Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Economic Geography

Ausländische Direktinvestitionen in Mittelamerika und ihre ökonomischen, sozialen und politischen Auswirkungen

Title: Ausländische Direktinvestitionen in Mittelamerika und ihre ökonomischen, sozialen und politischen Auswirkungen

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Weber (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der „Wirtschaftsboom“ in China oder das rasante Wachstum der mittel- und osteuropäischen Staaten bringen es auf den Punkt: Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft sind seit mehreren Jahren auf dem Vormarsch. Günstigere Lohnkosten und oftmals Steuererleichterungen sind typische Schlagwörter, die global agierende Unternehmen heutzutage dazu veranlassen, nicht nur mit den hergestellten Gütern und Dienstleistungen international zu handeln, sondern mehr und mehr auch die Produktion derer ins Ausland zu verlagern. Wie in Abb. 1 ersichtlich, bestand die internationale Arbeitsteilung bis Mitte der achtziger Jahre im Wesentlichen aus dem grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungshandel, wobei Investivkapital hauptsächlich als exportfördernder Faktor einer Auslandsaktivität betrachtet wurde. Nach Ansicht vieler damaliger Unternehmer war nur durch Schaffung von eigenen Vertriebs- und Servicenetzen die Bedienung eines ausländischen Absatzmarktes möglich (vgl. BEYFUS/EGGERT 2000).
Seit Mitte der achtziger Jahre haben sich Direktinvestitionen zu einem eigenständigen Element der globalen Arbeitsteilung entwickelt und werden seitdem als treibende Kraft der Globalisierung betrachtet.
Kräftiges Wachstum vormals eher benachteiligter Regionen führte zu einem intensiven Standortwettbewerb und nicht zuletzt durch die rasante technologische Entwicklung wurde eine kostenoptimale globale Streuung der Produktionsstandorte erst ermöglicht (vgl. Klodt/Maurer 1996).
Ziel dieser Arbeit soll es sein, den hinsichtlich Direktinvestitionen oft übersehenen Wirtschaftsraum Mittelamerikas zu analysieren. Anhand einer genauen Betrachtung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Effekte ausländischer Direktinvestitionen soll das Potential dieser Region untersucht werden.
Hierbei bietet es sich an, in einem ersten Schritt den Begriff einer ausländischen Direktinvestition zu definieren und näher auf die Staatengemeinschaft Mittelamerikas einzugehen. Neben dem Handelsabkommen CAFTA und den wirtschaftlichen Integrationsprozessen werden hier auch wichtige Charakteristika wie beispielsweise die besondere Mentalität im mittelamerikanischen Wirtschaftsraum zu erläutern sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort: Die wachsende Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen

2. Begriffsabgrenzungen

2.1 Definition des Begriffs „ausländische Direktinvestitionen“

2.2 Die Staatengemeinschaft Mittelamerikas

2.2.1 Das Handelsabkommen CAFTA

2.2.2 Wirtschaftliche Integrationsprozesse in Mittelamerika

2.2.3 Weitere Charakteristika des mittelamerikanischen Wirtschaftsraums

3. Chancen ausländischer Unternehmen in Mittelamerika

3.1 Übersicht der Investitionsvolumina und Potentiale der einzelnen Staaten

3.2 Spezifische Betrachtung zweier Fallbeispiele

3.2.1 El Salvador

3.2.2 Costa Rica

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser wissenschaftlichen Seminararbeit ist es, den Wirtschaftsraum Mittelamerikas im Kontext ausländischer Direktinvestitionen zu analysieren, wobei sowohl die ökonomischen, politischen als auch sozialen Auswirkungen dieser Investitionen auf die Region untersucht werden.

  • Definition und konzeptionelle Abgrenzung ausländischer Direktinvestitionen.
  • Analyse des wirtschaftlichen Integrationsrahmens in Mittelamerika, insbesondere durch das CAFTA-Abkommen.
  • Bewertung der Standortattraktivität einzelner mittelamerikanischer Staaten anhand internationaler Indizes.
  • Gegenüberstellende Untersuchung der Fallbeispiele El Salvador und Costa Rica hinsichtlich ihrer Investitionspotentiale.
  • Betrachtung sozioökonomischer Herausforderungen und regionaler Rahmenbedingungen für Investoren.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition des Begriffs „ausländische Direktinvestitionen“

Obwohl das Thema ausländischer Direktinvestitionen schon länger diskutiert wird, lässt sich in der Literatur noch keine einheitliche Begriffsdefinition diesbezüglich finden. Gemäß Vahlens Großem Wirtschaftslexikon ist eine ausländische Direktinvestition „eine internationale Kapitalbewegung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen unmittelbaren, dauerhaften Einfluß auf die Geschäftstätigkeit des kapitalnehmenden Unternehmens zu erhalten bzw. einem Unternehmen, an dem der Investor maßgeblich beteiligt ist, neue Mittel zuzuführen“ (vgl. ISSING/DICHTL 1987, S.139). Im Foreign Direct Investment Yearbook der Europäischen Kommission geht man sogar noch einen Schritt weiter und legt den Anteil, der an einer ausländischen Unternehmung akquiriert wird, auf mindestens zehn Prozent fest.

