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Publikationsanalyse zur Corporate Governance - Status Quo und Entwicklungsperspektiven

Title: Publikationsanalyse zur Corporate Governance - Status Quo und Entwicklungsperspektiven

Scientific Essay , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Kauffrau (FH) Kerstin Dittmann (Author), Matthias Brockmann (Author), Tobias Gödrich (Author), Benjamin Schäfer (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Bei der Suche nach einer Erklärung für den Begriff Corporate Governance, verliert der Leser trotz der zunehmenden Diskussion sehr schnell den Überblick. Es wird deutlich, dass die Begrifflichkeit Corporate Governance zwar oft, aber keineswegs einheitlich benutzt wird. Um ein Verständnis der Corporate Governance Problematik zu entwickeln ist es zweckmäßig, die verschiedenen Sichtweisen und das daraus resultierende Verständnis zu thematisieren. Eine Frage der Definition

Ziegenbein beschreibt das Beziehungsgeflecht zwischen den Anspruchsgruppen als Corporate Governance (2001, S.17). Müller betrachtet Corporate Governance mehr als ein Kontrollinstrument zur Führung von Unternehmen und sieht den Grund für Corporate Governance in der Unternehmensfehlentwicklung der vergangenen Jahre durch Missmanagement von Entscheidungsträgern (2002, S.5). Wentges hingegen beschreibt Corporate Governance als einen Begriff, der alle Sachverhalte, Verhaltensleitlinien, Regeln und Durchsetzungsinstrumente der Unternehmensführung als Bestandteil der Corporate Governance Politik versteht (2001, S.1109). Mitunter wird Corporate Governance auch noch komplexer als rechtlicher und faktischer Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens bezeichnet (vgl. Werder 2006, S. 342 f.). Eine ähnliche Position vertritt Wöhe, der den Erfolg eines Unternehmens im Rahmen der Corporate Governance von mindestens zwei Faktoren abhängig macht und generell zwischen einer internen und externen Ebene differenziert. Entscheidend hierbei ist das nur die internen Faktoren durch das Unternehmen direkt beeinflussbar sind (vgl. Wöhe 2005, S.81). Auch die Meinung, dass Corporate Governance als Problem der Organisation von Leistung und Kontrolle gesehen werden kann und hierbei selbst ein System einzelner Elemente darstellt, die sich in ihrer Funktionsfähigkeit gegenseitig unterstützen, ergänzen oder beeinträchtigen, lässt sich als Definition in der Fachliteratur wieder finden (vgl. Will 2001, S. 73) Um verstehen zu können warum eine so große Vielzahl von Definitionen existiert, und es existieren weitaus mehr als oben genannt, soll im folgenden die Entwicklung der Corporate Governance etwas näher beleuchtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Corporate Governance

1.1 Eine Frage der Definition

2. Historischer Abriss

3. Verständnisformen der Corporate Governance

4. Corporate Governance und der Erklärungsversuch durch theoretische Modelle

5. Praxisbetrachtung der Corporate Governance

5.1 Vergleich der wichtigsten Kodizes und Regelwerke

5.2 Umsetzungsmotivation der Unternehmen

5.3 Evaluation der Umsetzungsgrade von Corporate Governance in nationalem und internationalem Kontext

6. Entwicklungstendenzen

7. Wertorientierungen

8. Organisatorische Ausgestaltung

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Status Quo und die zukünftigen Entwicklungsperspektiven der Corporate Governance. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für das komplexe Beziehungsgeflecht der Unternehmensführung zu schaffen, indem theoretische Erklärungsansätze mit der aktuellen Praxis und den verschiedenen internationalen Regelwerken kritisch hinterfragt werden.

  • Definition und historische Einordnung des Corporate Governance Begriffs
  • Theoretische Fundierung durch Agency-, Stewardship- und Stakeholder-Ansätze
  • Detaillierter Vergleich internationaler Kodizes (Sarbanes-Oxley Act, DCGK, OECD-Principles)
  • Untersuchung von Umsetzungsmotivationen und Evaluationsmethoden
  • Analyse zukünftiger Entwicklungstendenzen und organisatorischer Ausgestaltungen

Auszug aus dem Buch

Corporate Governance und der Erklärungsversuch durch theoretische Modelle

Die Notwendigkeit einer Corporate Governance wird dadurch begründet, dass Manager existierende Handlungsspielräume zur Übervorteilung und finanziellen Ausbeutung der Unternehmenseigentümer missbrauchen. Hierbei steht in der aktuellen Diskussion vornehmlich der Principal - Agent Ansatz, um das Verhalten der Manager zu erklären und daraus resultierende Konsequenzen für die Manager eines Unternehmens zu ziehen. Diese Agency Theorie geht davon aus, dass die rational und egoistisch motivierten Akteure zur Durchsetzung ihrer persönlichen Interessen grundsätzlich auch eine Schädigung anderer Personen in Kauf nehmen (vgl. Nippa 2006, S.1). Der einzige Schutz der Unternehmenseigentümer besteht darin sich durch Unternehmenskontrolle gegen ein solches Verhalten zu schützen.

