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Die Kollektivgutproblematik in großen Gruppen

Título: Die Kollektivgutproblematik in großen Gruppen

Trabajo Escrito , 2006 , 13 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Sven Rohde (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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1965 veröffentlichte der Professor für Ökonomik Mancur Olson sein Werk „Die Logik kollektiven Handelns“, welches auch heute noch als eines der einflussreichsten aber auch umstrittensten Werke in den Sozialwissenschaften gilt. 1 Olson befasst sich in seiner Studie u.a. mit dem zentralen Problem der Erstellung von Kollektivgütern. Die gängige (Klassische Theorie von Gruppen/Organisationen) Meinung der Wissenschaft war bis zu Olsons Ausführungen, dass einzelne Mitglieder einer Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel so handeln werden, wenn sie sich rational im Eigeninteresse verhalten, dass dieses gemeinsame Ziel verwirklicht wird. Olson hingegen zeigt in seiner empirischen Arbeit auf, dass Mitglieder einer Organisation/Gruppe keine oder einen zu kleinen Anteil der Kosten übernehmen wollen, welche für die Erreichung des Ziels notwendig sind. 2 Olsons Arbeit begründete somit einen Paradigmenwechsel in der empirischen Forschung zu Kollektivgütern bzw. zur Kollektivgutproblematik. 3 Auf Grund der Tatsache, dass Olson die Gegebenheiten untersucht, unter welchen Umständen und Bedingungen Individuen gemeinsame Interessen und Ziele verfolgen ohne dabei den Marktmechanismus anzuwenden, bot „Die Logik kollektiven Handelns“ eine Option zum interdisziplinären Dialog zwischen Ökonomen, Soziologen und Politologen. In dieser Arbeit werde ich die Frage behandeln, warum es für große Gruppen und Organisationen schwer ist ein Kollektivgut herzustellen und welche Maßnahmen es erleichtern können die Gruppeninteressen zu erreichen? Ich werde in Kapitel 2 zunächst den Begriff der Gruppe vorstellen und die traditionelle Gruppentheorie Olsons Gruppentheorie gegenüberstellen, da Olsons Unterscheidung zwischen großen und kleinen Gruppen zentral für die Diskussion der Kollektivgutproblematik ist. Im darauf folgenden Kapitel (Kapitel 3) wird die Kollektivgutproblematik nach Olson behandelt und aufgezeigt warum es problematisch für große Gruppen ist Kollektivgüter zu produzieren. Darauf folgt in Kapitel 4 Kritik und Erweiterungen bezüglich Olsons Ansetzen zu Kollektivgutproblematik. Kapitel 5 bildet den Schluss dieser Arbeit, es fasst die gewonnenen Erkenntnisse abschließend zusammen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mancur Olsons Theorie der Gruppe

2.1. Eine allgemeine Definition

2.2. Die traditionelle Theorie der Gruppe

2.3. Olsons Kritik an der traditionellen Theorie und die Aufstellung einer eigenen Theorie

3. Kollektivgüter

3.1. Eine allgemeine Definition

3.2. Die Kollektivgutproblematik

3.3.Kritik und Erweiterungen zu Olsons Kollektivgutproblematik

4. Fazit/Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Bereitstellung von Kollektivgütern in großen Gruppen und analysiert kritisch die Theorie von Mancur Olson, um zu klären, warum kollektives Handeln häufig an der Trittbrettfahrerproblematik scheitert oder erfolgreich realisiert werden kann.

  • Grundlagen der Gruppentheorie nach Mancur Olson
  • Definition und Merkmale von Kollektivgütern
  • Das Trittbrettfahrer-Dilemma in Organisationen
  • Strategien zur Überwindung von Kollektivversagen (Zwang und selektive Anreize)
  • Kritische Würdigung und empirische Perspektiven auf Olsons Modell

Auszug aus dem Buch

3.3. Kritik und Erweiterungen zu Olsons Kollektivgutproblematik

Olson zeigt das Problem auf, dass obwohl es in einer Gruppe ein gemeinsames Interesse gibt, es nicht zwangsläufig zur Realisierung dieses Interesses kommt bzw. es nicht einmal zur Bildung einer Gruppe oder Organisation kommt, welche das Kollektivgut herstellt. Die von Olson in seinem Werk „Die Logik kollektiven Handelns“ angeführten Erklärungen und Lösungsversuche zu diesem Problem, machen Erweiterungen und Kritik notwendig. Olsons zentralen Lösungsansätze zur Kollektivgüterproblematik bzw. zum Organisationsproblem ist auf der einen Seite das Generieren von selektiven Anreizen und auf der anderen Seite das Ausüben von Zwang. Es muss jedoch angezweifelt werden, dass diese beiden Ansätze das Problem der Erstellung von Kollektivgütern befriedigend löst. Erstens sind individuelle Güter von ihrem Umfang nicht so sehr bedeutend, dass sie Nicht-Mitglieder dazu bewegen würden einer Gruppe (Gewerkschaft) beizutreten. Auch in qualitativer Hinsicht stehen private Güter dem Kollektivgut oft weit hinterher.

Des Weiteren ist zu beachten, dass selektive Anreize, insbesondere private Güter mit anderen Angeboten in markwirtschaftlichem Konkurrenzkampf stehen und sie somit vermutlich an Attraktivität verlieren. Darüber hinaus werden selektive Anreize in einer Gruppe, führen sie zu kollektivem Handeln, dazu führen, dass ein Kollektivgut erstellt wird, welche wiederum für alle Mitglieder zugänglich ist, auch für solche, die sich nicht am kollektiven Handeln beteiligt haben. Weiter stellt sich die Frage, wenn es wirklich so sein sollte, dass Mitglieder großer Gruppen, ausschließlich aufgrund von selektiven Anreizen Mitglied von Gruppen sind, warum beschränken sich große Gruppen nicht auf die Bereitstellung von selektiven Anreizen und vernachlässigen kollektive Ziele?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das einflussreiche Werk von Mancur Olson ein und erläutert den durch ihn angestoßenen Paradigmenwechsel in der Erforschung kollektiver Güter.

2. Mancur Olsons Theorie der Gruppe: Dieses Kapitel stellt die Definitionen von Gruppen vor und grenzt Olsons Modell von der traditionellen, instinktbasierten Gruppentheorie ab.

3. Kollektivgüter: Hier werden die ökonomischen Definitionen von Kollektivgütern dargelegt und die zentralen Probleme wie das Trittbrettfahrer-Dilemma sowie mögliche Lösungsansätze diskutiert.

4. Fazit/Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass Olsons Theorie zwar bahnbrechend war, aber aufgrund empirischer Befunde in ihrer Absolutheit kritisch zu hinterfragen bleibt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Kollektivgüter, Mancur Olson, Gruppentheorie, Trittbrettfahrer-Dilemma, kollektives Handeln, selektive Anreize, Organisationstheorie, rationales Handeln, öffentliche Güter, große Gruppen, kleine Gruppen, Politikwissenschaft, Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die „Logik kollektiven Handelns“ nach Mancur Olson und untersucht die Schwierigkeiten, die bei der Bereitstellung von Kollektivgütern, insbesondere in großen Gruppen, auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Theorie der Gruppen, die Definition von Kollektivgütern, das Trittbrettfahrer-Phänomen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Olsons Lösungsstrategien wie Zwang und selektive Anreize.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, warum große Gruppen Schwierigkeiten haben, Kollektivgüter zu erzeugen, und welche Bedingungen oder Maßnahmen die Erreichung gemeinsamer Ziele beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Literaturstudie der einschlägigen sozioökonomischen und politikwissenschaftlichen Standardwerke basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Gruppentheorie, die ökonomische Analyse der Kollektivgutproblematik und eine kritische Diskussion der Erweiterungsvorschläge zu Olsons Ansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kollektivgutproblematik, Trittbrettfahrer, Rationalität, selektive Anreize und Gruppeninteresse.

Warum hält Olson die Erstellung von Kollektivgütern in großen Gruppen für schwierig?

Laut Olson liegt dies an der fehlenden Verhaltenskontrolle und dem Anreiz für Individuen, sich als „Trittbrettfahrer“ an der Nutzung des Gutes zu beteiligen, ohne die Kosten der Herstellung mitzutragen.

Welche Rolle spielen „selektive Anreize“ in Olsons Theorie?

Sie dienen als notwendiges Korrektiv, um Individuen in großen Gruppen dazu zu bewegen, sich am kollektiven Handeln zu beteiligen, da sie ausschließbare Vorteile bieten, die nur Mitgliedern zugutekommen.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Kollektivgutproblematik in großen Gruppen
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Seminar im Grundstudium
Calificación
2,7
Autor
Sven Rohde (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
13
No. de catálogo
V68779
ISBN (Ebook)
9783638611442
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kollektivgutproblematik Gruppen Seminar Grundstudium
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sven Rohde (Autor), 2006, Die Kollektivgutproblematik in großen Gruppen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68779
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