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Faszination Videokunst

Wahrnehmungsmöglichkeiten von Zeit und Realität zwischen Kunst und Unterhaltung

Title: Faszination Videokunst

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: MA Mirja Freye (Author)

Art - Photography and Film
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Was ist Videokunst? Kurzer geschichtlicher Überblick. Außerdem ein Extra-Kapitel über Bill Viola.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeit und Wahrnehmung

3. Videokunst

3.1 Von den Anfängen bis Heute

3.2 Videokunst als Ausdrucksmittel

4. Exkurs: Bill Viola

5. Video – Kunst oder Unterhaltung?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der Videokunst als Ausdrucksform sowie deren komplexes Wechselverhältnis zur menschlichen Zeitwahrnehmung und zur mediatisierten Realität in einer zunehmend durch Technik geprägten Welt.

  • Wahrnehmung von Zeit und Raum durch videokünstlerische Installationen
  • Historische Entwicklung der Videokunst von den 1960er Jahren bis zur digitalen Ära
  • Die Rolle der Videokunst als Instrument für soziale und politische Identitätsforschung
  • Fallstudie zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit anhand von Bill Viola
  • Diskurs über die Grenzen zwischen Kunst und Unterhaltung im Kontext digitaler Medien

Auszug aus dem Buch

3.1 Von den Anfängen bis Heute

Anfänge der Videokunst zeigten sich bereits 1963 in der Ausstellung „Exposition of Music – Eletronic Television“ von Nam June Paik. In dieser Ausstellung wurden manipulierte Fernseher gezeigt, die auf eine spezifische Weise gestört worden waren. Die gewohnten Fernsehbilder verwandelten sich dabei in reduzierte, abstrakte Formen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Videotechnik eingesetzt werden konnte, ist diese Ausstellung für die Videokunst von großem Wert. Sie gilt als wichtiger Vorläufer der skulpturalen Form von Video – der Kunst, die das Monitorgehäuses des Fernsehers in das Werk integriert. Als ebenfalls wichtig gilt die zwei Monate später eröffnete Ausstellung „TV Trouble“ von Wolf Vostell. Obwohl diese mehr der Aktionskunst zugeordnet wird, wiesen beide Ausstellungen Parallelen auf, indem sie die manipulierten Fernsehgeräte nutzten, um ihre Kritik an den neuen Medien, im Besonderen dem Fernsehen, zu formulieren.

Nam June Paik wurde 1965 zum ersten Videokünstler überhaupt, als es ihm gelang, die gerade erst erschienene Videoanlage Portapak von Sony zu erwerben – es handelte sich um ein Vorführmodell, dass vorerst nicht zum Verkauf bestimmt war – und damit erste Bilder von der zu der Zeit stattfindenden Papstaudienz in New York aufzunehmen. Dabei waren die Bilder an sich nichts Besonderes, vielmehr überraschte die Banalität des Alltags, die diese Bilder vermittelten.

„Ein Stückchen Zeit, das kurzfristig konserviert wurde, um dann wieder dem Vergessen überlassen zu werden.“

Paik faszinierte an der Videokunst vor allem der Aspekt der Störung und der Manipulation der elektromagnetischen Bilder, ähnlich wie er dies bereits in seiner Ausstellung von 1963 präsentiert hatte. Die Möglichkeit zur sofortigen Wiedergabe war für Paik nur von sekundärem Interesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema durch die Technisierung des Alltags und den Einfluss der Videokunst auf die Wahrnehmung von Zeit sowie die Rezeption der Ausstellung von Bill Viola.

2. Zeit und Wahrnehmung: Dieses Kapitel erläutert, wie menschliches Zeitempfinden durch die Videotechnik verändert wurde und inwiefern Medien unsere Wahrnehmungsmuster beeinflussen.

3. Videokunst: Hier wird der historische Abriss von den Anfängen der Aktionskunst bis hin zur digitalen Videokunst sowie die Funktion als Ausdrucksmittel für soziale und persönliche Themen dargelegt.

4. Exkurs: Bill Viola: Ein Überblick über die Biografie und die künstlerische Intention von Bill Viola, insbesondere sein Fokus auf die Themen Leben, Tod und Vergänglichkeit.

5. Video – Kunst oder Unterhaltung?: Dieser Abschnitt analysiert die schwierige Grenzziehung zwischen künstlerischem Werk und Unterhaltungsmedium in einer Welt der Massenmedien und des Internets.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Videokunst den Betrachter zur Reflexion über Realitäten anregt und trotz der Verwischung von Grenzen eine essenzielle Rolle für die Kunstvermittlung spielt.

Schlüsselwörter

Videokunst, Zeitwahrnehmung, Bill Viola, Nam June Paik, Mediatisierung, Kunst und Unterhaltung, Elektronische Medien, Videoinstallation, Realität, Fiktionalität, Wahrnehmung, Videotechnik, Aktionskunst, Closed-Circuit, Digitale Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Videokunst als künstlerische Ausdrucksform und analysiert, wie sie unsere Wahrnehmung von Zeit und Realität prägt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Videokunst, die Rolle technischer Möglichkeiten bei der Bildmanipulation und die Unterscheidung zwischen Kunst und Unterhaltung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit hinterfragt, wie sich die Videokunst im Laufe der Zeit verändert hat und ob beziehungsweise wo eine Grenze zwischen Video als Kunst und Video als Unterhaltung verläuft.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine medientheoretische Analyse, die mit kunsthistorischen Beispielen und eigenen Beobachtungen aus Ausstellungsbesuchen kombiniert wird.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Reflexion von Zeit, die Entwicklung der Videokunst, eine Fallstudie zu Bill Viola sowie eine Diskussion zur Abgrenzung vom Massenmedium Fernsehen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Mediatisierung, Wahrnehmung, Zeitlichkeit, technische Manipulation und den Dialog zwischen Künstler und Betrachter gekennzeichnet.

Welche Bedeutung kommt dem Werk von Bill Viola für die Arbeit zu?

Bill Viola dient als zentrales Beispiel für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeit und Vergänglichkeit, anhand dessen die Verfasserin ihre eigene Rezeptionserfahrung reflektiert.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "echter" Videokunst und Internet-Videos?

Sie betont, dass der Kontext (Museum vs. Internet) und die bewusste, qualitätsvolle Inszenierung bei Kunstwerken eine intensivere Reflexion beim Betrachter fördern als der beiläufige Konsum im Netz.

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Details

Title
Faszination Videokunst
Subtitle
Wahrnehmungsmöglichkeiten von Zeit und Realität zwischen Kunst und Unterhaltung
College
University of Bremen
Course
Mediatisierung des Alltagslebens. (Über)-Lebensstrategien in Zwischenräumen.
Grade
1
Author
MA Mirja Freye (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V69533
ISBN (eBook)
9783638620109
ISBN (Book)
9783638671897
Language
German
Tags
Faszination Videokunst Mediatisierung Alltagslebens Zwischenräumen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Mirja Freye (Author), 2006, Faszination Videokunst , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69533
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