen und globalen Wertvorstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Al Qaida als prominentes Beispiel für einen Gegner westlicher Ideologie die Strukturen und globalen Modelle der Weltgesellschaft tatsächlich kritisiert oder ob sie diese systemimmanent selbst nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien, insbesondere des Neo-Institutionalismus nach J.W. Meyer, eine Fallstudie zu Al Qaida durchführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Vorläufertheorien, eine detaillierte Erläuterung der Weltgesellschaftstheorie (Modelle, Akteure, Struktur) sowie die darauf aufbauende kritische Analyse von Ideologie und Strategie der Al Qaida.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Weltgesellschaft, globale Modelle, Al Qaida, Internationalisierung, westliche Zivilisation und systemische Widersprüche.

Warum wird Al Qaida als Beispiel für eine Systemkritik herangezogen?

Weil die Al Qaida den Westen explizit als ideologischen Gegner benennt und gleichzeitig Strukturen aufweist, die für die globale Weltgesellschaft typisch sind, was einen interessanten Widerspruch darstellt.

Was bedeutet der Begriff "Globale Modelle" in der Theorie von Meyer?

Es handelt sich um rationale, weitgehend konsensfähige Leitbilder wie Menschenrechte oder Gleichberechtigung, die weltweit übernommen werden und das Handeln von Staaten und Akteuren legitimieren.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Weltgesellschaft: Kritisiert die Al Qaida die globalen Modelle der Weltgesellschaft?
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut )
Curso
Proseminar Politische Geographie
Calificación
1,7
Autor
Judith Bernet (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
17
No. de catálogo
V68735
ISBN (Ebook)
9783638600491
ISBN (Libro)
9783640659685
Idioma
Alemán
Etiqueta
Weltgesellschaft Kritisiert Qaida Modelle Weltgesellschaft Proseminar Politische Geographie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Judith Bernet (Autor), 2006, Weltgesellschaft: Kritisiert die Al Qaida die globalen Modelle der Weltgesellschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68735
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