Beim so genannten Shareholder Value Ansatz kommt den Anteilseignern (Shareholder) die Rolle des Prinzipals zu, der dafür Sorge zu tragen hat, dass die Unternehmungsleitung als Agent der Shareholder Interessen fungiert. Dementsprechend steht die Stärkung des Eigenkapitalwertes im Vordergrund (Krüger 2002, S. 1). Die Stewardship Theorie geht von einem optimistischerem Menschenbild aus und lässt dadurch auch einen anderen Schluss in Bezug auf Corporate Governance zu. Die Stewardship Theorie besagt, dass Manager durch eine Stärkung der Werte und Normen in ihrem Verhalten beeinflussbar sind. Darin liegt begründet, dass ausgehend von diesem Modell der Corporate Governance ein anderer Gestaltungsrahmen eingeräumt wird (vgl. Nippa 2006, S. 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Corporate Governance: Dieses Kapitel verdeutlicht die uneinheitliche Begriffsverwendung und führt in die Notwendigkeit ein, verschiedene Sichtweisen der Corporate Governance zu thematisieren.

2. Historischer Abriss: Der Abschnitt beleuchtet den Zusammenhang zwischen Firmenzusammenbrüchen, wie am „Neuen Markt“, und der wissenschaftlichen Debatte um gesellschaftliche Verantwortung.

3. Verständnisformen der Corporate Governance: Hier werden verschiedene Kategorien wie juristische, ethisch-normative oder strategische Verständnisebenen systematisch gegenübergestellt.

4. Corporate Governance und der Erklärungsversuch durch theoretische Modelle: Dieses Kapitel analysiert theoretische Ansätze wie die Agency- und Stewardship-Theorie, um Managerverhalten und Kontrollmechanismen zu erklären.

5. Praxisbetrachtung der Corporate Governance: Es werden wichtige Kodizes wie der Sarbanes-Oxley Act oder der DCGK verglichen sowie die Umsetzungsmotivation und Evaluationsmöglichkeiten untersucht.

6. Entwicklungstendenzen: Dieser Teil diskutiert den Wettbewerb der Governance-Systeme und die Tendenz zur hybriden Formenbildung in einer globalisierten Welt.

7. Wertorientierungen: Das Kapitel untersucht, wie spezifische Interessen der Akteure die organisatorische Ausgestaltung der Governance beeinflussen.

8. Organisatorische Ausgestaltung: Hier werden konkrete Architekturmodelle für zukunftsfähige Governance-Strukturen, wie der Leading-Board-Ansatz, vorgestellt.

9. Resümee: Das Schlusswort betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, interdisziplinären Sichtweise für den langfristigen Erfolg der Corporate Governance.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Unternehmensführung, Unternehmenskontrolle, Principal-Agent-Theorie, Shareholder Value, Stakeholder, Sarbanes-Oxley Act, Deutscher Corporate Governance Kodex, Board Management, Mitbestimmung, Risikoprämien, Compliance, Transparenz, Organisationsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Corporate Governance, wobei der aktuelle Status Quo, die zugrundeliegenden Theorien und die Entwicklungsperspektiven kritisch betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die begriffliche Definition, theoretische Erklärungsmodelle, ein Vergleich internationaler Kodizes und die Untersuchung der organisatorischen Ausgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Komplexität der Corporate Governance zu durchdringen und aufzuzeigen, wie Führung und Kontrolle effektiv gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Publikationsanalyse stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie die Auswertung empirischer Studien zur Umsetzung von Kodizes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle, vergleicht internationale Standards und beleuchtet die Praxis der Umsetzungsgrade sowie zukünftige hybride Entwicklungstendenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, Principal-Agent-Ansatz, Shareholder/Stakeholder, Rechtsverbindlichkeit, Board-Strukturen und Unternehmenskontrolle.

Inwiefern unterscheiden sich das US-amerikanische und das deutsche Modell?

Das US-Modell folgt primär einer einstufigen Struktur (One-Tier) mit Fokus auf starken Anlegerschutz, während das deutsche Modell traditionell auf einer dualen Struktur (Two-Tier) mit ausgeprägter Mitbestimmung basiert.

Was bedeutet das "Leading Board"-Konzept von Hilb?

Es handelt sich um einen integrierten Ansatz, bei dem das Board über reine Kontrollaufgaben hinaus auch Funktionen wie Coaching, Netzwerkpflege und Balancierung übernimmt.

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Details

Title
Publikationsanalyse zur Corporate Governance - Status Quo und Entwicklungsperspektiven
College
University of Applied Sciences Osnabrück
Course
Strategisches Personalmanagement und Organisation
Grade
1,3
Authors
Diplom Kauffrau (FH) Kerstin Dittmann (Author), Matthias Brockmann (Author), Tobias Gödrich (Author), Benjamin Schäfer (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V69796
ISBN (eBook)
9783638614009
ISBN (Book)
9783640484652
Language
German
Tags
Publikationsanalyse Corporate Governance Status Entwicklungsperspektiven Strategisches Personalmanagement Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Kauffrau (FH) Kerstin Dittmann (Author), Matthias Brockmann (Author), Tobias Gödrich (Author), Benjamin Schäfer (Author), 2006, Publikationsanalyse zur Corporate Governance - Status Quo und Entwicklungsperspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69796
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