Massenmedien - Zwischen Konkurrenz und Demokratie


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALT

1. Einleitung

2. Massenmedien
2.1 Definition(en)
2.2 Politische Funktionen der Massenmedien in der Demokratie
2.2.1 Informationsvermittlung
2.2.2 Meinungsbildung
2.2.3 Kritik und Kontrolle
2.2.4 Politische Funktionen vs. wirtschaftliche Eigeninteressen

3.Geschichte & Charakteristika der Massenmedien im Kurzüberblick
3.1 Presse
3.2 Hörfunk / Radio
3.3 Fernsehen
3.4 Internet

4. Exkurs: Konkurrenz oder Koexistenz von Massenmedien?
4.1 Presse kontra Rundfunk
4.2 Öffentlich-rechtliche kontra private Massenmedien

5. Fazit / Resümee

6. Bibliographie
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Aufsätze
6.3 Internetquellen

1. Einleitung

Medien - so weit das Auge auch reicht und wohin man auch kommt: die Medien, oder besser gesagt die Massenmedien, sind schon da. Hörfunk (Radio), Presse, Fernsehen und seit einigen Jahren auch das Internet: bis auf wenige Ausnahmen wird das Leben der Menschen weltweit durch Massenmedien aller Art geprägt. Die Bedeutung der Massenmedien für die Gesellschaft kann man aus diesem Grunde gar nicht hoch genug einschätzen. Wir leben in einer Mediengesellschaft aus Text, Bild sowie Ton und selbst wenn man es wollte, könnte man sich den Massenmedien nicht wirklich entziehen. Gegenstand der vorliegenden Ausarbeitung ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem umfangreichen Themenkomplex Massenmedien. Dabei wird zunächst in Kapitel zwei auf die Begriffsdefinition(en) sowie die wichtigen politischen Funktionen der Massenmedien in der Demokratie eingegangen. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird dann in Kapitel drei ein kurzer Überblick über das deutsche Mediensystem gegeben, indem die Charaktereigenschaften der vier Massenmedien Presse, Hörfunk, Fernsehen und Internet kurz skizziert dargestellt werden. Anschließend folgt in Kapitel vier ein Exkurs zum Thema Konkurrenz oder Koexistenz von Massenmedien. Hier soll die Fragestellung Beantwortung finden, inwieweit zum eine Presse und Rundfunk und zum anderen öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk sozusagen ‚friedlich’ in einer Koexistenz leben sowie. ob es theoretisch zu Konkurrenzdruck kommen kann bzw. kommt. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Untersuchungen nochmals in einem kurzen Fazit zusammengefasst.

Grundlage für die Untersuchung sind neben persönlichen Erfahrungen mit den allgegenwärtigen Massenmedien auch aktuelle, wissenschaftliche Abhandlungen zur modernen Medienwissenschaft von Niklas Luhmann, Helmut Schanze, Knut Hickethier, Wolfgang Hagen, Hermann Meyn, Gerhard Maletzke und Werner Faulstich. Aufgrund der zeitlichen sowie quantitativen Rahmenbedingungen der Arbeit können in den folgenden Kapiteln manche Themenbereiche jedoch nur angerissen werden. Bereits an dieser Stelle sei daher auf die für diese Arbeit verwendeten Publikationen der Publizisten und Wissenschaftler hingewiesen. In ihren umfangreichen Veröffentlichungen finden sich viele weitere Anknüpfungspunkte für weiterführende Fragestellungen und wissenschaftliche Auseinandersetzungen.

2. Massenmedien

2.1 Definition(en)

Das Schlagwort Massenmedien ist aus der heutigen Medien- und Informations- gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Häufig inflationär gebraucht, fällt jedoch bei einer näheren Betrachtung des aus „Masse“ und „Medien“ zusammengesetzten Begriffes auf, dass eine eindeutige und verbindliche Definition nicht ohne weiteres möglich ist. Traditionellerweise werden immer Presse, Hörfunk und Fernsehen zu den Massenmedien gezählt, es wäre jedoch falsch, das Internet an dieser Stelle zu verschweigen, auch wenn es sicherlich eine Sonderrolle einnimmt, da hier u.a. eine besondere Kommunikationssituation zwischen Sender und Empfänger möglich ist.1 Unter einem Medium wird ein Mittler verstanden, etwa ein Instrument wie der Brief, eine Zeitung oder das Radio, mit dem Zeichen übermittelt und Kommunikation ermöglicht wird. Medien ist also der Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Information, Bildern, Nachrichten etc.2Grundsätzlich kann man zunächst festhalten, dass unter dem Begriff Massenmedien all jene Kommunikationsmittel zusammengefasst werden, die mit dem Ziel einer massenhaften Verbreitung technisch produziert werden. Doch bereits dieser Versuch einer näheren Begriffseingrenzung greift auf sehr schwammige und unpräzise Attributzuschreibungen zurück, welche das latente Definitionsproblem nachhaltig unter Beweis stellen. Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen soll das Dilemma im Folgenden unter Zuhilfenahme von populären Begriffsbestimmungen dargelegt werden. In seiner Einführung in die Medienwissenschaft betont auch Medienwissenschaftler Knut Hickethier ausdrücklich das grundlegende Definitionsdefizit:

„Der Begriff der ‚Masse’, der im einfachsten Wortsinn viele Beteiligte bzw. eine große ;Menge von Teilnehmern meint, ist relativ diffus, weil nicht eindeutig ist, ab wann eine ;große Menge von mit dem Medium Angesprochenem als ‚Masse’ zu bezeichnen ist.“3Historisch geprägt4, ist der Begriff „Masse“ häufig negativ besetzt, was langfristig zu einem skeptischen und vorsichtigen Umgang mit den Medien geführt hat. Erinnert sei Marco Hadem Massenmedien: Zwischen Konkurrenz und Demokratie an dieser Stelle nur an die zahlreichen staatlichen Reglementierungen und Beschränkungen der Medien - etwa des Hörfunks.5

Der Definitionsansatz des Soziologen Niklas Luhmann lässt die amorphe „Masse“ ebenfalls undefiniert, wenn er festhält, dass unter Massenmedien „alle Einrichtungen der Gesellschaft erfasst werden, die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen“, um eine „große[r] Zahl mit noch unbestimmten Adressaten“ zu erreichen.6Abgesehen von der technischen Produktion des Mediums ist für Luhmann außerdem entscheidend, dass in den Massenmedien bis auf einige „inszeniert wirkenden“ Ausnahmen „keine Interaktion unter Anwesenden zwischen Sendern und Empfängern stattfinden kann“7. Seit den 1960er Jahren hat sich im deutschsprachigen Bereich der Definitionsversuch von Kommunikationswissenschaftler Gerhard Maletzke als einflussreich und bedeutend herauskristallisiert. Er wurde aus der amerikanischen Kommunikationsforschung abgeleitet und definiert die Kommunikation in den Massenmedien als „jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen öffentlich (also ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft), durch technische Verbreitungsmittel (Medien), indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmenden) an ein disperses Publikum […] gegeben werden.“8

2.2 Funktionen der Massenmedien in der Demokratie

Während die Definition des Begriffes Massenmedien - wie bereits dargelegt - nicht ohne diffuse Aussagen möglich ist, sind die Funktionen der Massenmedien in der Demokratie relativ klar festgelegt. In der Demokratie werden den Massenmedien Presse, Hörfunk und Fernsehen in Form von Informationsvermittlung, Meinungsbildung sowie Kritik und Kontrolle drei einander zum Teil stark überschneidende Primärfunktionen zugeordnet. Ausgangspunkt für die Funktionen der Massenmedien in der deutschen Demokratie ist die in Artikel 5 des Grundgesetzes verankerte Meinungs- und Pressefreiheit.9 Aufbauend auf diesem Grundrecht verpflichten sich Verleger,

Hörfunk- und TV-Anstalten sowie Journalisten in der Präambel des 1973 erstmals beschlossenen Pressekodex, ihre „Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst zu sein“10, also ihren moralischen und gesellschaftlichen Funktionen entsprechend zu handeln und publizieren. Komplettiert wird das breit gestreute Funktionsspektrum durch die Sekundäraufgaben Bildung und Unterhaltung.11

2.2.1 Informationsvermittlung

Nur wer sachkundig über politische und gesellschaftliche Sachverhalte informiert ist, kann sich ein seriöses Bild über die Geschehnisse im demokratischen Alltag machen. Informationen sind, wenn man so will, also der Schlüssel zum mündigen Bürger bzw. Demokraten. Berücksichtigt man diese Tatsache, so ist es nur logisch, dass den Massenmedien in diesem Punkt eine (ge)wichtige Rolle zukommt, ja zukommen muss. Ihre große Reichweite und breite Streuung gestattet es, möglichst viele Staatsbürger mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragestellungen zu konfrontieren. Getreu dem Motto „Demokratie ist Regierung durch Konflikt“12werden die Massenmedien zu einer Plattform, einer geschaffenen Öffentlichkeit, auf der Auseinandersetzungen zu gesellschaftsrelevanten Fragen für jeden Bürger zugänglich und diskutierbar sind. Die streitenden Protagonisten (Regierung und Opposition, Gesellschaftsverbände, Lobbyisten etc.) müssen demzufolge immer damit rechnen, in den Fokus der Massenmedien und der Öffentlichkeit zu geraten. Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich immer die Freiheit von Presse, Hörfunk und Fernsehen.

Um ihrer Informationsfunktion gerecht werden zu können, müssen die Massenmedien so vollständig, sachlich und verständlich wie möglich informieren, damit ihre Nutzer in der Lage sind, das öffentliche Geschehen zu verfolgen. Nur dann ist es den Bürgern möglich, wirtschaftliche, soziale und politische Zusammenhänge zu begreifen und im Eine Zensur findet nicht statt.“ (aus: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Textausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung. Bonn: Clausen & Bosse, Leck. 1988. S. 19). zweiten Schritt aktiv daran teil zu haben - sei es als Wählende, als Mitglieder einer Partei oder einer Bürgerinitiative.

Eine solche „Realität der Massenmedien“, wie Niklas Luhmann sie bezeichnet, birgt jedoch auch unsichtbare Gefahren, die den mündigen Bürgern ebenfalls bewusst gemacht werden müssen. Denn in einer massenmedial aufbereiteten Welt, sinken die individuellen Kontrollmöglichkeiten des Einzelnen oder wie Luhmann sagt: „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch Massenmedien.“13Der Manipulation ist durch die fehlenden Kontrollmöglichkeiten in der Mediengesellschaft somit zumindest theoretisch Tür und Tor geöffnet. Um dies zu verhindern, sollen sich neben dem Kartellamt auch die Medien selbstkritisch miteinander auseinandersetzen und Medienkonzentrationen verhindern. Mediale Vielfalt soll zudem dafür Sorge tragen, dass es nicht zu Monopolstellungen von Verlagen, TV-Anstalten etc. kommt und unterschiedliche Perspektiven, Meinungen und Positionen medial in Erscheinung treten können.14

2.2.2 Meinungsbildung

Auch bei der Meinungsbildung kommt auf die Massenmedien eine bedeutsame Rolle zu. Allerdings sei bereits eingangs vermerkt, dass genau wie bei der Informationsfunktion hier die Gefahren und Chancen für die Demokratie sehr dicht beieinander liegen. Grundproblem der Meinungsbildung ist die Frage, inwieweit die Chancengleichheit zur Meinungsäußerung bei Mehrheiten bzw. Minderheiten gegeben ist. Immer wieder wird Kritik laut, dass große Verbände, (finanzstarke) Lobbyisten und Parteien in der Medienlandschaft bessere Chancen haben, auf offene Ohren zu stoßen. Minderheiten haben ;es im Gegensatz dazu eher schwerer, mediales Interesse zu erzeugen. Der so genannte „anwaltschaftliche Journalismus“15soll hier helfen, die Meinungen und Ansichten der Minderheiten in die öffentliche Meinungsbildung einzubringen und somit für mehr Chancengleichheit sorgen. Bemerkenswert ist in diesem Kontext noch, dass aus Minderheiten über die Jahre Mehrheiten werden können und somit vermeintlich zementierte Machtverhältnisse ins Wanken kommen (können).16 Dennoch sind verbindliche Aussagen zum ‚Mehrheiten-Minderheiten-Dilemma’ nicht möglich. Es bleibt aber festzuhalten, dass es definitiv eine Beziehung zwischen der Quantität der Anhängerschaft und der Quantität der medialen Berichterstattung gibt17 und es im Sinne der Glaubwürdigkeit der Massenmedien erstrebenswert ist, den demo- kratischen Meinungspluralismus in einem angemessenen Verhältnis widerzuspiegeln. Neben der Gefahr, Mehrheiten zu bevorzugen, besteht aber auch das Problem, Minderheiten durch überzogene mediale Aufmerksamkeit ein Forum zu geben, welches ein falsches Bild auf die tatsächlichen Gesellschaftsverhältnisse projiziert. Erinnert sei in diesem Zusammenhang etwa an die Berichterstattungen über verfassungsfeindliche, rassistische Gruppierungen wie die Deutsche Volks Union (DVU) in Sachsen-Anhalt 1998 sowie extremistische und terroristische Vereinigungen im In- und Ausland. Hier laufen die Medien immer wieder Gefahr, den schmalen Grad zwischen ausreichender Aufklärung und kontraproduktiver Aufmerksamkeit zu verfehlen, was zur Folge hat, dass die Gruppierungen ein mediales Echo ereilt, welches nicht zuletzt aus demokratischen Aspekten nicht angebracht sein kann und darf.

2.2.3 Kritik und Kontrolle

Die Kritik- und Kontrollfunktion der Massenmedien schwingt ja bereits mittelbar und unmittelbar in der Informations- und Meinungsbildungsfunktion mit. Explizit auf die politischen Begebenheiten in der Demokratie bezogen, kann man sagen, dass die Medien neben der Regierungsopposition immer die Kritik- und Kontrollaufgabe innehaben. Ohne die allgegenwärtigen ‚Augen und Ohren’ der Massenmedien liefe die Demokratie Gefahr, der Korruption und der bürokratischen Willkür zu erliegen. Investigativer Journalismus ist hier das Stichwort, welches insbesondere für alle Missstände bzw. deren Urheber ein Dorn im Auge ist. Nicht selten hat das Engagement der Journalisten dafür gesorgt, dass der Demokratie zuwiderstrebende Kräfte aufgespürt und ihre Vergehen öffentlich gemacht wurden. Auch wenn die Massenmedien im Gegensatz zur Regierungsopposition über keine direkten Sanktionsmittel verfügen, darf ihre Macht nicht unterschätzt werden. Denn wer einmal medial ‚gebrandmarkt’ war, kann seine politische bzw. gesellschaftliche Karriere vergessen. Kritiker der Kontroll- und Kritikfunktion sehen die Medien hier als allzu mächtig an. Massenmedien dürfen für sie keine „Vierte Macht“ in der Gewaltenteilung des demokratischen Staates sein.18

2.2.4 Politische Funktionen versus wirtschaftliche Interessen

Auch wenn sich die Massenmedien gerne - und insbesondere in Situationen, wo sie aufgrund ihrer Berichterstattungen nicht unumstritten sind - auf ihre wichtigen Primärfunktionen in der Demokratie berufen, versetzen ihre politischen Funktionen sie auch in eine Zwickmühle. Denn abseits der viel zitierten politischen Funktionen für die Öffentlichkeit zwischen Objektivität, Unabhängigkeit und informierender Kontroll-
instanz, müssen die Verlage, Fernsehanstalten und Hörfunksender als Unternehmen natürlich auch nach wirtschaftlichen Kriterien agieren. Und exakt hier liegt das Problem hinsichtlich der Unabhängigkeit der Medien verborgen, welches im Folgenden der Vollständigkeit halber kurz am Beispiel der Printmedien gezeigt werden soll.19

Genau wie bei den drei Primärfunktionen regelt der bereits erwähnte Pressekodex20auch die klare Trennung zwischen redaktionellen und gewerblichen Veröffentlichungen.21Doch egal ob bei bundesweiten ‚Qualitätszeitungen’ wie der Süddeutschen Zeitung oder der Welt, bei Boulevardzeitungen wie Bild oder Express oder bei den diversen Lokalzeitungen zwischen Flensburg und Bodensee - immer wieder kann es bei der täglichen Arbeit zu Konflikten zwischen wirtschaftlichen und journalistischen Interessen kommen. Sei es z. B. im externen Bereich bei der kritischen Berichterstattung über Unternehmen, die zugleich als finanzstarke Werbekunden von Bedeutung sind, bei der Abhängigkeit von Verkaufszahlen oder im internen Bereich durch die wirtschaftliche Abhängigkeit der Journalisten von ihrem Verleger. Auch räumliche und zeitliche Begrenzungen schränken die mediale Berichterstattung auf einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit ein.22

[...]


1Anmerkung: Für nähere Informationen siehe Kapitel 3.4 „Internet“.

2Vgl. Schubert Klaus, Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktualisierte Auflage. Bonn 2006.

3Vgl. Hickethier, Knut: Einführung in die Medienwissenschaft, Stuttgart 2003. S. 24.

4Anmerkung: Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Begriff „Masse“ würde an dieser Stelle die Rahmenbedingungen der Hausarbeit sprengen. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle explizit auf Knut Hickethiers umfangreiche Erläuterungen verwiesen. Vgl. Hickethier: S. 24 f.

5Vgl. Hickethier: S. 25.

6Vgl. Luhmann, Niklas: Die Realität der Massenmedien. Wiesbaden 2004. S. 10.

7Vgl. Luhmann: S. 11.

8Vgl. Maletzke, Gerhard: Psychologie der Massenkommunikation, Hamburg 1963. S.32.

9Vgl. Artikel 5, Absatz 1: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.

10Informationen entnommen aus: La Roche, Walther von: Einführung in den praktischen Journalismus.

16., völlig neu überarbeitete Auflage. München: List Verlag 2003. S. 176 ff.

11Anmerkung: Da die Funktionen Bildung und Unterhaltung keine Bedeutung für die politischen Aufgaben der Massenmedien besitzen, wird in dieser Arbeit nicht weiter auf die Sekundäraufgaben eingegangen. Erwähnenswert ist aber noch, dass die Grenzen zwischen Primär- und Sekundärfunktionen bisweilen fließend sind - etwa in den Feuilletons der Süddeutschen Zeitung oder der FAZ.

12Meyn Hermann: Massenmedien in Deutschland. Neuauflage. Konstanz 2004. S. 23.

13Vgl. Luhmann: S. 9.

14Anmerkung: Inwieweit dies erfolgreich ist, muss an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Ursache ist der Zwiespalt der Verlage, neben ihren demokratischen Funktionen auch wirtschaftliche Interessen eines Unternehmens zu verfolgen. Die Realität zeigt, dass es immer wieder zu Medienkonzentrationen kommt. Vgl. hierzu die umfangreiche Online-Publikation „Massenmedien“ der Bundeszentrale für politische Bildung unter http://www.bpb.de/publikationen/06974946804579279596626493295453.html.

15 Begriff entnommen aus: Online-Publikation ;„Massenmedien“ der Bundeszentrale für politische Bildung unter http://www.bpb.de/publikationen/04309502558076112983648580539468.html.

16Kommentar: Ein Beispiel hierfür ist sicherlich die „Grünen“-Bewegung, die sich von einer kleinen Minderheitenpartei zur Regierungspartei gemausert hat.

17Kommentar: Wenn auch kein politisches Beispiel, so bezeugt das mediale Interesse an einer Herren Fußballweltmeisterschaft im Vergleich zum medialen Interesse an einer Damen Fußball-WM sehr markant, wie viel Einfluss Mehrheiten auf mediale Aufbereitungen haben. Im Grunde verwundert dies nicht, da die Massenmedien ja eben auch Geld verdienen wollen und sich somit (leider) immer wie ein Fähnchen im Wind dem erwarteten Geldstrom entgegenrecken.

18Kommentar: Der Gedanke von den Massenmedien als „Vierte Gewalt“ hat eine lange Tradition. Sie reicht ins 18. Jahrhundert zurück, also in die Epoche der Aufklärung. Damals hat der französische Philosoph und Gesellschaftskritiker Jean-Jacques Rousseau in Anlehnung an die auf Thomas Hobbes und Charles de Montesquieu zurückgehende Gewaltenteilung von der Presse als einer „vierten Säule“ im Staat gesprochen. Vgl. Bergsdorf, Wolfgang: Die vierte Gewalt. Mainz 1980 und Meyn: S. 28 f.

19Kommentar: Auch Hörfunk und Fernsehen leiden unter dem hier angesprochenen Konflikt, wenn auch in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen.

20Nach der Verabschiedung des Kodex 1973 wurde er zuletzt 2001aktualisiert. Vgl. La Roche: S. 176.

21Siehe Ziffer 7 des Pressekodex. Vgl. La Roche: S. 177 f.

22Anmerkung: In Zeitungen ist die Seitenzahl begrenzt, im Hörfunk und im Fernsehen die Sendezeit.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Massenmedien - Zwischen Konkurrenz und Demokratie
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Hauptseminar: Radio und Rundfunk. Theorie - Geschichte - Praxis
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V69910
ISBN (eBook)
9783638621984
ISBN (Buch)
9783638673839
Dateigröße
599 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Massenmedien, Zwischen, Konkurrenz, Demokratie, Hauptseminar, Radio, Rundfunk, Theorie, Geschichte, Praxis
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Marco Hadem (Autor), 2007, Massenmedien - Zwischen Konkurrenz und Demokratie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69910

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