Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich denke, dass es an der Zeit ist, die drogenpolitische Situation in Deutschland zu betrachten und eventuell Diskussionen über Verbesserungsvorschläge zu eröffnen.
Im Folgenden gebe ich einen kurzen geschichtlichen Abriss zur Entstehung des Cannabisverbotes in Deutschland. Danach werde ich mich mit der jetzigen rechtlichen Lage beschäftigen und folglich die konservative Seite, welche sich gegen eine Cannabisreform ausspricht und die liberale Seite, welche die Cannabislegalisierung befürwortet, gegenüberstellen. Zum Schluss werde ich die Arbeit kurz zusammenfassen und meine eigene Meinung zum Thema darlegen.
Ziel dieser Arbeit ist es, Einblick in die Sichtweisen der beiden gegenüberstehenden Seiten zu gewinnen und sich dadurch eine eigene Meinung bilden zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung
3. Begriffserklärung
3.1. Cannabis
3.2. Drogenpolitik/Cannabispolitik
4. Rechtliche Situation in Deutschland
4.1. Die Geschichte des Cannabisverbotes
4.2. Derzeitige rechtliche Lage
4.3. Cannabis im Straßenverkehr
5. Positionen
5.1. Positionen der Parteien
5.2. Konservative Position
5.3. Liberale Position
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die drogenpolitische Situation in Deutschland im Kontext der Debatte um eine Cannabislegalisierung. Ziel ist es, die gegensätzlichen Sichtweisen der konservativen und liberalen Seite gegenüberzustellen, um ein besseres Verständnis für das Spannungsfeld zwischen staatlicher Schutzfunktion und dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen zu gewinnen.
- Historische Entwicklung des Cannabisverbots in Deutschland
- Analyse der aktuellen rechtlichen Situation und strafrechtlicher Grauzonen
- Gegenüberstellung der Positionen politischer Akteure und gesellschaftlicher Gruppen
- Ethische Bewertung des Konflikts zwischen Abstinenzparadigma und Liberalisierung
- Diskussion über sozioökonomische und präventive Auswirkungen einer Cannabisreform
Auszug aus dem Buch
3.1. Cannabis
Cannabis ist der wissenschaftliche Name der Pflanzengattung Hanf. Die einjährige Hanfpflanze gehört zur Gattung der Hanfgewächse, kann bis zu vier Metern hoch wachsen, kommt in männlicher und weiblicher Form vor und wird in zwei Arten unterschieden: dem Gewöhnlichen Hanf (cannabis sativa) und dem Indischen Hanf (cannabis indica).
Durch zwei unterschiedliche Verfahren des Erntens erhält man die Droge Haschisch bzw. Marihuana. Haschisch besteht aus dem harzigen Sekret, das vor allem von der weiblichen Pflanze an Blüten, Blättern und Stängeln kurz vor der Blütezeit abgesondert wird.
Marihuana erhält man, indem man die oberen Blätter und Stängel der Hanfpflanze trocknet und anschließend zerkleinert (→ Verweis auf „Produkte von Cannabis“ im Anhang). Sowie Haschisch als auch Marihuana enthalten beide die selben chemischen Substanzen: mehrer Cannabinoide. Zu den wichtigsten gehört das Cannabidiol (CBD), das Tetrahydrocannabinol (THC) und das Cannabinol (CBN) (→ Verweis auf „Formeln von Haschischinhaltstoffen“ im Anhang). Die für die psychotropen Wirkungen verantwortliche Verbindung ist das THC, während z.B. das CBD psychotrop inaktiv ist.
Neben den genannten sind über 60 weitere Inhaltstoffe bekannt, welche jedoch keine oder nur sehr geringe psychoaktive Wirkungen aufweisen. Der Gehalt an Cannabinoiden hängt stark von der Bodenbeschaffenheit, dem Klima, der Aufarbeitung und der Lagerung ab. Der THC – Gehalt von Marihuana schwankt meist zwischen 1 und 14 %, bei Haschisch dagegen zwischen 4 und 12 %. Die Rauschempfindungen hängen vor allem von den körperlichen und seelischen Anlagen des Betroffenen, von seiner augenblicklichen Gestimmtheit und wesentlich auch von der jeweiligen Umgebung ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin zur Auseinandersetzung mit der Drogenpolitik und steckt das Ziel ab, unterschiedliche Sichtweisen zur Legalisierungsdebatte objektiv darzustellen.
2. Einführung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Cannabiskonsum als Massenphänomen in Deutschland sowie dessen historische Entwicklung seit den 60er Jahren.
3. Begriffserklärung: Hier werden die botanischen Grundlagen von Cannabis definiert sowie die Bedeutung einer rationalen, gesellschaftspolitisch orientierten Drogenpolitik erläutert.
4. Rechtliche Situation in Deutschland: Es wird die Geschichte des Verbots sowie der aktuelle Status quo im Betäubungsmittelgesetz und die Problematik der Anwendung im Straßenverkehr detailliert analysiert.
5. Positionen: Dieses Kapitel kontrastiert die politischen Ansätze sowie die ideologischen Argumente der konservativen und liberalen Befürworter bzw. Gegner einer Legalisierung.
7. Schluss: Die Autorin fasst die Argumente zusammen und reflektiert kritisch die These, dass das aktuelle Abstinenzparadigma gescheitert sei.
Schlüsselwörter
Cannabis, Drogenpolitik, Legalisierung, Betäubungsmittelgesetz, Selbstbestimmungsrecht, Schutzstaat, THC, Abstinenz, Kriminalisierung, Cannabisverbot, Prävention, Jugendschutz, Schwarzmarkt, Konsumenten, Eigenbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Drogenpolitik in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf die Debatte um die Legalisierung von Cannabis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Verbots, die aktuelle Gesetzgebung, die gesundheitlichen Aspekte sowie die politischen und ethischen Argumente beider Lager.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die verschiedenen Perspektiven auf die Cannabis-Problematik darzulegen, um dem Leser eine eigene fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich politischer Wahlprogramme sowie der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken und rechtlicher Grundlagen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die historische und rechtliche Einordnung sowie die detaillierte Darstellung der konservativen und liberalen Positionen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen neben "Cannabis" vor allem "Legalisierung", "Staatlicher Schutzauftrag" und "Selbstbestimmungsrecht".
Warum wird die aktuelle Drogenpolitik als ambivalent beschrieben?
Die Autorin weist darauf hin, dass das deutsche Recht ein Spannungsfeld zwischen offizieller Prohibition (Verbot) und informellen Duldungspraxen, wie dem Absehen von Verfolgung bei geringen Mengen, aufweist.
Was schlussfolgert die Autorin in Bezug auf das Betäubungsmittelgesetz?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass das Festhalten an der Strafverfolgung als präventives Mittel wenig effektiv ist und plädiert für eine gesetzlich geregelte Abgabe.
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- Katrin Schrimpf (Author), 2006, Die Legalisierung von Cannabis - zwischen Schutzstaat und Selbstbestimmungsrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69048