Problembereiche der geplanten
Unternehmenssteuerreform 2008
und Reformalternativen
- Studienarbeit -
vorgelegt am 18.12.2006
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 4
1 Einleitung 1
2 Rückblick und Neuregelungen ab dem 01.01.2007/2008 2
3 Reformmodelle der Unternehmensbesteuerung 3
3.1 Die Grundvoraussetzungen einer gerechten Besteuerung 3
3.1.1 Finanzierungsneutralität 4
3.1.2 Rechtsformneutralität 4
3.2 Grundlegende Reformalternativen im Überblick 5
3.3 Karlsruher Entwurf und die Flat Tax nach Kirchhof 6
3.4 Unternehmenssteuersplittingverfahren, Bürgergeldvorschlag, Heidelberger System, Kapitalentgeltsteuer 7
3.5 Stiftung Marktwirtschaft - Integrierte Unternehmenssteuer 8
3.6 Der Sachverständigenrat - Die duale Einkommensteuer 10
3.7 Das Modell der Regierungskoalition 10
3.7.1 Die Eckpunkte des Regierungsentwurfs 11
3.7.2 Besondere Gewinnrücklagen bei Personenunternehmen 12
3.7.3 Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften; Abgeltungssteuer 13
3.8 Zusammenfassung der Reformvorschläge 14
4 Die Gegenfinanzierung der Regierungskoalition 15
4.1 Fremdfinanzierungsaufwendungen in Unternehmen 15
4.2 Verbreiterung der Bemessungsgrundlage 16
4.2.1 Generelle Beschränkung des Schuldzinsenabzugs 17
4.2.2 Gewinnabhängige Begrenzung des Schuldzinsenabzugs / Zinsschranke 17
4.2.3 Behandlung von Miete, Leasing und Lizenzgebühren, degressive AfA 18
4.3 Kritik an dem Reformmodell der Regierungskoalition 19
4.3.1 Kritik an der Begrenzung des Abzuges von Finanzierungsaufwendungen 19
4.3.2 Entstehendes Steuergefälle bei Einführung einer Abgeltungssteuer 20
4.3.3 Allgemeine Kritik am Regierungsentwurf 21
5 Schlußwort 22
Anhang 23
Literaturverzeichnis 26
Ehrenwörtliche Erklärung
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Besteuerung von Personenunternehmen (Vollthesaurierung) 12
Abbildung 2 Besteuerung der Personenunternehmen (Teilthesaurierung) 13
Abbildung 3 Besteuerung der Kapitalgesellschaften
(mit Abgeltungssteuersatz von 25 %) 14
Abbildung 4 Finanzierung der Unternehmensinvestitionen ( in Prozent der Bruttoinvestitionen und Geldvermögensbildung) 23
Abbildung 5 Steuergefälle durch Abgeltungssteuer 23
Abbildung 6 Steuereinnahmen des Bundes – Schätzung 2005- 2009 24
Abbildung 7 Unternehmen in Deutschland nach der Rechtsform 25
Abbildung 8 Steuerreformmodelle im Vergleich 25
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Rückblick und Neuregelungen ab dem 01.01.2007/2008
3 Reformmodelle der Unternehmensbesteuerung
3.1 Die Grundvoraussetzungen einer gerechten Besteuerung
3.1.1 Finanzierungsneutralität
3.1.2 Rechtsformneutralität
3.2 Grundlegende Reformalternativen im Überblick
3.3 Karlsruher Entwurf und die Flat Tax nach Kirchhof
3.4 Unternehmenssteuersplittingverfahren, Bürgergeldvorschlag, Heidelberger System, Kapitalentgeltsteuer
3.5 Stiftung Marktwirtschaft - Integrierte Unternehmenssteuer
3.6 Der Sachverständigenrat - Die duale Einkommensteuer
3.7 Das Modell der Regierungskoalition
3.7.1 Die Eckpunkte des Regierungsentwurfs
3.7.2 Besondere Gewinnrücklagen bei Personenunternehmen
3.7.3 Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften; Abgeltungssteuer
