Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Business Management, Corporate Governance

Deconstruction in der Finanzdienstleistungsindustrie - Ausgestaltungsmöglichkeiten der Wertkette im Bankensektor

Title: Deconstruction in der Finanzdienstleistungsindustrie - Ausgestaltungsmöglichkeiten der Wertkette im Bankensektor

Diploma Thesis , 2004 , 68 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Harald Rohn (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Überträgt man die Produktionstiefe der Bankenbranche auf die Automobilindustrie, würde Daimler-Chrysler eine Rinderzucht betreiben, um die Lederbezüge für seine Autositze zu fertigen.“

Dieses Zitat eines Bankmanagers verdeutlicht die Lage der Bankenbranche in Deutschland. Entwicklungen, die z. B. in der Automobilindustrie zu einer Reduzierung der Produktions- bzw. Leistungstiefe geführt haben, schienen lange an der Bankenbranche spurlos vorübergegangen zu sein. Banken waren lange Zeit nahezu immun gegen äußere Einflüsse.

Allgemeine Entwicklungen wie die Liberalisierung der Märkte, der Abbau von Handelshemmnissen und besonders der technologische Fortschritt haben Unternehmungen vor neue Herauforderungen gestellt. Verbunden mit Veränderungen in den Rahmenbedingungen der Branche und sinkenden Gewinnen, sind nun auch die Banken in Deutschland gezwungen, sich Veränderungen zu unterwerfen. Sie müssen ihre Unternehmungsgrenzen hinterfragen und ihre Geschäftsfelder überdenken. Dies hat auch für ihre Wertschöpfungsketten erhebliche Folgen.

Aus dieser Problemstellung lassen sich folgende Forschungsfragen ableiten, die im Rahmen dieser Arbeit betrachtet werden:

Welche Auswirkungen resultieren aus den derzeitigen Entwicklungen für die typische Wertschöpfungskette einer (deutschen) Universalbank?

Welche unterschiedlichen Wertschöpfungsarchitekturtypen sind möglich und wie sind diese zu bewerten?

Wie kann ein Entscheidungsmodell aussehen, das den Manager bei der Wahl einer sinnvollen Wertschöpfungsarchitektur unterstützt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2 Wertschöpfungskette und Deconstruction

2.1 Begriff und Konzept der Wertschöpfungskette

2.2 Begriff und Problem der Optimierung des Diversifikationsgrads

2.3 Begriff und Konzept der Deconstruction

2.4 Theoretische Erklärungsansätze der Deconstruction-Entwicklung

2.5 Wertschöpfungsarchitekturen und Layer-Competition

3 Bankenbranche

3.1 Begriff und Abgrenzung zur Finanzdienstleistungsindustrie

3.2 Historische Entwicklung und heutige Struktur

3.3 Aktuelle Rahmenbedingungen und Konsequenzen

4 Wertschöpfungsarchitekturen in der Bankenbranche

4.1 Wertschöpfungskette des Integrator in der Bankenbranche

4.1.1 Theoretische Konfigurationsmöglichkeiten

4.1.2 Beispiele aus der Praxis

4.2 Wertschöpfungskette des Orchestrator in der Bankenbranche

4.2.1 Theoretische Konfigurationsmöglichkeiten

4.2.2 Beispiele aus der Praxis

4.3 Wertschöpfungskette des Layer Player in der Bankenbranche

4.3.1 Theoretische Konfigurationsmöglichkeiten

4.3.2 Beispiele aus der Praxis

4.4 Wertschöpfungskette des Market Maker in der Bankenbranche

4.4.1 Theoretische Konfigurationsmöglichkeiten

4.4.2 Beispiele aus der Praxis

4.5 Gesamt- und Entscheidungsmodell der Wertschöpfungsarchitekturen

5 Abschließende Betrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Deconstruction auf den Bankensektor und zeigt Folgen für die Ausgestaltung der Wertschöpfungsketten auf. Ziel ist es, neue Konfigurationsmöglichkeiten von Wertschöpfungsketten im Bankenbereich zu bewerten, theoretische Modelle darzustellen und diese durch Praxisbeispiele zu belegen.

  • Grundlagen der Wertschöpfungskette und des Deconstruction-Konzepts
  • Struktur und aktuelle Herausforderungen der deutschen Bankenbranche
  • Analyse der Wertschöpfungsarchitekturen: Integrator, Orchestrator, Layer Player und Market Maker
  • Entscheidungsmodell zur Neuausrichtung von Wertschöpfungsarchitekturen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Theoretische Konfigurationsmöglichkeiten

Seit einiger Zeit sind in der Bankenbranche Tendenzen zu erkennen sich auf bestimmte primäre Wertaktivitäten zu konzentrieren und andere auszulagern. In diesem Kapitel wird untersucht, welche Wertaktivitäten eine Bank selbst durchführen sollte unter der Prämisse, dass sie als Orchestrator (weiterhin) Produkte an Endkunden unter ihrem (Marken-)Namen verkauft. Die Möglichkeiten einer Bank, sich auf einzelne Wertaktivitäten zu konzentrieren und diese wiederum anderen Banken und sonstigen Unternehmungen anzubieten, werden in Kapitel 4.3 dargestellt. Die rechtlichen Bedingungen der Auslagerung von Wertaktivitäten sollen bei der folgenden Darstellung unberücksichtigt bleiben. Eine Übersicht zu diesen ist bei Moormann und Frank zu finden.

