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Depopularisierung von Städten und die ökonomischen Konsequenzen

Titre: Depopularisierung von Städten und die ökonomischen Konsequenzen

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lars Weddige (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie Economique
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Der Club der wachsenden Gemeinden wird kleiner und kleiner werden.“ 1 Diese Einschätzung von Heinrich Mäding zeigt, dass eine Analyse der Konsequenzen von schrumpfenden Städten nötig ist. Die Bearbeitung dieses Themas ist von besonderer Aktualität, da dieses Phänomen in massiver Weise seit den Pestwellen des 14. Jahrhunderts und den verheerenden Bevölkerungsverlusten im 30jährigen Krieg in Mitteleuropa nicht mehr so akut war wie es heutzutage in Ostdeutschland ist. Am stärksten betroffen waren dabei in den letzten Jahren Städte in der Größenordnung von 100.000-200.000 Einwohnern mit einer monostrukturellen Wirtschaft. Gera, Rostock, Halle und Schwerin verloren im Zeitraum von 1990 bis 2005 über 20% ihrer Einwohner. Man kann jedoch nicht pauschal für alle ostdeutschen Städte eine Stadtschrumpfung feststellen. Regionen wie das obere Elbtal oder das Osterzgebirge weisen durchaus positive Tendenzen auf. 3 Für die Verlierer-Regionen ist dies jedoch umso dramatischer, weil es gerade im Osten Deutschlands nicht nur eine Konkurrenz zwischen Städten um kaufkräftige und gut ausgebildete Einwohner gibt, sondern auch um Fördermittel. Falls vom Gießkannenprinzip abgegangen wird und zunehmend Regionen wie Dessau, Dresden, Halle, Leipzig gefördert werden, bleiben dementsprechend weniger Mittel für die restlichen Städte des Ostens übrig. Unter Depopularisierung von Städten versteht man das Sinken der Bevölkerungszahl innerhalb der politischen Grenzen einer Stadt. Aus statischer Sicht zählt jeder Einwohner zur Bevölkerung einer Stadt, der dort seinen ersten Wohnsitz gemeldet hat. Bewusst habe ich es vermieden, die Arbeit unter den Titel „Schrumpfende Städte“ zu stellen; denn in der Literatur umfasst dies mehr als nur eine Abnahme der Bevölkerung. Es soll eine Konzentration auf die ökonomischen Wirkungen einer schrumpfenden Bevölkerung auf eine Stadt erfolgen. Dabei ist es bisher umstritten, ob diese a priori als negativ bezeichnet werden können. 4 Diese Arbeit wird den Standpunkt vertreten, dass in der Summe negative ökonomische Konsequenzen zu erwarten sind. Auf Handlungsempfehlungen wird dabei weitestgehend verzichtet, um den Rahmen dieser Hausarbeit nicht zu sprengen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen der Depopularisierung

3. Folgen der Depopularisierung

3.1 Wachstum

3.2 Arbeitslosigkeit

3.3 Konsum

3.4 Humankapital

3.5 Wohnungsmarkt

3.6 Kommunale Finanzen

3.7 Städtische Versorgungsfunktion und Infrastruktur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Konsequenzen von schrumpfenden Städten, wobei der Fokus primär auf ostdeutschen Städten liegt. Es wird die Forschungsfrage untersucht, ob der Bevölkerungsrückgang a priori als negativ für die städtische Wirtschaftsentwicklung zu bewerten ist, wobei der Autor den Standpunkt vertritt, dass in der Summe negative ökonomische Konsequenzen dominieren.

  • Formen der Depopularisierung (Migration, Suburbanisierung, demographischer Wandel)
  • Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt
  • Folgen für den Konsum und den lokalen Einzelhandel
  • Veränderungen in der Humankapitalbildung
  • Problematiken des Wohnungsmarktes und des Stadtumbaus
  • Konsequenzen für die kommunalen Finanzen und die Infrastruktur

Auszug aus dem Buch

3.2 Arbeitslosigkeit

Auf den ersten Blick könnte man erwarten, dass bei einer Depopularisierung mehr Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und es somit zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit kommt. Zu beachten ist aber, dass die Prozesse in einer Volkswirtschaft nicht statischer Natur sind. Durch die Depopularisierung sinkt die Kaufkraft und somit geht auch die Nachfrage zurück. Dadurch wird weniger produziert und mit dem Rückgang der Produktion sinkt auch die Nachfrage nach Arbeit. Dies gilt allerdings insbesondere für den Dienstleistungsbereich und nur mit Einschränkungen für die Güterproduktion, da in einer globalisierten Welt die meisten Güter nur zu einem unerheblichen Teil in der Nähe ihrer Produktionsstätte auch konsumiert werden.