3.8 Zusammenfassung der Reformvorschläge
4 Die Gegenfinanzierung der Regierungskoalition
4.1 Fremdfinanzierungsaufwendungen in Unternehmen
4.2 Verbreiterung der Bemessungsgrundlage
4.2.1 Generelle Beschränkung des Schuldzinsenabzugs
4.2.2 Gewinnabhängige Begrenzung des Schuldzinsenabzugs / Zinsschranke
4.2.3 Behandlung von Miete, Leasing und Lizenzgebühren, degressive AfA
4.3 Kritik an dem Reformmodell der Regierungskoalition
4.3.1 Kritik an der Begrenzung des Abzuges von Finanzierungsaufwendungen
4.3.2 Entstehendes Steuergefälle bei Einführung einer Abgeltungssteuer
4.3.3 Allgemeine Kritik am Regierungsentwurf
5 Schlußwort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Problembereichen der geplanten Unternehmenssteuerreform 2008 und stellt verschiedene Reformalternativen sowie den Regierungsentwurf kritisch gegenüber, um zu untersuchen, ob die angestrebte Wettbewerbsfähigkeit und Neutralität des Steuersystems durch die geplanten Maßnahmen erreicht werden können.
- Analyse der Grundprinzipien einer gerechten Unternehmensbesteuerung
- Vergleich wissenschaftlicher Reformmodelle und des Regierungsentwurfs
- Untersuchung der Gegenfinanzierungsmaßnahmen durch Verbreiterung der Bemessungsgrundlage
- Kritische Würdigung der geplanten Zinsschranke und Abgeltungssteuer
- Evaluierung der Auswirkungen auf die Rechtsform- und Finanzierungsneutralität
Auszug aus dem Buch
3.7.1 Die Eckpunkte des Regierungsentwurfs
Es wurden folgende Eckpunkte beschlossen:
- Senkung der Gesamtbelastung der thesaurierten Gewinne unter 30 %
- Gesamtentlastung durch die Maßnahme von ca. 5 Mrd €
- Einführung einer Abgeltungssteuer
- Maßnahmen gegen den Verlust von Steuersubstrat durch Fremdfinanzierung und Stabilisierung der kommunalen Einnahmen; Verbreiterung der Bemessungsgrundlage zur Gegenfinanzierung
Die bisherige GewST soll als nicht abzugsfähige Betriebsausgabe (§4 V EStG) behandelt werden. Zum Ausgleich hierfür soll die Steuermesszahl von 5 % auf 3,3 % abgesenkt und der Faktor für die GewSTanrechnung bei der EST auf 3,8 erhöht werden. Dies würde einem örtlichen Hebesatz von bis zu 380 % einer Vollanrechnung der GewST auf die EST entsprechen. Dem Regierungspapier vom 03.11.2006 ist nicht zu entnehmen, ob GewST zukünftig auch für Einkünfte iSd. §§13 und 18 EStG gelten soll.
Teile der CDU plädieren ferner für die Einführung einer sog. Grundsteuer C auf Betriebsgrundstücke bzw. die Einführung einer lohnsummenabhängigen Steuer.
Bei der Besteuerung von Personenunternehmen sollen Erleichterungen im Bereich der Gewinnthesaurierung kommen. Für die Inhaber von Personenunternehmen gibt es ebenfalls eine Tarifreduzierung auf 29%, soweit sie Ihre Gewinne nicht entnehmen. Diese rechtsformneutrale Belastungswirkung erreicht, dass steuerliche Gründe bei der Wahl der Rechtsform künftig nicht mehr so ausschlaggebend sind wie heute, jedoch noch nicht abgeschafft sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Entwicklung des deutschen Unternehmenssteuerrechts und definiert den Gegenstand der Arbeit als kritische Darstellung von Reformalternativen, insbesondere mit Blick auf den Regierungsentwurf.
