Es ist nicht genug zu wissen - man muss es auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen - man muss es auch tun“
Johann Wolfgang von Goethe
Wir alle nehmen uns immer wieder vor, die Zukunft nicht nur teilnahmslos zu erleben, sondern bei deren Gestaltung gezielt mitzuwirken. Doch nutzen wir die Chancen, die uns das Umfeld bietet? Sind wir entschlossen genug, um unsere Zukunft gezielt zu gestalten?
Mit dem Beginn des Informationszeitalters Mitte der 70er Jahre wandelte sich das Marktgeschehen und somit die Anforderungen an die Unternehmen merklich. Standen bis dahin Standardprodukte und finanzielle Aspekte im Mittelpunkt, sind nun Flexibilität und Innovationskraft das Hauptaugenmerk für die Zukunft, um strategische Wettbewerbsvorteile erreichen zu können.
Die Segmentierung von Kunden hat sich zu einer wichtigen Aufgabe entwickelt. Zum einen sollen die Stammkunden langfristig an das Unternehmen gebunden werden, zum anderen soll neues attraktives Kundenpotenzial gewonnen werden. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Produkte auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Die steigenden Anforderungen der Kunden an die Produkte und die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen zwingen die Unternehmen Produkte mit hoher Qualität zu günstigen Preisen bei einer kurzen Durchlaufzeit anzubieten.
Um dies zu erreichen ist eine ganzheitliche, zielorientierte und klar formulierte Unternehmensstrategie grundlegende Prämisse.
Ferner kommen der Weiterbildung und Motivation von Mitarbeitern auf allen Ebenen immer mehr Bedeutung zu. Dadurch können die Unternehmen weitere Wettbewerbsvorteile erlangen, indem Prozesse, Qualität und Reaktionszeit optimiert werden.
Erfahrungen haben gezeigt, dass eine ausschließliche Konzentration auf die finanzielle Perspektive auf Dauer nicht zu einem nachhaltigen Erfolg führen kann. Vielmehr gilt es, eine ausgewogene Sicht auf die
unternehmensbeeinflussenden Faktoren wie Kunden, Prozesse, Potenziale und Finanzen herzustellen und dabei die erforderlichen Schritte von der Vision bis zur Umsetzung optimal zu verknüpfen.
Ein in den letzten Jahren aufstrebender Ansatz, die Zukunft im Unternehmen auf allen Ebenen aktiv zu gestalten ist die BSC. Mit der BSC ist es der Unternehmensführung möglich, strategische Ziele zu formulieren, kommunizieren und die Organisationsstruktur auf das Erreichen der gesetzten Ziele hin auszurichten und die Mitarbeiter auf allen Ebenen für den Erfolg des Unternehmens zu motivieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Bedeutung für mittelständische Unternehmen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Das Unternehmen XYZ – Schuhfabrik GmbH
2.1 Kurzvorstellung des Unternehmens
2.2 Branchensituation
2.3 Die Unternehmensphilosophie der XYZ – Schuhfabrik GmbH
2.4 Aufbau und Organisation der XYZ – Schuhfabrik GmbH
3. Die Bedeutung des strategischen Managements
3.1 Begriffsdefinitionen
3.2 Aufgabe und Stellenwert einer Strategie
3.4 Probleme bei der Strategiefindung und Umsetzung
3.5 Entwicklungen in der Betriebswirtschaftslehre
4. Die Balanced Scorecard – Der Weg zum Ziel?
4.1 Einführung in die Balanced Scorecard
4.2 Entstehung und Entwicklung der Balanced Scorecard
4.3 Inhalte einer Balanced Scorecard
4.3.1 Indikatoren
4.3.2 Finanzperspektive
4.3.4 Interne Prozessperspektive
4.3.5 Lern- und Entwicklungsperspektive
4.3.6 Ursache- Wirkungszusammenhängen
4.4 Zusammenfassende Übersicht
4.5 BSC als strategischer Handlungsrahmen
4.5.1 Klärung und Herunterbrechen von Vision und Strategie
4.5.2 Kommunikation und Verknüpfung der Strategie
4.5.3 Planung und Zielvorgaben
4.5.4 Strategisches Feedback und Lernprozess
4.6 Nutzen für das Unternehmen – Balanced Scorecard eine Bereicherung?
4.6.1 Einführungsgründe für die Balanced Scorecard
4.6.2 Erfahrungen mit der Balanced Scorecard
5. Praktische Umsetzung einer Balanced Scorecard – Lösung
5.1 Controllinginstrumente in der XYZ - Schuhfabrik GmbH
5.1.1 Allgemeines über die Controllinginstrumente
5.1.2 Budgetierung
5.1.3 Kurzfristige Erfolgsrechnung
5.1.4 Weitere Controllinginstrumente
5.2 Zusammenhänge der Balanced Scorecard mit den Controllinginstrumenten
5.3 Entwicklung einer Balanced Scorecard für XYZ
5.3.1 Unternehmensleitbild
5.3.2 Unternehmensziele
5.3.3 Analysephase
5.3.4 Konzeptionsphase
5.3.5 Realisierungsphase
5.3.6 Ursache- Wirkungsbeziehungen
5.4 Nutzen der Balanced Scorecard bei der strategischen Ausrichtung für die XYZ GmbH
6. Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Anwendbarkeit der Balanced Scorecard (BSC) als effektives strategisches Managementinstrument für ein mittelständisches Unternehmen, am Beispiel der XYZ – Schuhfabrik GmbH, zu evaluieren. Dabei soll untersucht werden, wie eine BSC helfen kann, das Defizit zwischen strategischer Planung und operativer Umsetzung zu überbrücken und als Kommunikations- sowie Steuerungssystem zu dienen.
