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Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Wertpapieren gemäß HGB und IAS

Title: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Wertpapieren gemäß HGB und IAS

Term Paper , 2003 , 32 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Maria Hietel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In der deutschen Rechnungslegung vollzieht sich, angestoßen durch Globalisierungstendenzen in der Wirtschaft und erhöhten Kapitalbedarf von Unternehmen, ein grundlegender Wandel. Prinzipien, die lange als unantastbar galten, geraten in den fachwissenschaftlichen Blickpunkt.
Ein Grund dafür ist, dass das deutsche Rechnungslegungsrecht auf Grundlage des Handelsgesetzbuches sich den Vorwurf gefallen lassen muss, die tatsächliche Vermögens-, Finanz-und Ertragslage eines Unternehmens nur unvollständig wiederzugeben. Ein Kritikpunkt ist z.B. die Steueroptimierung der Jahresabschlüsse aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzipes, da viele Unternehmen im Dienste einer geringeren Steuerlast ihr Ergebnis bilanzpolitisch schmälern. Auch die zulässige Bildung (unsichtbarer) stiller Reserven durch Ausnutzung von Wahlrechten und Unterbewertung führt dazu, dass nicht alle entscheidungsrelevanten Informationen an den jeweiligen Adressaten des Jahresabschlusses vermittelt werden. Demnach geraten also grundlegende bilanztheoretische Fragen wie z.B. die Bewertungsmaßstäbe des HGB, also die Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Vermögensgegenständen des Unternehmens, in den Brennpunkt der Kritik. Gegenüber diesen Problemen zeigt man sich auch in der Praxis kritisch: eine Studie der Price Waterhouse Coopers in Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt/Oder zeigt z.B., dass unter befragten Führungskräften aus der deutschen Wirtschaft 97% den HGB- Jahresabschluss als Hindernis für die Auslandsnachfrage nach deutschen Aktien betrachten. In deutschen Unternehmen, die international tätig sind, hat sich daher in den letzten Jahren die Praxis entwickelt, neben dem HGB- Jahresabschluss noch einen weiteren Abschluss nach internationalen Standards aufzustellen, d.h. entweder Rechnungslegung nach den US Generally Accepted Accounting Principles (US-Gaap) oder nach den europäischen International Accounting Standards (IAS). Im neuen Segment der Deutschen Börse AG für junge und wachstumsstarke Unternehmen, dem TecDAX, ist die Bilanzierung nach diesen international anerkannten Grundsätzen zur Erfüllung umfangreicher Publizitäts- und Transparenzkriterien sogar Pflicht. In einer Übergangsregelung bis 31. Dezember 2004 sind auch alle anderen deutschen Unternehmen, die einen Abschluss nach internationalem Recht aufstellen, durch den § 292a HGB von der Verpflichtung zur Erstellung eines Abschlusses nach deutschem Recht befreit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundsätzliche Überlegungen

2.1. Einführende Gegenüberstellung der Rechnungslegung nach IAS und HGB

2.2. Wertpapiere im Unternehmen

3. Bilanzierung von Wertpapieren nach IAS

3.1. Wertbegriffe und Wertpapierkategorien nach IAS

3.1.1 Held to maturity securities

3.1.2 Trading securities

3.1.3 Available for sale securities

3.2. Umgruppierung von Wertpapieren

4. Bilanzierung von Wertpapieren nach HGB

4.1. Wertbegriffe und Wertpapierkategorien nach HGB

4.2. Wertpapiere des Anlagevermögens

4.3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

5. Weiterführende Erkenntnisse

5.1. Vergleichaspekte in der Wertpapierbewertung nach IAS und HGB

5.2. Die Entwicklung der Rechnungslegung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Wertpapieren zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS) aufzuzeigen und kritisch zu bewerten.

  • Grundprinzipien der Rechnungslegung nach HGB und IAS
  • Kategorisierung und Bewertung von Wertpapieren nach IAS
  • Bewertungsvorschriften für Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens nach HGB
  • Auswirkungen der Bilanzierung auf den Ergebnisausweis
  • Einfluss von Wahlrechten auf die Bilanzgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Held to maturity securities

Die erste Kategorie sind die sogenannten held to maturity securities. Dies sind Wertpapiere, bei denen das Unternehmen sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit besitzt, sie bis zur Fälligkeit zu halten. Da equity securities wie Aktien oder Investmentzertifikate keine feste vertragliche Fälligkeit haben, können sie nie in diese Kategorie gehören.28