2 Rückblick und Neuregelungen ab dem 01.01.2007/2008: Dieses Kapitel gibt einen Rückblick auf die Steuerreform 2000 und erläutert aktuelle Neuregelungen, wie das Jahressteuergesetz 2007 und Entwürfe zur Unternehmensnachfolge.
3 Reformmodelle der Unternehmensbesteuerung: Hier werden theoretische Grundvoraussetzungen wie Finanzierungs- und Rechtsformneutralität sowie verschiedene Reformmodelle, inklusive des Kirchhof-Entwurfs und des Modells der Regierungskoalition, detailliert vorgestellt.
4 Die Gegenfinanzierung der Regierungskoalition: Dieses Kapitel widmet sich den Maßnahmen zur Gegenfinanzierung, insbesondere durch die Begrenzung des Schuldzinsenabzugs, die Zinsschranke sowie die steuerliche Behandlung von Miete, Leasing und Lizenzgebühren.
5 Schlußwort: Das Schlußwort resümiert, dass die Reform eher einen Kompromiss zugunsten großer Kapitalgesellschaften darstellt und tiefgreifende, wissenschaftlich geforderte Reformen vermissen lässt.
Schlüsselwörter
Unternehmenssteuerreform, Regierungsentwurf, Finanzierungsneutralität, Rechtsformneutralität, Zinsschranke, Abgeltungssteuer, Schuldzinsenabzug, Gewinnthesaurierung, Steuerbemessungsgrundlage, Gegenfinanzierung, Steuergefälle, Kapitalgesellschaften, Personenunternehmen, Standortattraktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Problembereiche der für 2008 geplanten Unternehmenssteuerreform in Deutschland und bewertet verschiedene alternative Reformmodelle.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernpunkten gehören die Finanzierungs- und Rechtsformneutralität, die Gegenfinanzierung der Reformvorhaben sowie die Auswirkungen der geplanten steuerlichen Neuregelungen auf die Unternehmensfinanzierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, inwieweit die geplanten Reformmaßnahmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken und ob sie die gesteckten Ziele bezüglich Steuerneutralität und Vereinfachung tatsächlich erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den Vergleich von Steuerreformmodellen und verwendet numerische Rechenbeispiele, um die Auswirkungen auf die Steuerbelastung von Unternehmen zu illustrieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung theoretischer Reformkonzepte, eine detaillierte Betrachtung des Regierungsentwurfs zur Unternehmensbesteuerung sowie eine kritische Analyse der geplanten Gegenfinanzierungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unternehmenssteuerreform, Zinsschranke, Abgeltungssteuer, Rechtsformneutralität und Gegenfinanzierung.
Was besagt die Kritik an der geplanten Zinsschranke?
Die Kritik fokussiert sich darauf, dass die Zinsschranke Unternehmen in Krisenzeiten durch eine erhöhte Steuerbelastung auf Zinskosten übermäßig belasten könnte und ihre Ausgestaltung insbesondere für den Mittelstand problematisch bleibt.
Warum wird die Rolle der Rechtsformneutralität in der Arbeit besonders hervorgehoben?
Die Arbeit betont, dass steuerliche Gründe für die Wahl der Rechtsform (ReFo) möglichst minimiert werden sollten, um eine effiziente unternehmerische Entscheidungsgrundlage zu gewährleisten.
Welche Bedeutung hat das Beispiel "IKEA Deutschland" für die Argumentation des Autors?
Das Fallbeispiel dient als Illustration dafür, wie durch steuerliche Gestaltung (Lizenzgebühren und Schuldzinsen) die inländische Steuerlast legal minimiert werden kann, was den Druck auf den Gesetzgeber zu verschärften Hinzurechnungsregeln erklärt.
- Quote paper
- Bernd Binggeser (Author), 2006, Problembereiche der geplanten Unternehmensteuerreform 2008 und Reformalternativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69722