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Ich bin doch eigentlich ganz normal - Jugend, Gesellschaft und Homosexualität

Title: Ich bin doch eigentlich ganz normal - Jugend, Gesellschaft und Homosexualität

Term Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Volker Brinkschulte (Author)

Sociology - Children and Youth
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In der hier nun vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit dem Thema ,,Jugend, Gesellschaft und Homosexualität" befassen. Doch zuallererst möchte ich kurz darlegen, wie ich mit dem Hauptthema umgehen werde, bzw. wie ich an das Thema herangegangen bin.
Zuerst möchte ich eine kurze, allgemeine Begriffserklärung des Begriffs ,,Homosexualität" geben. Darauf möchte ich mit dem Hauptthema ,,Jugend und Homosexualität" weiter aufbauen. Innerhalb dieses Themas werde ich mich dem ,,Coming Out"1, der Situation, in der sich homosexuelle Jugendliche heute befinden und welche Möglichkeiten zur gesunden Entwicklung ihnen heutzutage zur Verfügung stehen. Auch werde ich mich dem brisanten Themenkomplex ,,Diskriminierung" widmen und weiterhin das Thema ,,Homosexualität" aus dem Blickwinkel von Heterosexuellen beleuchten.
Zum Abschluß der Hausarbeit werde ich die Situation für Homosexuelle an sich an einem konkreten Beispiel erläutern. Dazu habe ich ein Interview mit dem Koordinator der Münsteraner schwulen Jugendgruppe YOUNGS geführt, in dessen Verlauf ich mit einigen interessanten Aspekten in Berührung gekommen bin. Um nicht zuviel vorwegzunehmen, nur ganz allgemein: Es wurde über die Situation für Jugendliche in Münster gesprochen: Wo können sie sich treffen? Haben sie noch mit Anfeindungen zu tun oder kommen sie mit anderen Problemen in Berührung?
Die Quellenlage zu diesem Thema ist ausreichend. So habe ich mich unter anderem an die AIDS- Hilfe Münster gewandt und habe deren Bibliotheksbestand außerordentlich gut nutzen können. Gerade diese Bibliothek, oder besser die Mitarbeiter der AIDS- Hilfe konnten mir sehr helfen, die richtige Literatur auszuwählen. Und selbst jetzt habe ich nur einen kleinen Teil der gesamten vorhandenen Literatur verwendet: Daran erkennt man, wie umfangreich und vielschichtig dieses Thema doch ist. An dieser Stelle dafür nochmals herzlichen Dank an die Mitarbeiter.
Bevor ich mit der Hausarbeit en Detail beginne, zwei kurze Randbemerkungen: Ich bitte es zu entschuldigen, daß einige Textpassagen unter Umständen subjektiv eingefärbt sein könnten. Dies begründet sich mit meiner eigenen Involvierung in besagtes Thema. Und zweitens beziehe ich mich bei dem Gebrauch des Begriffs ,,Homosexualität" meistens auf die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Männern. Falls ich auch den Bereich lesbischer Frauen berühren sollte, werde ich dies im Text selber oder aber in einer Fußnote anmerken.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Homosexualität- was ist das?

III. Jugend, Gesellschaft und Homosexualität

III.1 Gesellschaft und Homosexualität

III.2 Kirche und Homosexualität

III.3 Das „Coming Out“

IV. Die schwule Jugendgruppe YOUNGS- die Situation für schwule Jugendliche in Münster

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenssituation homosexueller Jugendlicher im gesellschaftlichen Kontext sowie die Herausforderungen des Coming-outs. Ziel ist es, ein Verständnis für die Identitätsentwicklung unter Berücksichtigung historischer Vorurteile und kirchlicher Einflüsse zu schaffen.

  • Soziologische und medizinische Begriffsbestimmung von Homosexualität.
  • Die Rolle gesellschaftlicher Vorurteile und Diskriminierung.
  • Der Einfluss kirchlicher Lehrmeinungen auf die Wahrnehmung von Homosexualität.
  • Der psychologische und soziale Prozess des Coming-outs für Jugendliche und deren Umfeld.
  • Praxisbeispiel: Arbeit und Struktur der schwulen Jugendgruppe YOUNGS in Münster.

Auszug aus dem Buch

III.3 Das „Coming Out“

„Ich bin doch eigentlich ganz normal!“ Diesen Satz habe ich als Überschrift zu dieser Hausarbeit gewählt. Dies geschah aus dem Grund, weil er genau das wiedergibt, was junge Männer und Frauen denken, wenn sie das erste Mal feststellen, daß sie sich in einen Partner des gleichen Geschlechts verliebt haben. Doch bis sie erst einmal diesen Satz sagen können, und sogar mit Selbstbewußtsein tun können, vergeht eine lange Zeit.

Zuerst will ich den Begriff „Coming Out“ erklären. „Coming Out“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Herauskommen“. Grossmann bezeichnet es als die Zeit, „in der sich jemand seiner Homosexualität bewußt wird, quasi vom ersten Entdecken bis zum Akzeptieren“45. Dies beinhaltet auch das Eingeständnis des Schwulsein in der Öffentlichkeit. „Sie müssen sich danach auch nach außen offen als Homosexueller zu erkennen geben, d. h. sich in einer feindlichen Umgebung als ein „Anderer“ zu behaupten“46, erläutert Martin Siems. Ein „Coming Out“ vollzieht sich also durch mehrere Etappen hindurch, von reinen Phantasien zu ersten gleichgeschlechtlichen Erlebnissen, zum Eingeständnis vor sich selbst und dann vor anderen, daß man schwul ist, und schließlich zur Identifizierung mit der schwulen Gemeinschaft. Die Dauer dieser Phasen ist von Mann (Frau) zu Mann (Frau) unterschiedlich, denn, so erörtern Silverstein und White, „wie schnell einer diese verschiedenen Stadien durchläuft, (...), wird von verschiedenen Faktoren beeinflußt“47.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der soziologischen Sicht auf Jugend, Gesellschaft und Homosexualität ein und erläutert die Vorgehensweise sowie die Quellenlage.

II. Homosexualität- was ist das?: Dieses Kapitel widmet sich der begrifflichen Definition sowie der wissenschaftlichen Debatte zur Entstehung homosexueller Orientierung.

III. Jugend, Gesellschaft und Homosexualität: Dieses Kapitel betrachtet die allgemeine Lebenssituation schwuler Jugendlicher im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und der eigenen Identitätsfindung.

III.1 Gesellschaft und Homosexualität: Es wird die historische und gesellschaftliche Entwicklung von Vorurteilen sowie der heutige Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe thematisiert.

III.2 Kirche und Homosexualität: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss kirchlicher Dogmen und biblischer Interpretationen auf die gesellschaftliche Stigmatisierung von Homosexualität.

III.3 Das „Coming Out“: Hier wird der individuelle Prozess der Selbstakzeptanz sowie die Herausforderungen des Coming-outs gegenüber dem sozialen Umfeld (Familie/Freunde) beschrieben.

IV. Die schwule Jugendgruppe YOUNGS- die Situation für schwule Jugendliche in Münster: Das Kapitel stellt die praktische Arbeit und die Angebote der Jugendgruppe YOUNGS als Unterstützung für schwule Jugendliche dar.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Jugend, Gesellschaft, Coming-out, Vorurteile, Diskriminierung, Kirche, Identität, Jugendgruppe, YOUNGS, Münster, Toleranz, Sexualität, Sozialisation, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation homosexueller Jugendlicher im Kontext der Gesellschaft, der Kirche und der eigenen Identitätsfindung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffsdefinitionen, gesellschaftliche Vorurteile, den Einfluss kirchlicher Dogmen, den Prozess des Coming-outs und die Unterstützung durch Jugendgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche ihre homosexuelle Identität entwickeln und mit den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu soziologischen und psychologischen Theorien sowie ein Experten-Interview zur Fallstudie der Jugendgruppe YOUNGS.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Vorurteilen, den Einfluss der Kirche auf das Stigma der Homosexualität und den detaillierten Prozess des Coming-outs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Coming-out, Identität, Diskriminierung, Homosexualität und soziale Unterstützung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Kirche bei der Stigmatisierung?

Die Arbeit verdeutlicht, wie durch traditionelle kirchliche Lesarten der Bibel Homosexualität als „widernatürlich“ deklariert und damit ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Ausgrenzung geleistet wurde.

Welche Funktion hat die Jugendgruppe YOUNGS?

YOUNGS bietet Jugendlichen eine Plattform zum Austausch, zur Beratung von „Newcomern“ und dient durch Öffentlichkeitsarbeit dem Abbau von Vorurteilen in der Stadt Münster.

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Details

Title
Ich bin doch eigentlich ganz normal - Jugend, Gesellschaft und Homosexualität
College
University of Münster  (Soziologisches Institut)
Course
Liebe, Sexualität und Intimität aus soziologischer Sicht
Grade
sehr gut
Author
Volker Brinkschulte (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V6938
ISBN (eBook)
9783638143868
Language
German
Tags
Jugend Homosexualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Volker Brinkschulte (Author), 2000, Ich bin doch eigentlich ganz normal - Jugend, Gesellschaft und Homosexualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6938
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