Ein wichtiger Themenbereich in der siebten Jahrgangsstufe der Hauptschule ist „7.5 Wer bin ich, wie will ich werden? - Auf der Suche nach sich selbst“. Die pubertierenden Schüler stellen sich die Frage, was ihr Leben ausmacht, treffen wichtige Entscheidungen und nehmen sich im Chaos ihrer Gefühle wahr. Der Themenbereich 7.5 eignet sich dazu, die jungen Menschen auf ihrer Suche zu begleiten und ihnen Lebenshilfen aufzuzeigen.
Die Prüfungsstunde liegt am Ende der Sequenz. Bisher haben die Schüler ihr Leben betrachtet, das was war, was ist und was sein soll. Sie haben sich auseinandergesetzt mit ihren Stärken und Schwächen und sich auf die Botschaft eingelassen, dass Gottes Liebe keine Leistung und kein Perfektsein voraussetzt. Die Prüfungsstunde will deutlich machen, dass es da einen gibt, der um jeden einzelnen weiß, der ihr Gestern, Heute und Morgen, der ihre Fehler und Schwächen kennt, der da ist in ihrem Alltag und sie begleitet, in dessen Hand sie ihr Leben legen können. Die Sequenz abschließend erfahren die Schüler, die in diesem Jahr zur Firmung eingeladen sind, vom Beistand des Hl. Geistes als Stärkung auf ihrem Lebensweg.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema – Themenbereich – Sequenzplanung:
2. Berücksichtigung der Schülersituation
2.1 Klassensituation:
2.2 Schülerkonstellation und -konzeption:
2.3 Thematik der Stunde im Kontext der Schülersituation
3. Sachanalyse
3.1 Theologische Relevanz
3.2 Humanistische Relevanz
3.3 Lebensbezug des Themas
4. Didaktische Analyse
4.1 Didaktische Reduktion
4.2 Sequenzplanung zum Themenbereich 7.5
4.3 Stundenziel und Teilziel
4.4 Artikulationsstufen
4. 5 Methodenwahl und Sozialformbegründung
4.6 Medienwahl
5. Verlaufsplan
6. Literatur- und Quellenverzeichnis:
7. Anlagen
Einfühlungsübung
Folie 1-4
Folie 1-4 zusammen
Arbeitsblatt
Arbeitsblatt für Legastheniker
Verbesserungen auf Folie
Lebenswegplakat
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als schriftliche Unterrichtsvorbereitung für eine Religionsstunde in der 7. Jahrgangsstufe. Ziel ist es, die Schüler für die Zusage Gottes zu sensibilisieren, dass er jeden Einzelnen individuell kennt, annimmt und für ihn da sein möchte, um so zur Stärkung des Selbstwertgefühls beizutragen.
- Identitätsfindung und Selbstannahme bei Jugendlichen
- Die Bedeutung religiöser Symbole, wie der Hand als Zeichen für Gottes Nähe
- Erarbeitung des Psalms 139 als Ausdruck einer persönlichen Gottesbeziehung
- Methoden der ganzheitlichen Unterrichtsgestaltung, wie Bildbetrachtung und Meditation
- Umgang mit Heterogenität und Lernschwierigkeiten im Religionsunterricht
Auszug aus dem Buch
3.1 Theologische Relevanz
Der christlich- jüdische Gott hat sich selbst offenbart als ein Gott der Beziehung. Der Name JHWH ist Programm: Ich bin da (Ex 3,14). Es gibt keine Übersetzung des Gottesnamen, die wirklich das ausdrücken könnte, was sich dahinter verbirgt. Aber es meint in etwa „ich bin der, der für dich da ist“, „ich bin der, der immer da sein wird“ oder „ich will bei euch da sein als welcher ich bei euch da sein will“6. Obwohl der Name eng im Zusammenhang mit dem Exoduserlebnis steht, prägt diese Zusage unser Gottesbild bis heute. Christen glauben an einen Gott, der nahe ist und sein will.
Thema der Stunde ist also der ureigene christlich- jüdische Gedanke: es gibt einen, der weiß um dich. Diese Formulierung, dass Gott um jeden weiß, ist allerdings keine, die die Schüler gut verstehen. Die Umschreibung „Gott kennt dich und will für dich da sein“ trifft die Sprache und den Verstehenshorizont der Klasse besser.
Diese Vorstellung von Gott wird wohl in den Büchern des ersten als auch des zweiten Bundes deutlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema – Themenbereich – Sequenzplanung: Einführung in den Themenbereich „Wer bin ich, wie will ich werden?“ und Einordnung der Prüfungsstunde am Ende der Sequenz.
2. Berücksichtigung der Schülersituation: Analyse der Klassensituation sowie der kognitiven und emotionalen Voraussetzungen der 17 Schüler der 7. Klasse.
3. Sachanalyse: Theologische und humanistische Reflexion zur Gottesbeziehung und Identitätsfindung der Jugendlichen.
4. Didaktische Analyse: Begründung der didaktischen Reduktion, Stundenziele, Methodenwahl und Medienentscheidungen für den Unterricht.
5. Verlaufsplan: Detaillierte Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtsstunde in fünf Phasen.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
7. Anlagen: Materialien wie Einfühlungsübungen, Folienvorlagen, Arbeitsblätter und das Lebenswegplakat.
Schlüsselwörter
Religionspädagogik, Unterrichtsvorbereitung, Gottesbild, Identitätsfindung, Psalm 139, Selbstwertgefühl, Hauptschule, Jugendpastoral, Gottesbeziehung, In manibus tuis, Religionsunterricht, Ganzheitlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser schriftlichen Unterrichtsvorbereitung grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die Planung einer Religionsstunde für die 7. Jahrgangsstufe der Hauptschule mit dem Thema „Gott weiß um mich“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtseinheit?
Die Themenfelder umfassen die Identitätssuche Jugendlicher, die Erfahrung der bedingungslosen Liebe Gottes und die Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls.
Welches primäre Ziel verfolgt die Stunde?
Die Schüler sollen sensibel dafür werden, dass Gott sie individuell kennt, ihre Schwächen und Stärken weiß und für sie da sein möchte.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es kommen unter anderem Bildbetrachtungen, meditative Übungen, die Analyse biblischer Texte (Psalm 139) und handlungsorientierte Methoden wie die Plakatgestaltung zum Einsatz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse (theologische und humanistische Relevanz) sowie eine didaktische Analyse, welche die Planung und methodische Gestaltung der Stunde begründet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Religionspädagogik, Identitätsfindung, Ganzheitlichkeit und Gottesbeziehung.
Wie geht die Lehrkraft mit den kognitiven Unterschieden in der Klasse um?
Es findet eine Differenzierung statt, etwa durch die Erstellung von Arbeitsblättern speziell für Legastheniker, um eine Überforderung zu vermeiden.
Warum wird das Bild „In manibus tuis“ von Walter Habdank verwendet?
Das Bild dient der emotionalen Öffnung und verdeutlicht visuell das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen, was den Schülern einen direkteren Zugang zum Thema ermöglicht.
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- Steffi Hoffmann (Author), 2005, Gott weiß um mich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69849