Eine Bank muss, um als Orchestrator erfolgreich zu sein, ausgelagerte und in der Bank verbliebene Wertaktivitäten geschickt koordinieren und sich mit Hilfe eines starken Markennamens gegenüber Wettbewerbern behaupten. Bei der Wertschöpfungsarchitektur des Orchestrator und auch bei Banken allgemein, nimmt das Marketing eine zentrale Rolle ein und kann nicht ausgelagert werden. Banken mit qualitativ ähnlichen Produkten, die theoretisch alle Wertaktivitäten bis auf das Marketing ausgelagert haben, unterscheiden sich in den Augen der Konsumenten hauptsächlich durch ihren Markennamen und ein damit verbundenes Image.

Die Darstellung der verschiedenen theoretischen Konfigurationsmöglichkeiten basiert auf der vorgestellten dreigeteilten Wertschöpfungskette der Bank. Allerdings werden aufgrund der erwähnten Bedeutung des Marketings, Marketing und Vertrieb als getrennte Wertkettenelemente dargestellt. Auf eine weitere Untergliederung der Wertaktivitäten (z. B. in Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwicklung) und deren Untersuchung wird beim Orchestrator verzichtet. Dies würde zu einer zu großen Komplexität führen und den Rahmen dieser Arbeit übersteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Wandels der Bankenbranche ein und erläutert die Vorgehensweise der Untersuchung.

2 Wertschöpfungskette und Deconstruction: Es werden die theoretischen Grundlagen der Wertschöpfungskette sowie das Konzept der Deconstruction und deren theoretische Erklärungsansätze erläutert.

3 Bankenbranche: Dieses Kapitel definiert die Bankenbranche, beschreibt ihre historische Entwicklung sowie die heutige Struktur und analysiert aktuelle Rahmenbedingungen.

4 Wertschöpfungsarchitekturen in der Bankenbranche: Der Hauptteil stellt verschiedene Architekturen wie den Integrator, Orchestrator, Layer Player und Market Maker theoretisch dar und untermauert diese durch Praxisbeispiele sowie ein Entscheidungsmodell.

5 Abschließende Betrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Wertschöpfungsketten in der Bankenbranche.

Schlüsselwörter

Deconstruction, Wertschöpfungskette, Bankenbranche, Integrator, Orchestrator, Layer Player, Market Maker, Wertaktivitäten, Diversifikation, Outsourcing, Bankmanagement, Kernkompetenzen, Transaktionskosten, Wettbewerbsvorteile, Restrukturierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Deconstruction-Prozesse die traditionellen Wertschöpfungsketten im deutschen Bankensektor auflösen und welche neuen strategischen Konfigurationsmöglichkeiten daraus entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Konzepte von Wertschöpfungsketten und Deconstruction, die Branchenstruktur des Bankensektors sowie verschiedene Wertschöpfungsarchitekturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Deconstruction auf Banken zu untersuchen, mögliche neue Wertschöpfungsarchitekturen zu bewerten und ein Entscheidungsmodell für die praktische Anwendung in Banken zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Ableitung/Bewertung von Konfigurationsmodellen, die durch praktische Beispiele und Fallstudien aus dem Bankensektor veranschaulicht werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der vier Architekturtypen (Integrator, Orchestrator, Layer Player, Market Maker), deren theoretische Ausgestaltung sowie deren praktische Relevanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die zentralen Begriffe sind Deconstruction, Wertschöpfungskette, Bankenbranche, Outsourcing sowie die spezifischen Architekturtypen des Orchestrator und des Layer Player.

Welche Rolle spielt das Marketing bei einer Orchestrator-Strategie?

Da der Orchestrator Produkte unter seinem starken Markennamen anbietet, fungiert Marketing als unverzichtbare Kernkompetenz, die nicht ausgelagert werden kann, um sich von Wettbewerbern abzugrenzen.

Warum wird das Transaktionsinstitut für Zahlungsverkehrsdienstleistungen als Beispiel angeführt?

Es dient als praktisches Beispiel für einen Layer Player, der sich auf eine spezifische Wertaktivität (Zahlungsverkehr) konzentriert und diese standardisiert für andere Institute erbringt.

Excerpt out of 68 pages  - scroll top

Details

Title
Deconstruction in der Finanzdienstleistungsindustrie - Ausgestaltungsmöglichkeiten der Wertkette im Bankensektor
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,7
Author
Harald Rohn (Author)
Publication Year
2004
Pages
68
Catalog Number
V69299
ISBN (eBook)
9783638601221
ISBN (Book)
9783638793766
Language
German
Tags
Deconstruction Finanzdienstleistungsindustrie Ausgestaltungsmöglichkeiten Wertkette Bankensektor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Harald Rohn (Author), 2004, Deconstruction in der Finanzdienstleistungsindustrie - Ausgestaltungsmöglichkeiten der Wertkette im Bankensektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69299
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  68  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint