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Burnout. Neues Modewort oder psychosoziales Problem?

Title: Burnout. Neues Modewort oder psychosoziales Problem?

Intermediate Diploma Thesis , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Michel (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Es gibt so viele Gründe alles beim Alten zu belassen und nur einen einzigen, doch etwas zu ändern: Du hältst es einfach nicht mehr aus! ( H.C. Flemming) „Ich bin so gestresst..., ich weiß gar nicht mehr wie ich das alles schaffen soll…“ Stress - ein gängiger Begriff unserer heutigen modernen, wettbewerbsorientierten „Ellenbogen-Gesellschaft“. Der Konkurrenzdruck ist im Laufe der Jahre stark gestiegen, die Erwartungen an den/die ArbeitnehmerIn werden zunehmend höher. Jeder, der einen Arbeitsplatz hat, hält mit allen Mitteln daran fest. Die persönlichen Ressourcen werden bis aufs Äußerste ausgeschöpft, Menschen gehen an ihre körperlichen Grenzen. Nichts scheint so wichtig zu sein wie der berufliche Erfolg und eine glänzende Karriere. Ein Termin jagt den anderen, die Arbeit staut sich bis spät in die Nacht. Doch wo bleibt die Zeit für einen selbst, die Zeit zum entspannen und erholen? Stress kann jedem Menschen widerfahren, sei es im persönlichen, familiären Bereich oder auf der beruflichen Ebene. Es hängt jedoch immer von der einzelnen Person ab, wie diese mit stressigen Situationen umgeht und diese bewertet. Vielen Menschen macht der Stress nichts aus, sie finden z.B. Ausgleich in der Familie, beim Sport oder im Freundeskreis.
Aber was ist mit den Menschen, die dem Druck der Erwartungen, die auf ihnen lasten, nicht standhalten können? Menschen, die anfangen an sich zu zweifeln und keinen Sinn mehr sehen in dem, was sie tun? Menschen, die am Stress förmlich “zerbrechen“? Das Anliegen meiner Arbeit ist es, eine besondere Form von Stress darzustellen: das Burnout -Syndrom.
Der Begriff Burnout ist heute bereits in aller Munde, aber deshalb noch lange keine Diagnose - noch nicht. Es ist aber sehr wohl ein ernstzunehmender Zustand, der immer häufiger wird und der verhängnisvolle Konsequenzen für den Betroffenen und sein Umfeld hat: Beruf, Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, nicht zuletzt für die Gesundheit. In letzter Zeit geriet das Burnout-Syndrom zunehmend ins Blickfeld der Medien, nachdem einige Fälle unter Sportlern bekannt wurden. Der Profifußballer Sebastian Deisler litt lange unter den Folgen des Burnout-Syndroms und der Skispringer Sven Hannawald musste als Konsequenz von Burnout seine Karriere beenden. Auch der Sänger Robbie Williams ist vom Burnout-Syndrom betroffen, er sagte deshalb jüngst seine Tournee ab. Immer wieder hört man von Menschen, die am Burnout-Syndrom leiden, und die Anzahl der Betroffenen vermehrt sich in Deutschland zunehmend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Burnout und Stress

3. Was bedeutet der Begriff Burnout?

3.1. Von den Anfängen der Burnout-Forschung bis heute

3.1.1 Der Begriff der Modekrankheit

3.1.2 Die Geschichte des Begriffes Burnout

3.2. Die Messung von Burnout

3.2.1. Problematik bei der Messung

4. Der Burnout-Prozess

4.1. Beispiel

4.2. Ursachen von Burnout

4.3 Wer kann davon betroffen sein?

4.4. Wie verläuft Burnout?

4.5. Weil wir nicht leben, um zu arbeiten: Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

5. Abgrenzung Burnout - Depression

6. Fazit: Das Burnout Syndrom- neues Modewort oder psychosoziales Problem?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Burnout-Syndrom, um zu klären, ob es sich lediglich um ein aktuelles Modewort handelt oder um ein ernsthaftes psychosoziales Problem, das schwerwiegende Konsequenzen für die Betroffenen hat. Dabei wird der Entwicklungsprozess des Syndroms analysiert und von Depressionen abgegrenzt.

  • Definition von Stress als Grundlage für Burnout
  • Historische Entwicklung und Messinstrumente des Burnout-Syndroms
  • Analyse des Burnout-Prozesses anhand von Phasenmodellen
  • Identifikation von Ursachen und gefährdeten Personengruppen
  • Abgrenzung zwischen Burnout-Syndrom und klinischer Depression

Auszug aus dem Buch

4.1. Beispiel

„Für die Altenpflegerin Sandra L. (47 Jahre) war es immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, alles zum Wohle der von ihr betreuten Menschen zu tun, sich in ihrem Beruf stets tausendprozentig einzusetzen. Sicher, die Bezahlung könnte besser sein und Anerkennung ihrer aufopfernden Arbeit durch die Heimleitung war praktisch nicht vorhanden. Doch Frau L. dachte oft: „Sind dankbare Gesichter oder ein freundlicher Händedruck der armen alten Leute nicht viel mehr wert als Geld und Lob?“ Sandra L. war schon immer ein Typ gewesen, der sich für andere einsetzte, „unsere Idealistin“ hatte ihr Bruder immer gesagt. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend war – sie tat alles, um zu helfen. Und trotzdem – irgendwie schien alles nicht genug zu sein, immer noch mehr schien gefordert zu werden. Und noch mehr versuchte sie, den Erwartungen gerecht zu werden, auch dann noch, als aus Rationalisierungsgründen die Zeit immer knapper wurde. Bis sie merkte, wie sie innerlich einen immer stärkeren Widerwillen entwickelte und sie sich immer mehr überwinden musste. Bis sie selbst erschrak, wie sie den alten Menschen erst mit immer stärkerer Gleichgültigkeit und schließlich mit Verachtung entgegentrat. Bis sie das Gefühl hatte: Es geht nicht mehr...“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Leistungsdruck in der modernen Gesellschaft und führt in das Burnout-Syndrom als ernstzunehmende gesundheitliche Problematik ein.

2. Burnout und Stress: Dieses Kapitel definiert Stress als Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Bewältigungsmöglichkeiten, das bei Dauerbelastung in einen Erschöpfungszustand – Burnout – münden kann.

3. Was bedeutet der Begriff Burnout?: Hier wird die historische Entwicklung der Burnout-Forschung nachgezeichnet, der Begriff der „Modekrankheit“ kritisch beleuchtet und die methodische Messung mittels Inventaren wie dem MBI erläutert.

4. Der Burnout-Prozess: Das Kapitel veranschaulicht den schleichenden Verlauf von Burnout in verschiedenen Stadien anhand eines Praxisbeispiels, untersucht Ursachen und Berufsgruppen sowie Therapiemöglichkeiten.

5. Abgrenzung Burnout - Depression: Es wird der Unterschied zwischen dem arbeitsbezogenen Burnout-Syndrom und der klinischen Depression herausgearbeitet, wobei Burnout als mögliche Vorstufe der Depression identifiziert wird.

6. Fazit: Das Burnout Syndrom- neues Modewort oder psychosoziales Problem?: Das Fazit resümiert, dass Burnout aufgrund der hohen Betroffenenzahlen ein reales, wirtschaftlich und psychosozial schwerwiegendes Problem darstellt und nicht auf die Ebene eines bloßen Modewortes reduziert werden darf.

Schlüsselwörter

Burnout-Syndrom, Stress, Burnout-Prozess, Erschöpfungszustand, Modekrankheit, Arbeitsbelastung, Depression, Prävention, Maslach Burnout Inventory, berufliche Überforderung, psychosoziale Belastung, Leistungsdruck, Burnout-Spirale, innere Kündigung, Krisenbewältigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Burnout-Syndrom im Kontext der modernen Arbeitswelt und untersucht, ob dieses Phänomen als bloßes Modewort oder als ernsthaftes psychosoziales Problem zu betrachten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Stressdefinition, der wissenschaftlichen Definition von Burnout, dem Phasenmodell des Burnout-Prozesses, den Ursachen und betroffenen Berufsgruppen sowie der notwendigen Abgrenzung zu klinischen Depressionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Brisanz von Burnout als gesundheitliches Risiko in einer leistungsoptimierten Gesellschaft zu verdeutlichen und aufzuzeigen, dass es eine schwerwiegende psychosoziale Problematik darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis soziologischer und psychologischer Fachliteratur, die durch empirische Erkenntnisse (z.B. Maslach Burnout Inventory) und aktuelle Fallbeispiele ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und den Verlauf von Burnout, diskutiert Messmethoden und ihre Problematik, beleuchtet Therapieansätze und führt eine differenzierte Abgrenzung zur klinischen Depression durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Burnout-Syndrom, Erschöpfung, Arbeitsbelastung, Stress, Depression und psychosoziale Belastung definieren.

Was genau ist die „Burnout-Spirale“?

Die Burnout-Spirale beschreibt den schleichenden Prozess, in dem betroffene Personen durch überhöhte Erwartungen an sich selbst und mangelnde Erholungsphasen immer tiefer in einen dauerhaften Erschöpfungszustand geraten, der sich zeitlich beschleunigt.

Warum ist die Abgrenzung zur Depression so wichtig?

Die Abgrenzung ist essenziell, da Burnout primär arbeitsbezogen ist, während sich Depressionen auf den gesamten Lebensalltag auswirken können; dennoch ist Burnout als ernstzunehmende Vorstufe einer klinischen Depression zu verstehen.

Welche Rolle spielt soziale Unterstützung?

Soziale Unterstützung fungiert als wichtiger Puffer, da sie einen dämpfenden Effekt auf die Burnout-Entwicklung hat, während bei einer klinischen Depression die Hoffnungslosigkeit oft den gesamten Lebensbereich erfasst.

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Details

Title
Burnout. Neues Modewort oder psychosoziales Problem?
College
University of Göttingen
Grade
1,3
Author
Anne Michel (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V68863
ISBN (eBook)
9783638611794
Language
German
Tags
Burnout Neues Modewort Problem Thema Burnout
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Michel (Author), 2006, Burnout. Neues Modewort oder psychosoziales Problem?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68863
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