Unternehmensstrategie und Risikomanagement


Seminararbeit, 2005

19 Seiten, Note: 2,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Abgrenzung von Unternehmensstrategie und Risikomanagement
2.1 Unternehmensstrategie
2.1.1 Definition
2.1.2 Umsetzung der Unternehmensstrategie in Ziele
2.2 Risikomanagement
2.2.1 Definition
2.2.2 Gesetzliche Regelung
2.2.3 Darstellung des Risikomanagementprozesses

3 Unternehmensstrategien im Rahmen des finanzwirtschaftlichen Risiko- managements
3.1 Umsetzung von Unternehmensstrategien
3.2 Derivate als Hedginginstrumente
3.3 Hedgingstrategien
3.4 Wertsteigerungsmöglichkeiten durch Hedging

4 Thesenförmige Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Problemstellung

„Infolge der Zunahme des nationalen und internationalen Wettbewerbs [sind] die Gewinnmargen der Unternehmen geschrumpft, so dass auch kleinere Änderungen von Preisen, Absatzmengen oder anderen Erfolgsparametern Gewinne in Verluste verkehren können.“[1]. Solche Aussagen kann man immer wieder in den Medien wahrnehmen. Als Lösung dieser Problematik wird meist eine erfolgsorientierte Unternehmensstrategie genannt. Auch der Gesetzgeber hat die neuen Risiken erkannt und zum unternehmerischen Selbstschutz ein Gesetz erlassen, welches ein Risikomanagement vorsieht.

Nun bleibt aber die Frage bestehen, was verbirgt sich hinter den Bezeichnungen „Unternehmensstrategie“ und „Risikomanagement“? Sind diese kompatibel und wie profitieren Unternehmen und Shareholder davon? Konsens besteht in der Fachliteratur darüber, dass Risiken zum Tagesgeschäft von Unternehmen gehören und dass es in der Realität unmöglich ist, alle Risiken auszuschließen.

In der vorliegenden Arbeit werden anfangs die Begriffe Unternehmensstrategie und Risikomanagement erklärt, sowie auf die Umsetzung von Strategien im Rahmen des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements eingegangen. Es wird herausgearbeitet, welche Risiken besonders relevant sind und inwieweit Hedging sowohl für die Unternehmensstrategie als auch für das Risikomanagement von Bedeutung ist. Dabei wird auf die einzelnen Ausprägungen sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Finanzderivate nicht eingegangen.

2 Abgrenzung von Unternehmensstrategie und Risikomanagement

2.1 Unternehmensstrategie

2.1.1 Definition

Im Duden wird der Begriff Strategie als ein „genauer Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, ein militärisches, politisches, psychologisches o. ä. Ziele zu erreichen“[2] beschrieben. Auch Unternehmen planen, um bestimmte Ziele zu erreichen. In dieser Hinsicht erstellt das Top-Management „unter der Berücksichtigung der Unternehmensverfassung […], der Unternehmensphilosophie […] und der verfügbaren Informationen über die externen und internen Gegebenheiten die Unternehmensstrategie und die zugehörigen Teilstrategien für Produkte, Märkte“[3], und andere Geschäftsfelder.

Strategien stellen somit komplexe Maßnahmenbündel dar, „die rational geplant werden und deren Formulierung vor der Maßnahmenrealisierung erfolgt“[4]. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Teilstrategien zueinander schlüssig sind und sich gegenseitig ergänzen bzw. sogar verstärken.

Strategien können nach Typen differenziert werden. Es gibt vier Strategietypen: 1) (Gesamt-)Unternehmensstrategien (corporate strategies), 2) Wettbewerbsstrategien (competitive strategies), 3) Geschäftsbereichsstrategien (business strategies) und 4) Funktionsbereichsstrategien (functional strategies)[5]. Für die weiteren Ausführungen dieser Seminararbeit ist aber nur die Unternehmensstrategie relevant.

Die Zielsetzung einer strategischen Unternehmensführung ist in der Erreichung der gesteckten Ziele und damit nicht „in der kurzfristigen Gewinnmaximierung, sondern in der Sicherung des Bestands der langfristigen Unternehmensentwicklung“[6] zu sehen. Die Unternehmensstrategie hängt des Weiteren sehr stark von der Interaktion zwischen Unternehmen und Umwelt ab und übt gleichzeitig einen großen Einfluss auf dieses Verhältnis aus. Diese Interaktion bietet sowohl Chancen als auch Risiken.

2.1.2 Umsetzung der Unternehmensstrategie in Ziele

Unter der Beachtung der internen und externen Einflüsse lassen sich aus der Unternehmensstrategie die Unternehmensziele ableiten. Diese Ziele sind finanzieller (Kapitalverzinsung, Wirtschaftlichkeit, Shareholder Value) und leistungswirtschaftlicher (Marktziele, Technologieziele, Produktziele, Qualitätsziele) Natur.

Diese Unternehmensziele stellen somit Steuerungsgrößen zukunftsgerichteter Maßnahmen und Ergebnisvariablen dar, mit deren Hilfe es nun möglich ist, die Unternehmensstrategie zu quantifizieren und auch im Gegenzug die Risikoziele bzw. die Ziele und Richtlinien des Risikomanagements zu erschließen. Eine „wesentliche Voraussetzungen für das Risikomanagement ist [somit] die Vorgabe von Unternehmenszielen und damit von Unternehmensstrategien“[7].

2.2 Risikomanagement

2.2.1 Definition

Das Wort Risikomanagement setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Risiko und Management. Management kann man sehr vereinfacht als Leitung einer Institution erklären. Unter dem Begriff des Risikos versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch die negative Zielverfehlung. Dies wird als reines Risiko bezeichnet. Unter Risiko verbirgt sich aber nicht nur eine mögliche negative Ausprägung, sondern auch eine positive. Eine positive Zielverfehlung wird dabei als Chance wahrgenommen und als spekulatives Risiko bezeichnet. Risikosituationen stellen somit positive oder negative Umweltzustände dar, deren Eintritt man nicht vorhersagen kann.

Spricht man von unternehmerischen Risiken, muss man verschiedene Arten unterscheiden: Die Markt-/Preisrisiken stellen eine mögliche Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens infolge von Zins-, Wechselkurs- und Güterpreisschwankungen dar. Insofern können Markt-/Preisrisiken nochmals in Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Güterpreisrisiken unterteilt werden. Unter Zinsänderungsrisiken fallen alle „Positionen, deren Werte in Abhängigkeit von Zinssätzen stehen“[8]. Die Veränderung des Austauschverhältnisses zweier Währungen wird als Währungsrisiko bezeichnet. Hierbei muss nochmals zwischen Transaktions-, Translations- und ökonomischem Risiko differenziert werden. Ein Transaktions- bzw. Umtauschrisiko „besteht nur auf einzelnen Finanzpositionen wie Debitoren, Kreditoren oder Finanzverbindlichkeiten“[9]. Das Risiko entsteht hierbei durch die zeitliche Differenz zwischen der Entstehung der Fremdwährungsforderung oder -verbindlichkeit und ihrer dazugehörigen Ein- bzw. Auszahlung. Das Translations- bzw. Umrechnungsrisiko kennzeichnet die bilanzbezogene Betrachtung von Wechselkursrisiken. Im Zuge der Erstellung eines Konzernabschlusses sind die Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen in die Währung des Mutterunternehmens umzurechnen. Unter ökonomischem Risiko wird das Währungsrisiko der gesamten Geschäftstätigkeit verstanden. Das Güterpreisrisiko trägt den Schwankungen der Warenpreise, wie z.B. von Rohstoffen und Edelmetallen, Rechnung. Hierbei wird zwischen dem Spreadrisiko, dem räumlichen und zeitlichen Preisunterschied, sowie dem Volatilitätsrisiko, der Veränderung der Preis- und Kursbewegungen, unter-schieden. Insgesamt lässt sich festhalten, dass es „das zentrale Charakteristikum der Marktrisiken ist, dass es sich um auf Finanzmärkten handelbare Risiken handelt“[10]. Da sie für alle Geschäftsfelder und Unternehmen von besonders großer Relevanz sind, begründen sie den „mit Abstand größten Teil der betrieblichen Sicherungsaktivitäten“[11].

[...]


[1] Franke (2003), S. 581.

[2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (1997), S. 775.

[3] PWC (2000), S. 20.

[4] Macharzina (2003), S. 238.

[5] Vgl. Macharzina (2003), S. 242.

[6] Macharzina (2003), S. 249.

[7] PWC (2000), S. 19f.

[8] Bühlmann (1998), S. 33.

[9] Volkart (2003), S. 671.

[10] Bühlmann (1998), S. 34.

[11] Barckow (2004), S. 20.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Unternehmensstrategie und Risikomanagement
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
2,7
Jahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V69313
ISBN (eBook)
9783638613378
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensstrategie, Risikomanagement
Arbeit zitieren
Anonym, 2005, Unternehmensstrategie und Risikomanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69313

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unternehmensstrategie und Risikomanagement



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden