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Don Quijote - Eine Analyse

Title: Don Quijote - Eine Analyse

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Walter Scheufen (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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„ Bücher sind nicht dazu da, dass man ihnen blind vertraut, sondern dass man sie einer Prüfung unterzieht.“( Umberto Eco, 1986, S.420). Mit diesen Worten unterweist William von Baskerville seinen Schüler Adson in Umberto Eco´s, Der Name der Rose. Ein Opfer der Leichtgläubigkeit und des blinden Vertrauens in die Wahrheit der Literatur hat Miguel de Cervantes im Don Quijote verewigt und damit ein Werk geschaffen, ohne das der moderne europäische Roman nicht denkbar gewesen wäre. Das Ziel dieser Arbeit ist eine systematische Analyse der damaligen Zeit in der Cervantes den Don Quijote verfasste, und was sich aus dieser Zeit im Werk wieder finden lässt. Zentral ist dabei die exemplarische Analyse der Vorlagen aus der Vorlesung. Um den Leser für die damalige Zeit zu sensibilisieren wird einführend die damalige Zeit in all ihren Facetten analysiert. Weiterhin wir eine Einordnung des Romans durch den Vergleich zu anderen literarischen Gattungen vorgenommen. Ergänzend zu diesem Aspekt werden auch die Vorbilder der Ritterromane aufgeführt und eine Verbindung zu ihnen hergestellt. Im nächsten Schritt werden der Autor und sein Leben zusammenfassend dargestellt, auch dies geschieht mit Blick auf die Einflüsse auf den Roman. Eine Zusammenfassung des Werkes im Hinblick auf die ihn bestimmenden Einflüsse soll das dritte Kapitel nahe bringen. Anschließend werden die Figurenkonstellation und der Wandel der Protagonisten im Gesamtzusammenhang mit den vorherigen Kapiteln analysiert. Dabei wird auch die besondere Bedeutung des Sancho für den Romanverlauf angesprochen. Abschließend wird anhand der Arbeitsvorlage eine stilistische Analyse exemplarisch durchgeführt mit dem Ziel die Vielschichtigkeit, die Cervantes thematisch verarbeitet hat, ebenfalls sprachlich zu verdeutlichen. Die durch das obige Zitat angesprochen Thematik der Weltverklärung ist dabei in allen Abschnitten der Arbeit gegenwärtig, da sie das grundlegende Handlungsmotiv des gesamten Werkes darstellt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Weg in das 16./17. Jahrhundert

1.1 Historische Aspekte Spaniens

1.2 Gesellschaftliche/Religiöse Aspekte

1.3 Literarische Aspekte

2. Vita des Autors

2.1 Vorgeschichte des Werkes

2.2 Einordnung in Gattungstyp und Erzählform

3. Inhaltliche Zusammenfassung

3.1 Leitmotive

4. Figurenkonstellation

4. 1 Selbstkonstitution des Don Quijote

4.2 La relación y la influencia recíproca de Don Quijote y de Sancho Panza

5. La Estilística

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine systematische Analyse der historischen, gesellschaftlichen und literarischen Rahmenbedingungen im 16. und 17. Jahrhundert vorzunehmen, in denen Miguel de Cervantes seinen "Don Quijote" verfasste. Dabei wird untersucht, wie sich diese zeitgenössischen Einflüsse im Roman widerspiegeln und welche Bedeutung die Gattungsgeschichte sowie die komplexe Figurenkonstellation für die moderne Romanform haben.

  • Historische und soziokulturelle Umbruchphase des spanischen Siglo de Oro.
  • Literarische Gattungstraditionen (Ritter-, Schäfer- und Schelmenromane) und deren Persiflage.
  • Die psychologische und soziale Transformation des Protagonisten Don Quijote.
  • Die dialektische Beziehung und wechselseitige Beeinflussung von Don Quijote und Sancho Panza.
  • Stilistische Analyse der sprachlichen Vielschichtigkeit und Metafiktionalität des Werkes.

Auszug aus dem Buch

4. 1 Selbstkonstitution des Don Quijote

Wer war dieser Held, dieser „caballero de la triste figura“, wie er sich am Ende seines Briefes an Dulcinea selbst bezeichnet? Auf den ersten Blick scheint er rein äußerlich allen Vorstellungen eines Ritters zu widersprechen. Er ist als Parodie auf die allgemeine Vorstellung konzipiert, und so wird er als „ era de complexión recia, seco de carnes, enjuto de rostro, gran madrugador y amigo de la caza” (I, 1) beschrieben. Seine Ausrüstung ist kläglich und taugt nicht viel. Eine verrostete Rüstung seines Großvaters die mit Schimmel überzogen war, und einen klappriger Gaul nannte er sein Eigen. Während die Ritter im Amadís und anderen Büchern jung, stark und dazu noch adelig waren, stand diesem Ideal ein etwa fünfzig jähriger hagerer, von seinem realen Leben enttäuschter Mann gegenüber.

