1. Kommunikation- Grundlagen
„Kommunikation“ ist eines der offiziell gewählten Wörter des 20. Jahrhunderts und gehört zu den am häufigsten verwendeten Begriffen um die Jahrtausendwende. Sowohl die soziale Kommunikation als auch die Telekommunikation gewinnen immer mehr an Bedeutung. Eine genaue Vorstellung, was unter dem Begriff „Kommunikation“ zu verstehen ist, haben die meisten jedoch nicht. Untersucht man den Wortursprung, wird die Bedeutungstiefe am Besten deutlich. Das Wort „Kommunikation“ hat lateinische Wurzeln und ist aus dem Präfix: „com“ und dem Wortstamm: „munus“ zusammengesetzt.
In der Antike kam das Wort unter folgenden Formen und Bedeutungen vor:
communicatio Mitteilung, Gewährung, Einbezug
commune Staat, Gemeingut, Kasse
communitas Gemeinschaft, Allgemeinheit, Gemeinsinn
communicare 1. gemeinsam machen, vereinigen
2. mitteilen, teilnehmen lassen
3. gemeinsam haben oder teilen; mit tragen helfen
4. sich in Verbindung setzen, besprechen, beraten
communis 1. gemeinsam, gemeinschaftlich, zusammen, öffentlich
2. überall üblich, gewöhnlich
3. umgänglich, demokratisch
in commune für alle, zum gemeinsamen Nutzen
Die alte Kernbedeutung von Kommunikation liegt demnach im „etwas gemeinsam machen/ teilen/ mitteilen“, wobei ein gemeinsamer Inhalt bzw. Gegenstand vorausgesetzt wird. Die Vertreter dieses ursprünglichen Begriffs beschreiben ihn als zwischenmenschlichen Austausch, also als „soziale Kommunikation“ oder als „face- to- face- communication“. Vertreter des funktionalen Begriffes hingegen verstehen die Kommunikation als kontaktive Verbindung zwischen verschiedenen Einheiten, die nicht einmal Menschen sein müssen. Für meinen Beleg ist jedoch die soziale Kommunikation von Bedeutung. Mit ihr können Informationen sowohl verbal als auch non- verbal übermittelt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Grundlagen der Kommunikation
- Verbale und non-verbale Kommunikation
- Das Gespräch- eine Grundform der Kommunikation
- Organon- Modell nach Karl Bühler
- Ansichten Paul Watzlawicks und Friedemann Schulz von Thuns bezüglich der Anatomie einer Nachricht
- Unterricht als kommunikativer und kooperativer Prozess und seine Bedeutung für die Ausbildung der Gesprächsfähigkeit
- Das Unterrichtsgespräch- eine Kommunikationsform mit vielen Varianten und Schwierigkeiten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Unterrichtsgespräch als einer komplexen Kommunikationsform. Ziel ist es, die verschiedenen Varianten und Schwierigkeiten, die mit dieser Form der Interaktion verbunden sind, aufzuzeigen.
- Die Bedeutung von verbaler und nonverbaler Kommunikation im Unterrichtsgespräch
- Das Organon-Modell von Karl Bühler und seine Relevanz für das Verständnis von Kommunikationsprozessen im Unterricht
- Die Rolle von Sprechhandlungen im Unterrichtsgespräch
- Die verschiedenen Formen des Unterrichtsgesprächs und deren Bedeutung für den Lernerfolg
- Die Herausforderungen, die mit der Gestaltung eines erfolgreichen Unterrichtsgesprächs verbunden sind
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Grundlagen der Kommunikation und die Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Im zweiten Kapitel wird das Gespräch als eine Grundform der Kommunikation näher beleuchtet, wobei das Organon-Modell von Karl Bühler und die Ansichten von Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thuns bezüglich der Anatomie einer Nachricht vorgestellt werden. Der dritte Abschnitt befasst sich mit dem Unterricht als kommunikativem und kooperativem Prozess und der Bedeutung von Gesprächsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Unterrichtsgespräch, Kommunikation, Verbale Kommunikation, Non-verbale Kommunikation, Organon-Modell, Gesprächsführung, Sprechhandlung, Interaktion, Lernerfolg, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Kernbedeutung des Begriffs „Kommunikation“?
Der Begriff stammt vom lateinischen „communicare“ ab und bedeutet ursprünglich „etwas gemeinsam machen, teilen oder mitteilen“.
Welche Rolle spielt das Organon-Modell im Unterricht?
Das Modell von Karl Bühler hilft zu verstehen, wie Sprache als Werkzeug fungiert, um Informationen zu übermitteln, Appelle auszudrücken oder Befindlichkeiten darzustellen.
Was ist der Unterschied zwischen verbaler und non-verbaler Kommunikation?
Verbale Kommunikation nutzt das gesprochene Wort, während non-verbale Kommunikation durch Mimik, Gestik und Körperhaltung erfolgt – beides ist im Unterricht entscheidend.
Warum ist die Gesprächsfähigkeit im Unterricht so wichtig?
Unterricht ist ein kooperativer Prozess. Die Fähigkeit, Gespräche zu führen, ist die Basis für gemeinsamen Lernerfolg und soziale Interaktion.
Welche Schwierigkeiten gibt es beim Unterrichtsgespräch?
Herausforderungen liegen in der Steuerung der Beteiligung, der Anatomie der Nachrichten (nach Schulz von Thun) und der Balance zwischen Lehrerlenkung und Schülerselbstständigkeit.
- Quote paper
- Anja Uhlitzsch (Author), 2006, Das Unterrichtsgespräch - Eine Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt eines Unterrichtsgespräches , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69634