Es ist zu beachten, dass Arbeit kein homogenes Gut ist und für einen Arbeitsplatz, der durch den Wegzug eines Hochqualifizierten entstanden ist, nicht unbedingt ein Arbeitsloser mit den entsprechenden Qualifikationen zur Verfügung steht, der seinen Arbeitsplatz übernehmen könnte. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Humankapital in der Gesellschaft abnimmt. Dies steht in vielen Städten Ostdeutschlands durch den Wegzug qualifizierter Arbeiter und die Alterung der Gesellschaft zu befürchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz schrumpfender Städte in Ostdeutschland und definiert den Begriff der Depopularisierung als Ausgangspunkt der ökonomischen Analyse.

2. Formen der Depopularisierung: Dieses Kapitel unterscheidet drei Hauptursachen des Bevölkerungsverlusts: interregionale Migration, Suburbanisierung und demographische Prozesse wie sinkende Geburtenraten.

3. Folgen der Depopularisierung: Hier werden die ökonomischen Auswirkungen in den Bereichen Wachstum, Arbeitsmarkt, Konsum, Humankapital, Wohnungsmarkt, Finanzen und Infrastruktur systematisch untersucht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass überwiegend negative ökonomische Konsequenzen zu erwarten sind und betont, dass Stadtplanung unter Schrumpfungsbedingungen nur geringe politische Handlungsspielräume bietet.

Schlüsselwörter

Depopularisierung, Stadtökonomie, Ostdeutschland, Stadtschrumpfung, interregionale Migration, Suburbanisierung, Demographischer Wandel, Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Humankapital, Wohnungsmarkt, Kommunale Finanzen, Infrastruktur, Stadtumbau, Kaufkraft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Folgen, die ein Bevölkerungsrückgang – die sogenannte Depopularisierung – auf Städte, insbesondere im ostdeutschen Kontext, hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die verschiedenen Formen der Schrumpfung, deren Auswirkungen auf Wachstum, Arbeitsmarkt, Konsum, Humankapital, den Wohnungsmarkt, die kommunale Finanzlage sowie die städtische Infrastruktur.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage ist, ob die ökonomischen Konsequenzen einer schrumpfenden Bevölkerung a priori als negativ einzustufen sind oder ob das Konzept des "Gesundschrumpfens" greift.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Der Autor nutzt eine ökonomische Betrachtungsweise, unter anderem gestützt durch das Wachstumsmodell von Solow, sowie eine strukturierte Analyse von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen in den Folgeprozessen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie sich der Verlust an Einwohnern auf die ökonomische Leistungsfähigkeit der Kommunen und die Qualität der städtischen Angebote auswirkt.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Depopularisierung, Stadtökonomie, Bevölkerungsentwicklung, Standortfaktoren, städtischer Rückbau und kommunale Finanzkraft.

Warum unterscheidet der Autor streng zwischen verschiedenen Formen der Depopularisierung?

Da die ökonomischen Konsequenzen maßgeblich davon abhängen, ob die Menschen in eine andere Region abwandern, ins Umland ziehen oder ob der Rückgang primär demographisch bedingt ist, ist diese Differenzierung entscheidend für die Bewertung der Folgen.

Welches Fazit zieht der Autor zur Finanzlage schrumpfender Kommunen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Steueraufkommen sinkt und die Kommunen zunehmend unter Druck geraten, da Fixkosten für die Infrastruktur trotz sinkender Nutzerzahlen kaum gesenkt werden können, was langfristig die Finanzlage belastet.

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Résumé des informations

Titre
Depopularisierung von Städten und die ökonomischen Konsequenzen
Université
University of Mannheim
Cours
Stadtökonomie
Note
1,0
Auteur
Lars Weddige (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
18
N° de catalogue
V68774
ISBN (ebook)
9783638611428
Langue
allemand
mots-clé
Depopularisierung Städten Konsequenzen Stadtökonomie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lars Weddige (Auteur), 2006, Depopularisierung von Städten und die ökonomischen Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68774
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Extrait de  18  pages
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