Wenn der geringste Zweifel am Besitz eines Wertpapieres bis zur Endfälligkeit besteht, darf es nicht mehr als held to maturity security kategorisiert werden. Dies kann z.B. unterstellt werden, wenn mit einem Verkauf des Wertpapieres bei Änderung des Zinsniveaus, bei Liquiditätsbedarf, bei Änderungen der Bewertung und Rentabilität anderer Anlagen, bei Änderung der Refinanzierung sowie deren Konditionen oder bei Veränderung des Wechselkursrisikos zu rechnen ist. Generell wird dann bezweifelt, dass das Unternehmen die Wertpapiere bis zur Endfälligkeit halten wird. Nimmt ein Unternehmen eine Umgliederung von Wertpapieren vor, obwohl kein außerordentliches und nicht vorhersehbares Ereignis und auch keiner der vorgenannten Gründe vorliegt oder verkauft es ein held to maturity- Papier vor Fälligkeit, so sind alle anderen endfälligen Wertpapiere in die available for sale securities umzugliedern (siehe Punkt 3.1.3).29

Held to maturity securities sind generell dem Anlagevermögen zuzuordnen. Erst im letzten Jahr vor ihrer Fälligkeit sind sie zum Umlaufvermögen zu zählen. Typische Wertpapiere dieser Kategorie sind Industrieobligationen mit fester Laufzeit (und festem Nominalzins) oder Bundesschatzbriefe vom Typ A.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Es wird der Wandel in der deutschen Rechnungslegung durch Globalisierung und Kapitalbedarf beschrieben, wobei die Kritik am HGB und der Übergang zu internationalen Standards thematisiert werden.

2. Grundsätzliche Überlegungen: Hier werden die Grundphilosophien der Rechnungslegung nach IAS und HGB gegenübergestellt sowie die allgemeine Bedeutung von Wertpapieren im Unternehmen erläutert.

3. Bilanzierung von Wertpapieren nach IAS: Dieses Kapitel behandelt die Kategorisierung von Wertpapieren in "held to maturity", "trading" und "available for sale" sowie deren spezifische Bewertungsregeln und Möglichkeiten zur Umgruppierung.

4. Bilanzierung von Wertpapieren nach HGB: Es wird die Bilanzierung nach HGB dargelegt, wobei insbesondere auf das Anlage- und Umlaufvermögen und die entsprechenden Niederstwertprinzipien eingegangen wird.

5. Weiterführende Erkenntnisse: Hier erfolgt ein Vergleich der Bewertungsmethoden, die Verdeutlichung der zugrunde liegenden Rechnungslegungssysteme und ein Ausblick auf die strategische Entwicklung der Rechnungslegung.

6. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Entwicklung in Richtung IFRS und der kritischen Hinterfragung der Fair-Value-Bewertung sowie der Unternehmensmotivation bei Wertpapierbeständen.

Schlüsselwörter

HGB, IAS, Rechnungslegung, Wertpapiere, Bewertung, Anschaffungskosten, Fair Value, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Wertminderung, Werterhöhung, Bilanzierung, Niederstwertprinzip, Kapitalmarkt, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung von Wertpapieren und analysiert die Unterschiede in der Behandlung von Wertänderungen zwischen dem HGB und den internationalen IAS-Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Kategorisierung von Wertpapieren, die Anwendung von Anschaffungskosten gegenüber Fair-Value-Bewertungen sowie die Auswirkungen dieser Methoden auf den Unternehmenserfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungssysteme auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei Wertpapierbeständen beispielhaft zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der Rechnungslegungsvorschriften, gestützt auf Fachliteratur und unter Verwendung von Fallbeispielen zur Veranschaulichung der Effekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Bilanzierung nach IAS, die Behandlung nach HGB sowie eine vergleichende Analyse und einen Ausblick auf die Entwicklung der Standards.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere HGB, IAS, Fair Value, Anschaffungskosten, Wertminderung, Anlagevermögen und Umlaufvermögen.

Welche Bedeutung haben "held to maturity securities" nach IAS?

Diese Kategorie umfasst Wertpapiere, bei denen die Absicht und Fähigkeit besteht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten; sie werden in der Regel zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Wie kann das Wahlrecht bei "available for sale securities" zur Bilanzmanipulation genutzt werden?

Durch die Möglichkeit, Wertänderungen erfolgsneutral über das Eigenkapital zu verbuchen, können Unternehmen den Ergebnisausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung steuern.

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Details

Title
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Wertpapieren gemäß HGB und IAS
College
University of Cooperative Education Berlin
Grade
1,6
Author
Maria Hietel (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V69387
ISBN (eBook)
9783638618700
Language
German
Tags
Gemeinsamkeiten Unterschiede Behandlung Wertminderungen Werterhöhungen Wertpapieren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Hietel (Author), 2003, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von Wertminderungen und Werterhöhungen bei Wertpapieren gemäß HGB und IAS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69387
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