Um den AdA-Schein zu erhalten, ist zusätzlich zum schriftlichen Prüfungsteil, eine praktische Prüfung abzulegen, in der das in den Seminaren / dem Unterricht erlernte Fachwissen, in einem künstlich hergestelltem Szenario vorgeführt wird. In der Regel stellt sich das so dar, dass ein freiwilliger Konterpart einen Azubi simuliert, dem eine Unterweisung zu einem bestimmten Thema gegeben wird. Die Prüfer sitzen im selben Raum, beobachten und bewerten diese Unterweisung. Es wird also (den Prüfern) praktisch vorgeführt, wie Du einem Auszubildenden einen bestimmten Sachverhalt beibringen würdest. In diesem Zusammenhang ist ein so genannter Unterweisungsentwurf zu erstellen, der minutiös aufführt, was dem Azubi beigebracht wird, welche Lernziele dabei verfolgt werden, welche Hilfsmittel benutzt werden usw.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Unterweisung
2. Einordnung der Unterweisung
2.1 Gesetzliche Einordnung
2.2 Betriebliche Einordnung
3. Rahmenbedingungen:
3.1 Analyse des Auszubildenden
3.2 Analyse des Ausbildungsbetriebes
3.3 Ort, Zeit und Dauer der Unterweisung
3.4 Arbeitsmittel
3.5 Unfallverhütung
4. Lernziele:
4.1 Richtlernziel
4.2 Groblernziel
4.3 Feinlernziel
4.4 Nachgelagertes Lernziel
5. Lernbereiche
5.1 Kognitiver Lernbereich
5.2 Affektiver Lernbereich
5.3 Psychomotorischer Lernbereich
6. Kompetenzbereiche
6.1 Fachkompetenz
6.2 Methodenkompetenz
6.3 Sozialkompetenz
7. Bewertungsmaßstab
8. Unterweisungs-Methode
8.1 Methode
8.2 Begründung
9. Ablauf der Unterweisung
9.1 Einführung
9.2 Lehrgespräch
9.3 Erfolgskontrolle
9.4 Verabschiedung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterweisung ist die Vermittlung der Fertigkeiten zur Durchführung eines Angebotsvergleichs für Industriekaufleute. Die Forschungsfrage bzw. das Lernziel besteht darin, den Auszubildenden zu befähigen, eingehende Angebote rechnerisch und technisch zu vergleichen und eigenständig eine fundierte Entscheidung für das wirtschaftlichste Angebot unter Berücksichtigung von Lieferzeiten und Konditionen zu treffen.
- Grundlagen der Bestelldurchführung und Angebotsprüfung
- Methodik des Angebotsvergleichs mittels Rechenschema
- Berücksichtigung von Preis, Lieferzeit und Zahlungskonditionen
- Einordnung in gesetzliche und betriebliche Ausbildungspläne
- Förderung der Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme
Auszug aus dem Buch
8.2 Begründung
In einem Lehrgespräch (hier mit einem Auszubildenden) besteht ein direkter Kontakt zum Auszubildenden. Der Auszubildende kann durch zielgerichtete Fragen (fragend entwickelnd) gelenkt werden, aber auch selbst auf das gewünschte Ergebnis (Ziel) kommen. Der Auszubildende kann an den Ausbilder Fragen stellen, auf die der Ausbilder sofort eingehen kann. Der Ausbilder hat die Möglichkeit, je nach Leistungsfähigkeit des Auszubildenden, diesen eng anzuleiten oder selbständiger arbeiten zu lassen. Der Auszubildende hat mit dem Ausbilder einen direkten Ansprechpartner und kann dadurch nicht das Gefühl von Orientierungs- oder Hilflosigkeit bekommen. Bei auftretenden Schwierigkeiten, bei der Bearbeitung der Übungsaufgaben, oder bei auch bei Verständnisschwierigkeiten, kann der Ausbilder sofort darauf eingehen, wie auch bei guten Fortschritten den Auszubildenden loben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Unterweisung: Definiert das Ziel des Angebotsvergleichs von Büromaterial.
2. Einordnung der Unterweisung: Verankert das Thema im Ausbildungsrahmenplan für Industriekaufleute.
3. Rahmenbedingungen: Analysiert den Auszubildenden, den Betrieb und die räumlichen Voraussetzungen.
4. Lernziele: Unterscheidet zwischen Richt-, Grob-, Fein- und nachgelagerten Lernzielen.
5. Lernbereiche: Definiert die kognitiven und affektiven Lernziele der Unterweisung.
6. Kompetenzbereiche: Beschreibt die angestrebte Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz.
7. Bewertungsmaßstab: Legt die Kriterien für ein erfolgreiches Ergebnis fest.
8. Unterweisungs-Methode: Begründet den Einsatz der Lehrgesprächsmethode zur aktiven Einbindung.
9. Ablauf der Unterweisung: Beschreibt die Phasen von der Begrüßung bis zur Erfolgskontrolle.
Schlüsselwörter
Angebotsvergleich, Unterweisungsentwurf, Industriekaufmann, Lehrgespräch, Bestelldurchführung, Ausbildungsrahmenplan, Beschaffung, Lernziele, Rechenschema, Lieferanten, Büromaterial, Wirtschaftlichkeit, Erfolgskontrolle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterweisungsentwurf für die praktische Prüfung zum Industriekaufmann dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum steht der Angebotsvergleich von Büromaterial, inklusive der Prüfung von Preisen, Lieferzeiten und Konditionen.
Was ist das primäre Ziel?
Das Ziel ist die Vermittlung der Fähigkeit, Angebote eigenständig zu bewerten und die ökonomisch beste Wahl zu treffen.
Welche Methode wird verwendet?
Die gewählte Methode ist das Lehrgespräch, um den Auszubildenden aktiv in den Erkenntnisprozess einzubinden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einordnung, Rahmenbedingungen, Lernzieldefinitionen sowie den konkreten Ablaufplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen Angebotsvergleich, Beschaffung, Ausbildungsrahmenplan und Fachkompetenz.
Warum wird das Lehrgespräch als Methode bevorzugt?
Es ermöglicht einen direkten Kontakt, sofortiges Feedback bei Schwierigkeiten und eine individuelle Anpassung an den Leistungsstand.
Was muss der Auszubildende nach der Unterweisung können?
Er muss in der Lage sein, Daten aus Angeboten korrekt in ein Rechenschema zu übertragen und eine begründete Kaufentscheidung zu fällen.
Welche Unterlagen wurden für den Angebotsvergleich vorbereitet?
Es wurden verschiedene Lieferantenangebote und ein strukturiertes Lösungsschema bereitgestellt.
- Quote paper
- Christian Colletta (Author), 2006, Angebotsvergleich (Unterweisung Industriekaufmann / -kauffrau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69343