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Einige Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter

Title: Einige Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michaela Steiner (Author)

Psychology - Diagnostics
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„Sprache ist das Kommunikationsmittel des Menschen, gekennzeichnet durch die Verwendung arbiträrer (willkürlicher) gesprochener oder geschriebener Symbole mit festgelegter Bedeutung. Sprache lässt sich definieren als Zeichensystem zum Zweck der Kommunikation.“ (© 1993-2006 Microsoft Corporation. Stichwort: Sprache) Die Grundlage der Sprache bilden Übereinkünfte über die Kombination von Lauten zu bedeutungsvollen Einheiten und von Worten zu Sätzen. Die Sprache spielt eine zentrale Rolle im menschlichen Leben. Sie ist der Grundstein für die Kommunikation mit anderen Menschen. Der Erwerb von Sprache steht außerdem in engem Zusammenhang mit dem von kognitiven und sozialen Fähigkeiten, kulturellen Formen und Wissen. Wir vollziehen unsere Wahrnehmung und unser Denken im Rahmen unserer individuellen sprachlichen Möglichkeiten. So bestimmt Sprache unser Denken in erheblicher Weise. Da wir unsere Umwelt nur im Rahmen unserer Begrifflichkeit verstehen können und es die Sprache ist, die uns diese Begrifflichkeit liefert, kann sich unser Denken nur innerhalb dieser Grenzen vollziehen. Jeder Mensch lebt also in seinem individuellen kognitiven Universum. Da die Entwicklung der Sprache nicht getrennt von der Entwicklung anderer Fähigkeits- und Leistungsbereiche verläuft, verweisen Störungen der sprachlichen Kompetenz entsprechend immer auch auf Störungen in den nichtsprachlichen Bereichen. Diese sind z.B. die Wahrnehmung, die Motorik, die Spielentwicklung und das soziale und emotionale Verhalten. Denn Sprache gibt uns die Möglichkeit, Emotionen auszudrücken. Zum einen können wir unsere Gefühle konkret benennen und sie somit anderen mitteilen und zum anderen drücken sich unsere Gefühle oftmals durch die Stimmlage, Lautstärke und Betonung unseres Gesprochenen aus. Schon Babys sind in der Lage, sehr früh auf soziale Beziehungen zu reagieren und diese nachzuahmen. Kinder wissen also zu interagieren, bevor sie sprechen können. Weil dieses soziale Wissen dem Spracherwerb vorangeht, kann dieser, hat er einmal begonnen, erstaunlich schnell vorangehen. Wir bedienen uns der Sprache nicht nur zeitlebens als Mittel sozialer Interaktion, sondern können Sprache offenbar nur lernen, weil wir wissen, wie man agiert. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

a) Definition und Funktion von Sprache

b) Eigene Motivation zur Themenwahl

1.) Kriterien für eine normal verlaufende Sprachentwicklung

1.1) Phonologischer Spracherwerb

1.2) Die Sprachentwicklung und deren Voraussetzungen

1.3) Unterschiedlichkeiten in der Entwicklung

1.4) Bedeutung des Hör-, vor allem aber des Tastsinns für die Sprachentwicklung

2.) Sprachstörungen

2.1) Beobachtungskriterien zum Erkennen von Sprachauffälligkeiten

2.2) Mögliche Ursachen

2.2.1 Primäre und sekundäre Sozialisation

2.2.2) Soziokulturelle Ursachen

2.2.3) Organische Ursachen

2.2.4) Vererbte Ursachen

2.2.5) Psychische Ursachen

2.3) Eine Auswahl an Sprachentwicklungsverzögerungen/Sprachstörungen

2.4) Zwei ausgewählte Sprechstörungen

3) Folgen/Auswirkungen von Sprachstörungen

4.) Literatur – und Quellenangaben

Printmedien:

Internetquellen:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, einen Überblick über Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter zu geben, deren Ursachen zu beleuchten sowie die schwerwiegenden psycho-sozialen Auswirkungen für die betroffenen Kinder zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit dem Verständnis der komplexen Genese dieser Störungen und der Notwendigkeit frühzeitiger diagnostischer und therapeutischer Interventionen.

  • Kriterien einer physiologischen Sprachentwicklung
  • Differenzierung zwischen Sprach- und Sprechstörungen
  • Multifaktorielle Ursachenforschung (soziokulturell, organisch, psychisch)
  • Die Auswirkungen von Störungen auf das soziale Selbstkonzept
  • Ansätze für eine ursachenorientierte Unterstützung und Therapie

Auszug aus dem Buch

1.2) Die Sprachentwicklung und deren Voraussetzungen

Obwohl der Erwerb der Sprache ein sehr komplizierter Vorgang ist, scheint es manchmal, als ob er ganz nebenbei verliefe. Um sprechen zu lernen, müssen jedoch viele Voraussetzungen aufseiten des Kindes und aufseiten seiner Umgebung erfüllt sein.