Grundsätzlich wird in der Literatur häufig zwischen vertikalen und horizontalen Investitionsaktivitäten unterschieden. Vertikale Direktinvestitionen meinen eine Auslagerung bestimmter vor- oder nachgelagerter Produktionsstufen in das oft kostengünstigere Ausland. Um eine stärkere Position auf dem ausländischen Absatzmarkt bei gleichzeitiger Lieferzeitersparnis zu erlangen, wählen Unternehmen jedoch auch oft den Weg einer horizontalen Investition. Die Produktion eines Gutes wird somit in gewissem Sinne verdoppelt und es entstehen weitere Produktionsstandorte in einem anderen Staat (vgl. EUROPEAN COMMISSION 2002).

Bei Untersuchung von Foreign Direct Investments (FDI), dem englischen Synonym ausländischer Direktinvestitionen, stellt sich natürlich die Frage nach den Motiven eines solchen Engagements. Eine weltweite Analyse des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ergab, dass neben Ressourcen- und Kostenaspekten (hier besonders Lohn- und Produktionskostenvorteile) vor allem Absatz- und Marktmotive immer mehr Unternehmen dazu bewegen, im Ausland zu investieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die wachsende Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Anstieg internationaler Produktionsverlagerungen, die Direktinvestitionen zu einer zentralen Antriebskraft der modernen Wirtschaft machen.

2. Begriffsabgrenzungen: Hier werden der Begriff der Direktinvestition definiert und die zentralen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der mittelamerikanischen Region, einschließlich politischer Einflüsse und Handelsabkommen wie CAFTA, erörtert.

3. Chancen ausländischer Unternehmen in Mittelamerika: Der Hauptteil analysiert das Investitionsklima der Region durch eine vergleichende Betrachtung der Länder El Salvador und Costa Rica und beleuchtet spezifische Chancen sowie Herausforderungen für ausländische Investoren.

Schlüsselwörter

Direktinvestitionen, Mittelamerika, Globalisierung, CAFTA, Wirtschaftsraum, Investitionspotential, Standortwettbewerb, El Salvador, Costa Rica, Industrielle Integration, Kapitalbewegung, Marktmotive, Wirtschaftswachstum, Sozioökonomische Entwicklung, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen auf den mittelamerikanischen Wirtschaftsraum unter Berücksichtigung ökonomischer, politischer und sozialer Faktoren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Fokus stehen die theoretische Einordnung von Investitionen, die Bedeutung regionaler Handelsabkommen wie CAFTA und die Standortanalyse spezifischer mittelamerikanischer Staaten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie sich ausländische Direktinvestitionen auf die ökonomische, soziale und politische Entwicklung Mittelamerikas auswirken und welche Potentiale für ausländische Unternehmen in dieser Region existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Literaturanalyse sowie eine vergleichende Untersuchung anhand internationaler Wirtschaftsindizes und Fallbeispiele durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der Investitionsvolumina sowie eine spezifische Länderbetrachtung von El Salvador und Costa Rica als Fallbeispiele für unterschiedliche Investitionsperformance.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Direktinvestitionen, Mittelamerika, Standortwettbewerb, CAFTA und ökonomische Integration bestimmt.

Wie unterscheidet sich die wirtschaftliche Lage in Costa Rica von der in El Salvador?

Während Costa Rica als erfolgreicher „Front-Runner“ bei der Anziehung von Investitionen gilt, wird El Salvador im untersuchten Zeitraum als „Under-Performer“ eingestuft, wobei beide Länder unterschiedliche politische und wirtschaftliche Ansätze verfolgen.

Welche Rolle spielt die „Maquila“ für die Region?

Die Maquila-Industrie dient als Instrument zur Lohnkostenreduzierung und spielt insbesondere im Textilsektor eine wichtige Rolle für die Ansiedlung ausländischer Unternehmen, wie am Beispiel von Honduras erläutert wird.

Warum haben viele mittelamerikanische Staaten Schwierigkeiten bei langfristigen Wirtschaftsstrategien?

Die Arbeit identifiziert die häufige politische Instabilität, bürokratische Hürden, Korruption und den starken Einfluss der Oligarchen als zentrale Herausforderungen, die langfristige Vorhaben erschweren.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Ausländische Direktinvestitionen in Mittelamerika und ihre ökonomischen, sozialen und politischen Auswirkungen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Johannes Weber (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V69925
ISBN (eBook)
9783638622899
Language
German
Tags
Ausländische Direktinvestitionen Mittelamerika Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Weber (Author), 2006, Ausländische Direktinvestitionen in Mittelamerika und ihre ökonomischen, sozialen und politischen Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69925
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint