Siemens ist weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Über 400.000 Mitarbeiter entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme oder Anlagen und erbringen maßgeschneiderte Dienstleistungen. In mehr als 190 Ländern unterstützen sie ihre Kunden mit innovativen Techniken. Das Nutzen für die Menschen, die Schonung der Umwelt und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen bestimmen das Handeln. Voraussetzung für das Erreichen all dieser Ziele ist der wirtschaftliche Erfolg. Die Siemens AG will Wert schaffen für alle Aktionäre und Mitarbeiter.
Nach dem 2. Weltkrieg waren fast alle früheren Fabrikhallen der Firma Siemens in Schutt und Asche, der Gesamtverlust lag bei 80% der Gebäuden. Man suchte lange nach neuen Standorten und wurde schließlich in der Oberpfalz fündig. Und nun enstand 1948 Siemens Gerätewerk (GWA) in der Schlachthausstrasse in Amberg.
Hier werden Niederspannungsschaltgeräte entwickelt und gefertigt
Die Firma Siemens ist am Standort Amberg in 2 Betrieben zergliedert. In das GWA mit ca. 3400 Mitarbeitern und in das EWA mit 750 Mitarbeitern. Die Gesamtbeschäftigungszahl einschließlich Cham liegt bei 4000 MA. In Amberg werden jährlich fast 100 neue Auszubildende und Praktikanten ins Berufsleben eingeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung des Unternehmens: Firma Siemens
1.1 Überblick über Siemens weltweit
1.2 Einblick in den Lebenslauf der Fa. Siemens in Amberg
2. Wochenberichte:
2.1 M 741/M 742 Stanzteile / Bohrteile
2.2 M 738/M 739 Produktion Schütze
2.3 CP TS 1
2.4 M 727 Kunststoffteile
2.5 M 753 Mechanik
2.6 M 720/762 Anfertigung/Installation Mechanik
2.7 M 736 Spulenwickelei
2.8 EWA PLZ 24
3. Schlusswort
Zielsetzung und Themenbereiche
Der vorliegende Praktikumsbericht dokumentiert die gesammelten Erfahrungen während eines mehrmonatigen Praktikums bei der Siemens AG am Standort Amberg. Ziel der Arbeit ist es, die vielfältigen Produktionsabläufe, Fertigungstechnologien und Qualitätssicherungsprozesse in einem führenden Unternehmen der Elektronik- und Elektrotechnikbranche systematisch darzustellen und die eigene praktische Mitarbeit an verschiedenen Stationen zu reflektieren.
- Unternehmensvorstellung und historischer Kontext des Siemens-Standorts Amberg
- Detaillierte Einblicke in die Fertigungsprozesse (Stanztechnik, Spritzguss, Spulenwickelei)
- Methodische Anwendung moderner Montagelinien und Automatisierungslösungen
- Qualitätssicherung, Normenprüfung und sicherheitstechnische Aspekte der Produktion
Auszug aus dem Buch
Physikalisches Prinzip:
Funkenerosion – Materialabtrag durch eine Reihenfolge von unterbrochenen el. Entladungen, die zeitlich von einander getrennt sind, d. h. dass nur ein Funken auf einmal erzeugt wird. Die Entladungen werden durch eine Spannungsquelle erzeugt und finden in einer dielektrischen Flüssigkeit statt.
An 2 Elektroden (Werkstück selbst und eine Drahtelektrode) im Medium wird die Spannung angelegt. Es baut sich ein el. Feld auf. Die Entladung erfolgt am Ort des stärksten el. Spannungsfeldes. Negative und positive Ionen werden auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt, es entsteht ionisierter und somit stromleitender Kanal. In diesem Bereich wird die Temperatur von 8000 – 12000°C erreicht. Material wird geschmolzen und verdampft, wobei sich eine Gasblase bildet, die dann aufgrund der kühlenden Wirkung des Dielektrikums implodiert. Die Schmelze wird aus der Bearbeitungsstelle geschleudert. Die Materialpartikel werden von der Flüssigkeit abgeführt. An dieser Stelle bleibt ein Krater. Der Vorgang verläuft berührungslos.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung des Unternehmens: Firma Siemens: Gibt einen Überblick über das Unternehmen Siemens weltweit und beschreibt die historische Entwicklung des Standorts Amberg.
2. Wochenberichte: Detaillierte Schilderung der verschiedenen Abteilungen und Tätigkeiten, von der Stanztechnik über das Erodieren und die Kunststoffverarbeitung bis hin zur Schütz-Produktion und Qualitätssicherung.
3. Schlusswort: Danksagung an die betreuenden Mitarbeiter und Reflektion über den Lernerfolg für die zukünftige Laufbahn.
Schlüsselwörter
Siemens Amberg, Stanztechnik, Erodieren, Schützproduktion, Spritzguss, Montagelinie, Qualitätssicherung, Induktionslöten, Automatisierung, Werkzeugbau, SMD-Bestückung, Fertigungsprozesse, Kunststofffügetechnik, Elektronikfertigung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem vorliegenden Praktikumsbericht?
Der Bericht dokumentiert die praktischen Erfahrungen der Autorin während ihres Praktikums im Wintersemester 2001/02 bei der Siemens AG in Amberg.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig metallverarbeitende Verfahren wie Stanzen, verschiedene Fügetechniken, Spritzguss, die Spulenwickelei sowie die elektronische Montage und Qualitätssicherung.
Was ist das primäre Ziel des Berichts?
Das Ziel ist die strukturierte Dokumentation der beobachteten Fertigungstechnologien und der erlernten Arbeitsabläufe innerhalb der verschiedenen Fachabteilungen des Siemens-Werks.
Welche wissenschaftliche Methode wurde zur Darstellung gewählt?
Es handelt sich um einen chronologisch strukturierten Bericht, der die Abteilungswechsel widerspiegelt und die jeweiligen technischen Verfahren (z. B. Erodieren, Induktionslöten) theoretisch erläutert und praktisch kontextualisiert.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil besteht aus detaillierten Wochenberichten, die die praktischen Arbeiten in Bereichen wie Werkzeugbau, Stanzerei, Kunststofftechnik, Sondermaschinenbau und Endmontage beschreiben.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fertigungstechnik, Automatisierung, Siemens Amberg, Schützproduktion, Qualitätssicherung und Werkzeugbau.
Wie wird der Drahterosionsprozess physikalisch erklärt?
Der Prozess basiert auf gesteuerten, unterbrochenen elektrischen Entladungen in einer dielektrischen Flüssigkeit, die Material durch Aufschmelzen und Verdampfen berührungslos abtragen.
Welche Rolle spielen die "SIRIUS"-Schütze in der Produktion?
Die SIRIUS-Schütze stellen moderne, teil- oder vollautomatisiert gefertigte Produkte dar, die veraltete Schütztypen in der Produktion sukzessive ersetzen.
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- Dipl.-Ing. (FH) Helena Walz, geb. Pfannestiel (Author), 2002, Praxissemester bei Siemens AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6975