Die Sprachentwicklung lässt sich gut mit dem Wachsen eines Baumes vergleichen (siehe Abb. 1: Der Sprachbaum, http://www.rett-syndrom.de/bilder/sprachbaum.jpg).

Die aktive Sprache ist nur die Krone bzw. das Blattwerk des Baumes. Damit die Äste (Wortschatz, Artikulation und Grammatik) sich verzweigen können und dick und kräftig werden, ohne sich gegenseitig zu behindern, muss die Krone aus einem tragfähigen Stamm entstehen: nämlich aus dem Sprachverständnis, der Freude am Umgang mit Sprache und der Motivation zum Sprechen. Aber der Stamm benötigt auch Wurzeln, ohne die der Baum weder standfest wird noch Nahrung bekommen kann. Diese Wurzeln stehen für die Sinneserfahrungen, die Hirnreifung, die geistige und sozialemotionale Entwicklung, also alle grundlegenden Entwicklungsprozesse, die das Kind durchlaufen muss, um Sprache überhaupt erwerben zu können.

Diese „Wurzeln“ müssen zuerst wachsen und festen Halt im Boden finden. Erst wenn alle Teilfertigkeiten miteinander in Beziehung gesetzt werden und das Kind sie zum zweckgerichteten Handeln einsetzten kann, spricht man von einer sensomotorischen Integration. Nur wenn diese stattgefunden hat, ist das Kind in der Lage, Sprache störungsfrei zu erlernen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Hier wird Sprache als grundlegendes Kommunikationsmittel definiert und die persönliche Motivation der Autorin dargelegt, sich im Rahmen ihres Praktikums mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

1.) Kriterien für eine normal verlaufende Sprachentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Meilensteine des Spracherwerbs sowie die Bedeutung der sensorischen Wahrnehmung für eine gesunde Entwicklung.

2.) Sprachstörungen: Es werden die verschiedenen Formen von Sprach- und Sprechstörungen sowie deren komplexe Ursachenfelder von der Sozialisation bis hin zu organischen Faktoren analysiert.

3) Folgen/Auswirkungen von Sprachstörungen: Dieses Kapitel thematisiert die negativen psychosozialen Konsequenzen und die Gefahr der Entstehung einer „negativen Spirale“ für die betroffenen Kinder.

4.) Literatur – und Quellenangaben: Abschlussverzeichnis der verwendeten Print- und Internetmedien.

Schlüsselwörter

Sprachentwicklung, Sprachstörungen, Sprechstörungen, Artikulation, Dysgrammatismus, Dyslalie, Stottern, Mutismus, Psychodiagnostik, Sozialisation, Sprachverständnis, Frühförderung, Kommunikation, sensomotorische Integration, Sprachentwicklungsstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der kindlichen Sprachentwicklung und analysiert verschiedene Sprach- und Sprechstörungen im Kontext der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den normalen Spracherwerb, die verschiedenen Ursachen für Störungen (soziokulturell, psychisch, organisch) sowie die sozialen Auswirkungen auf das betroffene Kind.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für Sprachauffälligkeiten zu schaffen und die Notwendigkeit frühzeitiger, individueller Hilfemaßnahmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie ihre eigenen praktischen Beobachtungen aus einem heilpädagogischen Umfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sprachentwicklungsphasen, die Differenzierung von Störungsbildern und die kritische Auseinandersetzung mit den psychosozialen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachstörung, Kommunikation, Sozialisation und Diagnostik geprägt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Sprachentwicklungsstörung und Sprechstörung?

Die Arbeit differenziert so, dass bei Sprechstörungen der artikulatorische Bereich (z.B. Dyslalie) betroffen ist, während bei Sprachstörungen der Erwerb des abstrakten Systems „Sprache“ gestört ist.

Welche Rolle spielt die Umwelt nach dem „Sprachbaum“-Modell?

Die Umwelt (Boden, Sonne, Gießkanne) fungiert als essenzieller Unterstützer für das Gedeihen der sprachlichen Fähigkeiten durch Liebe, Zuwendung und Anregung.

Wie wird der Zusammenhang zwischen Stottern und Intelligenz bewertet?

Die Arbeit stellt klar, dass Sprachauffälligkeiten nicht auf eine geringere Intelligenz zurückzuführen sind und kritisiert die stigmatisierende Darstellung in den Medien.

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Details

Title
Einige Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter
College
University of Bamberg  (Fachbereich Soziale Arbeit)
Course
Seminar: Psychodiagnostik in der Sozialen Arbeit
Grade
1,0
Author
Michaela Steiner (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V69043
ISBN (eBook)
9783638612357
Language
German
Tags
Einige Sprach- Sprechstörungen Kindesalter Seminar Psychodiagnostik Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Steiner (Author), 2006, Einige Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69043
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