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Mit Freude Lernen: Entwicklung und Erhalt der Lernmotivation - Eine Herausforderung für die Grundschule?!

Title: Mit Freude Lernen: Entwicklung und Erhalt der Lernmotivation - Eine Herausforderung für die Grundschule?!

Diploma Thesis , 2006 , 108 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anke Orlamünder (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen ist in unserer Zeit und einer sich rasch wandelnden Welt mehr denn je Vorraussetzung für eine andauernde und gelingende gesellschaftliche Partizipation. Dabei kommt es nicht nur auf Wissenserwerb und geeignete Lernstrategien an - ebenso wichtig sind eine nachhaltige Lernmotivation und eine positive Einstellung zum Lernen. Die Entwicklung dieser Haltungen und Selbstverständnisse beginnt bereits in frühester Kindheit und erfährt eine bedeutende Phase in der Grundschulzeit. Diese Zeit gilt bis heute als die entscheidendste Periode im kindlichen Bildungsprozess (Lichtenstein-Rother/Röbe, 2005, S. 15), denn in der Grundschule macht das Kind seine ersten und prägenden Erfahrungen mit dem systematischen Lernen und entwickelt ein Fundament für zukünftige Lernprozesse. Die Lernbereitschaft des Kindes hängt dabei davon ab, welcherart Erfahrungen es mit dem Lernen macht. Es wird nur dauerhaft motiviert sein, wenn Lern- und Befähigungssituationen positiv erlebt werden und Lernen als ein begeisternder, hilfreicher und bewusstseinserweiternder Prozess empfunden wird. (Rohnke, 2004) Daher ist es besonders in der Grundschulzeit von Bedeutung, dass das Lernen Spaß macht. Die Freude am Lernen dient nicht nur der augenblicklichen Lernmotivation, sondern entfaltet ihre Wirkung auch in der Zukunft, indem sie dazu beiträgt, dass Lernen als ein erstrebenswerter Zustand im Bewusstsein verankert wird. Unter diesem Aspekt ist die Frage danach, wie in der Grundschule die Freude am Lernen erhalten und gefördert sowie die Lernmotivation entwickelt und gestützt werden kann von weitreichender Bedeutung. Diese Diplomarbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und verfolgt den Anspruch, anhand vorliegender Untersuchungen, Forschungserkenntnisse sowie ausgewählter Literatur die Situation des Kindes in der Grundschule darzustellen und wichtige Bedingungsfaktoren der Lernmotivation herauszuarbeiten, um am Ende Schlussfolgerungen für die Gestaltung der Grundschule abzuleiten. Im ersten Teil dieser Arbeit sollen der Bildungsauftrag und die Besonderheiten, die sich aus der Position der Grundschule im Bildungssystem ergeben, dargelegt werden. Weiterhin wird der Zusammenhang von Lernmotivation und Schulleistung erörtert, um die Relevanz des Themas zu verdeutlichen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Grundschule und die Bedeutung der Lernmotivation

1.1 Bildungsauftrag der Grundschule

1.2 Bedingungsfaktoren der Schulleistung

1.3 Entwicklung der Lernmotivation im Grundschulalter

2. Das Grundschulkind

2.1 Entwicklungsstand und Schulfähigkeit

2.2 Entwicklungsaufgaben

2.3 Entwicklungsbedürfnisse

3. Lernen im Grundschulalter

3.1 Lernen

3.2 Lernformen

3.3 Gedächtnis

3.4 Bedeutung des Spiels für das Lernen in der Grundschule

3.4.1 Merkmale und Formen des Spiels

3.4.2 Spiel als Erholung

3.4.3 Spiel im Unterricht

4. Bedingungsfaktoren der Lernmotivation

4.1 Motivation und Motiv

4.2 Lernmotivation

4.3 Intrinsische und extrinsische Lernmotivation

4.3.1 Bedeutung der intrinsischen Motivation für das Lernen

4.3.2 Funktion der extrinsischen Motivation für schulisches Lernen

4.3.3 Selbstbestimmungstheorie der Motivation

4.4 Neugiermotivation und Interesse

4.4.1 Neugiermotiv

4.4.2 Interesse

4.4.3 Entwicklung von Interessen

4.4.4 Bedeutung von Interessen für das schulische Lernen

4.5 Leistungsmotivation

4.5.1 Risikowahlmodell

4.5.2 Attributionen

4.6 Das schulische Selbstkonzept

4.6.1 Veränderung des Selbstkonzeptes im Grundschulalter

4.6.2 Auswirkungen eines negativen Selbstkonzeptes

4.6.3 Einfluss des Lehrerverhaltens auf das schulische Selbstkonzept

4.7 Zusammenhang von Emotion und Motivation

5. Familie und Lernmotivation

5.1 Einfluss der Eltern auf die motivationale Entwicklung

5.2 Eltern-Kind-Bindung

5.3 Das intellektuelle Klima in der Familie

5.4 Erziehungsverhalten

5.5 Bedeutung für die Schule

6. Schule und Lernmotivation

6.1 Unterrichtsgestaltung

6.2 Soziale Situation und Unterrichtsklima

6.3 Differenzierung

6.4 Leistungsbewertung

6.5 Verstärker

6.6 Wettbewerbssituationen

6.7 Offene Unterrichtsformen

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die komplexen Bedingungsfaktoren der Lernmotivation im Grundschulalter. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, wie die Lernfreude und Lernmotivation von Kindern erhalten und gefördert werden können, um eine Grundlage für lebenslanges Lernen zu schaffen. Dabei werden sowohl personale als auch situative Faktoren sowie der Einfluss von Familie und Schule analysiert.

  • Bedeutung der Lernmotivation für das Grundschulkind
  • Einflussfaktoren aus Familie und familiärem Sozialisationskontext
  • Rolle schulischer Rahmenbedingungen und Unterrichtsgestaltung
  • Die psychologische Bedeutung von Neugier, Interesse und Selbstkonzept
  • Methodische Ansätze zur Förderung der Lernfreude im Grundschulunterricht

Auszug aus dem Buch

3.4 Bedeutung des Spiels für das Lernen in der Grundschule

Das Spiel stellt bis zum Schuleintritt des Kindes einen bedeutenden Motor seiner Entwicklung dar. Spielen fördert die Lebensfreude, Flexibilität und Kreativität ebenso, wie die Fähigkeit zum Umgang mit anderen Menschen. Im Spiel erschließt sich das Kind die Umwelt. Sie wird selbst zum Spielgegenstand und ist so leichter durchschaubar, verstehbar und veränderbar.

Sinhart (1982) nennt das Spiel ein „Medium des Lernens“, wobei der Spielende keine Lernanstrengungen empfindet und die geforderten Kräfte freiwillig und mit großer intrinsischer Motivation entfaltet, anwendet, einübt und letztlich auch verändert. So entwickelt das Kind je nach Spielform seine kognitiven, seelischen, kreativen, motorischen, personalen und selbststeuernden Kräfte in unterschiedlichem Maße, was der umfassenden Persönlichkeitswerdung dient. (Walter, 2000, S. 218)

In diesen Möglichkeiten der spielerischen Aneignung der Welt liegen die Gründe für eine notwendige Integration des Spiels als lebensbegleitendes Phänomen in die Grundschule. Als Lebens- und Bildungsraum kann sie diese bedeutsame Lernform nicht unberücksichtigt lassen und muss sie zur Erfüllung ihres Bildungsauftrages mit dem nun beginnenden angeleiteten Lernen verknüpfen. Dabei muss Klarheit darüber herrschen, welche Funktion das kindliche Spiel erfüllt und welche Möglichkeiten und Grenzen sich daraus für das Lernen in der Schule ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Grundschule und die Bedeutung der Lernmotivation: Analyse des Bildungsauftrags, der Bedingungsfaktoren der Schulleistung und der Entwicklung der Lernmotivation im Grundschulalter.

2. Das Grundschulkind: Untersuchung des kindlichen Entwicklungsstands, der Anforderungen durch Entwicklungsaufgaben und der grundlegenden Entwicklungsbedürfnisse.

3. Lernen im Grundschulalter: Erläuterung verschiedener Lernarten sowie der Bedeutung des Spiels als ursprüngliche Form kindlichen Lernens im schulischen Kontext.

4. Bedingungsfaktoren der Lernmotivation: Detaillierte Betrachtung von Motiven, Lernmotivation, intrinsischen und extrinsischen Faktoren, Neugier, Interessen, Leistungsmotivation und des schulischen Selbstkonzepts.

5. Familie und Lernmotivation: Analyse des Einflusses familiärer Sozialisationsbedingungen, des intellektuellen Klimas und des elterlichen Erziehungsverhaltens auf die Lernmotivation.

6. Schule und Lernmotivation: Diskussion schulischer Möglichkeiten zur Motivationsförderung durch Unterrichtsgestaltung, Differenzierung, Leistungsbewertung und offene Unterrichtsformen.

7. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Herausforderungen für Lehrkräfte und Notwendigkeit pädagogischer Maßnahmen zur Erhaltung der Lernfreude.

Schlüsselwörter

Lernmotivation, Grundschule, Lernfreude, Schulleistung, Selbstkonzept, Leistungsmotivation, Spiel, Erziehungsverhalten, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Interessenentwicklung, Neugier, Unterrichtsgestaltung, Differenzierung, soziale Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der zentralen Herausforderung der Grundschule, die Lernfreude und Lernmotivation von Kindern zu erhalten, zu fördern und in eine nachhaltige Lernhaltung zu überführen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Kindes, die psychologischen Grundlagen des Lernens (inkl. Spiel), motivationale Faktoren wie Neugier und Selbstkonzept sowie den Einfluss von Familie und Schule auf die Lernmotivation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche Bedingungsfaktoren der Lernmotivation zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines motivierenden Grundschulunterrichts abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen, systematischen Literaturrecherche und der Analyse aktueller Forschungserkenntnisse der Motivationspsychologie und Grundschulpädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil (Teil 4) stehen die Lernmotivation, psychologische Ansätze, personale und situative Bedingungsfaktoren sowie der Einfluss von Neugier, Interesse, Leistungsmotivation und Selbstkonzept im Mittelpunkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Lernmotivation, Grundschule, Schulleistung, Selbstkonzept, Leistungsmotivation, intrinsische/extrinsische Motivation sowie die Gestaltung des Unterrichts.

Welche Bedeutung hat das Spiel im Grundschulalltag laut der Autorin?

Das Spiel wird als bedeutsamer Motor der Entwicklung und Medium des Lernens hervorgehoben, das besonders zur Motivationssteigerung und zur ganzheitlichen Förderung beitragen kann, sofern es sinnvoll in den Unterricht integriert wird.

Wie beeinflusst die Familie die Motivation des Grundschulkindes?

Die Familie wirkt durch Erziehungsverhalten, das intellektuelle Klima und die emotionale Bindung auf die Ausprägung motivationsrelevanter Persönlichkeitsfaktoren ein, die weit über den Schuleintritt hinaus das Lernverhalten prägen.

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Details

Title
Mit Freude Lernen: Entwicklung und Erhalt der Lernmotivation - Eine Herausforderung für die Grundschule?!
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,0
Author
Anke Orlamünder (Author)
Publication Year
2006
Pages
108
Catalog Number
V69276
ISBN (eBook)
9783638601214
ISBN (Book)
9783656460374
Language
German
Tags
Freude Lernen Entwicklung Erhalt Lernmotivation Eine Herausforderung Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Orlamünder (Author), 2006, Mit Freude Lernen: Entwicklung und Erhalt der Lernmotivation - Eine Herausforderung für die Grundschule?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69276
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