Die Flucht in die Welt seiner Bücher und der damit verbundene Lesewahn hatten ihn körperlich als auch seelisch gezeichnet. Der dadurch entstandene Schlafmangel und seine ärmliche, ungesunde Lebensweise waren wohl dafür verantwortlich dass er zum Opfer der „locura“ wurde. Seine Hautfarbe war gelblich, „ flaco, amarillo, los ojos hundidos en los últimos camaranchones del cerebro.“ (II, 7). Don Quijote selbst sieht sich in der literarischen Tradition seiner großen Idole was an einer Textstelle besonders deutlich wird: „ Yo soy, digo otra vez, quien ha de rescuitar los de la Tabla Redonda, los Doce de Francia,y los Nueve de la Fama, y quell ha de poner en olvido los Platires, los Tablantes, Olivantes y Tirantes, los Febos Belianises, con toda la caterva de los famosos caballeros andantes del pasado tiempo[…].13 Diese Auflistung der großen Rittergeschichten wie die der Ritter der Tafelrunde und der Gralsmythos der bretonischen Sagen dienen Don Quijote als Vorbild. Nach seiner Auffassung verhalf Don Quijote ihnen zu einer Wiedergeburt indem er ihre Ideale rezipiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Weltverklärung und Darlegung der Zielsetzung, den Roman vor dem historischen und literarischen Kontext des 16. und 17. Jahrhunderts zu analysieren.

1. Der Weg in das 16./17. Jahrhundert: Untersuchung der historischen, gesellschaftlichen und literarischen Strömungen, wie Humanismus und Renaissance, die das europäische Geistesleben und die Literatur jener Zeit prägten.

2. Vita des Autors: Biografische Zusammenfassung des Lebens von Miguel de Cervantes mit besonderem Fokus auf die Erfahrungen, die sein späteres literarisches Schaffen beeinflussten.

3. Inhaltliche Zusammenfassung: Kurze Skizzierung der Handlung rund um den hidalgo Alonso Quijano, der sich durch übermäßige Lektüre von Ritterromanen in den Wahn des fahrenden Ritters flüchtet.

4. Figurenkonstellation: Analyse der Antipoden-Beziehung zwischen Don Quijote und Sancho Panza sowie der Rolle der Dulcinea und anderer Schlüsselfiguren.

5. La Estilística: Exemplarische stilistische Untersuchung der rhetorischen Mittel und der sprachlichen Komplexität, mit der Cervantes verschiedene Genres und Welten integriert.

Schlüsselwörter

Don Quijote, Cervantes, Siglo de Oro, Ritterroman, Schelmenroman, Humanismus, Idealismus, Realismus, Sancho Panza, Metafiktion, Weltverklärung, Literaturgeschichte, Spanien, Renaissance, Stilistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman "Don Quijote" von Miguel de Cervantes vor dem Hintergrund des soziokulturellen Umfelds des 16. und 17. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die historischen Rahmenbedingungen Spaniens, die Einordnung des Werkes in zeitgenössische literarische Gattungen sowie die psychologische Dynamik der Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die systematische Verbindung zwischen der Lebensrealität des Autors, der zeitgenössischen Literaturkritik und der spezifischen Struktur des Romans aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit einer Gattungsbestimmung und einer stilistischen Untersuchung des Originaltextes kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Weges in die Neuzeit, die Biografie des Autors, eine inhaltliche Werkszusammenfassung sowie eine Analyse der Figuren und des literarischen Stils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Don Quijote, Siglo de Oro, Ritterroman, Metafiktion und die Dialektik von Idealismus und Realismus aus.

Wie unterscheidet sich die Konstitution des Don Quijote von den Rittern in den klassischen Büchern?

Während klassische Ritter jung, stark und adelig sind, wird Don Quijote als hagerer, etwa fünfzigjähriger Mann gezeichnet, der durch seine ärmliche Lebensweise und seinen Lesewahn körperlich wie seelisch gezeichnet ist.

Warum ist das Zusammenspiel von Don Quijote und Sancho Panza für das Werk so bedeutend?

Die beiden Figuren bilden eine Einheit in der Vielfalt: Während Sancho die Realität in das Weltbild des Ritters bringt, findet durch ihre gegenseitige Beeinflussung eine "Quijotisierung" Sanchos und eine "Sanchifizierung" des Ritters statt.

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Details

Title
Don Quijote - Eine Analyse
College
RWTH Aachen University  (Romanistisches Institut)
Course
Romanische Literaturen und ihre Deutung im Epochenüberblick
Grade
2.0
Author
Walter Scheufen (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V69510
ISBN (eBook)
9783638620017
Language
German
Tags
Quijote Eine Analyse Romanische Literaturen Deutung Epochenüberblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Walter Scheufen (Author), 2006, Don Quijote - Eine Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69510
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