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Erarbeitung einer Handlungstheorie für einen gemeindepsychiatrischen Wohnverbund

Title: Erarbeitung einer Handlungstheorie für einen gemeindepsychiatrischen Wohnverbund

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author), Robert Sommer (Author)

Social Work
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In der folgenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, das sozialarbeiterische Handeln innerhalb eines Gemeindepsychiatrischen Wohnverbundes in Jena theoretisch zu reflektieren. Der Wohnverbund ist eine gGmbH des Vereines „Aktion Wandlungswelten“ und hat sich einer lebensweltorientierten Arbeit mit chronisch psychisch kranken Menschen verschrieben. Die sozialpsychiatrischen Hilfen sind auf die Mobilisierung von Selbsthilfepotenzialen in den Bereichen Wohnen, Alltagsgestaltung, Gesundheitsführsorge und insbesondere auf die Förderung und Stabilisierung der Fähigkeiten zur Selbstversorgung ausgerichtet . In dem Seminar „ Theorien sozialer Arbeit II“ wurde in spezifischer Art und Weise die handlungstheoretischen Aspekte von sozialer Arbeit behandelt. Weiterhin beschäftigte uns die Frage: Was ist eine Handlungstheorie und wie wird diese entwickelt?
Claus Reis defininiert aus soziologischer Sicht:“ Als Handlungstheorie lässt sich eine Gruppe soziologischer Theorien bezeichnen, die ihr gemeinsames Merkmal darin finden, dass sie gesellschaftliche Systeme auf soziales Handeln in sozialen Situationen zurückführen und dabei Organisationen, Institutionen und soziale Strukturen aus der Perspektive sozialer Akteure zu erschließen versuchen“
Von dieser ehr allgemeinen Definition ausgehend soll hier sozialarbeiterisches Handeln untersucht werden, um eine theoretische Untermauerung der KlientInnen bezogenen Arbeit im Wohnverbund zu liefern. Dabei stützen wir uns auf das professionelle Handlungsmodell von Sylvia Staub- Bernasconie. Der Hilfeprozess soll in dieser Arbeit in zeitlicher Abfolge auf die relevanten Wissensbereiche untersucht werden. Ausgehend vom Gegenstandswissen soll versucht werden über Erklärungswissen, Wertewissen, Verfahrenswissen hin zum Evaluationswissen das praktische sozialarbeiterische Handeln in dem Feld der gemeindenahen Psychiatrie theoretisch so zu untermauern, dass eine brauchbare Handlungstheorie entsteht.
Diese Hausarbeit wurde gemeinsam entwickelt, wobei das Gegenstandswissen, Erklärungswissen und Evaluationswissen von Daniel Elste, und die Bereiche des Werte – und Verfahrenswissens durch Robert Sommer ausgearbeitet wurden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand der sozialen Arbeit mit psychisch kranken Menschen in

Wohninstitutionen

2.1Ausstattungsprobleme

2.2 Austauschprobleme

2.3 Machtprobleme

2.4 Werte- und Kriterienprobleme

2.5 Zusammenfassung

3. Erklärungswissen in der Arbeit mit psychisch Kranken

4. Wertewissen

4.1 „Ist“ Zustand und „wünschbaren“ Zustände

4.2 Die Strukturellen Möglichkeiten

4.3 Wie viel ist einer Gesellschaft die Hilfe für psychisch erkrankte Menschen wert?

5. Verfahrenswissen

5.1 Konzept

5.1 Methode

5.2 Techniken

6. Evaluationswissen

6.1. Evaluation der Fachkräfte in der Einzelfallhilfe

6.2.1. Die Vergangenheitsbezogene Bewertung

6.1.2. Die umweltorientierte Bewertung

6.1.3 Die subjektbezogene Bewertung

6.1.4. Die perspektivische Bewertung

7. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das sozialarbeiterische Handeln innerhalb eines gemeindepsychiatrischen Wohnverbundes auf Basis des Handlungsmodells von Sylvia Staub-Bernasconi theoretisch zu reflektieren und eine fundierte Handlungstheorie für die Praxis zu entwickeln.

  • Analyse des Gegenstandswissens zur Identifikation von Problemkomplexen in Wohninstitutionen.
  • Erklärungswissen als Grundlage für die Fallarbeit und das Verständnis psychischer Erkrankungen.
  • Wertewissen als ethische Basis für die Gestaltung von Hilfeprozessen und Zielformulierungen.
  • Verfahrenswissen zur methodischen Steuerung von Hilfeprozessen, insbesondere durch den IBRP.
  • Evaluationswissen zur systematischen Überprüfung der Wirksamkeit sozialarbeiterischer Maßnahmen.

Auszug aus dem Buch

2.1Ausstattungsprobleme

Die Menschen im sozialpsychiatrischen Wohnheim sind aufgrund ihrer Erkrankung und damit zusammenhängenden Fähigkeitsstörungen in den psychischen Grundfunktionen und in der Alltagsbewältigung eingeschränkt in der Beschaffung und Ausstattung von materiellen und immateriellen Gütern. Daraus ergeben sich Defizite in der Partizipation an „medizinischen, psychischen, sozialen und kulturellen Ressourcen einer Gesellschaft (…)“ Dieser Mangel an Möglichkeiten der Ressourcennutzung hat unzureichende Bedürfniserfüllung zur Folge.

Lazarus betont weiterhin, dass psychisch kranke Menschen einem Missverhältnis zwischen verfügbaren Ressourcen und Alltagsanforderungen gegenüberstehen: „ Es entwickelt sich eine komplexe Belastungsspirale, die schließlich zum Verlust funktionierender und befriedigender Alltagsgestaltung führen kann“. So konnte ich feststellen, dass nahezu alle Bewohnern im Wohnheim beispielsweise den Anforderungen des 1. Arbeitsmarktes oder denen einer weitgehend autonomen Lebensführung nicht gewachsen wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit setzt sich zum Ziel, das sozialarbeiterische Handeln im gemeindepsychiatrischen Wohnverbund Jena auf Basis einer Handlungstheorie zu reflektieren.

2. Gegenstand der sozialen Arbeit mit psychisch kranken Menschen in Wohninstitutionen: Es werden vier zentrale Problemkomplexe identifiziert, anhand derer die spezifischen Herausforderungen im Wohnverbund theoretisch beschrieben werden.

3. Erklärungswissen in der Arbeit mit psychisch Kranken: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung und Bedingungen psychischer Krankheiten und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen sozialpsychiatrischen Verständnisses.

4. Wertewissen: Hier wird der Fokus auf ethische Analysen, wünschbare Zustände und die gesellschaftliche Finanzierung der Hilfe für psychisch erkrankte Menschen gelegt.

5. Verfahrenswissen: Das Kapitel befasst sich mit konkreten Handlungsanweisungen und Methoden, insbesondere der Nutzung des Integrierten Behandlungs- und Rehabilitationsplans (IBRP).

6. Evaluationswissen: Es wird die systematische und kriterienbezogene Bewertung von Maßnahmen in der Einzelfallhilfe sowie die Rolle der Dokumentation und Konferenzen erörtert.

7. Schluss: Die Autoren ziehen ein Resümee über die Grenzen der Handlungstheorie und die Spannungsfelder zwischen Anspruch und institutioneller Wirklichkeit.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Gemeindepsychiatrischer Wohnverbund, Handlungstheorie, Staub-Bernasconi, psychische Erkrankung, Gegenstandswissen, Erklärungswissen, Wertewissen, Verfahrenswissen, Evaluationswissen, IBRP, Einzelfallhilfe, Autonomie, Rehabilitation, Lebensweltorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit reflektiert das professionelle Handeln in der gemeindepsychiatrischen Wohnarbeit und versucht, dieses durch die Anwendung einer handlungstheoretischen Systematik zu begründen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen das Gegenstands-, Erklärungs-, Werte-, Verfahrens- und Evaluationswissen gemäß des Modells von Staub-Bernasconi.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine theoretische Untermauerung für die klientenbezogene Arbeit im Wohnverbund zu liefern, um eine brauchbare Handlungstheorie zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Die Autoren nutzen eine handlungstheoretische Reflexion, die den Hilfeprozess in zeitlicher Abfolge anhand der fünf Wissensbereiche von Staub-Bernasconi analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Problemkomplexen, die Analyse der Krankheitsentstehung, die ethische Wertereflexion, die praktische Anwendung von Methoden (IBRP) sowie Verfahren zur Evaluation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Sozialpsychiatrische Hilfe, Handlungstheorie, IBRP, Lebensweltorientierung und Rehabilitation sind prägende Begriffe dieser Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Bewertung in der Einzelfallhilfe?

Die Evaluation erfolgt in vier Dimensionen: vergangenheitsbezogen, umweltorientiert, subjektbezogen und perspektivisch.

Welche Bedeutung hat der IBRP im untersuchten Wohnverbund?

Der IBRP dient als standardisiertes und wissenschaftlich fundiertes Instrument, das die individuellen Ziele, Methoden und Fähigkeiten des Bewohners in einen strukturierten Prozess bringt.

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Details

Title
Erarbeitung einer Handlungstheorie für einen gemeindepsychiatrischen Wohnverbund
College
Erfurt University of Applied Sciences
Course
Theorie der sozialen Arbeit
Grade
2,0
Authors
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author), Robert Sommer (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V69024
ISBN (eBook)
9783638596312
ISBN (Book)
9783638694667
Language
German
Tags
Erarbeitung Handlungstheorie Wohnverbund Theorie Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge Daniel Elste (Author), Robert Sommer (Author), 2007, Erarbeitung einer Handlungstheorie für einen gemeindepsychiatrischen Wohnverbund , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69024
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