- Grundlagen des strategischen Managements und Balanced Scorecard
- Analyse des Unternehmens XYZ sowie dessen Branchensituation
- Entwicklung eines BSC-Konzepts für das Praxisbeispiel
- Verknüpfung von Controllinginstrumenten mit der BSC
- Identifikation von kritischen Erfolgsfaktoren und Ursache-Wirkungsketten
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsdefinitionen
„Strategisches Management ist ein Kernbaustein des Führungskonzeptes Controlling mit der Aufgabe, die nachhaltige Existenz des Unternehmens frühzeitig durch systematische Erschließung bestehender und Erarbeitung neuer Erfolgsfaktoren in einem sich ständig wandelnden Markt zu sichern.“
Wer strategische Zielstellungen im unternehmerischen Alltag umsetzen will, sollte zunächst eine Strategie haben.
Der Begriff „Strategie“ wird mit vielerlei Bedeutungen belegt und selbst Lexika widersprechen sich. Seine Ursprünglichkeit geht auf das griechische Wort „strategos“ zurück, das soviel wie „Heerführer“ bedeutet.
Für den Bereich der Wirtschaftswissenschaften finden sich für den Begriff „Strategie“ lediglich Umschreibungen, wie z.B.:
- „Die richtigen Dinge tun und dann die Dinge richtig tun“.
- Strategien sind Wege zur Zielerreichung.
- Strategische Entscheidungen berühren alle Ebenen der Unternehmung.
- Strategien bedeuten planvolles Vorgehen.
- Strategien sind vor allem marktorientiert.
- Strategien werden grundsätzlich von der Führungsebene entwickelt.
- Strategien haben langfristigen Charakter, sind aber dennoch mit kurzfristigen Zielen für Geschäfts- und Funktionsbereiche verknüpft.
- Strategien erfordern Weitsichtigkeit.
In einem Punkt sind sich die Autoren jedoch einig: Ohne ein strategisches Management ist ein Unternehmen auf Dauer nicht wettbewerbsfähig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie Erläuterung der Bedeutung der BSC für mittelständische Unternehmen.
2. Das Unternehmen XYZ – Schuhfabrik GmbH: Darstellung des Unternehmens, seiner Philosophie sowie der spezifischen Branchensituation und Organisation.
3. Die Bedeutung des strategischen Managements: Theoretische Grundlagen zum strategischen Management, dessen Aufgaben und aktuelle Entwicklungen in der Betriebswirtschaftslehre.
4. Die Balanced Scorecard – Der Weg zum Ziel?: Umfassende Einführung in das Konzept, die vier Perspektiven, die Arbeit mit Indikatoren sowie die Einbettung in den strategischen Managementprozess.
5. Praktische Umsetzung einer Balanced Scorecard – Lösung: Konkrete Anwendung des BSC-Modells bei der XYZ GmbH unter Einbeziehung vorhandener Controllinginstrumente und der Entwicklung einer Ursache-Wirkungskette.
6. Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Einschätzung des Nutzens der Balanced Scorecard für die strategische Ausrichtung von Unternehmen.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategisches Management, Controlling, XYZ GmbH, Strategieumsetzung, Leistungskennzahlen, Ursache-Wirkungskette, Unternehmenssteuerung, Mittelstand, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessoptimierung, Lern- und Entwicklungsperspektive, Wettbewerbsvorteil, Führungsinstrumente.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Diese Arbeit befasst sich mit der Implementierung einer Balanced Scorecard (BSC) in einem mittelständischen Unternehmen, der XYZ – Schuhfabrik GmbH, um strategische Ziele besser in operative Maßnahmen zu überführen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind strategisches Management, Controlling-Systeme, die Strukturierung von Unternehmenszielen durch die vier BSC-Perspektiven sowie die Kommunikation und Messung von Strategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Balanced Scorecard als effektives strategisches Steuerungsinstrument geeignet ist, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und die Kommunikation strategischer Ziele im Unternehmen zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie einer praxisorientierten Fallstudie am Unternehmen XYZ, inklusive einer SWOT-Analyse und der Entwicklung spezifischer BSC-Indikatoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von theoretischen Grundlagen des strategischen Managements über die detaillierte Vorstellung der BSC-Methodik bis hin zur praktischen Konzeption und Realisierung einer BSC für die XYZ GmbH.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Balanced Scorecard, Strategisches Management, Controlling, XYZ GmbH, Unternehmenssteuerung und strategische Ausrichtung.
Wie unterstützt die BSC den Kulturwandel in der XYZ GmbH?
Die BSC fördert das gemeinsame Verständnis über die Unternehmensstrategie, bindet Mitarbeiter in die Zielerreichung ein und transformiert bestehende Normen durch die operationalisierte Ausrichtung auf Visionen.
Warum ist die Verbindung zum Controlling so wichtig?
Die BSC ergänzt die vorhandenen operativen Controllinginstrumente um zukunftsorientierte Leistungstreiber, wodurch nicht nur finanzielle Aspekte, sondern auch qualitative Faktoren strategisch steuerbar werden.
- Citar trabajo
- Katrin Fischer (Autor), 2006, Einführung einer Balanced Scorecard in die XYZ-GmbH, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69408